Oft sucht man nach der passenden Schublade. Wenn es um Socken geht, mag das ja okay sein. Bei Musik wird es heutzutage zunehmend schwierig. Da mischen sich die unterschiedlichsten Genres in wirren Mustern, bilden dennoch homogene Mäntel in die sich die Künstler einkleiden und dabei auch noch eine richtig gute Figur machen. Nicht jeder stößt einen Freudenschrei aus, bei der Vorstellung, man würde eine Singer-Songwriterin mit einem Beatboxer unter einen Hut bringen wollen. Dass das gelingen kann, zeigt Sarah Sophie auf ihrem Album „different“, zu dem wir ihr unsere „10 Fragen an“ gestellt haben.

1. Wie würdest du den Erschaffensprozess Deines neuen Albums charakterisieren?

Bei uns ist das oft nicht nur ein Erschaffens- sondern auch ein Entwicklungsprozess. Oft kommen uns im Studio nochmal komplett neue Ideen. Wir haben zum Beispiel zuerst das ganze Album mit Schlagzeuger aufgenommen (was auch großartig klang), haben uns dann aber kurzfristig dazu entschlossen, alle Aufnahmen doch mit Beatboxer umzusetzen. Somit haben sich die Aufnahmen ein wenig in die Länge gezogen, waren aber auch sehr lehrreich und tragen extrem zur Entwicklung jedes einzelnen bei.

2. Dein Album heißt „different“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Durch den Beatboxer und die Mischung der verschiedenen Musikrichtungen klingen wir live einfach anders als die meisten Singer-Songwriter und/oder Akustikbands. Aber der Name „different“ lässt sich bei uns auf ganz verschiedene Dinge beziehen. Wir sind zum Beispiel auch sehr unterschiedliche Menschen und Charaktere in der Band.

3. Wie ist deine Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir haben das Album am 01.05.15 veröffentlicht und es kommt bis jetzt sehr gut an. Das freut uns riesig. Alles weitere lassen wir auf uns zukommen :)

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Dir, von der Inspiration hin zum fertigen Song?

Ich schreibe eigentlich nur, wenn mich ein Thema oder ein Gefühl stark beschäftigt, mich etwas bewegt, berührt. Wenn das der Fall ist, setze ich mich ans Klavier oder schnappe mir die Gitarre und versuche dieses Gefühl in Musik zu verpacken. Der Text kommt dann eigentlich von ganz alleine hinzu. Anschließend setze ich mich mit unserem Gitarristen zusammen (der auch unser Album produziert hat) und wir überlegen wie man den Song gut arrangieren könnte, in welche Richtung das Ganze gehen könnte. Wenn das Lied soweit steht, kommen unsere Bassistin und unser Beatboxer hinzu und können sich auch nochmal austoben und Ideen einbringen ;)

5. Warum sollte man Dich unbedingt live anschauen?

Schon alleine des Beatboxers wegen sollte man uns live sehen bzw hören :) Der ist zwar auch auf dem Album zu hören, allerdings kriegt man das im Studio niemals so „fett“ hin wie live über eine tolle Anlage.

6. Welche drei Dinge sollten Deiner Erfahrung nach auf keinen Fall im Tourgepäck fehlen?

Ein gutes Buch! Das sollte man aber nicht nur auf Tour, sondern immer dabei haben. Gute Laune, Ohropax und alles was man sonst noch so braucht ;)

7. Welches Lied hättest du gerne selbst geschrieben und warum?

Ich glaube das wäre bei uns in der Band momentan „Whole Lotta Love“ von Led Zeppelin. Wir covern den Song im Moment und finden ihn einfach nur großartig.

8. Mit wem würdest du gern mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Puh, da gäbe es wohl einige Musiker. Wenn es noch möglich wäre, wären da auf jeden Fall die Beatles mit dabei. Aber es gibt viele großartige Musiker. Da könnte ich glaub ich eine sehr lange Liste erstellen ;)

9. Wo siehts du dich und deine Musik in 10 Jahren?

Eine beliebte und auch wichtige Frage, um sich klar zu werden wo man so hin will :) Aber im Moment haben wir einfach alle Zeit und viel Lust an dem Projekt zu arbeiten und sehen was so passiert.

10. Vervollständige bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… es eine der wenigen Möglichkeiten ist, Menschen zu erreichen, zu berühren, zu öffnen.

Homepage: www.sarah-sophie.de
Facebook: www.facebook.com/sarahsophiemusic

Interview: Marius Meyer
Bilder: Stefan Klitzsch