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Monthly ArchiveSeptember 2009



Rezensionen &Tonträger Marius on 30.09.2009

The Ettes – Do You Want Power

Drei Freunde sollt ihr sein. Möglichst gewappnet mit: Einer Stimme, eine Gitarre, Schlagzeug und Bass. Die ersten zwei in einem kombiniert. Heißen diese drei dann noch Coco Hames, Poni Silver und Jem Cohen, so hat man schnell das Rezept, um The Ettes zu sein. Und wenn diese drei Menschen dann noch binnen fünf Tagen ein Album aufnehmen und es Do You Want Power nennen, so ist man ganz schnell bei ihrem neuesten Output angelangt, das mit einer außerordentlichen Sprödheit die begierige Hörerschaft zu begeistern ersucht. Auf 13 knackigen Stücken spielen sie dabei munter polternd raue Rockmusik, die nicht gerade versucht, den Schmusekurs zu beschreiten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Lisa on 30.09.2009

EXT!ZE – Hellektrostar EP

Ein „Kracher aus dem Cyberspace“ sollen EXT!ZE sein. Cyber – so weit stimmt diese Formulierung ja, wie schon das Cover beweist. Das dort abgebildete Quartett bringt jedenfalls jedes Attribut mit, das ein Cybergoth optisch zu erfüllen hat. Besonders den Kracher stellt man sich allerdings anders vor. Auf der sechs Tracks starken EP, die schon etwas länger in den Geschäften steht, findet sich jedenfalls eine kleine Arbeitsprobe dieser neuen Elektroband. Drei Songs, drei Remixes – keiner allerdings kann zu 100% überzeugen. Die Songs klingen zu sehr nach dem immergleichen, zwar tanzbaren, aber nie wirklich neuen Elektro, der momentan in Hülle und Fülle vorhanden ist. Die Hellektrostar-EP bietet zwar eine neue Band, aber keine neuen Einflüsse, keine neuen Ideen. Sie wirkt beliebig. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 30.09.2009

Conscience – Gravity Has Gone

Man gewinnt den Eindruck, dass in letzter Zeit immer mehr Künstler im düsteren elektronischen Bereich mit ihrem Schaffen an die Oberfläche drücken. Selten war es eine so große Bandbreite, die in den verschiedenen düsteren Stilen vorzufinden war und mit Neuerscheinungen den Markt ersuchte. Im poppigeren Bereich kommt nun auch die Gruppe Conscience mit einem neuen Album um die Ecke, das auf dem Album Gravity Has Gone elf Stücke und zwei Remixe Elektro-Pops eingängigerer Prägung bietet, der aber auch vor Nutzung der Gitarre nicht zurückschreckt. Neben der Gesangsstimme von Rüdiger Ilg gibt es auch so einige Gaststimmen auf dem Album. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 29.09.2009

Jochen Distelmeyer – Heavy

Was soll man über Jochen Distelmeyer noch schreiben? Einer, der mit Blumfeld jahrelang zwischen Liebling und Zielscheibe der Feuilletons pendelte, regelmäßig sowohl unter „Album des Jahres“ als auch unter „peinlichstes Lieblingsalbum“ geführt und vor zehn Jahren zur Old Nobody mit Schlagzeilen wie „Neubeginn oder Systemabsturz“ belegt wurde, ohne dass sich an der polarisierenden Eigenschaft der Musik bis zum letzten Blumfeld-Output was ändern konnte… Da kann man eigentlich nur die immer selben Stories bringen oder auf die Wirkung des Namens an sich setzen. Die Wirkung, die von der Band seit Old Nobody ausging, dürfte auch von Heavy als Solowerk ausgehen. Denn eigentlich sind es die Blumfeld der letzten zehn Jahre, nur ohne Blumfeld. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 29.09.2009

Gods of Blitz – Under the Radar

Supports für Wolfmother und Maximo Park, umjubelte Club- und Festivalauftritte (über 200 gespielte Live-Shows insgesamt) und zwei sehr gelobte Alben sind das, was die Jungs von den Gods of Blitz bereits als Vorschusslorbeeren zu ihrem neuen Werk Under the Radar mitbringen. Eine Konstellation also, die erwarten lassen kann, dass hier ein interessantes Rock-Album begegnet. Mit veränderter Band-Besetzung – Nico Kozik übernimmt den Gesang, während Carsten Brocker nun den Moog bedient – kann man nun auch behaupten, dass das Album diesen Erwartungen gerecht wird, denn Under the Radar kann mit seinem Vorwärtsdrang von Anfang an begeistern. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 29.09.2009

„Blink Blink“ – das neue Album von Frogg

Es ist Sommer und es ist das Jahr 2000. Mills befindet sich auf einer Welt-Europareise, die sie über Ägypten und Südafrika nach Berlin geführt hat. Berlin gefällt ihr. Sie bleibt. Es ist Sommer im Jahr 2000. Warum nicht? Zur gleichen Zeit arbeitet ein junger Mann an seiner musikalischen Zukunft. Mo Delgado produziert und spielt Saxophon in verschiedenen Projekten u.a. SERVICE, einem avantgardistischen Dub/Jazz -Sextet, und ist Gründungsmitglied einer vielköpfigen Bläser-Dance-Reggae-Formation namens SEEED, einer Band, der aufgrund ihrer bloßen Größe, keine Überlebenschancen im Musikgeschäft zugetraut wurde. Nun gut. Es ist ein wenig anders gekommen. Nebenbei organisiert Mo eine der anspruchsvollsten und mittlerweile legendären Jam Sessions Berlins. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 28.09.2009

Windmill – Epcot Starfields

Den Jahren, die wir allgemein gehalten als Kindheit bezeichnen, haben wir, betrachtet man es einmal genauer, so einiges zu verdanken. Das Faible für Apfelmus beispielsweise. Die Narben, mit denen man schon auf dem Schulhof angeben konnte und die bis heute die Damenwelt in Aufregung versetzen. Oder schlicht und ergreifend das zerlumpte Plüschtier, dem man, egal wie alt, immer noch die die Probleme die Alltags anvertraut, selbst wenn es bei Herrenbesuch in einer Schublade verschwindet. Kinkerlitzchen, leider, im Vergleich zu dem, was Matthew Thomas Dillon als Erbe seiner Kindertage vorzuweisen hat. Als kleiner Knirps besuchte er mit seiner Familie in Florida einen Themenpark, das EPCOT Centre, eine visionäre Zukunftsutopie. Der kleine Dillon war begeistert. Der große ist es nach all den Jahren immer noch und widmet daher seinen Zweitling Epcot Starfields diesem prägendem Erlebnis seines Seins. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 28.09.2009

Karpatenhund – Der Name dieser Band ist…

Karpatenhund sind ganz wundervoll. So, jetzt ist es raus. Zumindest solange die 2008er-Erfolgs-Gitarrenpop-Band um Claire Oelkers zur Finanzierung weiterer Locas in Love-Alben beiträgt. Dort findet man nämlich alles, was bei Karpatenhund so bemüht klingt, auf den Punkt gebrachte Songs, kraftvoll, verzweifelt, mit Herzen, die zu Bersten drohen in jedem Moment, den man nicht aufpasst. Karpatenhund sind die markttauglicheren, niedlicheren Locas in Love. Der Name dieser Band ist Karpatenhund taucht ein in die Referenzkiste liebestrunkener Teenager. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 26.09.2009

Dexy Corp_ – Fragmentation

Manchmal bekommt man beim Hören eines Albums so richtig gehässige Ideen, so wie bei Fragmentation von Dexy Corp. Wie schön wäre es doch, die Freunde und Bekannte, denen ohnehin Gothic, Metal und co. an sich schon viel zu hart sind, mit dieser CD auf einer längeren Autofahrt zu beglücken. Was einem beim Ausführen dieses Gedankens schnell klar wird, ist, dass diese wohl irgendwann tatsächlich drauf bestehen werden, zu Fuß zu gehen, als sich das weiter anzutun. Diese Erkenntnis setzt sich spätestens dann durch, wenn man selber merkt, dass das Album einen selbst dann stellenweise anstrengt, obwohl man selber Freund härterer Musik ist, allerdings verzeiht man das diesem Industrial Metal-Album allzu gerne. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 26.09.2009

Xentrifuge – Converting Infinity

Mit über einer Minute langem ruhigem Rauschen beginnt das neue Album von Xentrifuge und schon da ahnt man: Die Ruhe trügt. Und letztendlich wird man mit dieser Ahnung auch Recht behalten. Denn was danach folgt, ist unerbittlicher Harsh-Electro, der sowohl in seinen Texten als auch in seinen Melodien finstere Zukunftsvisionen ausmalt. Dominiert werden diese Visionen von stampfenden Beats, eiskalten Melodien, die mit Rauschen versehen wurden, sowie verzerrtem Gesang, wobei die Einzelteile dieses Klangkostüms so ineinander verwoben scheinen, als würde sie keinerlei Licht durchlassen, klingt doch Converting Infinity so stockdüster wie man es sonst nur selten erlebt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Katrin on 25.09.2009

Sylvan – Force of Gravity

Fünf Musiker müsst ihr sein, euch dem Artrock verschreiben, seit 11 Jahren im Musikgeschäft sein und in 10 Jahren sieben Alben veröffentlichen. Wer das schafft, der sollte dann mit dem siebten Album ein eben solches Glanzstück wie die Hamburger Band Sylvan an die Hörer bringen. Mit elf Liedern und fast 70 Minuten Spielzeit beweist das Quintett mit Force of Gravity vor allem eines: Liedkunst passt toll zusammen mit Artrock. Hier werden gute Texte mal rau und voll schrammelnder Gitarren mit leisen und fast schon zerbrechlich wirkenden Melodien und eindrucksvollem Gesang gemischt. Und wer es sich nicht vorstellen kann: Einfach mal reingehört, denn hier gibt es viel zu entdecken. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 25.09.2009

Deleyaman – Fourth, Part One

Wenn man häufig Musik hört, gibt es Sätze, die bei einem nur noch ein müdes Lächeln und ein Augenverdrehen hervorrufen. Ein solcher Satz ist so einer wie „man kann unsere Musik nicht einfach kategorisieren, auch wenn es einige schon versucht haben, aber wir passen in keine Schublade.“ Umso schöner ist es dann, wenn dann doch unter den ganzen Bands die das behaupten dann eine findet, die so was nicht nur erzählt, sondern damit auch Recht behält. Deleyamen aus Nordfrankreich gehört zu diese wenigen Fällen, die einem die Beschreibung ihrer Musik wirklich nicht besonders leicht machen. So schwankt die Musik zwischen alternative, Dark Wave, Weltmusik und Ethnofolk hin und her, ohne sich jemals festlegen zu wollen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.09.2009

Der Blaue Reiter – Nuclear Sun

Einem durchaus schwierigem und heiklem Thema, nämlich der Katastrophe von Tschernobyl, haben sich Der Blaue Reiter auf ihrem dritten Album genähert. Nuclear Sun heißt dieses Werk und ist in drei Akte gegliedert. Inklusive einem Prolog wird sich mit dem Unglück auseinandergesetzt, sowie den Folgen für die Menschen, die in der näheren Umgebung des Reaktors lebten sowie jenen, die für die Versiegelung eben jenes sorgten. Entsprechend düster geht es auf Nuclear Sun zu und es verwundert wohl auch wenig, dass dieses Album nicht einfach mal zum nebenbei Hören geworden ist. Stattdessen verlangt es dem Hörer genaues Hinhören und eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik ab. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 23.09.2009

Diablo Swing Orchestra – Sing Along Songs…

Manchmal sind Bandnamen ja schon was Verwirrendes… Nehmen wir zum Beispiel die (Jon Spencer) Blues Explosion. Eine Band, die sicherlich vieles macht, aber ganz bestimmt keinen prototypischen Blues. Letzterer kommt wenn dann eher in Einsprengseln und ganz anderer Variante als der gängigen Assoziation damit vor. Ähnlich verhält es sich auch mit den schwedischen Herr- und Frauschaften vom Diablo Swing Orchestra. Auch hier verhält es sich so. Zwar findet man irgendwo auch Swing in den Kompositionen, aber mit harte verzerrte Gitarren, der Nutzung von Jazz- und Klassikinstrumenten und schrillen Stimmen dazu kann man wohl auch schwer jemandem als eine Definition von Swing glaubhaft machen… Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 22.09.2009

The Law – A Measure Of Wealth

BritRock ist ja seit einer ganzen Weile wieder ziemlich en vogue. Der BritPop der frühen Tage wird – wo nun auch Noel Gallagher seinen Hut genommen hat – immer weniger, Bands wie Coldplay haben mit Brit im eigentlichen Sinne nicht mehr viel zu tun, dennoch reißt die Flut an Bands des BritRock-Bereichs nicht ab. Eine weitere Band, die aus dieser Welle angenehm hervorsticht, ist The Law, die nun mit A Measure Of Wealth ihr Debüt-Album veröffentlicht. Unterstützung gefunden wurde bei Produzent Stan Kybert, der in Sachen Produktion kein Unbekannter in diesem Bereich ist, mischte er doch schon bei Genre-Urvater und bei Oasis. Erfahrung, die den jungen Schotten sicherlich zugute kam. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 22.09.2009

Madonna – Celebration

Im Grunde loht es sich gar nicht mehr, wunderschön einleitende Worte zu verfassen, wenn es um die queen of pop Madonna geht. Schließlich ist alles schon gesagt und wird, der Unterhaltung wegen, tagtäglich mehrfach in allen möglichen Varianten dargeboten, die in etwa solche Gedanken fördern: „Oh, neue pikante Details über ihre zerbrochene Ehe mit Guy Ritchie.“ „Iiih, schon wieder ein Bild ihrer übertrainierten Arme.“ Oder auch: „Mist, Jesus Luz küsst sie immer, nach wie vor.“ Doch was nützt das Gedankenkarussell letztendlich? Madonna bleibt, wer sie ist, eine Koryphäe, der man im Alter von 51 Jahren und nach unzähligen Charterfolgen nichts mehr anhaben kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 22.09.2009

Litmus – Aurora

Was Litmus auf Aurora bieten, ist die volle Dröhnung Spacerock alter Schule bis zum Exzess. Denkt man dabei zuallererst an Hippiegedudel, muss man bei Litmus ganz klar umdenken. Statt seichten Klängen wird hier Hard Rock mit verzerrten Gitarren auf den Hörer losgelassen, der einen dann direkt in eine längst vergangene psychedelische Ära träumen lassen lässt. Eingerahmt ist diese Reise in acht Stücke, von deren Länge zwischen vier und insgesamt zwölf Minuten schwankt, wobei gerade die längeren Stücke von Aurora immer wieder zu einer Herausforderung für den Hörer werden, wenn diese kippen und einen dann in wiederum völlig unbekannte Galaxien entführen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 21.09.2009

Emil Bulls – Phoenix

Manchmal wundert man sich, wie lange einige Bands eigentlich schon dabei sind. Die Emil Bulls zum Beispiel im Hinterkopf hatte man die Band eigentlich immer, wenn man an die hiesige Rock-Landschaft denkt, aber wenn man dann sieht, dass die Gründung der Münchner Formation sich auf 1995 datiert, ist man doch überrascht. Nachdem sie sich im vergangenen Jahr mit The Black Path eindrucksvoll zurückgemeldet haben und es dabei bis in die Media Control Charts schafften, steht mit Phoenix nun der Nachfolger in den Startlöchern. Nach einer Umbesetzung der Gitarre konnte es schnell daran gehen, die Visionen umzusetzen, sodass nun ein geradliniges neues Album ohne künstliche Grenzen erscheinen kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 21.09.2009

Das-Kollektiv.net – Eichenriegel

Dass Anspruch und Wirklichkeit nicht immer dasselbe sein müssen, ist eine Feststellung, die man leider hin und wieder im Leben machen muss. So auch, wenn eine Band als erstaunlich vielseitig und auf mannigfaltiger Ebene beeindruckend beschrieben wird. Noch besser wird es dann, wenn die Band ihr Zusammenkommen selber beschreibt: „Die Individuen wussten nicht nur im ihre eigenen Fertigkeiten. Sie waren sich auch bewusst, dass dieser Beginn dieses Schaffens von jedem vollsten Einsatz erwarten ließe.“ So wie es bei dem „sektenhaften Projekt mit freimaurerischen Zügen“ (ebenfalls O-Ton der Bandbeschreibung!) Das-Kollektiv.net der Fall ist. Das klingt zwar alles zunächst mal sehr spannend, hört man die Musik, wird man dann aber sehr schnell von der Realität eingeholt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 21.09.2009

K.C. McKanzie – Dryland

Viel zu oft erkennt man erst zu spät, dass tatsächlich die einfachen Dinge im Leben das Schöne daran sind. Das vertraute Schweigen miteinander, das trotzdem nicht stört. Die ersten warmen Sonnenstrahlen, die das Bett erreichen und so wunderschön herrlich das Gesicht kitzeln. Selbst ein freundliches Lächeln einer unbekannten Person kann, so gewöhnlich es auch sein mag, zu einem wunderbaren Tagesereignis werden und die Welt ein Stückchen bunter machen. Ist dieses Rezept der Einfachheit demnach ein todsicherer Garant für wunderbare Großartigkeiten? Es scheint so, befasst man sich einmal ein wenig genauer mit K.C. McKanzie. Deren Lieder beschränken sich im Grunde auf die wesentlichen Komponenten ausgereifter Musik, sind äußerst geradlinig und treffen somit ohne größere Umwege zielsicher Herz und Ohren. Genau die Punkte, an denen sich schon bald darauf ein wohltönendes Feuerwerk entzündet. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 20.09.2009

Pearl Jam – Backspacer

Nur eine gute Band und ein Wörterbuch. Mehr braucht man nicht, um ein Album aufzunehmen. So sieht es zumindest Eddie Vedder. Dass das – zumindest bei ihm – funktioniert, hat er seit dem Pearl Jam-Debüt Ten im Jahre 1991 ja auch eindrucksvoll bewiesen. Bei einer Band, die Trends überlebt hat, Höhen und Tiefen überwunden hat und nach so vielen Jahren immer noch da ist, bedarf es an sich auch gar keiner weiteren Worte der Vorstellung mehr, denn wer mit dem Namen Pearl Jam nichts anzufangen weiß, dürfte im Grundlagenkurs „Rockmusik“ sicherlich das eine oder andere Mal gefehlt haben und merkt nun, was er davon hat. Auch wenn Pearl Jam in ihren Ursprüngen dem Grunge zuzurechnen sind: Auf diesem Album machen sie vor allem gute Rockmusik. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 20.09.2009

Max Herre – Ein geschenkter Tag

Das Spannende an Cliquen ist ja, dass dort verschiedene Charaktere aufeinandertreffen, die zwar diverse gemeinsame Nenner teilen, aber eben auch ihre Eigenheiten haben. Das fällt beispielsweise auf, wenn man die HipHop-Kultur in den 90er Jahren betrachtet. Freundeskreis haben dort ja immer so eher die intellektuellere, reflektierende und ruhigere Position eingenommen, während die lauten und vorlauten Töne von anderen Gruppen kamen. Und was auch interessant ist: Die individuellen Charaktere entwickeln sich weiter. Das kann ebenso in diesem Genre beobachten. Vor kurzem beispielsweise veröffentlichte Dennis Lisk (aka Denyo77) ein Singer-Songwriter-Album, nun folgt ihm Max Herre vom ehemaligen Freundeskreis mit Ein geschenkter Tag. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 20.09.2009

Downstairs Left – Nothing but Memories

Unangenehm ist beides. Aber es kann deutlich schmerzvoller sein, wenn man sich einfach an einem Blatt Papier in den Finger schneidet, als wenn man sich durch Unachtsamkeit einen richtig fies aussehenden Kratzer am Arm, Bein oder sonst wo zuzieht. So kann es auch umso fieser sein, wenn Musik nicht sofort losprügelt und einen umhaut, sondern stattdessen den Hörer mit sanften Melodien einlullt und quasi durch die Hintertür seine Botschaften von Schmerz und Leid ins Bewusstsein ablädt, so wie es die erste EP Nothing but Memories von Downstairs Left tut, die nur ein Vorgeschmack auf das im kommenden Jahr erscheinende Album darstellt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 19.09.2009

Marybell Katastrophy – The More

Die Vorschusslorbeeren, die da aus ihrer Heimat kommen, sind schon einmal gewaltig: „Band of the Year“ beim Danish Music Critics Award ist ja schon einmal nicht übel für eine Band, die eigentlich erst 2007 so richtig angefangen hat. Bereits ihre EP This Is The One machte sie zu einer gehypten Band, die schnell bereits auf dem Roskilde-Festival landete… Klar, dass da auch andere Länder neugierig werden. Und so kommt es, dass das Debüt-Album The More nun auch in Deutschland die Läden entert und versucht, mit seiner wirklich sehr eigenen Variante von Electro-Pop die Herzen und Ohren der Hörer zu erobern. Continue Reading »

Neuigkeiten Marius on 18.09.2009

Placebo: Neue Single „Ashtray Heart“

Am heutigen Freitag, den 18.09.2009, erscheint mit Ashtray Heart die neue Single aus dem aktuellen Placebo-Album Battle For The Sun. Nachdem For What It’s Worth sich bereits als druckvoller Rock-Song präsentierte, schlagen die Briten mit Ashtray Heart in dieselbe Kerbe – natürlich nicht, ohne dabei das Gefühl vermissen zu lassen. Emotional gefärbte Strophen treffen dabei auf einen Chorus, der dem Ruf als einer der derzeit erfolgreichsten Alternative Rock-Bands alle Ehre macht. Als B-Seiten gibt es zusätzlich zwei spannende Coverversionen: Placebo interpretieren dort Fuck U von Archive sowie Hardly Wait von PJ Harvey. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Anne-Sophie on 18.09.2009

Berry – Mademoiselle

Betrachtet man die Französin Elise Pottier einmal genauer, so sieht man gleich alle Klischees, die im neiderfüllten Kopf über französische Frauen vorherrschen, als bestätigt an. Keck wirkt sie, zuckersüß, wie ein kleines Liebchen eben, dem nur noch Baskenmütze fehlt. Das Glitzern in ihren Augen, das sie so ungemein charmant macht, ist ihr wohl angeboren und führt, bei allzu langer Beobachtung, zu schlimmen Selbstkomplexen. All das wird im Übrigen nicht besser, wenn man ihre Musik hört. Unter dem Künstlernamen Berry, auf die schreibende Emanze George Sand zurückzuführen, veröffentlichte sie bereits 2008 ihr Debüt Mademoiselle in Frankreich und wurde gelobt wie ein kleines Hascherl, das mal wieder ein schönes Bild für die Elterngalerie gemalt hat. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Katrin on 18.09.2009

Bruce Guthro – No Final Destination

Werbung ist das aber nicht: geradliniger, nordamerikanischer Rock à la Bryan Adams. Das bedeutet eher wegrennen. Aber jedem sei eine Chance gegeben und wer schon mal von Bruce Guthro gehört hat, der weiß, dass man bei dem Kanadier vor allem eines zu erwarten hat: gekonntes Songwriting mit einnehmenden Melodien und einer überragenden Stimme. Der Frontmann der wohl allseits bekannten Folkrock Band Runrig hat mit No Final Destination sein fünftes Studioalbum auf den Markt gebracht und einmal mehr überzeugt er mit gewaltigen Liedern, die nicht lehren, sondern den Hörer ansprechen, wie es nur wenige zu schaffen vermögen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 17.09.2009

Alison Krauss – Essential Alison Krauss

26 Grammy Awards, 7 Country Music Association Awards, 10 International Bluegrass Association Awards, der Great British Country Music Award und nicht zuletzt über 11,5 Millionen verkauft Alben… Muss man eine solche Person noch vorstellen? Eigentlich nicht, könnte man meinen – und dennoch sollte man es, denn angestaubte Begriffe wie „Country” und „Bluegrass“ vermitteln sonst unter Umständen ein völlig falsches Bild von der wenig verstaubten Musik Alison Krauss’. Nach 13 Alben, diversen Soundtrackbeiträgen und drei DVDs war es nun mal Zeit, innezuhalten, weshalb dieser Tage nun eine Zusammenstellung von Stücken aus dem Back-Katalog erscheint, die sie unter dem Titel Essential Alison Krauss selbst zusammengestellt hat. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 17.09.2009

Corpse Express – And She Walked With The Dead

Vor fünf Jahren gründete sich das Quartett Corpse Express, die Coverversionen von Ramones, Misfits und anderen Bands spielten. Mittlerweile hat die Band ihre erste EP And She Walked With The Dead aufgenommen, auf der fünf Stücke zu hören sind, die man allesamt irgendwo zwischen Old-school Hard Rock und Punk alter Schule einordnen kann. Offensichtlich wird direkt, dass es hier darum geht, das Lebensgefühl dieser Musik einzufangen und einfach ihr Ding durchzuziehen. Davon zeugen ebenfalle die herrlich schrägen Texte zeugen, die von Treffen mit Luzifer, Kannibalismus und Zombieinvasionen handeln. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 16.09.2009

A Storm Of Light – Forgive Us Our Trespasses

Grenzüberschreitungen sind im Grunde ja was sehr Spannendes. Allerdings gibt es Grenzen, die man nicht übertreten sollte. Tut man es dennoch, kann das Ergebnis verheerend sein und unser aller Ende bedeuten, so wie es auf dem neuen Konzeptalbum von A Storm of Light geschildert wird. Im Grunde wird auf dem Album nur die Geschichte der Menschheit erzählt: Von Nomadenvölkern, die sich ansiedeln, daraufhin die Industrialisierung durchmachen und schließlich zu weit gehen – mit all den Konsequenzen, die schließlich in der Vernichtung der Menschen enden. Keine gerade allzu hoffnungsvolle Zukunftsvision, die die Band hier vorstellt und mit von Leid und Schmerz geplagt scheinenden Melodien untermalt. Continue Reading »

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