Schon seit 2002 arrangieren die Brüder Steven und Stijn Kolacny bekannte Pop- und Indie-Songs für ihren 20-köpfigen Frauenchor und haben sich damit weltweit einen großen Fankreis erspielt. Auf ihrem Album „Unendlich“ widmen sie sich der deutschsprachigen Popmusik. So erstrahlt die Sportfreunde Stiller-Hymne „Applaus, Applaus“ in einem ungewohnten und fast himmlischen Sound und Frida Golds Durchbruchs-Hit „Liebe ist meine Rebellion“ erreicht eine emotionale Intensität, die eine lang anhaltende Gänsehaut hervorruft.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Wir haben dieses Album lange vorbereitet und viele Songs ausprobiert und verändert, bevor wir sie aufgenommen haben. Wir wollten jeden einzelnen Song perfekt aufnahmefertig haben, und nicht einfach nur mit einer Tracklist ins Studio gehen.

2. Euer Album heißt „Unendlich“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Das bezieht sich auf das Gefühl der Unendlichkeit, das unsere Fans überkommt, wenn sie dem Scala-Chor lauschen. Scala hat einen ganz eigenen, expressiven Sound. Außerdem mögen wir das Wort einfach.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir hoffen, so viele Zuhörer wie möglich von uns zu überzeugen, mit dem Album, aber auch bei den Liveauftritten. Wir mögen die deutsche Musikszene!

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Das ist schwer zu erklären, denn es gibt da keine generelle Formel. Wir können uns von einem Stück Text inspirieren lassen, von einer Melodie, oder auch von der Akustikversion eines bekannten Songs. Aber es muss auf jeden Fall „passen“: Unsere Sänger müssen das Original lieben, um ihm die spezielle Scala-Chor-Atmosphäre verleihen zu können.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Unser Konzept funktioniert live hervorrragend. Der Chor hat dann diesen ganz eigenen, beinahe traurigen, melancholischen Klang… Wir versuchen außerdem, eine gute Show auf die Beine zu stellen, mit Licht und Video, und wir haben elektronisches Sampling und einen Drummer dabei. Scala ist ein lebendiger, energiegeladener Act: Wir sind voller Dynamik. Unsere Sänger bewegen sich und stehen teilweise kreisförmig ums Publikum.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinen Fall im Tourgepäck fehlen?

Schokolade, Bier (belgisches oder deutsches), und Ohrstöpsel, denn nur so kann man eine solche Menge Menschen in einem Tourbus ertragen!

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

„Wie soll ein Mensch das ertragen“. Der Text ist so wunderschön, und der Song macht mich immer ganz wehmütig.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Xavier Naidoo!

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Wir hoffen, dass wir weiter Musik veröffentlichen und durch Europa, die USA und Asien touren können. Hoffentlich macht es in zehn Jahren immer noch genausoviel Spaß!

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für uns die Welt, weil …

… sie so viel mehr Farbe und Aroma in unser Leben bringen kann!

Weitere Artikel
Rezension: Scala & Kolacny Brothers – December
Konzertbericht: Scala & Kolacny Brothers – 08.07.2011, Bonn Brückenforum

Homepage: www.scalachoir.com
Facebook: www.facebook.com/scalaandkolacnybrothers
Twitter: www.twitter.com/Scala_Kolacny

Interview: Marius Meyer (Ausnahme Einleitung: Pressefreigabe)
Bilder: Koen Bauters (1), Berten Steenwegen (2, 3)