„Andromeda“ – das Debütalbum von Black Moon Circle. Die 3-köpfige Band aus Trondheim schafft eine überzeugende Synthese aus Spacerock und Progrock, fein abgestimmt mit einer Prise Stoner. Black Moon Circle werden mit ihrer Platte nicht nur Fans von Amplifier oder den frühen Monster Magnet in ihren Bann ziehen, sondern auch Freunde unter den Fans von The Pineapple Thief und Gaspacho finden. Die 5 Titel lange Scheibe, mit einer Gesamtlänge von satten 46 Minuten, erscheint auf dem norwegischen Label Crispin Glover Records. Ein spannendes Debüt, das wir zum Anlass für unsere „10 Fragen an“ nahmen. Hier die Antworten!

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Wir haben die Band vor zwei Jahren gegründet und kurz darauf die ersten Songs aufgenommen. Daraus ist unsere Mini-Album „Black Moon Circle“ entstanden. Einige Songs, die wir cool fanden, die aber irgendwie noch nicht perfekt klangen, sind dabei übrig geblieben. Zur gleichen Zeit haben wir auch ein paar Jams mit Dr. Space von Øresund Space Collective, einer dänischen Band, aufgenommen, und die lockere, spontane Art der Songs hat uns gefallen. Wir haben beschlossen, dass unsere neuen Songs die gleiche Qualität widerspiegeln sollen. Wir haben schon immer gern gejammt, wir machen es ständig während der Proben. Wie dem auch sei, wir haben beschlossen, dass wir die neuen Songs live aufnehmen und die Overdubs auf ein Minimum reduzieren müssen, um den spaced out Sound von den Jams mit Dr. Space beizubehalten. Und so haben wir das dann auch gemacht – am Freitag haben wir das ganze Equipment aufgebaut, und am nächsten Tag haben wir das Album aufgenommen; Musiker, Drums und Verstärker alle im gleichen Raum. Die Vocals und Dr. Space sind dann ein paar Tage später dazu gekommen.

2. Euer Album heißt „Andromeda“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Andromeda ist unsere Nachbargalaxie, und wir fanden, dass das ein guter Name für das Album einer Space-Rock-Band ist. Es ist relativ nah, aber immer noch unglaublich weit weg. Außerdem ist es auch der Titel des letzten Songs, und es ist so ein monumentaler Song, dass wir einfach das Album danach benennen mussten.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir hoffen, dass den Leuten das Album gefällt, und dass es uns ermöglicht, auch außerhalb Norwegens live zu spielen. Bei Black Moon Circle dreht sich alles um Live-Gigs.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Normalerweise schreibe ich ein paar sinnlose Textzeilen und arbeite an einer Melodie. Vermund, unser Gitarrist, hat immer irgendeine Idee für ein Riff. Dann spielen wir ein wenig mit diesen Ideen herum, auf der Akustikgitarre, und sehen, was passiert. Dann jammen wir alle drei mit diesen Grundgedanken im Kopf. Manchmal passiert es auch andersherum, dann jammen wir erst, und später bringe ich die Vocals rein.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Es dreht sich alles um Energie, gute Songs, Spaß, ein paar Bier mit Freunden. Genau wie bei jedem anderen Rockkonzert mit einer halbwegs vernünftigen Band. Außerdem spielen wir die Songs nie zweimal gleich; jede Show ist anders.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Ein Paar Socken, Zahnbürste und… Babylotion?

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

Confrontation Camp von The Soundtrack of our Lives, es hat tolle Lyrics, einen fantastischen Shuffle-Beat und jede Menge wildes Gitarren-Geschrammel. Du willst dazu einfach rumhüpfen und Urschreie von dir geben. Oder vielleicht Mantra Slider, vom selben Album, ich liebe die Slide Guitar, die Texte sind so cool. Ich wünschte, ich hätte das ganze Album geschrieben.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Außer Elvis und Jimi Hendrix? Mit jedem, der Interesse hat und die Songs einspielen kann.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Ich hab keine Ahnung. In zehn Jahren könnten wir eine Clubtour am Nordpol spielen, so weit weg ist das gar nicht.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… es eine irre Art und Weise ist, einen tollen Abend zu verbringen, und es am nächsten Tag gleich nochmal zu machen.

Homepage: blackmooncircle.bandcamp.com
Facebook: www.facebook.com/blackmooncircle

Interview: Marius Meyer (ausgenommen Einleitung bis “Crispin Glover Records”: Noisolution)
Bilder: Pressefreigabe