2014 erschien „Die Natur ist dein Feind“ bei Audiolith. Torsun zeigte darauf allen, dass er nach über zehn Jahren Bandgeschichte immer noch nicht satt geworden ist. Im Schaukelstuhl zurücklehnen und Bücher übers Feiern schreiben ist erstmal nicht. Die Platte schlug ein. Dann der große Einbruch durch Torsuns Gesundheit. Trotzdem weitermachen. „Wenn man im Bett liegen bleibt, tut es auch nicht weniger weh“. Musik ist Torsuns Leidenschaft. Dafür ist er bereit, alles zu opfern. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum es sofort weitergeht. Und zwar mit „Egotronic c’est moi“, das wir als Anlass nahmen, Torsun unsere „10 Fragen an“ zu stellen. Hier die Antworten!

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Die Songs waren schon geschrieben. Deshalb hieß es proben, proben und nochmal proben und danach ging es ins Studio um die Aufnahmen zu machen.

2. Euer Album heißt „Egotronic c’est moi“. Welche“ Idee steckt hinter dem Namen?

Die Idee kam von Synth-Spieler Kilian, dessen Mutter aus Frankreich kommt. Wir anderen fanden das super und jetzt lässt der Titel natürlich eine Menge Möglichkeit zur Interpretation. Warum also sollten wir diese Möglichkeit mit unserer Auslegung zerstören?

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Veränderung! Und genau das ist, was gerade passiert. Die Musik hat sich verändert und die Stimmung auf den Shows verändert sich auch. Manche Leute finden den musikalischen Wechsel scheiße und andere finden uns erst jetzt hörbar. Sowas ist spannend, also das Gegenteil von Langeweile. Und Langeweile ist der Tod des Musikers.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Die Entstehung von Egotronic-Songs war ursprünglich ganz simpel: Torsun schrieb die Songs zuhause am Rechner. Das letzte Album mit nahmen „Die Natur ist dein Feind“ war die erste Egotronic-Platte die konsequent zu zweit mit Kilian produziert und aufgenommen wurde. Torsun schraubt derzeit schon an neuen Songideen, die dann im Proberaum mit der Band ausgefeilt werden. Es scheint, als würde das der zukünftige Schaffensprozess werden.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Egotronic war live immer schon besser als auf Platte. Die aktuelle Scheibe ist zwar nah dran, an dem Live-Ding, weil wir sie auch live und nicht nacheinander eingespielt haben, aber dennoch herrschen auf Shows nochmal andere Energieverhältnisse.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Wenn mich so umgucke, dann wohl Handys, I-Books und Rechner.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

„Last Christmas“ von Wham. Man müsste nie wieder einen Finger rühren und hätte durch GEMA-Einnahmen ausgesorgt.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Mit Andreas Dorau und mit Jens Rachut.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

In 10 Jahren machen wir wieder Techno… Ach, keine Ahnung. Wer kann schon soweit denken? Gerade im musikalischen Bereich ist das ziemlich unmöglich.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… sie Trost spenden, Freude schenken und überhaupt Gefühle verstärken kann.

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Rezension: Egotronic – Die Natur ist dein Feind
Rezension: Egotronic – Ausflug mit Freunden

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Interview: Marius Meyer (Einleitung bis „…sofort weitergeht“: Pressefreigabe)