„Die düsterromantische Musik von Bacio di Tosca begeistert vor allem durch den facettenreichen klassischen Gesang von Dörthe Flemming, was sie schon als Sängerin von Charitona unter Beweis stellen konnte. Daher ist dies kein Aufsprung auf den momentan recht populären „heavenly-voices-Zug“, sondern man kann sie als eine der Gründerinnen dieses Genres bezeichnen. Bacio di Tosca ist in den Neoklassik-Bereich einzusortieren und eine Rückbesinnung auf die in der Romantik populäre Form des Kunstliedes vornehmlich mit Texten alter Dichter.“ So die Information, die sich auf der Facebook-Seite von Bacio di Tosca findet. Mit Was ich liebe erscheint nun das neue Album und wir haben dazu die „10 Fragen an“ gestellt.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Nach den ersten drei Alben hatten wir uns zunächst auf unseren Videopodcast Bacio di Tosca TV konzentriert, der sich vor allem mit romantischen Dichtern beschäftigt, die dort auch eine Vertonung finden. Einige der Lieder auf diesem Album sind daher ursprünglich für unseren Videopodcast produziert worden. Im Zuge der Album Produktion haben wir diese Lieder noch einmal überarbeitet und professionell gemastert. Diesen Grundstock haben wir dann mit bisher unveröffentlichten Liedern, wie z. B. dem Clubtrack und den Chansons erweitert.

2. Euer Album heißt „Was ich liebe“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Der Titel des Albums leitet sich von dem Gedicht „Was ich liebe“ von Felix Dörmann ab, welches Dörthe für eine Folge von Bacio di Tosca TV vertont hat. Bei dieser Folge waren wir im Städel Museum in Frankfurt am Main zu Gast und haben über die Ausstellung „Schwarze Romantik – von Goya bis Max Ernst.“ berichtet. Das war wirklich eine Ausstellung ganz nach unserem Geschmack – einfach umwerfend!

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Nach den drei Vorgänger Alben können wir die Resonanz inzwischen recht gut einschätzen, wenn gleich es natürlich immer spannend bleibt! Besonders sind wir auf das Feedback zur Relief-CD gespannt. Bei der zum Patent angemeldeten Relief-CD ist es möglich, auf der CD Oberfläche Verzierungen anzubringen. Jede CD des Albums „Was ich liebe“ wird dabei mit einem dunkelrot funkelnden Swarovski ™ Stein verziert und damit zu einem kleinen Kunstwerk! Aus musikalischer Sicht sind wir besonders auf die Reaktionen zu den eigenen Texten von Dörthe gespannt und natürlich auch wie der Club-Track „Liebe“ angenommen wird.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Die Entstehung eines Songs beginnt in der Regel mit einem Text oder Gedicht, von dem sich Dörthe angesprochen fühlt. Sie entwickelt dann eine Melodie dazu, was unterschiedlich lang dauern kann. Manchmal fliegt es ihr zu, in anderen Fällen ziert sich die Muse auch gern mal etwas. Nachdem dann Text und Melodie stehen, geht es ans Arrangement und dann zur Aufnahme ins Studio, wo der Song seine endgültige Form bekommt.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Weil klassischer Gesang live einfach immer noch am besten „rüberkommt“! Aus diesem Grund haben wir dieses Jahr mit unserem Label auch wieder einen Stand in der Gothic Fashion Town auf dem M‘era Luna Festivals. Auf unserer eigenen kleinen Bühne werden dort etwa alle 30 Minuten zwei-drei Live gesungene Stücke von Bacio di Tosca zu hören sein. Die Übertragung zum Publikum findet dabei als „silent concert“ mittels Kopfhörern statt. Gerade die etwas feinzeichnenderen Klangwelten von Bacio di Tosca profitieren besonders davon. Abgesehen davon können wir mit Fug und Recht sagen, dass Bacio di Tosca die erste und bislang einzige Band mit einer EIGENEN Bühne auf dem M’era Luna Festival ist … ist doch auch schon mal was!

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Spanischer Rotwein gegen Lampenfieber, Stilles Wasser für die Stimmbänder und Ohropax für eine ruhige Nacht vor dem Konzert.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

“Avant que l’ombre” von Mylene Farmer – schöner Text, klasse Arrangement! Einfach mal anhören, dann wisst ihr warum.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Mit Helge Schneider, denn er verbindet perfekt Understatement mit musikalischem Können! Abgesehen davon wäre so ein Ausflug in den Jazz bestimmt interessant!

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Wenn es weiter so läuft, unter der Brücke oder wenn es ganz schlimm kommt im ortsansässigen Schützenverein. Nee, mal ehrlich – der Aufwand ist schon extrem hoch, zumal wir die verschiedensten Plattformen bedienen, also Youtube, unseren Blog, Soundcloud, Facebook, Twitter … dann noch physische Tonträger, Itunes … manchmal hat man den Eindruck, dass die Musik dort schon fast in den Hintergrund rückt! So schön die Möglichkeiten heute sind, soviel Arbeit machen sie auch und die Gefahr ist einfach sich dort aufzureiben.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… sie eine Scheibe ist!

Homepage: www.bacio-di-tosca.de
Facebook: www.facebook.com/bacioditosca

Interview: Marius Meyer
Bilder: Pressefreigabe