Beiträge als RSS-Feed

Monthly ArchiveOktober 2011



Rezensionen &Tonträger Marius on 31.10.2011

Bush – The Sea Of Memories

Zehn Jahre lang war es ruhig um Bush, die Gruppe um Frontmann Gavin Rossdale. Schaut man genauer hin, stellt man fest: Das war aber auch der einzige Punkt, an dem es still war – ansonsten war man nicht untätig. Nicht nur, dass Gavin Rossdale ein Solo-Album veröffentlichte und mit Apocalyptica gemeinsam The End of Me aufnahm. Nein, so ganz nebenher wurde auch eine Familie gegründet, sodass neben den Rockstar nun auch der Papa tritt. Auf die Platte aber hat das keinen Einfluss – hier ist der Rockstar nach wie vor Rockstar. Und wenn man sieht, wie groß die Aufmerksamkeit ist, die Bush schon wieder zuteilwird, merkt man: Hier hat jemand etwas Nachhaltiges geschaffen! Continue Reading »

Konzertberichte Dennis on 31.10.2011

Casper – 29.10.2011, Köln Live Music Hall

Rap mit deutschen Texten? Was vor mehreren Jahren noch völlig undenkbar war, hat sich durch die Aufbauarbeit von deutschen HipHop-Pionieren wie Die Fantastischen Vier längst etabliert. Verschiedenste HipHop-Formationen sorgten und sorgen für einen regen Austausch an Musikalität. Sei es durch Fettes Brot oder Sido, Bushido, Kool Savas etc. Der neueste Star ist der 29jährige Benjamin Griffey aus Bielefeld, besser bekannt als Casper. Mit dem Nummer 1-Album XOXO im Gepäck ist der Deutschrapper zurzeit auf Deutschland-Tour durch ausverkaufte Häuser und so führte sein Weg ihn in die restlos ausverkaufte Live Music Hall in Köln, wo ihn ein zwar recht junges, aber nichtsdestotrotz sehr objektives Publikum frenetisch feierte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 31.10.2011

Lahannya – Dystopia

Wenn auf dem Cover schon eine junge Dame im Cyberlook zu sehen ist, mag man erstmal die Stirn runzeln, ob man den Inhalt wirklich hören möchte. Aber tatsächlich kommt es auf Dystopia dann doch ganz anders: Zu hören ist nichts, was irgendwie nach Cybergoth klingen könnte, stattdessen machen Lahannya auf ihrem mittlerweile dritten Album Gothic Rock, der ihnen scheinbar schon einen gehörigen Bekanntheitsgrad beschert. Und das, obwohl bislang alle Alben komplett in Eigenregie veröffentlicht wurden, ohne dafür ein Label im Rücken zu haben. Das klingt zumindest schon mal vielversprechend. Ob Dystopia dann auch das hält, was diese Ankündigungen versprechen, wollen wir mal sehen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Lutz on 31.10.2011

Sep7ember – Strange Ways Of Going Home

Sep7ember, bestehend aus Boris Pillman als Sänger, Guido Dobrautz und Bernd Siedler an der Gitarre, Bill Peckham am Bass und Hakan Cetin am Schlagzeug, sind eine Frankfurter Hardpop-Band, die seit 2007 in dieser Besetzung zusammen spielen. Im September 2011 erschien die Single I Hate NY, eine Antwort auf alle Fanatiker der Großstädte, die mit ihren Herzchen-T-Shirts allen Leuten seit Jahren auf die Nerven gehen und diese mental mit ihrer dogmatischen Art penetrieren. Das Schöne an dieser Band ist, dass sie auch nicht vergleichbar mit anderen Bands sind, denn sie haben Ihren eigenen Stil herausgearbeitet, der ein sehr schönes Schema ergibt und durchaus gelungen ist. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 31.10.2011

Vlad in Tears – Welcome to Vladyland

Wenn man Vlad in Tears so zuhört, dann muss man der Band schon eines lassen: Sie klingt extrem abgefahren – die Band vermengt in ihrer Musik nämlich Alternative Rock mit Gothic Rock-Einflüssen. Das mag zunächst mal nicht besonders innovativ oder spannend klingen, wenn man Welcome to Vladyland dann aber mal wirklich hört, muss man eines sagen: Es klingt dann auch nicht wirklich viel spannender. Aber sie klingen doch abgefahren – was bitte soll also an der Band abgefahren sein? Der Klang, der klingt nämlich so, wie man einen abgefahrenen Autoreifen bezeichnen möchte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 30.10.2011

Anna Ternheim – The Night Visitor

Wir haben ja alle so unsere Assoziationen zu diversen Songs im Kopf – diese sind von Hörer zu Hörer unterschiedlich und würden vermutlich für große Verwirrung sorgen, wie ein Song eigentlich zu verstehen ist, wenn man sich dann mal darüber austauschen würde. Eine Tatsache, die Anna Ternheim für sich nutzt, um den Songs ihren Spielraum zu lassen. Da werden auch mal Dinge bewusst ausgespart, damit der Hörer sich sein eigenes Bild entstehen lassen kann – oder sogar soll. Anna Ternheim lässt dies mit einer sehr ruhigen Musik geschehen, die von Ruhe und Schönheit lebt. Singer/Songwriter- und Folk-Assoziationen sind da nicht ausgeschlossen, sondern fast schon Programm. Continue Reading »

Audiovisuell &Rezensionen &Tonträger Dennis on 30.10.2011

Moby – Destroyed Deluxe

Immer noch einer der fleißigsten Musiker dieses Planeten ist Richard Melville Hall, besser bekannt als Moby. Der in Harlem geborene Multi-Instrumentalist bringt jetzt eine Deluxe Version seines Erfolgsalbums Destroyed heraus. Das Album und vor allen Dingen die Remix-Versionen lassen das Herz eines jeden Moby-Jüngers schneller schlagen. Ungemein vielseitig war der Sound von Moby schon immer. Auch auf seinem elften Album ist das wieder so: Mit einem fast schon an Country- und Western-Sounds erinnernden Titel wie The Poison Tree, der ersten Single der Deluxe-Ausgabe oder Stella Maris, welches einen an Songs von Enya erinnert. „Erwarte das Unerwartete“ war schon immer Mobys Motto. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 30.10.2011

The Hiram Key – Amerikafka

Eigentlich sind das Aussagen, die man heutzutage von jeder x-ten Gothic Rock-Band hört, die irgendwie anders sein will. So auch hier – „gegründet aus der Ablehnung heraus gegenüber dem, was die Gothic-Szene geworden war, machte sich The Hiram Key daran, das Genre mit Musik zu kurieren, die sie selbst gerne hören wollten“. Und so werden dann auch übliche Verdächtige unter den Einflüssen genannt: David Bowie, Placebo, The Cure, Bauhaus, Gary Numan, Joy Division… Es sollte also schon einmal klar sein: Hier geht es ziemlich retro bzw. old school zu. Auf 13 Songs in einer knappen Stunde zelebrieren The Hiram Key hier ihren eigenen Sound mit den besagten Einflüssen. Continue Reading »

Audiovisuell &Rezensionen Dennis on 30.10.2011

Lindsey Buckingham – Songs From The Small Machine

Lindsey Buckingham startet wieder durch. Der Sänger und Gitarrist der Musiklegende Fleetwood Mac legte erst kürzlich mit Seeds We Sow ein beachtenswertes Solo-Album vor. Damit nicht genug präsentiert der Kalifornier nun auch noch ein Live-Album. Songs From The Small Machine heißt es und ist in der Tat überraschend. Aufgenommen im Saban Theatre in Beverly Hills begeistert Lindsey Buckingham das Publikum erstmals mit fünf Akustik-Titeln, darunter auch der Fleetwood Mac-Hit Big Love, bis dann die gesamte Band mit Meister Buckingham das Konzert zu Ende rockt. Besonders erwähnenswert ist neben Big Love auch die Version des Lindsey Buckingham-Hits Trouble, das so spartanisch arrangiert ganz neue Facetten gewinnt. Continue Reading »

Audiovisuell &Rezensionen Marius on 29.10.2011

Placebo – We Come In Pieces

Muss man über Placebo noch großartig Worte verlieren? Eigentlich nicht, oder? Doch! Denn mit We Come In Pieces ist dieser Tage jüngst eine DVD erschienen, deren Herzstück das im September 2010 in der Londoner Brixton Academy aufgenommene Konzert zum Album Battle For The Sun, das bereits im Vorfeld ausgiebig betourt worden war. 2,5 Millionen Zuschauer in allen Teilen der Welt wurden bei der Tour errreicht – und überall kochten die Hallen wie auch die Festival-Bühnen. Warum das so ist, zeigen Placebo auch auf der neuen DVD eindrucksvoll. Wer bei der Battle For The Sun-Tour einen oder mehrere Auftritte miterleben durfte, wird die Stimmung hier perfekt eingefangen finden – wer nicht da war, hat ein hochkarätiges Konzert für zuhause! Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 29.10.2011

Tony Christie – Now’s The Time

An Tony Christie scheiden sich die Geister. „Schlageronkel“ ist noch das Netteste, was man über den Sänger von Welthits wie Is this the way to Amarillo oder I did what I did for Maria, von bösen Zungen zu hören bekommt. Aber im Zuge der „Alte Männer“-Bewegung, ausgelöst vom Produzenten Rick Rubin in den USA, der schon die Comebacks von Johnny Cash oder Neil Diamond in die Hände nahm, beschlossen auch Tony Christie und das Produzenten-Duo Richard Barratt und Michael Ward, neue Wege zu beschreiten und Christie neue Songs auf den Leib zu schreiben. Und siehe da: Der Plan ging auf, wie man am neuen Album Now‘s The Time eindrucksvoll zu hören bekommt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Jonas on 29.10.2011

Soap Bubble Orchestra – Revolution

Was machen sieben trinkfeste Jungs in einer alten Weizenmühle in Deutschlands Wurststadt? Richtig: Sie trinken noch mehr. Was kommt dann? Sie schnappen sich zwei Gitarren, einen Bass, ein Schlagzeug, ein Keyboard, ein Saxophon und das Mikrofon und huldigen der Musik der 60er und 70er Jahre. Soap Bubble Orchestra aus Versmold legen mit ihrer Debüt-EP namens Revolution ein beachtliches Tempo vor. Die Zeiten, in denen Bands erst mit Demoaufnahmen rum touren, um sich einen Namen zu machen, scheinen vorbei zu sein, denn die 13minütige EP ist eine absolute High End-Produktion mit einem schönen, warmen Vintage-Sound. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 29.10.2011

Justice – Audio, Video, Disco

Gaspard Augé und Xavier de Rosnay, wie die beiden Köpfe hinter Justice heißen, sind gemeinsam mit Daft Punk das französische Electro-House-Duo überhaupt. Bereits durch ihr Debüt-Album mit dem Latein-Kreuz konnten sich Justice einen guten Namen machen. Das Video zu D.A.N.C.E. wurde 2007 sogar mit einem MTV Video Award geehrt. Jetzt erscheint mit Audio, Video, Disco das neue Album der Franzosen. Wie gewohnt wird sich hier in den Genres der letzten 40 Jahre bedient und komplett neu arrangiert und zusammengefügt. Wie heißt der Titel, für die Nichtlateiner mal eben übersetzt: „Ich sehe, ich höre, ich lerne“ – und genauso kann man hier einiges neues, was einem aber seltsam bekannt vorkommt, entdecken. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 29.10.2011

Minerve – Repleased

Das Album Please im Jahr 2011 lief für Minerve ziemlich erfolgreich, die Bekanntheit der Gruppe dürfte aber nun vor allem durch die aktuell laufende Tour mit And One, Camouflage und De/Vision steigen und bereits gestiegen sein. Obgleich die Band oft bereits 17:10 Uhr die Bühne betreten muss(te): Das anwesende Publikum nimmt es stets dankend an. Kurz vor der Tour erschien mit Repleased nun eine Remix-Veröffentlichung, auf der viele namhafte Szene-Künstler Songs der Band einen neuen Anstrich verpassten. Da begegnen zum Beispiel Namen wie Liquid Divine oder auch Destroid, die den Songs neue Facetten abgewinnen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 28.10.2011

Toby Keith – Clancy’s Tavern

Selbstredend ist das mit der Country-Musik in Deutschland so eine Sache. Im mittleren amerikanischen Westen mit staubigen Boots, schwerer Gürtelschnalle, mit Stickereien verziertem Hemd und großformatigem Stetson auf dem Schädel herumzulaufen ist und bleibt unfassbar cool. Damit in Rheda-Wiedenbrück oder Bochum-Wattenscheid an einer Tanke aufzukreuzen wird auf ewig in Albernheit und Karneval stranden. Ganz ähnlich verhält es sich, keine Frage, mit deutschsprachigen Countryacts, beginnend bei Truck Stop, endend bei Tom Astor, Jonny Hill oder dem zwar heftig absteig-, dafür aber genauso unkaputtbarem Gunter Gabriel – geht einfach gar nicht, das alles. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 28.10.2011

John Watts – Fischer-Z

Manche Songs aus den 80ern nerven einen schon während des Intros, da man sie im wahrsten Sinne des Wortes viel zu oft über sich ergehen lassen musste. Andere hingegen begeistern einen auch 20 Jahre nach dem Erscheinen noch. So wird es den Fans von Fischer-Z und insbesondere vom Gründer und Mastermind John Watts gehen. Songs wie Berlin, Marliese oder In England sorgen heute noch nicht nur bei „Back in the 80‘s“-Feten für kollektives Ausrasten auf und neben der Tanzfläche. Was liegt also näher, als sich die alten Schätze nochmal vorzunehmen und neu aufzunehmen, dachte sich John Watts und setze seine Pläne in die Tat um. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 28.10.2011

Love A – Eigentlich

Dass Love A aus Trier weitaus ungestümere Musik machen, als ihr Name und ihre eher idyllisch konnotierte Herkunft vermuten lassen, ist ja schon mal ganz nett. Dass ihnen mehr oder weniger aus dem Nichts heraus aber gleich eines der besten deutschsprachigen Alben des Jahres 2011 gelungen sein dürfte, doch, das kann denn doch als mittelschwere Überraschung erachtet werden. Denn eine Platte wie diese, die erwarten wir aus Hamburg, aus Berlin, vielleicht auch noch aus Köln oder München – aber niemals aus der Moselregion. Was Love A so besonders macht, ist dabei definitiv die Tatsache, dass sie all das, was deutsche Bands gemeinhin ganz schrecklich verkehrt machen, höchst clever umschiffen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 28.10.2011

Hélène Grimaud – Mozart

Hier ist dann auch schon die nächste Kritik zu einer Klassik-CD, dieses Mal stammt sie von der Französin Hélène Grimaud. In Aix-en Provence geboren, begann Grimaud schon früh mit dem Klavierspielen. Nach einigen Auszeichnungen und dem Beitreten zu allerlei humanitären Stiftungen hat sie sich mit ihrem Lebensgefährten in die Schweiz zurückgezogen. Jetzt erscheint mit Mozart ihre neueste CD. Ein Album, was sich der Welt des Wolfgang Amadeus Mozart gekonnt nähert. Es enthält nämlich drei Premieren: Es ist es das erste Album mit der Musik des österreichischen Wunderkindes von ihr, dann ist es die erste Live-Aufnahme von Hélène Grimaud und dann ist es auch die Premiere, dass sie mit einem Orchester spielt, das sie vom Klavier aus selbst dirigiert. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 28.10.2011

Dead Day Rising – Dead Day Rising

Es gibt – so klar muss es noch immer gesagt werden – weitaus angenehmere und perspektivreichere Dinge, als sich als deutsche Band am englischsprachigen Indierock zu vergreifen. Denn Indierock ist durch und durch englisch, ja beinhaltet vielleicht sogar so etwas Abstraktes wie ein „England-Gen“ und erobert von Manchester aus die Welt. Oder von Leeds, von London, von Liverpool und vielleicht sogar von Brighton aus – aber mit Sicherheit nicht von Kiel aus. Womit denn auch der Bogen gespannt wäre zu Dead Day Rising, einer der hoffnungsvollsten, aufstrebendsten und mit Sicherheit auch perspektivreichsten englischsprachigen Indieband aus unser aller Mitte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 27.10.2011

U2 – Achtung Baby (20th Anniversary)

Ein Grammy für die beste Rock-Performance, reihenweise Top Ten-Platzierungen, zahlreiche Platin-Auszeichnungen und gleich fünf ausgekoppelte Singles, die ebenfalls noch einmal etliche Top Ten-Einstiege mit sich brachten – so die Bilanz von U2s Album Achtung Baby, das 1991 veröffentlicht wurde. Ja, tatsächlich: So lange ist das schon her. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums dieses Meilensteins gibt es nun eine Anniversary Edition, die in gleich fünf physischen Varianten erscheint, von „nur“ dem remasterten Album selbst über die Vier-Vinyl-Variante bis hin zur großen Sammler-Box mit sechs CDs, vier DVDs und allerhand Gimmicks wie beispielsweise einer originalen The Fly-Sonnenbrille. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 27.10.2011

Effi – Astronaut

Musik zu besprechen oder zu bewerten, ja, das ist natürlich fast zwangsläufig auch immer ein höchst arrogantes Unterfangen. Und zwar derart arrogant, dass auf die Labelankündigung, dass der Österreicher Effi „vermutlich das größte Talent im Indiezirkus“ sei zunächst einmal mit abschätzigem Gelächter und Gekicher reagiert wird. Ja, genau, als wenn nicht schon talentierte Bands aus Berlin und Hamburg es schwer hätten international überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden, ist jetzt also ausgerechnet das heimelige Graz der neue Hot Spot der Indie-Welt. Vorgestern noch Liverpool, gestern Montreal, gerade eben erst Brooklyn und morgen, tja, Graz. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 27.10.2011

Jim Kroft – The Hermit and the Hedonist

Mit The Hermit and the Hedonist kommt jetzt das zweite Album von Jim Kroft raus. Der Schotte schließt damit an den Vorgänger Between the devil and the blue seanahtlos an. Aufgenommen in den legendären Konk Studios des großen Ray Davies. In den heiligen Hallen des Kinks-Gründers nahmen schon einige der besten neuen britischen Bands wie The Kooks ihre Alben auf. Nun also auch Jim Kroft. Sein neues Album beginnt mit der Single Memories from the Afterline, die man auch schon bei einigen Radiosendern hören konnte und die sich wachsender Beliebtheit beim geneigten Käufer erfreut. Continue Reading »

Vorberichte Dennis on 27.10.2011

Knorkator: Deutschlands meiste Band auf Tour

Deutschland meiste Band beehrt die Hallen in diesem unserem Land mal wieder. Was für eine Freude Knorkator-Konzerte sind, werden die Eingeweihten wissen – steht doch schließlich mit Alf Ator auch Deutschlands meister Sänger hier auf den Bühnen. Wer auf eine sehr eigenwillige und abgefahrene Show steht, gemixt mit Klängen, die man danach nicht mehr vergisst, der sollte sich schnell Tickets für die anstehende Tour von Knorkator besorgen, gehört die Band doch auch zu den authentischsten Gruppen, die man sich hierzulande vorstellen kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 27.10.2011

Average Engines – Battlesuits

„Wir erzählen dir hier nicht wer uns geprägt hat, in welchen Bands wir vorher alle gespielt haben oder wie erfolgreich und sexy wir irgendwann sein wollen.“ Das ist doch mal eine Ansage, die hier von den Average Engines in der Info zu ihrem Debüt-Album rausgehauen wird. Eine Entscheidung, die sich als richtig erweist, wenn man sich Battlesuits dann anhört: Zu sehr wird der Großbereich Indie hier ausgelotet, um noch allzu groß von Prägung und Inspiration zu sprechen. Anklänge und Einflüsse anderer Bands kommen und gehen hier so schnell, dass man gar nicht drüber nachdenken kann, an wen man gerade denken musste… Continue Reading »

Vorberichte PR on 27.10.2011

Hard-Fi auf Deutschland-Tour

Wenn es eine Band gibt, die den Mainstream überrumpelt, dann sind es Hard-Fi. „Stars Of CCTV“, ihr selbstproduziertes Debütalbum mitten aus den Straßen von Staines schoss 2005 in die Charts mit seinen Ska-gefärbten Geschichten von suburbanem Mumm, Frustration und Freitag-Abend-Trotz und definierte eine Generation von Satellitenstadt-Außenseitern. Die Zahlen waren atemberaubend: 1,2 Millionen verkaufte Kopien des Discokugel-Dancefloor-Smashers „Hard To Beat“; Platz eins nach vollen sechs Monaten in den Albumcharts; fünf ausverkaufte Nächte in Folge in der Brixton Academy inklusive Pogo bis in die hintersten Balkon-Reihen – wobei auch sämtliche Bierverkaufsrekorde gebrochen wurden. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 26.10.2011

Götz Alsmann – In Paris.

Einem jungen, eher alternativ und rockig geprägtem Publikum zu erklären, was und warum das neue Album der Fernseh-Lichtgestalt Götz Alsmann im Grunde genommen in jeder Zielgruppe einen Sinn ergibt, ist relativ einfach. Man stelle sich einfach vor, der musizierende Komiker Helge Schneider hätte sich in die zierlich-zaghafte Kinofranzösin „Amélie“ verliebt, während er zugleich tiefere Gefühle für „Aurelie“ hegt, jene Dame aus dem gleichnamigen Song von Wir sind Helden, der den amoresken Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen nahezu perfekt vertont und vertextet hat. Et voilá – befinden wir uns auf In Paris., einem Album, das Götz Alsmann tatsächlich auf der höchsten Höhe seiner Kunst zeigt und ihn federleicht und mit einem versonnenen Lächeln auf den Lippen elegant durch die romantischen Gassen der französischen Metropole schlendern lässt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 26.10.2011

I Heart Sharks – Summer

Wenn jemand etwas liebt und es mit kleinen Herzchen darstellt, müsste man statt „love“ ja eigentlich „heart“ sagen. Das wissen I Heart Sharks offenbar – auch wenn sie sich nirgends als „I ♥ Sharks“ schreiben. In New York, London und in Bayern aufgewachsen, fand man dann im Endeffekt in Berlin zueinander und gründeten die Band, die nun mit Summer ihr Debüt-Album vorlegt. Pünktlich zum Herbst. Geschenkt – Sommer fiel ja in diesem Jahr sowieso aus. Musikalisch betrachtet spielen I Heart Sharks druckvollen Indietronic, der auch auf Albumlänge seinen Spannungsbogen halten kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 26.10.2011

PeterLicht – Das Ende der Beschwerde

Das Phantom der deutschen Indie-Musik, PeterLicht, ist wieder da. So richtig wissen die wenigsten, wie er aussieht, aber das ist ja auch bei einem Künstler ziemlich unwichtig. PeterLicht ist nicht nur Musiker, in seiner Vita finden sich nicht nur Platten, sondern auch Bücher und Theaterstücke, die er schrieb. Nun also wieder einige neue Songs und wie immer sind die textlich hervorragend. PeterLicht, der mit seinem Sonnendeck eigentlich alle Voraussetzungen eines klassischen One-Hit-Wonders erfüllte, hat sich erneut selbst erfunden. Musikalisch im Elektrosound zuhause, hat er immer wieder überraschende musikalische Ecken in seinen Songs, die er im Gegensatz zu den Stratosphärenliedern aus dem Jahre 2003 jetzt neu entdeckt hat. Sprich: Weniger Elektro-Sounds, mehr Handgemachtes. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 26.10.2011

General Elektriks – Parker Street

Zugegeben, die Versuchung liegt nahe, im Zuge der neuen Veröffentlichung des französischen Club-Tüftlers Hervé Salters zu einer ätzenden Generalkritik am großspurigen Dance-Pomp gallischer Prägung anzusetzen. Einem Pomp, der sich vor allem am Namen David Guetta festmacht, der mit seiner Auslegung von Bass seit viel zu vielen Monaten die Charts beherrscht und vor lauter Hände-in-die-Höhe-Gerecke offensichtlich gar nicht mehr hinter den Turntables hervorzukriegen ist. Doch Vorsicht ist geboten, ist der längst zum Superstar mutierte David Guetta zum einen weitaus vielschichtiger und erfahrener, als hierzulande noch immer angenommen wird – und Hervé Salters trotz ähnlicher Größendimensionen auf französischem Boden eine gänzlich andere Spezies von Tanzflurbeschaller. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 26.10.2011

Descendants of Cain – Songs From A Vanishing World

Der Vorgänger The Tao Of Wisdom And Misery war vor allem vom Gothic Rock inspiriert, für den Nachfolger Songs From A Vanishing World war es Zeit für eine erneuerte Standort-Bestimmung. Das heißt nun weder 180-Grad-Wende noch Neuerfindung, sondern: Anreicherung mit Elementen aus Rock, Metal, Ambient und auch orchestralen Passagen. Songs wie auch Thematik bleiben dabei düster: Jahrzehnte nach einer globalen Katastrophe wird der Zustand der Menschheit beschrieben. Zwölf Songs tun dies auf vielfältige Art und Weise, vom verhaltenen und gleichermaßen beunruhigenden hin zum druckvollen Gothic Rock-Song. Continue Reading »

Nächste Seite »