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Monthly ArchiveOktober 2008



Alte Schätze Marius on 31.10.2008

Attrition – The Jeopardy Maze

Seit über einem Jahr ist Martin Bowes inzwischen dabei, den Back-Katalog seines Projekts Attrition aufzuarbeiten. Und wenn man weit über 25 Jahre mit einem solchen Projekt aktiv ist, kommt da schließlich so einiges zusammen, so dass damit zu rechnen ist, dass die Aufarbeitung und Wiederveröffentlichung des Back-Katalogs dem geneigten Hörer noch eine Weile Freude bereiten wird. Im Reigen der aktuellen Re-Releases ist jetzt das Album The Jeopardy Maze dran, das im Jahre 1999 erstmals erschien und bis heute das meistverkaufte Album der Gruppe ist. Erschien es damals über Trisol in Europa und Projekt Records in den USA, wird die Wiederveröffentlichung nun komplett über das eigene Label Two Gods Recording vertrieben. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 29.10.2008

The Sugars – The Curse of the Sugars

Es ist einfach mal an der Zeit. Nach Touren durch ganz Europa, beispielsweise mit The Long Blondes, Richard Hawley und The Von Bondies wie auch einer eigenen Tour und so einigen Top Ten-Hits in den britischen Indie-Charts darf das gar nicht mehr länger warten: Das Debüt von The Sugars mit dem Titel The Curse of the Sugars. Auch, wenn dabei im Titel von einem Fluch die Rede ist: Verfluchen sollte man das Album sicherlich nicht, denn es klingt wirklich gelungen und bietet mal wieder innovative Klänge, die aus der aktuellen Veröffentlichungsflut hörbar herausstechen. Sie selbst nannten es damals im Jahre 2004 einmal Gospel Grunge, was allerdings nur ein Teil der Wahrheit ist. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 28.10.2008

Tok Tok Tok – She And He

Die Liebe ist, wie wir alle wohl wissen, ein ziemlich weites Feld. Herzsprünge und Herzschmerz gehören ebenso wie Essen und Atmen zum Alltag der Menschen. Unterstützt wird das Phänomen Liebe zusätzlich durch schöne Dinge wie Liebesgedichte, Liebesbriefe und natürlich auch durch Liebeslieder, von denen es bemerkenswert viele auf dieser Welt gibt. Zu viele vielleicht? „Es kann nicht genug Liebeslieder geben“, sagt Tokunbo Akinro, Sängerin der Band Tok Tok Tok. Recht hat sie. Und bringt daher gleich das neue Album des Duos mit – She And He. Damit feiern die beiden Freiburger, also Tokunbo Akinro und Musik-Partner Morten Klein, ihr zehnjähriges Bestehen in der Musikwelt und ganz klar auch die Liebe. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 28.10.2008

Snow Patrol – A Hundred Million Suns

Snow Patrol – diese Band polarisiert. Warum? Nun, dies ist ziemlich einfach an einem kleinen Beispiel zu erklären. Spricht man diesen Bandnamen nämlich vor einem Mädchen aus, dann denkt dieses ganz klar an ein herzzerreißendes Staffelfinale von Grey‘s Anatomy, Chasing Cars und die Krokodilstränen, die es während dieser paar Minuten geweint hat. Hört ein Junge die Worte Snow Patrol, dann denkt er an ein völlig überzogenes, 60 Minuten andauerndes Serienerlebnis mit einer recht attraktiven Blondine mittendrin, ein okayes Lied im Hintergrund und leicht angeekelt an die Massen von durchnässten Taschentüchern, die sich plötzlich gegen Ende in seinem Schoß befanden. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 28.10.2008

slamWEjam – a BIG hug

Jeder kennt diese schönen Abende in den kalten Zeiten des Jahres mit Freunden. Es wird nett geredet, vielleicht das ein oder andere Brettspiel auf den Tisch gestellt, die Heizung surrt friedlich im Hintergrund, alle freuen sich mit ihren roten Bäckchen. Wer solch kleine Feste in seinem Hause veranstaltet, der weiß, dass diese Abende auch von der Musik bestimmt werden. Da einen gemeinsamen Konsens zu finden, das ist immer schwierig, denn irgendwann meldet sich bestimmt einer zu Wort und wird sagen: „Können wir nicht was anderes hören?“. Ärgerlich für den Gastgeber, für die anderen eine peinliche Situation, weil sie nicht wissen, wen sie unterstützen sollen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 28.10.2008

Washington – Rouge/Noir

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Somit bringt der norwegische Dreier mit dem Namen der fern entlegenen Stadt Washington nun also ihr drittes Album auf den Markt. Dabei sind sie weitaus weniger poppig als auf dem Vorgänger-Album und geben sich vor allem dem musikalischen Feingefühl hin, erzeugt durch melancholische Gitarrenklänge, die melancholisch, aber nicht pessimistisch klingen. Dabei singen sie beispielsweise von gesunkenen Schiffen und nie betretenen Wegen im Wald – eine Atmosphäre also, in der sich die Melancholie förmlich aufdrängt. Aber was will man auch machen, wenn man ein Album aufnimmt und dabei von einer Außentemperatur von -20° Celsius umgeben ist? Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 28.10.2008

The Very End – Vs. Life

Gegen das Leben treten The Very End aus Nordrhein-Westfalen auf ihrem ersten Album an. Und das sollte spannend werden – immerhin haben sie schon vor ihrem Erstling mit Bands wie Exodus, Pro-Pain oder den Apokalyptischen Reitern die Bühne geteilt und ihr Demo hat es sogar geschafft, im Metal Hammer das Demo des Monats zu werden. Vs. Life kann also gar nicht so schlecht sein. Dass es richtig gut sein muss, beweist dann aber noch etwas anderes: The Very End haben auf Vs. Life noch sehr prominente Unterstützung: Tom Angelripper höchstpersönlich übernimmt an einigen Stellen den Gesag und sagt selber über die Band: „Modern Thrash/Speed Metal can’t be more diversified – no way!“ Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 27.10.2008

Waldsonne – Wanderer

Man wundert sich doch immer wieder. Da klingelt ganz ohne Vorwarnung die Briefträgerin und kommt mit einem Übergabeeinschreiben aus Russland. Ein überraschter Blick in den Umschlag zeigte schnell: Ein wirklich schön gestaltetes CD-Cover mit einem Foto winterlicher Bäume und einer dahinter liegenden Eisfläche auf hohem ästhetischen Niveau. Darauf der Schriftzug: Waldsonne – Wanderer. Mit Wanderer legt das russische Quartett (teils unterstützt von insgesamt drei Gastmusikern) ihr Debüt vor, das in seinen elf Stücken weitestgehend ruhig gehaltenen Folk mit deutlich hörbarer russischer Prägung spielt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 26.10.2008

Oasis – Dig Out Your Soul

Ja, doch. Musik machen können sie auch. Auch wenn die Gallaghers von vielen leider allzu häufig – auffälligerweise vor allem von größeren Medien mit Hang zum Boulevardesken – nur als die Skandalrocker, Skandalbrüder oder Skandalirgendwas angesehen werden, können sie alle es nicht verhindern, dass mit Dig Out Your Soul nun ein neues Album das Licht der Welt erblickt hat. Damit haben sie sich allerdings auch gut Zeit gelassen: Über drei Jahre sind seit dem letzten regulären Album Don’t believe the truth vergangen. Das einst geäußerte Wunschdenken, so etwas wie die größte britische Band seit den Beatles zu werden, scheitert so natürlich von vornherein am Veröffentlichungsturnus. Daran aber wohl auch am ehesten, denn für das Spielen guter Musik ist das kein Hindernis. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 25.10.2008

O! The Joy – Zen Mode

Man ist ja mitunter skeptisch, wenn einem Bands angeboten zu werden, deren Namen man noch nie gehört hat. Und „O! The Joy“ klingt wirklich nicht nach einem Allerwelts-Bandnamen. Ist er auch nicht. Und das passt dabei auch gut zu dem Sound, den das Trio aus Kalifornien dem Hörer auf dem Album Zen Mode um die Ohren schmettert. Um die Verwirrung perfekt zu machen, hat man eben noch das Wort Zen mit in den Titel genommen. Mit Buddhismus und kontemplativen Momenten allerdings hat das auch nicht gerade viel zu tun, was die Gruppe präsentiert, denn es darf auch gerne mal laut werden. Was die Genre-Bezeichnung betrifft, ist es bei der Vielfalt der Einflüsse wirklich schwer, die Band einzuordnen. Rocken tut es auf jeden Fall! Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 25.10.2008

Deerhunter – Microcastle

Wer gerne psychedelischen Indie-Pop hört, dem könnte das Quartett aus Bradford Cox, Lockett Pundt, Joshua Fever und Moses Archuleta schon ein Begriff sein, an sich führte diese Gruppe bisher aber doch eine relative Nischenexistenz. Dem soll nun Abhilfe geschaffen werden: Vom kleinen Label Kranky ist man nun zum renommierten Label 4AD gewechselt und wagt mit Microcastle, dem Nachfolger zu Cryptograms aus dem Jahre 2006, einen weiteren Schritt nach vorn. Und wenn Bradford Cox bereits auf MySpace verkündete: „My punk days are over“, dann ist das Resultat davon auf dem neuesten Album deutlich hörbar: Ein kleiner Hauch Garage ist zwar noch zu hören, dennoch liegt der Fokus deutlich mehr auf dem Songwriting. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 24.10.2008

The Cure – 4:13 Dream

Es steht vier zu dreizehn. Diese Feststellung legt bereits der Albumtitel unmissverständlich nahe – schließlich waren es auch vier Singles bis zum dreizehnten Album, die jeweils am dreizehnten der Vormonate erschienen. Beim 13. Studio-Album hat es mit dem Release am 13. des Monats zwar nicht so hingehauen, aber das soll dann auch nicht weiter stören – mit dem 13. Album und den Vorab-Singles hat man schließlich bereits genug 13. Und auf diesem Album zeigen The Cure, dass sie auch nach den inzwischen 30 Jahren ihrer Karriere noch gut dabei sind. Inmitten vieler Bands, die sich von der Mischung aus Rock-, Wave- und Post-Punk-Elementen inspiriert zeigen, präsentieren sich The Cure auch weiterhin als ein unverkennbares Original. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 24.10.2008

Hape Kerkeling liest „Amore und so’n Quatsch“

„Des is jetzt aweng kompliziert zum erklären, gell…“ würde Protagonistin Marion Pfütze wahrscheinlich sagen, wenn man sie nach dem Hören von Amore und so’n Quatsch fragen würde, was ihr eigentlich in den knapp zwei vergangenen Stunden widerfahren ist. Und recht hat sie: Tatsächlich ist das alles „aweng“ kompliziert, denn die Story der Erzählung begegnet zunächst sehr verworren, da es viele Erzählstränge gibt, die erst einmal zusammenlaufen müssen. Im Mittelpunkt steht dabei die maximal naiv dargestellte Marion Pfütze, die zu Beginn der Handlung noch im fränkischen Aufsess wohnt, bevor sie über Berlin (ihr Traum ist schließlich „ammol ans Meer fahr’n oder fei nach Berlin“) nach Italien gelangt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.10.2008

Machine Head – The Blackening (Special Edition)

The Blackening von Machine Head erschien bereits 2007 und damit kehrten sie nach dem legendären Vorgänger Through the Ashes of Empire endgültig zu ihren Wurzeln zurück und schafften damit eines ihrer schwierigsten Alben. Sehr komplexe und verschachtelte Arrangements fand man darauf, bei denen man nicht nur ein paar, sondern wirklich viele Durchläufe benötigte, um nicht nur mit dem Album fertig zu werden, sondern um auch erstmal zu verarbeiten, was man dort zu Hören bekam. Um wirklich alle Feinheiten des Albums zu entdecken, benötigte es durchaus eine Anzahl an Durchläufen, die oberhalb der einstelligen Grenze liegt. Besonders Brocken wie der über zehn Minuten Opener (und bislang längste Song der Band) Clenching the Fists of Dissent sind der Grund dafür. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 22.10.2008

My New Zoo – A.I.D.A.

My New Zoo. Auch bekannt als Pferdeköpfe. Somit wird der Zusammenhang von Zoo und Band schlüssig. Aber warum Pferdeköpfe? Nun, neben der Musik haben My New Zoo aus Nürnberg auch noch andere Beschäftigungen: Sollte es einmal vorgekommen sein, dass man von einem pferdeköpfigen Polizisten in einer deutschen Fußgängerzone kontrolliert wurde oder gar ein Knöllchen für exzessives Shopping bekommen hat, so kann es gut sein, dass man just in diesem Moment My New Zoo begegnet ist. Das muss man ihnen lassen: Sich zu inszenieren verstehen sie gut. Da wird gerne mal die bürgerliche Ordnung in Frage gestellt und somit der Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 22.10.2008

Lordi – Deadache

Lordis Auftritt beim Eurovision Song Contest wird den meisten wohl noch sehr gut in Erinnerung sein, als eben jene auch diesen begehrenswerten Preis erhielten. Seitdem sind nun zwei Jahre vergangen und mittlerweile wurde es auch wieder Zeit für ein neues Album der Monsterrocker. Dieses erscheint nun in Form von Deadache. Dafür wurden wie üblich die Kostüme der Bandmitglieder allesamt neu gestaltet. Wie diese aussehen, sieht man direkt auf dem Albumcover. Die Horror-Thematik ist beibehalten worden und wird wieder in Hardrock gepackt, wobei die Band etwas düster und morbider geworden ist als auf dem Vorgänger. Auch die Songs wirken dynamischer und markanter als auf The Arockalypse. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 21.10.2008

Beangrowers – Not in a million lovers

Beangrowers? Genau. Da war mal was. Zu Zeiten, als die Welt des Musikfernsehens noch in Ordnung war, gab es von diesem Trio sogar mal Videoclips zu sehen. Am helllichten Tag flimmerte Genzora damals über den Bildschirm… Noch was? Ja. Phillip Boa hatte einst mal großen Streit mit Pia Lund, die aus dem Voodooclub ausstieg. Zu diesem Zeitpunkt gab es für eine Weile statt Pia Lund die Beangrowers-Sängerin Alison Galea auf der Bühne zu sehen, um dem Voodooclub die Stimme zu leihen. All das ist Vergangenheit, der Name der Beangrowers ist in hiesigen Gefilden leider leicht verblasst. Zu Unrecht, wie man sagen muss – denn mit Not in a million lovers kehren sie nun wieder zurück und bieten gelungenen Indie-Rock maltesischer Prägung. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 21.10.2008

Polarkreis 18 – The Colour of Snow

Nach der Wok-WM und Pokernächten wird den Fernseh-Zuschauern nun auch noch von Stefan Raab „Das große TV Total-Turmspringen“ zugemutet, dessen Vorschau regelmäßig auf Pro Sieben lief. Immerhin etwas Gutes gab es daran: Die Vorschau wurde mit dem Lied Allein Allein von Polarkreis 18 unterlegt, das sehr angenehm in den Ohren klang. Seit einigen Tagen ist jetzt auch das Album erhältlich, um das es ab jetzt in dieser Besprechung gehen soll und nicht Stefan Raabs zweifelhafte Fernseherfolge. Wanderten die sechs Dresdner auf ihrem Debüt noch auf Pfaden von Radiohead und Sigur Rós, haben sie mittlerweile ihren ganz eigenen Klang gefunden. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 21.10.2008

Keane – Perfect Symmetry

Muss man Bands, die alle anderen toll finden, eigentlich auch mögen? Sich sofort und termingerecht die neueste CD kaufen, wenn sie im Regal des liebsten Plattenhändlers steht? Tolle Lieder, die im Radio während der Autofahrt laufen, wie alle anderen unbedingt mitsummen können, da man sich sonst als Nicht-Kenner outen würde? Beispiele für solch einen manchmal doch recht nervigen Massen-Hype gibt es in heutiger Zeit sicherlich viele. Eine Band, die für mich perfekt zu diesem Thema passt, ist Keane. Die drei britischen Jungs, die beim Musizieren ganz ohne die übliche Gitarre auskommen und dafür auf Piano und Schlagzeug setzen, eroberten die Herzen vieler Hörer im Jahre 2004 mit ihrem Erstling Hope and Fears. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 20.10.2008

1984 – Open Jail

Vor kurzem noch verhalfen The BossHoss Plastic Bertrand zu späten Ehren, als sie gemeinsam mit ihm seinem Hit Ca plane pour moi neues Leben einhauchten. Aber was hat Plastic Bertrand mit 1984 zu tun? Richtig, so gut wie gar nichts, aber die Gruppe 1984 beweist mit Open Jail, dass aus Frankreich nicht nur alte Gassenhauer kommen, sondern dort auch eine Menge junges Blut in Sachen handgemachter Rock-Musik fließt. Das Thema „Überwachungsstaat“ ist derzeit ja allgegenwärtig, da passt der Bandname in Anlehnung an George Orwell ja gut ins aktuelle Bild. Und genauso wie Orwells Roman schon eine ganze Zeit auf dem Buckel hat, zeigen 1984 auf ihrem Album, dass sie offensichtlich auch Musik von vor ihrer Zeit gerne hören. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 20.10.2008

Kannonau – Initium

Die erste Veröffentlichung von Kannonau erschien im Jahre 2006 und war eine selbstbetitelte Mini-CD-R. Was darauf zu hören war, war eigentlich kaum der Rede wert: Eine zusammengeschusterte Mischung aus Ambient Folk und martialischen Klängen, die keinerlei roten Faden auswies und dementsprechend kaum Aufmerksamkeit auf sich zog. Das ist nun aber zwei Jahre her und das erste Album der italienischen Band hat das Licht der Welt erblickt. Dabei kann es nur von Vorteil sein, dass der ersten Veröffentlichung kaum Beachtung geschenkt wurde, denn so können die meisten unvoreingenommen an das Debüt-Album herangehen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 20.10.2008

Deaf Machine – Transistor

Streng betrachtet ist diese Veröffentlichung eigentlich ein Re-Release, da die Stücke allesamt im Jahre 1992 schon einmal veröffentlicht wurden. Jedoch dürfte es nicht weiter verwundern, wenn damals so gut wie keiner etwas von dieser Veröffentlichung mitbekommen hat – zwar sind Kleinstauflagen im Industrial-Bereich beileibe keine Seltenheit, aber eine Kassetten-Auflage von zehn Stück ist es nun wirklich nicht, die für einen großen Durchbruch zu sorgen vermag. Daher erscheinen die sieben Stücke mit einer Dreiviertelstunde Spielzeit nun in einer größeren Auflage auf CD und zeigen, dass der geneigte Industrial-Hörer hier durchaus seine Freude dran haben könnte. Continue Reading »

Interviews Marius on 19.10.2008

Solo, aber nicht allein – Interview mit Peter Heppner

Für Peter Heppner läuft es im Moment ausgezeichnet. Erst stieg die Single Alleinesein auf Platz 16 der Single-Charts, das programmatisch betitelte Album Solo erreichte wenig später Platz 9 bei den Alben. Dennoch fand Peter Heppner die Zeit für ein sehr ausführliches Gespräch über Themen wie sein Album, dessen Entstehen und die anstehende Tour, aber auch kontrovers diskutierte Themen wie die derzeitige Lage bei Wolfsheim. Das Ergebnis gibt es nun an dieser Stelle nachzulesen. Viel Spaß bei der Lektüre! Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 19.10.2008

Wach – Firedance on a Dead Man’s Grave

Wach sind zurück! Nach ihrem schon erschütternden letzten Album The End of all Dreams ist nun das neueste Werk mit dem makaberen Namen Firedance on a Dead Man’s Grave erschienen. Makaber ist dabei ein sehr gutes Stichwort, denn nicht nur das Album selber, auch die Titel tragen so viel verheißende Namen wie Six Nails into the Body, Kyrill II oder Flammenmanifest. Es geht also wieder ganz klar in diverse Abgründe, die verstörende Visionen im Kopf erscheinen lassen und im Hörer eine Unruhe erwecken, die erst nach Ende des mehr als eine Dreiviertelstunde andauernden Horrortrips vorbei ist. Dabei gehen Wach über weite Strecken sehr subtil vor und schaffen genau den Spagat zwischen minimalistischen Arrangements und wirkungsvollen Klangflächen, der vielen Projekten sonst selten gelingt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 19.10.2008

Brett Anderson – Wilderness

Es scheint, als kämen sie 2008 alle wieder zurück: Die Größen dessen, was gemeinhin als BritPop galt. Travis meldeten sich vor kurzem zurück, Oasis sind auch wieder da und nun meldet sich auch Brett Anderson wieder zurück, der mit Suede von Beginn an große Erfolge feiern konnte und spätestens seit Coming Up mit Beautiful Ones zu den ganz Großen des Genres zählte und nebenbei einen der Evergreens in diesem Bereich erschuf. Doch das ist alles Vergangenheit, der zwischenzeitliche Abstecher zu The Tears war eben nur zwischenzeitlich und nach dem selbstbetitelten Solo-Debüt im vergangenen Jahr erscheint mit Wilderness nun das zweite Solo-Album, auf dem Brett Anderson sicherlich vieles macht, außer sich irgendeiner Erwartungshaltung hinzugeben. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 18.10.2008

Loreena McKennitt – A Midwinter Night’s Dream

Sie ist ihre eigene Managerin und Produzentin, so ganz nebenbei betreibt sie ihr eigenes Label Quinlan Road und als wäre das nicht genug, macht sie in der Hauptsache ja eigentlich noch Musik. Die Rede ist von Loreena McKennitt, die seit inzwischen über zwei Jahrzehnten mit ihrer – wie sie es selbst nennt – „Eclectic Celtic Music“ für Furore sorgt. Ausverkaufte Konzerte, weltweites Kritikerlob und Auszeichnungen von Gold bis zu vielfachem Platin stehen da auf der Tagesordnung… Pünktlich zur kalten Jahreszeit erscheint nun eine CD für alte und neue Hörer, auf der sie acht neue Stücke mit den fünf Titeln der 1995er-EP A Winter Garden vereint. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 18.10.2008

Sampler – The Fabelhafte Weekender Compilation 2008

Im März 2007 fing alles an. Auf einmal waren in regelmäßigen Abständen kleinere und größere Briefe von Weekender Records im Briefkasten, die von nun an mit ihrer eigenen Vorstellung von Independent die Musikwelt bedachten. 17 Monate – ein Jubiläum, wie es gerader kaum sein könnte – sind nun Anlass genug, mit The Fabelhafte Weekender Compilation 2008 einmal eine Bilanz des bisher Veröffentlichten zu präsentieren. 12 Stücke sind es, die auf dieser Compilation sind und einen guten Einblick in die Welt der Wochenendler bieten. Der Hauptfokus liegt dabei auf Indie-Rock und Indie-Pop, dazu gesellt sich der eine oder andere Ausflug in etwas experimentellere Gefilde. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 18.10.2008

Rosenstolz – Die Suche geht weiter

Rosenstolz polarisieren. Das war eigentlich schon immer so. Mit den Jahren wurde das auch nicht besser, schließlich haben Bands mit vielen Alben immer wieder mit den Hörern zu kämpfen, die mit der Entwicklung ihrer (ehemaligen) Lieblinge nicht einverstanden sind. Und dennoch ist die Hörerschaft der Gruppe stetig gewachsen – denn es sind ja nicht nur mehr Skeptiker geworden, sondern vor allem auch mehr Liebhaber. Sicher: Rosenstolz sind mit der Zeit vielleicht etwas glatter geworden, dennoch beweisen sie auch auf Die Suche geht weiter, dass sie ansprechende Popmusik machen, die einen ganz eigenen Charakter macht und damit weit davon entfernt ist, in Beliebig- oder Belanglosigkeit abzudriften. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 17.10.2008

Blindead – Autoscopia: Murder in Phazes

Am schlimmsten sind die Momente, die man voraussehen aber nicht verhindern kann. Über eine Minute lang bleibt die erste Phase der Mordes absolut ruhig, nur um dann mit aller Gewalt auf einen runter zu krachen – genau so, als würde einem der Himmel auf den Kopf fallen. Was danach folgt, sind über eine Stunde andauernde schwermütige Klänge, die den Hörer in düstere Abgründe zerren. Über sieben Phasen geht der akustische Mord von Blindead, wobei sich die einzelnen Phasen über lange Strecken hinziehen und keines der Lieder kürzer ist als sechs Minuten. In dieser langen Zeit werden langsam aber sicher die Hörorgane des Zuhörers durch die zähflüssigen und schwerwiegenden Melodien zermatert. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 17.10.2008

Garda – Die, Technique, Die!

Im frühen 2007 beglückten Garda uns bereits mit ihrer EP Go On! Dance! And Explode und begeisterten damit nicht nur mich als Autor dieser Zeilen hier, sondern auch gleich die ganz Großen wie Visions und Intro. Der Ankündigung, gegen Ende des Jahres ein Album folgen zu lassen, wird mit einem Jahr Verspätung nun Rechnung getragen und man kann sagen: Das Warten hat sich gelohnt… Mit dem Album-Debüt Die, Technique, Die! werfen Garda einen Blick hinter die Traurigkeit – genauer aufgedröselt: Wut, Enttäuschung, Kausalitäten zerbrechlicher Beziehungen. Dies geschieht dabei auf hohem Niveau auf einer Länge von elf Stücken. Continue Reading »

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