„Die Hamburger Folk-Punker Abramowicz nehmen gerade tüchtig Fahrt auf und veröffentlichten kürzlich ihre Debüt-EP Generation. Zwischen den frühen Alben von The Gaslight Anthem und dem rauen Songwriting von Bruce Springsteen platzieren sich die fünf Hanseaten auf den vier starken Songs ihres Debüts.“ Soweit die Info zur Debüt-EP. Eine Info, die neugierig gemacht hat, sodass wir der Band unsere „10 Fragen an“ gestellt haben, die uns Sänger Sören Warkentin gern beantwortete.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eurer neuen EP charakterisieren?

Unsere „neue EP“ ist ja gleichzeitig auch die Erste. Ein Debut fühlt sich glaube ich immer aufregend an. Wir waren das erste mal in einem richtigen Studio, da passiert logischerweise vieles intuitiv und ohne vorgefertigten Plan.

2. Eure EP heißt „Generation“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Wir nehmen uns nicht raus eine ganze Generation zu verstehen, oder gar bewerten zu dürfen. Hinter dem Namen versteckt sich eher eine Abwehr-Haltung. Es gibt viele Leute in meinem Alter, mit deren Lebensläufen ich nichts anfangen kann und die mich für verrückt halten so viel Zeit und Geld in etwas zu investieren, dass für sie nicht mehr ist, als die Vertreibung der Langeweile auf dem Weg zur Arbeit.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit der neuen EP?

So richtig große Erwartung haben wir nicht. Wir verstehen den Release als Vorstellung unserer Musik. Je mehr Leute uns kennenlernen desto besser. Der Release ermöglicht uns gerade Konzerte in Städten zu spielen in denen wir noch nie waren und es gibt Leute die begeistert von der Musik sind. So weit gestaltet sich das also ziemlich erfolgreich.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

In der Regel sitze ich in meiner Küche in Hamburg Barmbek, trinke zu viel Kaffee und lasse die Gitarre sprechen. Wenn dabei eine Idee entsteht dann meistens auf unbewusste Art. Ich bin niemand der sich überlegt, ich müsste mal ein Lied in C-Dur schreiben bevor ich die Gitarre in der Hand halte. Wenn ich eine Idee für gut genug halte stelle ich sie den Jungs im Proberaum vor und dann schauen wir mal was daraus wird. Spätestens zu diesem Zeitpunkt fließen dann die Ideen und Einflüsse der ganzen Band in den Song ein. Normalerweise braucht ein Song dann auch nur noch zwei oder drei Proben bis wir überzeugt sind, oder eben nicht, dann spielen wir den Song entweder live oder lassen lieber die Finger davon.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Man sollte jede Band die Musik mit ihren eigenen Instrumenten spielt live sehen. Ein gutes Konzert ist besser als jede gute Platte.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Eine Nackenrolle für Finn, Zahnbürsten und ein Audio-Kabel, falls man in einer Region unterwegs ist die noch schlimmere Radiomusik spielt, als die Hamburger Sender.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

Ich bin von vielen Platten dieser Welt begeistert, aber du kannst auch nur schreiben, was du selber fühlst. Ich glaube es gibt einfach nicht das Lied, von dem ich sagen könnte, dass jede Zeile auch aus meiner Feder stammen könnte, dafür ist Musik zum Glück zu individuell.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

In den 60s liefen die Aufnahmesession der Bands von damals glaube ich ein bisschen wilder als heutzutage und generell sind wir eine Band mit der man sich ganz gut mal die Nacht um die Ohren schlagen kann. Das wäre interessant.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Saschas ausgesprochenes Ziel ist ein Konzert im Wembley. Wenn das in 10 Jahren klappt hat sicherlich keiner von uns etwas dagegen.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… sie das Medium ist, das mich am meisten berühren kann und berührt.

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Interview: Marius Meyer (außer gekennzeichnetes Zitat: Pressefreigabe)
Bilder: Sportklub Rotter Damm