Susanne Blech sind wieder da. Mit dem Album “Welt verhindern” konnten sie bereits für einigen Wirbel sorgen und auch auf der Bühne war bereits wieder einiges an Action zu sehen. Um uns der Band und ihrem neuen Album einmal ein wenig zu nähern, haben wir der Band unsere “10 Fragen an” gestellt, die sie gerne beantworteten. Hier nun das Ergebnis zum Nachlesen.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Aus einem riesengroßen Hut voll mit Zufälligkeiten haben wir an einem schönen Sonntagnachmittag plötzlich dreizehn neue Songs gezogen. Der Rest war geplant.

2. Euer Album heißt „Welt verhindern“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Eine konkrete Idee dahinter ist schwer zu bestimmen, da ich kein großer Freund davon bin, seine eigenen – im weitesten Sinne künstlerischen – Produkte eigenmächtig zu erklären. Mich interessiert viel mehr, was jeder für sich selbst aus unseren Texten zieht. Ich lasse das alles offen, der Text ist ohnehin immer schlauer oder dümmer als sein Verfasser.

Insgesamt aber, das kann ich trotz allem sagen, empfinde ich den Albumtitel als bewusstes Gegenstatement zu wohlfeilen Weltverbesserungsformeln, die uns offensichtlich auch nicht weiterbringen. Popmusik ist nicht der Ort für Weltverbesserung – und wer anderes behauptet, behauptet falsch. Aber vielleicht liege ich da auch falsch, das wäre natürlich ebenfalls witzig.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Das ist klar, wir möchten geliebt, gelobt und gefeiert werden, denn schlechte Kritiken machen mich psychisch fertig.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Ich schreibe die meisten Texte sehr assoziativ. Ich verfolge weder insgesamt, noch bei einem einzelnen Song eine spezielle Agenda, die ich vermitteln möchte. Ich kann keine zusammenhängenden Geschichten erzählen, z.B. warum wer irgendwann wieso eine Beziehung hat aufgeben müssen oder so. Ich lasse das Zeitgeschehen durch meinen Kopf laufen und schreibe knackige Sätze dazu auf – auf dem aktuellen Album geht es insbesondere um das Geld, das Internet und die Frau.

Ich gehe bei der Produktion meist zunächst mit unserem Produzenten Sebastian und Jerome ins Studio, die beiden fangen an, erste Sounds einzuspielen und ich schreibe gleich ein paar erste schiefe Sätze auf. Im Laufe des Produktionsprozesses kommen dann die anderen Jungs auch ins Studio und wir feilen an der Einheit des Ganzen.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Auf der Platte klingen wir wie Scooter, live aber sind wir eine Mischung aus Oasis und Rammstein.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Die Sonette an Orpheus von Rilke natürlich. Die helfen, wenn es schmerzt.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

Also ich persönlich würde sagen, Smooth Operator von Sade, Das Ende der Beschwerde von PeterLicht oder aktuell Tous les memes von Stromae. Die anderen Jungs aber würden mich dafür schlagen, zumindest teilweise.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Ich habe alle meine Wünsche mit den aktuellen Kollaborationen erfüllt -vielleicht noch Stromae, den ich für den tollsten und spannendsten Popkünstler seit Michael Jackson halte. Ich finde auch, dass er sehr sehr schön ist.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

In zehn Jahren möchte ich zehn Jahre zurückblicken und voller Stolz sagen können: Schau an, so hast du dich geirrt!

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… man das als Musiker ja immer so sagen muss.

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