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Monthly ArchiveMärz 2009



Rezensionen &Tonträger Tristan on 31.03.2009

Blind Ego – Numb

Hat man nicht genug zu tun, wenn man schon in einer sehr erfolgreichen Band spielt? Anscheinend nicht, denn sonst würde es dieses Album wohl nicht geben. Hinter Blind Ego steckt Kalle Waldner, seines Zeichens Gitarrist von RPWL, der mit diesem Projekt bereits das mit Begeisterung aufgenommene Mirror veröffentlichte. Für den Nachfolger hat er sich prominente Mitstreiter gesucht: Neben Yogi Lang, dem Bandkollegen von RPWL, haben sich ebenfalls John Jowitt von IQ und Paul Wrightson (ex-Arena), der diesmal alleine für den Gesang zuständig, ist zusammengefunden. Als wäre das nicht genug, ist noch zusätzlich Igor Calavera mit von der Partie, der bei das Lied Change Reprise mit einspielte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 31.03.2009

The Glam – Escapism

Kurzer Blick zurück: Im November 2008 beendete ich eine Rezension mit den Worten: „Für Anfang 2009 ist das Debüt angekündigt. Hoffentlich wird dieses Versprechen gehalten!“. Die Rede war von The Glam im Zusammenhang mit ihrer letztjährigen EP zu All The Universe. Und was soll man sagen? Die Band hat ihr Versprechen gehalten und ist nun im April 2009 mit dem Album Escapism wieder da. Oder halt auch überhaupt erst da, ist es doch schließlich ihr Debüt-Album. Darauf zu finden: Ein guter Querschnitt durch das Potenzial einer Band, die sich zwar The Glam nennt, aber sich fernab davon bewegt, bloß in vergangenen musikalischen Zeiten zu schwelgen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 30.03.2009

Wumpscut – Fuckit

Es gibt Ereignisse, die jedes Jahr mit absoluter Pünktlichkeit eintreten: Weihnachten, Neujahr, Ostern, Geburtstage und ebenfalls das alljährlich im Frühjahr erscheinende neue Wumpscut-Album. Fuckit heisst also das neue Werk und schafft es schon durch das Intro den Hörer auf seine Seite zu ziehen: Schlechter Mensch heißt dieses und verarbeitet ein Sample aus irgendeinem reißerischen „Newsmagazin“ aus dem privaten Fernsehen, in welchem darüber berichtet wird, dass Matti Juhani Saari, der finnische Selbstmordattentäter der ebenfalls Wumpscut hörte, genau so wie die „Satanistenmördern von Witten“. Die völlige Unkenntnis der englischen Sprache der Moderatorin sorgt dabei für ihr übriges, wenn nicht von Wumpscut, sondern von „Vampscout“ die Rede ist. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 30.03.2009

Grossstadtgeflüster – Lebenslauf

Schaut man einmal auf die Homepage der Band, wird man schnell denken: Bei Grossstadtgeflüster scheint eine große Menge Adrenalin mit im Spiel zu sein. Da wird einfach frei Schnauze agiert und eine sehr authentische Form gewählt, sich zu kommunizieren. Albumtitel wie Bis einer heult!!! und die dazugehörigen Songnamen untermauern das nur. Stichwort Album: Das ist ja nun bereits seit dem 30.05.2008 auf dem Markt. Da aber bald einiges an Konzertterminen ansteht, hat man sich nun entschieden, daraus eine neue Single auszukoppeln. Diese hört auf den Namen Lebenslauf und steht bereits in den Startlöchern. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 29.03.2009

Silbermond – Nichts passiert

„Alles Gute liegt vor Dir“, möchten Silbermond einen gleich auf den ersten Tönen ihres Albums überzeugen. Ob sie damit ihr eigenes Album meinen, ist sicherlich Ansichtssache, denn soviel steht fest: Silbermond sind eine polarisierende Band. Wer bei einschlägigen Web 2.0-Plattformen den Namen der Band eingibt, wird das schnell merken und sich in dem bestätigt fühlen, was er/sie eh schon wusste. Ursachen dafür lassen sich auch gut benennen. Schließlich besingen Silbermond vor allem eines: Das Leben an sich. Und da haben wir alle so unsere Sollbruchstellen. Ehe man sich ertappt fühlt, heißt es dann schnell mal: Plakativ und oberflächlich. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 29.03.2009

Macstanley – Between 2wo Worlds

Bei Kapstadt denkt man vielleicht an vieles, aber nicht unbedingt gleich zwingend an Alternative Rock. Schade eigentlich, denn tut man das nicht, könnte einem eine lohnenswerte Band entgehen, die sich dieser musikalischen Spielart verschrieben hat. Das haben sich in der Vergangenheit schon so unterschiedliche Acts wie Metallica oder auch die Counting Crows gedacht, die den Südafrikanern die Chance gaben, sie als Support-Act auf ihren Touren zu begleiten. Das mag noch plausibel klingen. Dass aber ausgerechnet der Co-Trainer von Eintracht Frankfurt die Band bei einem Südafrika-Besuch entdeckte und einem ihm bekannten Labelchef empfahl, ist dabei schon eine Anekdote anderen Kalibers. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 28.03.2009

Elvis Perkins – In Dearland

Mit Tragödien kennt Elvis Perkins sich aus. Schließlich verlor er früh seine Eltern: Geboren 1976 verlor er 1992 seinen Vater, der an AIDS verstarb. Am 11. September 2001 saß seine Mutter in dem Flugzeug, das in den Nordturm des World Trade Centers flog. Ein Mann, der früh auf sich allein gestellt war also. Da verwundert es wenig, dass sein Debüt-Album Ash Wednesday diese persönlichen Tragödien verarbeitete. Auf dem neuen Album Elvis Perkins In Dearland geht er zwar in seiner Einzelgänger-Rolle nach wie vor auf und gewährt auch weiterhin private Einblicke, dennoch muss man sagen, dass sein folk-inspirierter Singer-Songwriter-Klang nun durchaus auch positive Momente und gute Laune beinhaltet. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 28.03.2009

Bar Lounge Classics – Late Night Edition

Bevor man die ersten Töne dieser 3-CD-Compilation hört, begegnet einem erstmal eine geballte Ladung fieser Wörter. Von „relaxten Nummern mit coolen Chill-Grooves“ ist da die Rede. Auf einem anderen Blatt Papier steht natürlich dann, wie man das eventuell hätte anders sagen können, aber wichtig sind ja auch sowieso stets die inneren Werte, also in diesem Fall die Musik. Und die präsentiert sich hier auf einer beeindruckenden Länge: Das gesamte Package bringt es mal eben auf 3:50 Stunden Spielzeit. Genug Zeit also, damit sich die Wirkung der „relaxten Nummern mit coolen Chill-Grooves“ entfalten kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 27.03.2009

Micachu – Jewellery

Die Kids von heute, zu denen ich wohl auch gehöre, möchten vor allem eines gerne sein: Derbe cool. Sei es nun, weil sie das neueste Handy besitzen, das schönste Mädchen abbekommen haben oder eben immer die tollsten Klamotten aus dem nunmehr Mainstream-Laden Deutschlands haben. Cool sein zählt. Und das ganz schön. Sogenannte Wunderkinder gelten hingegen leider als ziemlich uncool. Was nützt es schon, wenn man im Kopf die Wurzel aus jeglichen Zahlen ziehen kann? Welchen Respekt kann man sich verdienen, wenn man alle Werke Tolstois ohne Spicker vortragen kann? Und wie erlangt man Ansehen, wenn die Gabe darin besteht, schon mit fünf Jahren auf dem Klavierschemel zu sitzen und selbst Beethoven neidisch zu machen? Tja, zumindest für die letztere Gruppe gibt es Hoffnung auf Coolness im späteren Leben, die in Form von Fräulein Mica Levi aus England zur Zeit manifestiert wird. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Katrin on 27.03.2009

Jake Roeder – Finally

Müssen Singer/Songwriter einen Code befolgen, der besagt, gute Lieder sind nur möglich, wenn das Innerste nach Außen gekehrt und herzzerreißend aufbereitet wird? Man sollte das ja guten Gewissens verneinen können, aber es gibt sie doch noch sehr zahlreich und aus den deutschen Landen ist ein Neuankömmling dazu gekommen: Jake Roeder. Ehemals mit der Band Milk! Unterwegs auf den Spuren von Jimmy Eat World oder den Goo Goo Dolls, gibt der Endzwanziger mit Finally nun sein Solodebüt. Und was titelgemäß wohl eine lange Zeit gedauert hat, zeugt von Liedern, die zum einen sehr gut sind und zum anderen gerne andere Texte haben dürfen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 26.03.2009

Corde Oblique – The stones of Naples

Man legt eine CD ein, da man gerade nebenbei was zu tun hat. Lernen, arbeiten, Hausarbeit erledigen – was auch immer. Wenn man CDs besprechen soll, empfehlen sich dafür natürlich besonders eine der Platten, die man noch nicht gehört hat, anzuhören, um sich schon mal einen ersten Eindruck zu verschaffen. Das kann aber auch ganz fies nach hinten losgehen: Plötzlich hört man mit dem, was man gerade tut, einfach auf und merkt erst Minuten später, dass man sich völlig in der gerade laufenden Musik verloren hat. Und deswegen ist man mit seiner zu erledigenden Aufgabe auch keinen Schritt weitergekommen, na toll! Vielleicht hätte man es auch besser wissen sollen, denn bislang ging es mir mit jedem Corde Oblique-Album so. Und warum hätte The stones of Naples da eine Ausnahme machen sollen? Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 25.03.2009

The Decemberists – The Hazards of Love

Wenn man Tag ein Tag aus mit Musik beschäftigt ist oder wahlweise wird, wird es mitunter schwierig, noch an Momente zu gelangen, wo man aufhorcht und sich denkt: „Wow, so etwas hört man selten.“ Zwar begegnen neu- oder andersartig anmutende Klänge häufig, aber wichtig ist eben jener Moment des Aufhorchens. Genau dieser stellt sich ein, wenn man der neuen CD der Decemberists seine Aufmerksamkeit schenkt. Das Quintett um Colin Meloy spielt auf dem neuen Album The Hazards of Love eingängig anmutenden Folk mit Rock-Einflüssen, der immer wieder gerne den berühmt-berüchtigten verstörenden Zwischenton begegnen lässt und sich dabei wie aus einem Guss präsentiert. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 25.03.2009

1990’s – Kicks

Als Jackie McKeown vor 2 Jahren mit seinen 1990’s debütierte, war das mehr als possierlich: Zu perfekt war das Pechvogel-Image des Glasgowers. Kurzzusammenfassung: Jackie McKeown ist ein Ex-Yummy Fur, der ausstieg, kurz bevor aus The Yummy Fur Franz Ferdinand wurde. Und auch ansonsten gab es nicht viel zu beneiden an McKeown. Drogenopfer und ein Lächeln, nur einen Tick vorzeigbarer, als das von Shane McGowan. Umso großartiger, wie die 1990’s Versagerbande in perfekt einstudierter Glam-Rock-Pose (minus Leggins) auf guten Geschmack pfiffen und „My cult status keeps me alive / my cult status keeps me fucking your wife“ trällerten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 24.03.2009

Fehlfarben – Hier und Jetzt

Auch nach 29 Jahren proklamieren die Fehlfarben immer noch: „Paul ist tot“. Und man muss sagen: An Wirkung hat diese Hymne aus der Zeit von Punk und New Wave nichts verloren. So wenig, dass auch nachfolgende Generationen noch Gefallen daran finden konnten. Die Fehlfarben hingegen sind noch längst nicht tot und konnten auch fernab vom toten Paul immer wieder Erfolge quer durch die verschiedenen Generationen von Fehlfarben-Hörern feiern. Das wurde auch auf Tour bewiesen. Liegt die letzte Tour der Gruppe um Peter Hein inzwischen ein wenig zurück und fand im Jahr 2007 statt, erscheint nun ein Querschnitt der Tour mit dem Titel Hier und Jetzt als Live-CD und zeigt, wie frisch die Musik der Band im Hier und Jetzt nach wie vor ist. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 24.03.2009

Voltaire – Das letzte bisschen Etikette

Vor ziemlich exakt drei Jahren veröffentlichten Voltaire ihr Debüt Heute ist jeder Tag, wurden schnell Kritikerlieblinge und feierten im Indie-Bereich einen ziemlichen Erfolg dabei. Was folgte, waren drei Jahre voll mit Umorientierung. Universal als Major war nicht so auf Indie-Erfolge aus, Sänger Roland Meyer de Voltaire zog um, Bassist Rudolf stieg aus und ganz nebenher sagte ihm eine gewisse Annette Humpe, dass er sich in seinen Texten zu sehr abgrenze. Von einem Neuanfang zu sprechen, wäre nun völlig überzogen, aber die Umorientierung brachte dem kreativen Schaffen der Band nicht den geringsten Schaden. Im Gegenteil. Aus gemeinschaftlichen Jams entstanden kraftvolle deutschsprachige Indie-Rock-Songs und mit PIAS als neuem Label im Rücken erscheint nun das neue Album Das letzte bisschen Etikette. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 23.03.2009

Delain – April Rain

Es nahm alles seinen Lauf. So wie es nicht geplant war, aber am Ende umso erfreulicher erschien. Ursprünglich war Delain mal ein reines Studioprojekt, das viele Stargäste um sich scharte und im Jahr 2006 mit dem Album Lucidity aufhorchen ließ, das nach und nach in immer mehr Ländern veröffentlicht wurde. Der Wunsch nach Konzerten wurde schnell laut, so dass Delain auch ohne ein Ensemble von Gästen die Bühnen enterten und sich der Herausforderung stellten. Dies wurde mit Bravour gemeistert, so dass bald die nächste Herausforderung für die niederländischen Gothic Metaller laut wurde: Ein neues Album muss her. Diesmal weitgehend ohne Gastmusiker präsentieren sich Delain als eine eingespielte Band mit einem inzwischen klar ersichtlichen Profil. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Lisa on 23.03.2009

Heavy Current – Push the Fire

Vier Studioalben, ein Livealbum und zahlreiche EPs, dieses Jahr das zehnte Jubiläum. Auftritte mit Szenegrößen wie Apoptygma Berzerk, Agonoize oder Covenant, aktuell tourt man mit Project Pitchfork oder der Letzten Instanz. Hat eine Band, die auf eine solche Geschichte zurückblicken kann, überhaupt noch gute Ideen oder regiert Langeweile? Ruht man sich auf den gewonnenen Lorbeeren aus? Vielleicht gibt es Bands, die genau das tun und glauben, nach Auftritten zusammen mit diesen „lebenden Legenden“ der Elektroszene könne sowieso nichts mehr kommen. Heavy-Current beweisen mit ihrem am 20. März erschienenen Album, dass es allerdings auch anders geht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 22.03.2009

KMFDM – Blitz

Man hätte auch mit verbunden Augen raushören können, von wem dieses Album stammt: Ja, KMFDM sind zurück und das hört man in jedem Moment heraus. Blitz heißt die neueste Veröffentlichung der Band und mit diesem wird auch das fünfundzwanzigste Jubiläum gefeiert. Ein ganzes Viertel-Jahrhundert hat die Band mittlerweile auf dem Buckel. Ohne, dass sich Ermüdungserscheinungen zeigen. Denn auch Blitz ist ein typisches KMFDM-Album geworden. Die Essenz der Lieder sind wieder stampfende Beats mit bretternden E-Gitarren, die gemeinsam ein aggressives Gesamtbild erzeugen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 22.03.2009

The Rakes – Klang

Die Rakes machen es allen anderen nach und gehen nach Berlin. Bowie und so. Man kennt das ja. Eigentlich blöd, denn eben The Rakes waren immer die Aussätzigen der Britpop-Gang, mehr Art Brut als Fratellis. Dass sie es den coolen Kids nachmachen und brav nach Berlin pilgern, ist fast schon ein wenig enttäuschend. Gründe für Berlin gibt es genug. Nur: rational ist es in diesem Fall leider auch einfallslos. Klang, das dritte Album des Vierers aus London, präsentiert eine halbe Stunde typisches Rakes-Gedengel: kreisende Riffs, treffende Hooks, gehetzter Gesang und lustig gemeinte Titel (The Light From Your Mac, The Loneliness Of The Outdoor Smoker). Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Lisa on 22.03.2009

Entertainment – Gender

Das Stichwort Gender dürfte im deutschen Sprachraum, weitab von den Büros der Universitäten, noch relativ unbekannt sein. Gender ist der englische Begriff für das „soziale Geschlecht“. Anders als das biologische Geschlecht (das allein durch das Vorhandensein bestimmter primärer und sekundärer Geschlechtsorgane bestimmt wird) wird dieses dem Menschen durch die Gesellschaft anerzogen. Besonders in Literatur-, Medien- oder Kulturwissenschaften sowie in der Soziologie haben sich die Gender Studies mittlerweile als Forschungszweig etabliert. Und was soll dieser Exkurs hier? Die Antwort ist einfach: Die amerikanische Goth-Rock-Band Entertainment hat ihr Debütalbum Gender genannt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 21.03.2009

Miss Kittin & The Hacker – Two

There’s a party in my head singen Miss Kittin & The Hacker im so betitelten Stück auf ihrem aktuellen Album Two. Und man muss sagen: Die Party entsteht gezwungenermaßen wirklich, wenn man sich das Album anhört und dabei nicht gerade eine Tanzfläche vor sich hat. Was mit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1996 begann, kann nach inzwischen 13 Jahren auf beachtliche Erfolge zurückblicken und stellt mit dem neuen Album die entsprechenden Weichen, um diese auch fortzusetzen. Entstanden ist ein Album mit gelungener elektronischer Musik, die weit über ihre Clubtauglichkeit hinausgeht und auch auf der heimischen Stereo-Anlage gut funktionieren kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 20.03.2009

One Fine Day – One Fine Day

Vor inzwischen einigen Monaten besprachen wir an dieser Stelle noch Jimmy’s Day als Vorboten zum nun erscheinenden Album One Fine Day, das praktischerweise genauso betitelt ist, wie der Name der Band lautet. Die geäußerte Feststellung, von einem Stück auf das Album zu schließen, bestätigt das Album dabei voll und ganz: Hätte man mit Jimmy’s Day noch locker die Schublade Spaß-Punk aufmachen können, zeigt das Album, dass hinter dem Pop-Punk der sympathischen Band weit mehr steckt. Die 12 Stücke ergeben ein gelungenes Potpourri der verschiedenen Seiten des poppig angehauchten Punks und offenbaren dabei auch durchaus Rock-Potenzial. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 19.03.2009

Selig – Und endlich unendlich

Man kennt das ja, dass Raucher zwischendurch gerne mal den Raum verlassen, um ihrem Laster zu fröhnen. Das kann mitunter auch mal ein wenig länger dauern. Dass dann aber über zehn Jahre vergehen, ist dabei eher selten. 1997 verließ Jan Plewka das Studio, um eine zu rauchen – und ward lange Zeit nicht gesehen. Selig waren damit de facto erst einmal am Ende, was folgte, waren eher minder als mehr erfolgreiche musikalische Ausflüge der einzelnen Band-Mitglieder. Nun sind Selig wieder zusammen, mit Und endlich unendlich erscheint ein neues Album und die Gefahr der Band-Auflösung durch Zigarettenpausen ist auch erst einmal gebannt: Jan Plewka hat das Rauchen in der Zwischenzeit aufgegeben. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 19.03.2009

Rough Silk – A new beginning

Mitunter verwundert es doch, was für erstklassige Bands man plötzlich entdeckt, obwohl diese schon seit Ewigkeiten existieren und dennoch hat man vorher nichts von ihnen gehört. Ein solcher Fall ist auch die Band Rough Silk um den Sänger Ferdy Doernberg, die mit A new beginning nicht nur ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiert, sondern ebenfalls ihr zehntes Album rausbringt. Bislang schien der Band trotz ihrer musikalischen Klasse anscheinend der endgültige Durchbruch nicht gewährt. Ein nicht ganz nachvollziehbarer Zustand, an dem aber hoffentlich A new beginning endlich etwas ändert, musste man schließlich fünf Jahre seit dem letzten Album der Band warten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Lisa on 19.03.2009

Mystery of Dawn – Augenlicht

Eine 19 Tracks lange Veröffentlichung. Ein erster Blick auf die Spielzeiten der Songs verrät: Jeder der 19 Tracks hat eine „normale“ Spielllänge von etwas über zwei bis zu knapp fünf Minuten; die klassischen Lückenfüller sind also nicht zu erwarten. Trotzdem stellt sich auf den ersten Blick direkt eine zweite Frage: Hat nicht mal irgendjemand gesagt, es komme nicht so sehr auf Quantität an, sondern mehr auf Qualität? Im Falle von Augenlicht, der dritten Veröffentlichung der Electro-Rock-Band Mystery of Dawn könnte eine eindeutige Antwort nicht schwieriger zu finden sein. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 18.03.2009

The View – White Bitch?

2007 waren The View die Hype-Kinder der Stunde: Songs einen Tick euphorischer und rauer als das Gros der British Invasion kleiner Männer namens Tate, wuscheligere Haare, untypischer Akzent (Dundee Schottisch) ein zartes Alter, das hervorragend in die aufkommende Under-16-Szene passte und am wichtigsten: eine großartige Single (Same Jeans) und ein Nr. 1-Album (Hats Off To The Buskers). Seit den zwei Jahren, die The View auf Tour waren, hat sich so einiges verändert: Britische Bands sind praktisch unhypebar, Gitarren werden mal wieder für Turntables eingetauscht und eine Nr. 1-Single bedeutet wenig. Außerdem Finanzkrise und sowieso alles furchtbar überall. Umso interessanter, wie eben die Hype-Bands von gestern auf die veränderte Landschaft von heute reagieren. Bei The View ist die Antwort erstaunlich einfach, nämlich: gar nicht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 18.03.2009

Condo Fucks – Fuckbook

„This is not the new Yo La Tengo album“, prangt ein Aufkleber auf der neuen CD von Condo Fucks. Das hört man trotz Personalgleichheit auch: Die Harmonien von Yo La Tengo würden einen starken Kontrast zu den auf dieser CD vorfindlichen Klängen bilden. Das Comeback nach dem Magnetic Fields-Auftritt 2008 kam aus gänzlich eigenem Antrieb, getrieben von den Motiven Geltungssucht, Finanznot und viel zu viel Testosteron. Das Ergebnis dieser Motivkombination erscheint nun unter dem klangvollen Namen Fuckbook und bietet Coverversionen schillernder Klassiker in einem neuen Kontext. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 18.03.2009

Macstanley – Neue Single/neues Album

Zugegeben, die erste Assoziation die einem beim Stichwort „Südafrika“ einfällt, ist nicht unbedingt Rockmusik. Doch Macstanley werden dies ändern, spätestens mit ihrem am 27.03.09 erscheinenden Album Between 2wo Worlds wird auch der Rest der Welt erfahren, welch großartige Band sich dort unten gefunden hat. Denn: Macstanley können ganz locker mit weltweit bekannten Namen mithalten. Es ist doch so: wo sich grandiose, handgemachte Songs mit Können paaren, da ist der Erfolg in der Regel nicht weit. Frag nach bei den knapp 48 Millionen Südafrikanern – in ihrer Heimat sind Macstanley die beliebteste Rockband des Landes und verkaufen regelmäßig die Hallen aus. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 17.03.2009

My Excellence – Pomp’s not Dead

Es ist an sich eigentlich immer sehr schön, wenn Musiker sich trauen, neue Wege zu gehen und mal Genre-Mischungen wagen, die es vorher nicht gab. My Excellence ist so eine Band, die den Mut aufbringt und vermischt Punkrock mit Einflüssen aus der klassischen Musik. Eigentlich klingt die Idee auch nach einer sehr spannenden Stilmischung, die eigentlich ein unerwartetes Hörerlebnis verspricht. Eigentlich ist da eigentlich genau das richtige Stichwort: Denn eigentlich klingt die Idee wirklich gut, allerdings ist die Umsetzung dann auf dem Debüt-Album nicht immer so perfekt, wie man es sich wünschen würde. Die bereits erschienene Single For God’s Sake zeigt dabei, wie wunderbar das Konzept eigentlich funktionieren kann, aber auch Gegenbeispiele finden sich auf diesem Album. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 16.03.2009

Anni Rossi – Rockwell

Von langjähriger Musikausbildung ist da die Rede – und das bei einer jungen Künstlerin, die noch nicht einmal Mitte 20 ist. Und tatsächlich: Bereits mit drei Jahren begann sie, die Geige zu lernen, es folgte das Klavier mit fünf. Ein früher Beginn auf dem Weg zur Multiinstrumentalistin also. Nach Touren mit The Ting Tings und Electrelane durch Europa und die USA ist es nun soweit: Die unschuldig-unscheinbar daherkommende junge Dame veröffentlicht Rockwell, ihr Debüt-Album, auf dem sie nicht nur zeigt, dass die Geige wohl ihr Lieblingsinstrument zu sein scheint, sondern dass eine klassische Musikausbildung nicht zwingend zu klassischer Musik führen muss. Continue Reading »

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