Zwar ist das Album „Talking is hard“ von Walk The Moon bereits seit einer ganzen Weile draußen, dennoch hört die Band nicht damit auf, auf sich aufmerksam zu machen. Beispielsweise jetzt aktuell mit der zweiten Single „Different Colors“, die kürzlich erschien. Mit einer neuen Single rückt natürlich auch das aktuelle Album noch einmal in den Fokus. Ein willkommener Grund also, dem Album „Talking is hard“ und der dahinterstehenden Band mal auf den Zahn zu fühlen. So geschehen mit den vorliegenden „10 Fragen an“.

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

In einem Wort: Erkundung. Nachdem wir drei Jahre lang durch Amerika, Europa und Australien getourt waren, haben wir uns zwei Monate Zeit genommen, um ein neues Album zu machen. Wir haben jeden Tag einen neuen Song geschrieben (es waren insgesamt 50!), und jedes Mal sind wir das mit der Einstellung angegangen, dass wir alles einmal ausprobieren würden. Mit dieser Philosophie des Erkundens haben wir unseren Sound weiterentwickelt und ein Album geschrieben, das textlich und musikalisch viel abwechslungsreicher als das vorherige ist.

2. Euer Album heißt „Talking is hard“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Bei „Talking is hard“ geht es um die Schwierigkeiten, die jeder Mensch hat, mit anderen, sich selbst, und der Natur Verbindungen einzugehen. Wir wollen uns unbedingt ausdrücken, lassen uns aber durch unsere Ängste und Vorurteile davon abhalten. In unseren Songs geht es um Stärke und Selbstbehauptung, darum, den Mut zu haben, uns über jede Grenze hinaus weiterzubewegen. Ob es nun um die Rettung der Welt geht oder einfach darum, ein Mädchen zum Tanzen aufzufordern.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir sagen immer, dass wir keine großen Erwartungen haben, dafür aber große Ambitionen. Wir können es immer noch nicht fassen, wie erfolgreich „Shut up and dance“ geworden ist, aber gleichzeitig hatten wir genau darauf natürlich gehofft. Wir wollen mit unserer Musik und unserer positiven Einstellung jeden erreichen, und in Europa und anderswo genausoviel touren wie in Amerika.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Das ist jedes Mal eine Art Experiment. Manchmal schreibe ich einen Text über persönliche Erfahrungen und schlage dem Rest der Band einen eigenen Song vor. Sonst fangen wir alle zusammen plötzlich an zu jammen, oder Eli hat einen Song auf dem Laptop, und ich lasse mich davon inspirieren. Egal, wie er zustandekommt: früher oder später fängt die gesamte Band an, an einem Song zu arbeiten, und er wird ein Teil von uns. Und dann fangen wir an, ihn aufzunehmen und abzumischen, und ein ganz neuer Prozess beginnt! Ein Song kann sich noch einmal grundlegend ändern, wenn wir im Studio sind.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Warum?! Weil wir nur dafür leben! Unsere Shows müssen laut, verschwitzt, pulsierend und emotional sein.Wir wollen, dass unser Publikum all seine negativen Energien austanzt und ausschwitzt.

[Anmerkung der Redaktion: Am 05.03.2016 gibt es die Möglichkeit, die Band in Hamburg live zu sehen]

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Alle meine Socken, alle Unterwäsche, und Müsliriegel.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

„In the air tonight” von Phil Collins. Es steckt voller Gefühle und hat einen unglaublichen Aufbau. Außerdem ist es einer der größten Hits aller Zeiten. Er hat mich stark beeinflusst.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Ich würde gerne mal mit Diplo zusammenarbeiten. Seine Song sind unglaublich vielseitig, und er hat mit so vielen unterschiedlichen Künstlern kollaboriert.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Mein Traum ist es, Walk The Moon zur größten Rockband der Welt zu machen; einer Band, die nicht nur beliebt ist, sondern auch bei Kritikern gut ankommt. Ich selbst würde gern mit anderen Künstlern arbeiten, und vielleicht sogar solo unterwegs sein. Und hoffentlich gründe ich auch eine Familie!

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… sie in einem einzigen Augenblick all das ausdrückt, was tausende Gespräche nicht könnten. Wie jeder gelebte Moment erlebst du Musik nur für den Augenblick, und dann ist sie vorbei.

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Interview: Marius Meyer
Bilder: Pressefreigabe