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Monthly ArchiveMai 2007



Rezensionen &Tonträger Tristan on 31.05.2007

Leger des Heils – Gloria

Nachdem es einige Jahre still um das nach der holländischen Heilsarmee benannte Projekt war, melden sich Leger des Heils in Form einer neuen Mini-CD mit dem lateinischen Namen Gloria (Ehre) zurück. Diese wird in den kommenden Tagen beim Dresdner Label Eis & Licht erscheinen, während die auf 100 Stück limitierte Version mit Bonus-CD bereits ausverkauft sein wird. Ob sich der Kauf dieser gelohnt hätte oder hat, lässt sich von daher leider nicht sagen, dafür hier mehr zur regulären Variante. Diese ist genau so, wie es der Kenner von Leger des Heils erwartet: Fanfaren erklingen, Trommeln ertönen und dazu kommen subtile elektronische Klänge. Auch thematisch gibt es Gewohntes: Die pathetischen, kämpferischen Texte mit religiösem und manchmal kitschigem Hauch, die von einer klaren Männerstimme gesungen werden und von Chören unterlegt sind. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 31.05.2007

Heavens Under Sea – Man in the sky

Heavens Under Sea ist eine Band, die vor allem in Pubs und Kneipen im Bereich Niederrhein, Rheinland und Ruhrgebiet einen Namen hat. In Eigenregie wurde zudem die EP The man in the sky mit fünf Stücken veröffentlicht, die es zum Preis von sieben Euro über die Bandhomepage zu erwerben gibt. Die Aufmachung zeigt, dass das Budget nicht sehr hoch war, aber wie wir alle wissen: Never judge a book by the cover! Musikalisch gibt es durchaus hochwertige Musik auf der kurzen CD zu hören. Die fünf durchweg selbst komponierten Stücke offenbaren dem Hörer eingängigen Poprock, der nicht wehtut und sich mal schneller, mal nachdenklicher präsentiert. Da es sich hierbei um bloß fünf Stücke handelt, bietet es sich an, jedes Stück einmal für sich zu beleuchten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 21.05.2007

Voxtrot – Voxtrot

Nach diversen Singles und EPs legt das texanische Quintett Voxtrot nun ihr selbstbiteltes Debüt vor. Ursprünglich Bestand der Großteil der Gruppe aus Musikstudenten, die eine Abwechslung zur grauen Formelhaftigkeit und Theorie ihres Studiums brauchten. Diverse Umorientierungen im Tätigkeitsfeld der Musiker folgten, aber eines blieb: Die Band. Mit elf Titeln präsentiert diese sich nun auf Albumlänge und klingt dabei gar nicht mal so texanisch. Man hört deutlich heraus, dass Sänger und Gitarrist Ramesh drei Jahre in Glasgow war und somit automatisch mannigfaltige Einflüsse wie Belle & Sebastian von der Insel mitbrachte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 19.05.2007

Les Jumeaux Discordants – Les Jumeaux Discordants

Das italienische Musikprojekt Les Jumeaux Discordants ging aus den beiden Projekten The Last Hour und Aimaproject hervor. Den meisten werden genau wie mir diese Projekte wenig sagen. Daher war ich umso gespannter auf das, was mich beim Hören der CD erwarten würde, die ich so unerwartet in meinem Briefkasten fand. Als sie dann in meinem CD-Spieler so lief empfand ich bei den sechs Stücken und einer Spielzeit von etwa 25 Minuten bei der CD, die in diesen Tagen beim Ain Soph-Label Misty Circles in einer Auflage von gerade mal 100 Stück herauskommt, ein Wechselbad der Gefühle. In der Auflage werden wohl auch nur die wenigsten diese Veröffentlichung wirklich wahrnehmen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 19.05.2007

The Galan Pixs – Introducing The Band

Da ist es wieder: Das altbekannte Schubladen-Problem… Zwar mag es in der Hinsicht problematischere Fälle geben, aber auch die Galan Pixs gehören zu jenen Bands, die sich einfach zu vielseitig geben, als dass man ganz simpel eine Schublade für sie aufmachen könnte. Der ganz große Durchbruch blieb ihnen zwar bisher verwehrt, aber die Liste des bisher Erreichten geht weit über den Begriff „Achtungserfolge“ hinaus: Supportgigs für Koryphäen wie Phillip Boa und Anne Clark, hohe Platzierungen in den Alternative Charts und Remixaufträge für Größen wie Front 242 sprechen da eine deutliche Sprache. Und wenn man Introducing The Band hört, sollte man meinen: Diese Erfolge haben sie sich verdient! Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 08.05.2007

Pink Turns Blue – Ghost

Mit Phoenix feierten Pink Turns Blue vor zwei Jahren ein sehr gelungenes Comeback, das von den Medien zu Recht entsprechend gefeiert wurde, gelang es der Formation doch, ihren authentischen Wave Rock im Stil von einst in bester Manier ganz ohne Probleme in Perfektion ins Jetzt zu übertragen und dabei frischer zu klingen als eine Menge gehypeter Newcomer. Nach zwei Jahren nun also Ghost. Zwei Jahre, in denen sich eine Menge getan hat: Zahllose Samplerteilnahmen (vor allem im Batcave- und Club-Bereich) und eine extrem gut besuchte Tour sind nur zwei der vielen Dinge, die sich getan haben. Das neue Album soll diesen Erfolgsweg nun fortsetzen. Hört man das Album, so wird schnell klar: Die Weichen dafür stehen gut… Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 06.05.2007

Electrelane – No Shouts, No Calls

Electrelane sind stets im Wandel. Zunächst war da ihr Debüt Rock It To The Moon, ein rein instrumentales Album, woraufhin überraschend mit The Power Out ein Album mit Gesang erschien, um danach auf Axes wieder ohne Gesang und mit einem hohen Grad an Experimentalismus zu arbeiten. No Shouts, No Calls als viertes Album hat nun wieder den Gesang aufgenommen, der diesmal sehr persönlich ausfällt. Neben den Texten fällt dabei auch die Musik dabei zur Untermalung der Inhalte persönlicher aus als zuvor. Das Album präsentiert sich auf seinen elf Stücken zielstrebig, gefühlvoll und sehr independent. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 05.05.2007

Lady Morphia – Essence and Infinity

Recitals to Renewal liegt nun schon ganz schön lange zurück, dennoch war diese Veröffentlichung im Jahre 2000 die letzte reguläre Albumveröffentlichung von Lady Morphia. Nach diversen Zusammenarbeiten (zum Beispiel mit Werkraum) und verschiedenen Samplerteilnahmen (beispielsweise Wir rufen Deine Wölfe!) ist mit Essence and Infinity nun auch wieder ein neues Album erhältlich. Kern der Gruppe bleiben die Brüder Nick und Chris Nedzynski, als weibliche Verstärkung ist außerdem Emily Woodall mit an Bord. Auf Essence and Infinity beschäftigt sich die Formation durchweg mit dem Werk Oswald Spenglers. Dies geschieht allerdings weder als Kritik noch als Hommage. Ziel war vielmehr, Elemente der Gedanken und Metaphorik Spenglers aufzunehmen und zu verarbeiten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 03.05.2007

Manic Street Preachers – Send Away The Tigers

Wer nach James Dean Bradfields eher lauwarmen Soloaufguss The Great Western seinen Glauben in die Manic Street Preachers verloren hat, darf aufatmen. Sie haben zu ihrer Stärke zurückgefunden und präsentieren diese nun wieder geballt als Band. Nach der Jubiläumsbox zur Everything Must Go nun also mit Send Away The Tigers wieder ein reguläres und aktuelles Album. Die Erwähnung der schicksalhaften Everything Must Go ist dabei auch gar nicht so unpassend, denn tatsächlich werden hier und da Erinnerungen wach auf dem neuen Album. Dazu eine ordentliche Prise Gold Against The Soul und eine Energie, die man den Manic Street Preachers in der Form gar nicht mehr zugetraut hat. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 02.05.2007

Frank the Baptist – The New Colossus

Frank the Baptist hat ein Problem. Und zwar mit Schubladen. In der Vergangenheit hat dies schon zu den abenteuerlichsten Titulierungen der Musik von ihm und seiner Band geführt. Auch mit dem neuen Album The New Colossus dürfte sich das wenig ändern. Um dieses Album zu realisieren, musste nach dem Umzug des namengebenden Frontmanns erst einmal die Band neu besetzt werden, was sich dank Fez Wrecker, Phantomas und Benn Ra (auch bekannt durch Mitwirkungen bei Hatesex und Diva Destruction) schnell bewerkstelligen ließ. Mit dieser neuen Besetzung entstand ein vielseitiges Werk, das neben der altbekannten Schubladenproblematik – viel wichtiger – vor allem qualitativ hochwertige Musik offenbart. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 01.05.2007

Anima Morte – Viva Morte!

Dem ersten Eindruck folgend mutet hier alles nach einer Metalscheibe an: Die optische Aufbereitung, der Name und auch das Label Last Entertainment erwecken diese Annahme. Dem ist allerdings ganz und gar nicht so: Zwar geht es hier düster zu, aber mit Metal hat das rein gar nichts zu tun. Die Musik mutet an wie der Soundtrack zu einem Horrorfilm und auch die Tatsache, dass die Musik rein instrumentaler Natur ist, unterstreicht die Soundtrack-Atmosphäre weiterhin. Vier Stücke dieser Art geben Anima Morte auf ihrer EP Viva Morte!, die als auf 500 Exemplare limitierte 7“-Vinyl erschienen ist, zum Besten. Continue Reading »