Was bedeutet es eigentlich, frei zu sein? Für die Osnabrücker Indiepop-Band Taiga zieht sich genau diese Frage als buchstäblicher roter Faden durch das Debüt-Album „Ich bin frei“. Soweit die Album-Info zum neuen Album der Band. Wir freuen uns, mit Alternativmusik.de die Tour der Band zu präsentieren (die Tourdaten finden sich unter den Antworten) und weisen natürlich auch gerne auf das Album hin. Um das zu tun, hat Angelino Wagner (Gesang, Gitarre, Keyboard) von Taiga uns freundlicherweise unsere „10 Fragen an“ beantwortet, die dazugehörigen Antworten gibt es nun hier nachzulesen. Viel Spaß!

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Es hat definitiv sehr lange gedauert. Da es sich um unser Debütalbum handelt entstanden die Songs in sehr verschiedenen Phasen unserer Bandentwicklung. Da war es teilweise schon eine schwierige Aufgabe einen sound-mäßigen roten Faden zu entwickeln. Vom Arrangieren bis zum fertigen Master verging fast ein Jahr. Wir sind aber davon überzeugt, dass Geduld eine schwer unterschätzte Tugend ist.

2. Euer Album heißt „Ich bin frei“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Wir haben sehr lange nach einem Namen für das Album gesucht. Bei einer Session mit Mindmaps, Plakaten und Flip-Chart haben wir so richtig methodisch versucht aufzuschlüsseln: „Okay. Was sind denn zentrale Themen?“ Dabei ist uns aufgefallen, dass der Song „Ich bin frei“ so gut wie alle Themen und Kernfragen in sich vereint. Ein bisschen Liebe, Hedonismus, Was bedeutet es frei zu sein?, Gibt es so etwas wie die Last der Freiheit? Da war uns klar, dass dieser Song das Titelstück werden würde.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir freuen uns jetzt riesig auf Tour gehen zu können. Studio-Arbeit macht durchaus Spaß. Es kann dich aber auch in den Wahnsinn treiben. Das Album ist genau so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben und die Resonanz von unseren Fans und den Menschen, die beim Crowdfunding involviert waren, ist überwältigend. Was die Kritiken sagen werden wir uns dann in zwei bis drei Monaten ansehen. Bis dahin ist TAIGA-Google-Verbot für uns. Dafür ist das Album noch zu frisch.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Meist komme ich mit einer Grundidee. Das kann ein Satz, eine Melodie oder auch ein Gefühl sein. Ich mache dann eine grobe Songskizze, die ich den Jungs vorstelle. Da merken wir auch schon sehr schnell, ob die Idee was mit uns macht. Dann jammen und reden wir über Groove, Bass, Melodie, Arrangement – alles was einen Song eben ausmacht. Wenn es ein Gerüst gibt, setzen wir uns zusammen mit dem Text auseinander. Tobi, Gereon und auch unser Produzent Jean bringen ihre Ideen mit ein. Daraus schreibe ich dann den finalen Text. Das Ganze kann in wenigen Stunden passieren oder aber auch Monate dauern. Hierzu sage ich nur Hashtag #Geduld.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Musik kann definitiv auf Platte, aus Boxen, im Radio oder auf dem Papier atmen. Leben tut sie aber nur im Live-Kontext. So ist das auch bei uns.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Ganz klar: Hörbücher, gute Musik und Gesellschaftsspiele. Touren ist nämlich nur zu 10% Musizieren, die übrigen 90 % verbringt man im Bus und wartet.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

„How you remind me“ von Nickelback. Die Bänder hätten wir dann schön im Schrank liegen lassen und die Welt wäre ein bisschen besser.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Mit den Berliner Philharmonikern. Mit unglaublich guten Musiker_innen einen TAIGA-Song spielen und sich ein bisschen wie Metallica fühlen – kann es etwas Größeres geben? Dafür würde ich sogar „How you remind me“ covern.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Wir möchten uns auf jeden Fall weiterentwickeln. Ich lerne gerade ein neues Instrument: Trompete. Davon wird es vielleicht in Zukunft mehr geben. Ein paar größere Bühnen, könnte ich mir auch sehr gut vorstellen. Die Stimmung im Publikum soll so bleiben, wie sie ist. Die ist nämlich fantastisch.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… sie sich dreht, mich anzieht, mich umgibt und ich in ihr lebe.

Tourdaten

28.02.2015 Hannover, Strangriede Stage
05.03.2015 Damme, Crowdfunding-Konzert
11.03.2015 Hannover, LeineHertz Radiokonzert
13.03.2015 Minden, Hamburger Hof
14.03.2015 Heidelberg, Actionhouse
11.04.2015 GMHütte, Hüttenmarkt
09.05.2015 Osnabrück, Maiwoche
06.06.2015 Jameln, Cafe Grenzbereich
28./29.08.2015 GM Hütte, Hütte rockt

Homepage: www.taigaband.de
Facebook: www.facebook.com/TaigaBand

Interview: Marius Meyer
Bilder: Pressefreigabe