FINS lieben das Instrumentarium der golden era des Synthpop/Softrock, man glaubt auf „Dreamer“ die großen Raumschiffe der 80er Sternenflotte zu hören: Oberheim OBX, Roland Juno 60, Linndrum und das gute alte Chorus-Pedal. Diese Klänge schaffen die Patina auf diesem ansonsten musikalisch sehr heutigen Werk. Zwar erscheint das Album erst am 29. Januar 2016, wir wollten aber dennoch schon einmal nachhaken, was Album und Band so ausmacht und haben daher unsere „10 Fragen an“ gestellt. Hier nun die Antworten!

1. Wie würdest ihr den Erschaffensprozess eures Albums charakterisieren?

Es war ein sehr interessanter Prozess, weil wir für uns selbst ganz neue Türen aufgestoßen und viele neue Sachen und Sounds ausprobiert haben. Ausserdem haben wir unser Dream Team zum Aufnehmen gefunden, dadurch haben die Songs noch mehr an Farbe gewonnen und wir haben am Ende das schöne Gefühl, alles auf den Punkt gebracht, eine bzw. unsere Sprache gefunden zu haben.

2. Euer Album heißt Dreamer”. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

„Dreamer“ ist ein Song auf dem Album. Ich dachte, der Titel bildet am besten ab worum es insgesamt geht. Das Album handelt von der Sehnsucht, vom Träumen, vom Aufbruch und ist zugleich auch ein bisschen Rückblick. Der Sound der Songs erinnert mich immer ein bisschen zurück an die Zeit, in der ich zum ersten Mal ein Mädchen küsste, nachmittags im Klassenzimmer, während wir in der Provinz auf den Bus warteten, an das Kribbeln und den überwältigenden Blick auf die Möglichkeiten, die wohl noch so alle da draußen in der Welt warten würden. Ans Nächte durchmachen und die riesige Erwartung ans Leben, von dem man alles haben will.

3. Wie ist eure Erwartungshaltung mit dem Album?

Vielleicht singen bei den Konzerten bald die Leute die Texte mit.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Das kommt auf unterschiedlichen Wegen zustande. Mal singe ich was ins Telefon, weil mir gerade was unterwegs einfällt, manchmal bastele ich am Rechner was zusammen oder improvisiere was auf dem Klavier. Wenn mir das Ergebnis am Tag darauf noch gefällt, nehme ich das mal mit in die Probe und fühle mal vor, ob die anderen in der Band Bock darauf haben. Wenn ja, spielen wir das ein paar Mal durch und jeder findet so seinen eigenen Film dazu und wir kucken, wie es sich zusammen anfühlt.
Wenn der Song ein paar Monate in dem Gefüge überlebt, nehmen wir ihn gemeinsam auf. Die Texte kommen immer dann, wenn die Musik schon fertig ist. Das dauert manchmal ne Weile bis ich weiß, was ich damit sagen will.

5. Warum sollte man euch unbedingt live anschauen?

Super Band, sehr attraktives Publikum.

Tourdaten:

05.02.16 Musik und Frieden Berlin (ehemals Comet)
06.02.16 Skybar (Molotow) Hamburg
11.02.16 Milla München
12.02.16 Schocken Stuttgart
13.02.16 Underground Köln

6. Welche drei Dinge sollten eurer Erfahrung nach auf keinen Fall im Tourgepäck fehlen?

Aspirin Complex, Badehose, Oropax.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

„Every Breath You Take“ von Police, das ist ein super Lied und angeblich wirft es für Sting seit 30 Jahren 2000 Euro ab pro Tag. Hab ich mal gelesen.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Da gibts so viele, mit denen ich mir das vorstellen könnte. Aber lernen würde ich gern was von Peter Gabriel oder den Typen von Niki & The Dove, ich check nicht, wie die das machen.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Ich werde ganz sicher Musik machen, die sich mit der Zeit wieder verändern und entwickeln wird, wo das sein wird, weiß ich nicht. Aber es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

Musik ist für mich die Welt, weil sie glücklich machen kann…

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Interview: Marius Meyer (ausgenommen erster Absatz bis „heutigen Werk“: Pressefreigabe)
Bild: Pressefreigabe