Rezensionen & Tonträger Marius, 08.02.2010
Manchmal ist es schwer, die passenden Worte zu finden, wenn es darum geht, über eine neue Veröffentlichung zu schreiben. Das hat oft auch gar nichts mit Qualität oder eben auch dem Nichtvorhandensein ebendieser zu tun, sondern einfach damit, dass in den vergangenen Jahren einfach schon soviel zum selben Thema geschrieben wurde, an dem auch eine neue Veröffentlichung relativ wenig ändert. So beispielsweise bei Screamworks: Love In Theory And Practice, dem neuen Album von HIM. Ein Name, bei dem beim einen gleich mal automatisch die Alarmglocken klingeln, während beim anderen (oder im Falle von Ville Valo auch: bei der anderen) das Herz zu hüpfen beginnt… weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 08.02.2010
Es ist ja immer schön zu sehen, wenn zwei Künstler aufeinander treffen, die man in der Konstellation eigentlich nicht so erwartet. Seien es unterschiedliche Genres, ein unterschiedliches Naturell, unterschiedliche Altersklassen… Spannend wird es in jedem Fall. Bei der hier vorliegenden Zusammenarbeit kommt gleich alles zusammen. Was die beiden aber eint: Sowohl Bryan Ferry als auch DJ Hell kann man in ihren Genres eine Art Pionier-Rolle zusprechen. Bei der nun erscheinenden Single U Can Dance handelt es sich um Hells Interpretation eines bisher unveröffentlichten Songs von Bryan Ferry. Die Single erscheint in verschiedenen Versionen mit jeweils unterschiedlichen Remixen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 07.02.2010
Liest man unter Kenntnis des aktuellen Albums Heavy von der neuen Single Jochen Distelmeyers, so wundert man sich erst einmal: Regen als neue Single? Die acapella vorgetragene Eröffnung des Albums? Die Antwort ist hier ein entschiedenes Jein, denn es handelt sich zwar von der Sache her um den Opener des Albums, allerdings wird dieser hier nicht acapella vorgetragen, sondern frisch instrumentiert mit seiner Band, die daraus einen schönen Popsong geschaffen haben. Dieser erscheint auf der EP zunächst in drei Versionen, hinzukommen zwei solo akustisch vorgetragene Songs sowie ein EP-exklusives weiteres Stück. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 07.02.2010
Ja ja, so ist das mit Alben: Eigentlich sollte man schon vorher wissen, worauf man sich einlässt, besonders die Plattencover mancher Alben sollten Warnung genug sein. Und deswegen sollte man schon eine Vorahnung haben, wenn dieses aus einer sehr schicken, aber bizarren Fotocollage besteht, die vollkommen wirr erscheint. Diese Ahnung wird dann später noch bestätigt: Abgründe tun sich da mal wieder auf, aber das ist in dem Fall durchaus nicht schlimm. Denn zumindest kann man so auf Grey Eminence am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, wenn auf einen Versatzstücke aus Ambient, Noise und Industral losgelassen werden und auf eine sehr schräge Weise kombiniert werden. Fiese Momente gibt es dann auf jeden Fall genug. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Katrin, 06.02.2010
Ja mei, was haben denn die Österreicher hier zum Besten gebracht? Drei junge Männer aus Wien spielen sich auf dem recht ironisch betitelten Album Home is Where the Heart Breaks Leib und Seele aus dem Hals oder besser aus den Fingern und Füßen. My Glorious haben mit genanntem Album einen guten Start für das Musikjahr 2010 hingelegt. Hier findet sich Garage Beat zusammen mit melodischen Schönheiten und ansprechenden Texten. Und das Ziel, dass man diese 12 Lieder als Versuch nehmen kann, das Leben zu verstehen, erreichen die Drei so irgendwie, obwohl der Beat so toll ist, dass man kaum auf die Texte hört. Obwohl sich genau hinhören ja immer lohnt. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 04.02.2010
Wieso musste man eigentlich so lange warten, bis endlich das Debüt-Album der Band Amestigon erschienen ist? Denn außer zwei EPs und zwei Split-Alben war vor der Band bislang kaum was zu hören, obwohl die Band bereits seit dem Jahr 1993 existiert. Sehr ungewöhnlich also, dass es so lange gedauert hat. Und deswegen war es auch höchste Zeit, dass endlich in Form von Sun of all Suns der erste Longplayer dieser Band erscheint. Aber Gott sei Dank ist es nicht so als, hätte sich das Warten nicht gelohnt – ganz im Gegenteil wartet ein mehr als gelungenes Black Metal-Album auf den Hörer, das von der ersten Sekunde an fesselt. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 04.02.2010
Gil-Scott Heron ist eine Legende. Einer der Pioniere des Raps, einer der heimlichen Erfinder des Poetry-Slams und für The Revolution Will Not Be Televised noch heute geliebt. Im Jahr 1971 ein echter Vorreiter. Und: Gil Scott-Heron kann es nicht lassen. Nach einigen Gefängnisaufenthalten wegen Drogenbesitzes und Drogenmissbrauchs ist er nun wieder da – seiner Legende tat all das keinen Abbruch. I’m New Here stimmt natürlich so gar nicht, bei einer derartigen Legende – aber nach 13 Jahren Albumpause ist ein neues Album natürlich schon etwas Besonderes. Und wenn er hinter das I’m New Here im Titelstück ein „again“ hängt, hat er wohl doch recht. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Karo, 03.02.2010
Für Fans von Supergrass dürfte die VÖ von Turn Ons von The Hot Rats ein geringeres Rätsel darstellen als für den Rest der Welt: Hinter dem von Frank Zappa entlehnten Bandnamen verbergen sich nämlich Gaz Coombes und Danny Goffey, also ganze zwei Drittel der Oxforder Indie-Rocker. Mit der Arbeit am nächsten Supergrass-Album anscheinend nicht ganz ausgelastet, taten sich die beiden im letzten Sommer mit Nigel Godrich zusammen, der als Produzent von Radiohead ja nicht ganz unbekannt ist. Die dabei entstandenen Coverversionen von David Bowie zu The Cure rockten die Festivalbühnen von Reading, Leeds und Glastonbury, und nun muss sich zeigen, ob dieser eklektische Mix auch im festivalfreien Winter zu Rock’n’Roll-Verzückung führt und Uneingeweihte von den Hot Rats überzeugt. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 03.02.2010
Dass Daniel Myer ein umtriebiger Musiker ist, ist bekannt. Neben den zumindest auf dem Papier noch existenten Haujobb und Destroid gehört er schließlich auch inzwischen schon länger zum Live-LineUp von Covenant und legt immer wieder in den verschiedensten elektronischen Spielarten auf, ist hier und da noch in Projekte involviert und ganz nebenher betreibt er ja solo dann auch noch sein ganz eigenes Projekt Architect. Das sollte man nicht unter den Tisch kehren, denn das würde der Mühe und Detailverliebtheit dieses Projektes nicht gerecht. So wundert es auch nicht, dass mit consume, adapt, create nun bereits das fünfte Album erscheint. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Karo, 02.02.2010
Die zweite Platte des jungen Trios um Pablo Held wurde von der Jazz-Szene gespannt erwartet, denn sie kam mit reichlich Vorschusslorbeeren. Als der Vorgänger Forest of Oblivion 2008 erschien, war Held erst 21 Jahre alt und sorgte für einigen Wirbel. Jetzt, zwei Jahre später, soll er seinem Ruf als Shootingstar der Szene gerecht werden. Der erste Titel des Albums, neckisch Encore betitelt, erweist sich als guter Einstiegspunkt: Er beginnt mit einer stimmungsvollen, leichtfingrigen Piano-Melodie, die recht schnell von einem immer eigensinniger werdenden Basslauf und leisen Drums begleitet und gleichzeitig gebrochen wird. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 02.02.2010
Einiges an Zeit gelassen haben sich die Herren von Changes ja schon, bis jetzt Lament endlich erschienen ist. Auf diesem thematisieren die beiden den persönlichen Verlust von Geliebten Menschen und die dadurch entstehende Trauer. Da es im eigenen Umfeld einige Scheidungen und Trennungen in den letzten Jahren gegeben hat, war es wohl auch eine wichtige Angelegenheit, dies zu thematisieren und, wie das Booklet verrät, auch eine eigene Art und Weise zu finden, all die Erfahrungen, die Robert Taylor und Nicholas Tesluk gemacht haben, zu verarbeiten. So beinhaltet Lament eine sehr intime Thematik, die auch gut auf diesem Album eingefangen ist. Leider zeigen sich gerade an dem Konzept des Albums auch einige Schwächen auf. weiterlesen… »
Neuigkeiten PR, 02.02.2010
2raumwohnung, die dritte: Nach „Wir werden sehen“ und „Der letzte Abend auf der Welt“ liegt nun mit „Rette mich später“ die dritte Singleauskopplung aus dem jüngsten Erfolgsalbum von Inga Humpe und Tommi Eckart vor. „Lasso“, das Album, das am 3. Dezember in der Kategorie „Bestes Album“ ins Rennen um die 1Live-Krone geht, hat sich einmal mehr als kunterbunter Pool patenter und potentieller Hits entpuppt. Da bildet auch „Rette mich später“ keine Ausnahme. Einmal mehr ein Song mit butterweicher Melodie und bärenstarkem Refrain, unterstreicht das Duo hier, dass 2raumwohnung in der Form ihres Lebens sind. weiterlesen… »
Konzertberichte Marius, 01.02.2010
Event-Fans sind offenbar ein Phänomen, das nicht nur bei Länderspielen der DFB-Elf und bei Konzerten in der Größenordnung Grönemeyer und aufwärts vorkommt, sondern auch bei Bands wie Element of Crime angekommen ist. Die Vorzeichen der Tour waren ja auch ausgesprochen gut: Große Hallen, die in mehr als der Hälfte der Fälle längst ausverkauft waren und positive Berichterstattung zum neuen Album ließen für die Tour das Beste hoffen. Nachteil ist dann eben, dass auf der Tour genug Leute sind, die beinah jedes ruhigere Stück zur lauten Unterhaltung nutzen und eben da sind, „weil gerade was los ist“. Das allerdings ist etwas, das man wohl kaum Element of Crime oder Florian Horwath anlasten kann… weiterlesen… »
Rezensionen & Audiovisuell Tristan, 31.01.2010
In den neunziger Jahren ist einiges bei Kiss passiert. Am wichtigsten war wohl die Wiedervereinigung der Gründungsmitglieder im Jahre 1996, nach welcher die Band in ihren ursprünglichen Kostümen auftrat. Auch wenn diese Re-Union nicht lange anhielt, reichte die Zeit, um genug Shows zu spielen und auch einige davon aufzuzeichnen. Diese ist nun mit vielen anderen Konzerten auf dem dritten Teil der Kissology-Reihe erschienen, die die jüngere Bandgeschichte und ebenfalls die wahrscheinlich spannendste Zeit der Bandgeschichte auf insgesamt vier DVDs wiederaufleben lässt. Abgerundet wird das Paket noch mit einer Bonus-CD, auf welcher das Konzert im New Yorker Madison Square Garden zu finden ist. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger David, 31.01.2010
Zugegeben, es ist schon ein ganz allgemein schwieriges Terrain, auf dem Konstantin Gropper alias Get Well Soon sich mit seinem zweiten Album Vexations bewegt. Dass zweite Alben als solche stets besonders schwierig sind, gehört längst in den Bereich der Binsenweisheiten. Und auch, dass Gropper als vor gut zwei Jahren aus dem Nichts emporgehobener deutscher Musterschüler und Wunderjüngling ganz besonders der Gefahr aller Musterschüler und Wunderjünglinge unterliegt, aus dem Stand vom bevorzugten Hype zum frenetisch niederzuschreibenden Nervobjekt erklärt zu werden, ist trauriger Standard im stets etwas wankelmütigen Selbstbildnis der Indie-Szene. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 30.01.2010
Wenn ein Magazin den Namen alternativmusik.de trägt, erwartet man auch, dass dieses über alternative Musik im weitesten Sinne berichtet. Der Begriff alternative Musik wurde hier ja auch schon einige Male sehr weit ausgelegt und auf die verschiedensten Bands und Genres ausgedehnt, aber ob nun eine Band wie Modern Talking noch ernsthaft in irgendeiner Form als alternativ bezeichnet werden kann, darf auch gerne angezweifelt werden. Wie man dies auch sehen mag, ist nun weitere Best Of der Band anlässlich des 25-Jährigen Jubiläums erschienen, zu welcher die Bild-Leser abstimmen durften, welche Lieder des Duos auf diese kommen durften. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 30.01.2010
Berceuses des Fées, zu Deutsch „Die Schlaflieder der Feen“, ist die erste Buch-CD-Veröffentlichung der neuen Reihe Prikosnovenie Editions. Thematisch geht es – wie der Name andeutet – um Schlaflieder, wofür insgesamt vierzehn Künstler Schlaflieder, inspiriert von den Sagen und Legenden ihres jeweiligen Landes, komponieren sollten. Zehn dieser Lieder sind bislang unveröffentlicht gewesen. Passend zu diesen Liedern ist das Buch, welches mehrere Kurzgeschichten enthält, von der Label-Künstlerin Sabine Adelaide bebildert worden. Entsprechend bunt ist die Gestaltung des Buches auch geworden. Schade nur, dass es nur eine französische Version dieser Edition gibt. Wer dieser Sprache nicht mächtig ist, muss also damit leben, nur der CD lauschen zu können. Aber selbst das ist nicht allzu schlimm. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 29.01.2010
Ja, manchmal hat man es echt nicht leicht. Besonders, wenn eine Kritik zu einer CD geschrieben werden will, die man eigentlich in einem oder zwei Sätzen charakterisieren kann? Genau so ein Fall ist Until we’re outnumbered von The Kandidate. Und um es direkt auf den Punkt zu bringen: Until we are outnumbered macht es kurz und schmerzlos. Kurz, weil die Platte bereits nach zweiunddreißig Minuten Spielzeit vorbei ist und schmerzlos, weil man hier einfach eiskalt von der nackten Gewalt übermannt wird. Schmerzlos ist das dann natürlich nur, wenn man mit Death und Thrash Metal was anfangen kann. Denn genau das ist es was, einem The Kandidate hier präsentieren: Death Thrash Metal. weiterlesen… »
Neuigkeiten Marius, 29.01.2010
Eine interessante Künstler-Kombination ist es, die da gleich im frühen 2010 auf die Musikwelt losgelassen wird. Auf Gigolo Records, dem Label von DJ Hell, erscheint am 12.02.2010 die Single U Can Dance. Hierbei handelt es sich um die Interpretation eines bisher unveröffentlichten Songs von Bryan Ferry, die DJ Hell vorgenommen hat. Da hier zwei Genre definierende Künstler aufeinandertreffen, sollte man von einem erfolgsversprechenden Projekt ausgehen. Das Video zur Single lässt sich bereits online ansehen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 28.01.2010
Als die Russen von Caprice vor etwa zwei Jahren ihr Album Kywitt! Kywitt! herausbrachten, war es schon eine interessante Erfahrung, diesem zu lauschen. Zu hören bekam man Neoklassik, die sowohl handwerklich perfekt, aber auch völlig durchgeknallt erschien, ja sogar psychedelische Elemente aufwies. Umso gespannter war man auf das neueste Werk des Ensembles, wobei man als Kenner des Vorgänger-Albums relativ schnell umdenken muss. Denn im Gegensatz zu den abgedrehten Klanglandschaften des Vorgänger-Albums ist Six Secret Words ziemlich brav geraten - obwohl man die Handschrift der Band sofort wiedererkennt. weiterlesen… »
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