Nach dem letzten Album „on/off“ vor vier Jahren melden sich die aus Bayern stammenden Electro Popper !distain mit ihrem neuen Longplayer „Rainbow Skies At Night“ eindrucksvoll zurück. Angekündigt wurde dieses bereits von den beiden Vorab-Hit-Singles „Where In This World“ (# 5 GEWC & #6 DAC) und „A Million Engines“. „Rainbow Skies At Night“ gibt es auch in einer limitierten Version, welcher ein vollwertiges Solo-Album von Arsine Tibé, dem Nebenprojekt von Manfred Thomaser, beiliegt. Wir haben der Band anlässlich des Albums unsere „10 Fragen an“ gestellt.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Alex: Es waren immer wieder kleinere „Kreativ-Inseln“, wo innerhalb kürzerer Zeit sehr viel geschafft wurde. Diese haben sich mit Unterbrechungen wiederholt, wodurch der gesamte Schaffensprozess doch einige Monate dauerte.

2. Euer Album heißt „Rainbow Skies At Night“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Manfred: Hinter dem Albumtitel verbirgt sich die Idee, sich aus einer ausweglos erscheinenden Lebenslage befreien zu können. Im Titelstück des Albums geht es z.B. darum, einem diktatorischen System zu entfliehen. Und zwar über einen Regenbogen, der nur Nachts erscheint und hilft, die verriegelten Grenzen hinter sich zu lassen. Der Regenbogen steht somit als Zeichen der Hoffnung.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Rick: Es ist unser abwechslungsreichstes Album, das wir je hatten. Das macht alles noch spannender, wie ich finde. In dieser Branche darfst du niemals etwas erwarten – du musst dich überraschen lassen. Wie wir unsere Fans mit diesem Album überrascht haben.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Alex: Die häufigste Variante ist wohl, dass Manfred oder ich eine musikalische Idee in Form eines Playbacks bereits programmiert haben, und wir dann gemeinsam (oder auch einzeln im Vorfeld) die Gesangsmelodie erarbeiten oder finalisieren. Der Text kommt dabei meistens von Manfred.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Rick: Erkenne ich in Deiner Frage, dass du uns noch nie live gesehen hast? Denn sonst würdest du diese Frage nicht stellen! ;-) Im Ernst, wir geben nicht einfach ein Konzert. Wir feiern mit dem Publikum und unseren Fans. So wird das immer zu einer großen großen Party unter Freunden.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Alex: Pomade, Halspastillen und die EC Karte (grins)

Rick: Ohrenstöpsel, ein gutes Buch für die Fahrt und mein Mobile

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

Alex: „Love is a shield“ von Camouflage. Es bedeutet mir sehr viel, und doch scheint mir das Songwriting nicht unnahbar…

Rick: Wenn ich einen Text schreibe, dann ist das sowas wie ein Kind, ein Teil von mir. Es sind Gefühle und Emotionen die nieder geschrieben werden. Manchmal passt die Emotion der Anderen, manchmal nicht. Es gibt einige Lieder die großartig sind, nur wenn ich es nicht selbst geschrieben habe, bin das dann ich?

Manfred: „The Raven“ von the stranglers. Der Song ist für mich schlichtweg perfekt.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Alex: Peter Heppner

Rick: mit Lady Gaga

Manfred: Morten Harket.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Alex: Nachdem die Versuche, härter zu werden ja nie geglückt sind…werden wir vielleicht weicher…so wie aktuell Sarah Connor. (grins)

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

Alex: Musik die Sprache der Seele ist!!!!

Rick: Musik ist für mich nicht immer die Welt, aber manchmal ein Zufluchtsort.

Manfred: Ich nie hinterfragen musste, warum ich Musik mache.

Weitere Artikel
News: !distain veröffentlichen „Rainbow Skies At Night”
News: !distain – die aktuelle Single „A Million Engines“
Konzertbericht: And One + Gäste – 23.11.2012, Hamburg Große Freiheit 36
Rezension: !distain – 20th Anniversary
Rezension: !distain – Anthology 1992–2010

Homepage: www.distain.de
Facebook: www.facebook.com/distainofficial

Interview: Marius Meyer
Bilder: Trigger-Zone