Ira Ataris 2011 veröffentlichtes Debütalbum „Shift“ hallt noch in den Köpfen nach. Dementsprechend ist die Freude groß, den nächsten großen Streich anzukündigen zu können: Eine EP mit dem glamourösen Namen „Heroes“. Zuhause im stillen Kämmerchen haben Ira Göbel und Bernhard Raser die Songs geschrieben und vorproduziert und später im Studio bei Matthias Millhoff auf analogem Equipment umgesetzt. Bernhard ist der neue Partner an der Seite von Ira. Das bereits veröffentlichte Lied „Leave It“ war einer der ersten Songs, den sie zusammen gemacht haben, nun wird die Geschichte weitergeschrieben. Wir haben der Band zur EP unsere „10 Fragen an“ gestellt. Hier die Antworten!

1. Wie würdest du den Erschaffensprozess eurer neuen EP charakterisieren?

Ira: Als wir uns vor über 2 Jahren kennengelernt haben, haben wir erstmal viel ausprobiert und zusammen sehr viel Musik gehört. Daraus ist „Keep Me Waiting“ entstanden. Ich war gerade auf einem Konzert im Festsaal Kreuzberg und Bernhard der damals noch in Wien gewohnt hat, hat mir den ersten Entwurf geschickt. Ich bin nach draußen gegangen um den Song anzuhören und ich fand ihn großartig. Ich kann mich noch genau daran erinnern.
Danach ist „Leave It“ entstanden. Das war unser erster gemeinsamer Song den wir veröffentlicht haben (2013, Audiolith „Still Doin’ Our Thing“) und er ging schon in Richtung 80s. Danach kamen „Who Are You“, „Heroes“ und „Boom Boom“ sehr schnell hintereinander. Zwischendrin haben wir „Flowers“ geschrieben. Das war ein Auftrag vom WDR. Wir sollten ein Hörspiel von Dirk Laucke „Als wir Krieg spielten“ vertonen.

2. Die EP heißt „Heroes“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Ira: der entscheidende Satz des Songs lautet „We don’t have to be heroes“. Das ist für mich ein sehr entspannender Satz, weil ich viele Dinge in meinem Leben (Schule, Studium etc) immer sehr straight durchgezogen und jetzt ist die Zeit gekommen, dass andere Dinge wichtig geworden sind, nämlich Menschen um sich zu haben denen man vertrauen kann und mit denen man zusammen einen Weg gehen kann, egal wie schwierig er ist.

3. Wie ist eure Erwartungshaltung mit der EP?

Ira: ich bin froh über jeden der unsere Songs gern hört und das auch weitersagt.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Ira: Meistens habe ich eine kurze instrumentale Vorlage, entweder selbst am Klavier eingespielt oder ein Instrumental von Bernhard vorliegen. Dann nehme ich erstmal auf was mir in den Sinn kommt ohne nachzudenken. Dann habe ich meistens eine Melodie auf die ich dann den Text schreibe.

Bernhard: Nachdem Ira dann Text und Melodie vollendet hat, kommt das ganze wieder retour zu mir, wo der Song dann fertig produziert wird. Bezüglich der Inspiration: ob schlechtes Wetter, ein philosophisches Zitat, zuviel Wein, Verliebtheit, oder was auch immer meinen Geist anregt, lässt sich schwer beeinflussen, aber ich versuche dann schlussendlich die dabei hervorgerufen Emotionen in dem Sound widerzuspiegeln.

5. Warum sollte man euch unbedingt live anschauen?

Ira: Mit echtem Schlagzeug klingen unsere Songs um einiges dynamischer als auf den Aufnahmen, was ich persönlich als starke Bereicherung empfinde.

Bernhard: Aufgrund dessen dass wir ja versuchen mit echtem Schlagzeug, Synthesizer, und Gesang so viel wie möglich live umzusetzen, denke ich ist es ganz spannend uns live anzuschauen da es dadurch wesentlich dynamischer und menschlicher wird.

6. Welche drei Dinge sollten eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Ira: Kaugummis, Schal und Ohrstöpsel.

Bernhard: Gute Musik, gute Lektüre und die Zahnbürste.

7. Welches Lied hättet ihr gerne selbst geschrieben und warum?

Bernhard: Billie Jean von Michael Jackson. Hier finde ich Sound, Beat, Bassline… einfach alles großartig!

8. Mit wem würdet ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Bernhard: Paul Epworth, als Musiker und Produzent. Mich würde es einfach nur mal interessieren wie, wenn jemand wie er, der in meinen Augen unglaubliches Verständnis hat einen Song den richtigen Sound zu verpassen, ein Stück von uns klingen lassen würde.

9. Wo siehst Du euch und eure Musik in 10 Jahren?

Bernhard: Auf riesigen Bühnen vor tausenden von Menschen! Nein mal im Ernst, solange ich das machen kann was mir Spass macht, ich dabei selbstbestimmt bleiben kann und ich einigermaßen genug Geld zum Leben verdiene, reicht mir das!

Ira: Same here.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für uns die Welt, weil …

Ira: … ich nichts anderes kann.

Bernhard: … auch ich nichts anderes kann und es abgesehen davon in meinen Augen nichts anderes gibt, womit man Emotionen besser ausdrücken kann!

Homepage: www.iraatari.de
Facebook: www.facebook.com/IraAtari

Interview: Marius Meyer (Ausnahme Einleitung bis „… Geschichte weitergeschrieben: Pressefreigabe)
Bilder: Stefan Lozar