In den sechs Jahren seit ihrer Gründung ging es der Band vor allem um eines: Musik zu machen, an der sie Spaß haben. Ihr einzigartiger Sound aus Indie-Rap mit Pop-Melodien und hymnischen Refrains ist deswegen so besonders. Und das fällt positiv auf: Seit der Gründung im Jahr 2008 haben sie u.a. erfolgreich am Bundesvision Song Contest teilgenommen, bei Inas Nacht überzeugt und sich als Vorband von Silbermond von 11.000 Zuschauern in der Berliner O2 World feiern lassen. Nun erschien mit „Leuchtfeuer“ das neue Album und wir haben der Band unsere „10 Fragen an“ gestellt.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Wie bei FORD: Rein, rauf, runter, raus. Wir wollten uns diesmal verdammt viel Zeit nehmen und das Album in Ruhe schreiben, aufnehmen, produzieren und mischen. Aber irgendwie schaffen wir es immer, den ganzen Prozess in einem Monat unterzubringen. Was vor allem für unseren Produzenten Schweiß, Tränen und viel Alkohol bedeutete.

2. Euer Album heißt „Leuchtfeuer“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

„Leuchtfeuer“ bedeutet jemand zu sein, auf den man zählen kann, der permanent besser werden will. So wie wir als Band versuchen, stets unser Bestes zu geben. Außerdem soll unser bisher bestes Album auch zeigen, dass es möglich ist, neben dem ganzen „Popbrei“ großer Labels auch Musik beizusteuern, die ehrlich, tief und außergewöhnlich ist.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir wollen’s schon wissen jetzt. Es gibt eigentlich keine Ausreden mehr. Wir haben tolle Partner an Bord, ein tolles Album, und ’ne Menge Geld und Arbeit in unser „Baby“ investiert. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir von unserer Musik leben wollen. Mit „Leuchtfeuer“ einen sind wir jetzt einen großen Schritt in diese Richtung gegangen.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Wir haben jetzt niemanden in der Band (oder außerhalb ;)), der fertige Songs schreibt. Meistens kommt einer von uns fünf mit einem Songgerüst oder einem Riff und wir versuchen einen geilen Song daraus zu schneidern. Ist zwar sehr untypisch, funktioniert aber für uns sehr gut. Die Lyrics kommen meistens von Falk und ab und zu von mir. Um Schluss schauen wir dann aber alle nochmal über den Text, damit die ganzen Schimpfwörter auch grammatikalisch stimmen.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Weil wir eine absolute Liveband sind. So sehr wir Studioarbeit auch mögen, unser Herz ist wo die Fans sind. Wir haben keine Angst auf der Bühne, wir stehen hundertprozentig hinter dem was wir machen und das merkt das Publikum. Wir haben schon auf Hardcorefestivals, vor Scooter, nach den Donots und mit B-Tight gespielt und bis jetzt haben die Leute immer mitgesungen und getanzt.

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Das wären dann alle drei Best Of Alben von Nino De Angelo. Alternativ aber auch: Gute Kopfhörer, Lufterfrischer und einen Fußball.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

Ein schöner deutscher Hit wie „Still“ von den Jupiterjungens wäre geil. Dann weiß jeder wer du bist, und du hast es etwas leichter im Buisness.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?
Da wären wir wieder bei Nino angekommen. Wenn der keine Zeit hat, dann gern mit Clueso, Fanta4, Bosse oder Rihanna. Obwohl, Will.I.Am wäre auch geil.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Als Doppelplatin über’m Kamin. Wir machen deutschsprachige Musik weltberühmt, bauen selbst Künstler auf, an die wir glauben, und fahren Audi, weil Falk meint, dass es eine gute Mitte zwischen edel und volksnah sei, haha.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… ich durch Musik das sagen kann, wo meine Sprache aufhört.

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Interview: Marius Meyer
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