Das Fuzz Rock und Psychedelic Rock Duo aus New York City setzt auf dem neuen Album stark auf Groove und Rhythmus, sowie Präzision beim Songwriting. Wir haben der Band zum neuen Album „Walks for Motorists“ unsere „10 Fragen an“ gestellt. Übrigens: Wer nach dem Lesen von der Band angetan ist, oder es gar bereits vorher war, hat dieser Tage noch dreimal die Möglichkeit, sie live zu sehen. Die Daten: 28.04.2015 Karlsruhe (Kohl Kultur Raum), 29.04.2015 Münster (Gleis 22), 30.04.2015 Leipzig (UT Connewitz). Viel Spaß mit den Antworten und auf den Konzerten!

1. Wie würdet Ihr den Erschaffensprozess Eures neuen Albums charakterisieren?

Dekonstruktion. Bei diesem Album ging es im Großen und Ganzen darum, alles Überflüssige loszuwerden. Uns wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Keinerlei Exzess. Wir haben bis jetzt beim Songwriting immer mehr dazugenommen – dieses Mal sind wir Dinge losgeworden.

2. Euer Album heißt „Walks for Motorists“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

In unserem Aufnahmestudio lag ein Buch herum, das „Walks for Motorists in Snowdonia“ hieß, also „Wanderwege für Autofahrer in Snowdonia“, dem walisischen Nationalpark, in dessen Nähe das Studio lag. Das Buch war aus den 50er Jahren. Ego und ich fanden es lustig, dass die Leute sich „Autofahrer“ nannten, fast so, als wäre es das Gegenteil von „Menschen“. Automobilkultur war natürlich damals ein großes Thema, aber lustig fanden wir das trotzdem.

3. Wie ist Eure Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Wir hoffen, dass unsere alten Fans den veränderten Sound mögen, und dass wir durch dieses Album neue Fans gewinnen.

4. Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Euch, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Das ist jedes Mal anders. Manche Songs sind ganz schnell fertig, andere müssen erst reifen wie ein guter Wein. Ich denke nicht, dass es ein Rezept für Songwriting gibt. Wir stehen nicht gerne still, also nehmen wir ständig Veränderungen vor, damit uns nicht langweilig wird.

5. Warum sollte man Euch unbedingt live anschauen?

Weil niemand so ist wie WHITE HILLS!

6. Welche drei Dinge sollten Eurer Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Meine Gitarre, Pedals und Sampler. Ohne diese drei Dinge gäbe es keine Show.

7. Welches Lied hättet Ihr gerne selbst geschrieben und warum?

„In the Garden“ von Bob Dylan. Es ist ein wunderschöner Gospelsong, und ganz anders als die Art Musik, die ich schreibe. Der Song klingt ganz simpel, aber die Arrangements sind unglaublich komplex.

8. Mit wem würdet Ihr gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Richard H. Kirk von Cabaret Voltaire.

9. Wo seht Ihr Euch und Eure Musik in 10 Jahren?

Dem Pfad zu folgen, den ich eingeschlagen habe – was zählt, ist doch die Gegenwart. Niemand kann in die Zukunft blicken. Im Moment möchte ich meine musikalische Palette ausbauen und als Künstler an anderen Musikstilen wachsen.

10. Vervollständigt bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

… meine Seele von ihr zehrt.

Homepage: whitehillsmusic.tumblr.com
Facebook: www.facebook.com/pages/WHITE-HILLS/90476409450

Interview: Marius Meyer
Bilder: Pressefreigabe