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Monthly ArchiveFebruar 2012



Audiovisuell &Rezensionen &Tonträger Marius on 29.02.2012

Fields Of The Nephilim – Ceremonies

Lange erwartet, endlich da – in verschiedenen Formaten: Das Live-Album der Fields of the Nephilim. Als CD+DVD-Package, Doppel-Vinyl wie auch in digitaler Version als Download liegt es nun vor. Mit dem Untertitel Ad Mortem, Ad Vitam, zu Englisch: „To Death, For Life“ trifft man da genau das, was die Fields of the Nephilim in den letzten Jahren ausgemacht hat. Waren sie lange Zeit totgeglaubt, kehrten sie nach Mourning Sun im Jahr 2005 dann im Jahr 2008 endlich wieder auf die große Bühne zurück und geben sich seither regelmäßig Ihre stets höchst lohnenswerten Stelldicheins. Davon, warum ihr Gothic Rock mit Metal-Seite eine derart faszinierende Wirkung hat, legen sie auf dieser Live-Veröffentlichung eindrucksvoll Zeugnis ab. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Martin on 29.02.2012

Dry The River – Shallow Bed

Was für ein überragendes Debüt! Mit Shallow Bed liefern Dry The River ein Album, an dem so ziemlich alles stimmt. Von vorne bis hinten, vom ersten bis zum letzten Ton, ergreifend, hymnisch, emotional, mit Gefühl und Gewalt, und, und, und! Die Folkrocker um Sänger Peter Liddle können die ganz leisen Tönen anschlagen oder die lauten – sie brillieren immer. Es ist beinahe beängstigend, wie schnell und intensiv man Shallow Bed lieben kann und die Liebe lässt nicht nach. Überzeugende EPs haben dieses Meisterwerk im Vorhinein angekündigt. BBC hat Voraussicht bewiesen und die Londoner auf seine Sound-Of-2012-Liste gesetzt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 29.02.2012

SoKo – I thought I was an Alien

Als man zu Beginn des Jahres 2007 eine interessante, mit französischem Akzent gesungene Nummer mit dem Titel I’ll kill her hörte, wurde man auf die französische Sängerin und Schauspielerin Stéphanie Sokolinski, besser bekannt als SoKo, das erste Mal aufmerksam. Nach mehreren erfolgreichen Filmen, SoKo war unter anderem für ihre Rolle im Drama À‘ l’origine für den renommierten französischen Filmpreis César nominiert, sollte es nun wieder die Musik sein. Da sie eine Künstlerin ist, der man auch den Spagat zwischen Kino und Musik zutrauen sollte, ist I thought I was an Alien ein sehr intimes Album, mit dem mittlerweile berühmten franco-englisch der Sängerin. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 29.02.2012

The Coloradas – The Coloradas

So richtig einleuchtend ist das nicht, warum eine so großartige Musik, wie sie die Coloradas aus dem amerikanischen Bundesstaat Maine machen, seit einigen Jahren in die „Indie“-Sektion gepackt wird. Denn – irgendwo zwischen Dylans legendärer Begleittruppe The Band und den etwas taufrischeren Felice Brothers angesiedelt, machen die Mannen um Roy Davies und Bernie Nye urigste, nordamerikanische Bluegrassmusik, die so unfassbar ehrlich-provinziell klingt, dass sich zurecht fragen lässt, ob der ganze Antiamerikanismus der vergangenen Jahre vielleicht doch nur etwas aufgesetzt gewesen ist, dass wir derlei Klänge inzwischen als hip und trendig umarmen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 28.02.2012

Loreena McKennitt – Troubadours On The Rhine

Ganz intim mit Loreena McKennitt. Rein musikalisch, versteht sich. Auf ihrer vergangenen Tour zu The Wind That Shakes The Barley bereiste sie nicht nur viele verschiedene Länder, sondern machte auch Halt beim Mainzer Radiosender SWR1, wo sie ein Radiokonzert spielte. Ein besonderer Abend – nicht nur für die Zuhörer. „Diese Veröffentlichung ist anders, als alles, was ich bisher gemacht habe“, bemerkt die Künstlerin – „eine Erfahrung, die dem eines intimen Hauskonzertes gleich kommt, als ob ich in meinem Wohnzimmer für eine paar Freunde gespielt hätte“. Diese Intimität bleibt auch auf der CD-Veröffentlichung erhalten: keine Zusätze, keine Overdubs, keine Korrekturen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 28.02.2012

Jay Farrar – New Multitudes

Wer sich mit Bob Dylan ausführlich beschäftigt, der wird am Namen Woody Guthrie nicht vorbei kommen. War er doch nicht nur das das große Vorbild des Sängers, sondern auch der Impulsgeber von Dylan, es mit Musik zu versuchen, was er ihm an seinem eigenen Krankenbett auch gesagt hat. Ein ähnlicher Fall ist das Verhältnis von Jay Farrar, dem Sänger der Alternative-Band Son Volt. Er durfte sich, unterstützt von Woodys Tochter Nora, genussvoll durch das Archiv Guthries arbeiten und brachte da einige Schätze hervor. Gemeinsam mit Will Johnson von Centro Matic, Anders Parker von Varnaline und dem Kopf von My Morning Jacket Jim James, hat man hier ein Tribute-Album für Woody Guthrie aufgenommen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 28.02.2012

_pappmaché – Zwischen King Grill + Porsche Zentrum

Hamburg, Gitarre, Gisbert zu Knyphausen. Nächste CD bitte. So einfach machen wir es uns hier natürlich nicht mit _pappmaché. Aber tatsächlich beinhaltet diese Aufzählung schon vieles, was das Debüt-Album des Wahl-Hamburgers (Ex-Gießener) so bietet. Über das von Gisbert zu Knyphausen gegründete Songwriter-Kollektiv OMAHA records erscheint nun nach zwei EPs das Debüt-Album von Christoph Kohlhöfer alias _pappmaché. Wie man es von den OHAMA-Künstlern so kennt: Dieses Album ist in einem sehr minimalistischen Gewand gehalten, bei dem vor allem Stimme und Akustik-Gitarre im Vordergrund stehen. Andere Instrumente sind zwar auch zu hören, häufig aber nur sehr hintergründig. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 28.02.2012

M.I.A.: Die neue Single „Bad Girls“

Nach anderthalb Jahren Pause meldet sich M.I.A., Sängerin, Produzentin, Photographin, Aktivistin und Modedesignerin wieder zurück. Im Rahmen ihres neuen Albums, das jetzt bei Interscope erscheint, veröffentlicht sie ihre erste Single „Bad Girls“ (VÖ: 02.03.12). Diese wurde von Danja produziert, der vorher schon mit Künstlern wie Madonna, Nelly Furtado, Justin Timberlake, Timbaland und Britney Spears zusammen arbeitete. So wie das Multitalent M.I.A. sich in keine Schublade einordnen lässt so gilt das auch für ihre Musik, die zwischen Hip Hop, Dancehall, Grime und Elektro liegt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 27.02.2012

The Cranberries – Roses

Es scheint, als sei 2012 das große Jahr der Comebacks. Neben den Cranberries fallen einem da auch gleich Garbage ein – musikalisch wenige Parallalen, sind es beides Bands, die mit einer identitätsstiftenden Frontfrau und stimmlichen Markenzeichen daherkommen. Während Garbage noch eine Weile warten und ihr Album im Mai veröffentlichen, liegt Roses von den Cranberries nun bereits in den Regalen. Zehn Jahre nach ihrer vorigen Veröffentlichung, zwischendurch eine Reihe Solo-Alben, hört man nun auf Roses eine Band, die einfach zusammenpasst. Oder auch „wie wenn man das perfekte Paar Schuhe anzieht“, so Dolores O’Riordan. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Ann-Kristin on 27.02.2012

Elster Club – The Grand Stalker

Gitarre, Bass und Laptop in Symbiose. Poppige Melodien, aber unabhängig genug, dass sie Richtung Indie-Ecke streben. Das Erstlingswerk von Elster Club unterhält in Easy-Listening-Manier. Per Zufall auf Myspace gegründet, passen die Jungs von Elsterclub wie zurechtgeschnitten ins Social-Media-Zeitalter. Ebenso typisch, dass sie bereits auf eine stattliche Tourgeschichte zurückblicken (etwa als Support von Digitalism, Beat!Beat!Beat! und I Am In Love) und erst nach drei Jahren ein erstes Album herausbringen. Frisch und ungeschminkt kommt diese Musik daher. Vor allem Forty Days und The Grand Stalker zeigen an, warum wohl begründet Interesse an Thomas, Christian und Johannes besteht. Continue Reading »

Audiovisuell &Rezensionen Marius on 27.02.2012

The Clash – Live Revolution Rock

In Kooperation mit dem Rolling Stone startete Sony Music jüngst die Reihe Live On Stage, die sich zum Ziel gesetzt hat, die wichtigsten und besten Live-Performances auf DVD zu veröffentlichen. Aus mehr als 100 Live-DVDs wählte die Redaktion zwölf aus, nächstes Jahr sollen dann weitere zwölf folgen. Mit dabei in diesem ersten Durchgang: Live Revolution Rock von The Clash, das keine klassische Aufnahme in diesem Sinne ist, sondern eine Live-Dokumentation, die den Weg von The Clash von ihren ersten Gehversuchen bis zu dem großen Durchbruch anhand ihrer Live-Präsenz nachzeichnet. Die limitierte Erstauflage erscheint zudem in einer hochwertigen Tinbox-Verpackung. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger David on 25.02.2012

Cursive – I Am Gemini

Wie unentrinnbar die Zeit doch an uns vorüberschleicht. Ja, das lässt sich an einer Band wie Cursive ganz wunderbar ersehen. Knapp zehn Jahre ist es inzwischen her, dass aus dem mittelamerikanischen Niemandsland von Omaha, Nebraska, eine junge, ungestüme Musikergilde aufbrach, um die Welt des Indie-Rock maßgeblich zu verändern. Saddle Creek, so der Name, mit Conor Oberst und seinen Bright Eyes an der Spitze und allerhand unfassbar aufregenden weiteren Bands im Gepäck, bei denen irgendwie jeder Musiker bei jeder Band aushalf, so dass der Begriff „Kollektiv“ eine ganz neue Ausrichtung erfuhr. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 25.02.2012

Lambchop – Mr. M

Kurt Wagner, Mastermind von Lambchop, hat sich wieder etwas Großes ausgedacht. Ein Album mit dem Namen Mr. M, das sich anfühlt wie ein Ausflug oder andere Dinge, die der Seele gut tun. Man kann sich zwar drüber streiten, ob der Name „Lammkotelett“ für eine Band geschickt gewählt ist, aber nicht, ob die Musik brillant ist, die aus Country und Alternative-Klängen zusammengesetzt ist. Dazu gesellt sich die unvergleichliche Stimme von Kurt Wagner, die über allem thront. Mr. M ist bereits das 11. Album der Mannen um Wagner, die auch mal bis zu 18 Musiker stark sein können und es bietet mal wieder Country-Sounds, die zu Herzen gehen und dort für eine Ewigkeit verweilen werden. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Martin on 25.02.2012

Fanfarlo – Rooms Filled With Light

Vorneweg: Rooms Filled With Light ist ohne Zweifel ein gutes Album. Das Zweitwerk von Fanfarlo würde wahrscheinlich noch besser gefallen, wäre da nicht das überragende Debüt Reservoir gewesen, an das die englischen Indie-Popper nicht ganz rankommen. Fanfarlo haben sich verändert. Die akustischen mussten den elektrischen Gitarren Platz machen und Synths sowie Sampler ersetzen die Mandolinen und Glockenspiele. Auch die Referenzen des Produzenten Ben Allen (unter anderem Christina Aguilera und Gnarls Barkley) veranlassen Anhänger der Band wohl nicht gerade zu Jubelsprüngen. Doch wenn man genau hinhört, ist Rooms Filled With Light seinem Vorgänger, der die Messlatte so immens hoch gelegt hat, an einigen Stellen ganz nahe. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 25.02.2012

Kristoffer & the Harbour Heads – Little goes a long way

Es lässt sich nicht mehr wegdiskutieren, der Frühling liegt in der Luft und während sich die Natur und der Mensch darauf freuen und es kaum mehr erwarten können, veröffentlichen Kristoffer and The Harbourheads mit Little goes a long way den entsprechenden Soundtrack zur Jahreszeit. Es ist nach Sweet Bills und Wrong side of the room bereits das dritte Album des „schwedischen Beck“ und Soulmates seines Landsmannes Moneybrother. Wieder markiert Little goes a long way einen stilistischen Neuanfang. Der erste Song We’re all different überzeugt mit einem interessanten Mix aus Klaviersound, allerlei Spielereien und einem ungemein spannend aufgebauten Refrain. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 24.02.2012

The Ting Tings – Sounds from Nowheresville

Es gibt eine Legende, dass das zweite Album immer das Schwierigste sei. Ob das nun stimmt oder nicht, es gibt einige Gründe, die dafür sprechen. Ob man den Erwartungsdruck nach dem gelungenen Debüt oder die geringe Zeit zwischen dem Debütalbum und dem zweiten Album nimmt, alles sind es Eventualitäten, die sich nicht genau berechnen lassen. Ähnliches gilt für Sounds from Nowheresville, dem zweiten Album der Ting Tings aus England bestehens aus Katie White und Schlagzeuger Jules de Martino. Das neue Album kann es nicht ganz mit dem Album We started nothing aus dem Jahre 2008 aufnehmen. Schon gar nicht, was die Masse an potenziellen Singles betrifft. Also ein That’s not my name oder Shut up and let me go sucht man vergeblich. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Martin on 24.02.2012

The Kabeedies – Soap

Auch wenn es frisch und unverbraucht wie eigentlich nur ein Debüt klingt: Soap ist bereits das zweite Album der englischen Band, die auf den eigenartigen, aber irgendwie einprägsamen, Namen The Kabeedies hört. Allen Legenden zum Trotz hat sich das Quartett den Namen schlicht und einfach ausgedacht. Das Cover von Soap ziert ein Schwarzweißbild von einem Paar beim Tanz. Dadurch, dass das Bild schwarz-weiß gehalten ist, wirkt es älter, vom Motiv her tut es das eher weniger. Das passt zur Musik der Kabeedies, bei der man sich nie so richtig weiß, ob sie nicht doch ein wenig retro klingt. Tanzbar ist sie in jedem Fall. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 24.02.2012

Haase & Band: neues Video „Leben zum Fressen gern“

Die dritte Auskopplung aus Haases Album „die besseren Zeiten“ scheint ein Aufruf zur gedankenlosen Völlerei zu sein. Auch das Video zum Song „Leben zum Fresse gern“ (VÖ digital: 24.02.2012) stößt genau in diese Kerbe. Die sich vor Köstlichkeiten biegende Tafel, eine ausschweifende Party, schöne Frauen und in der Mitte Graf von-und-zu-Haase, der Verführer und nonchalante Charmeur. Trotz überzogener Bilder im Video und Textzeilen wie „Sieh dein Bett ist ne verkehrsberuhigte Zone, so wie dein ganzes Leben auch!“ liegt es Sänger und Songschreiber Christian Haase fern, plumpe Dekadenz zu predigen. „Leben zum Fressen gern“ ist die Erinnerung daran, dass es neben der Pflicht auch noch die Kür gibt. Diese Single ist Haases augenzwinkernder Wink mit dem ganzen Zaun: Wir leben nur einmal. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 23.02.2012

Everlast – Songs of The Ungrateful Living

1998 war es, als Erik Schrody aka Everlast aufhorchen ließ und mit seinem Solo-Debüt Whitey Ford Sings The Blues um die Ecke kam. Gerade die Single What it’s like passte so gar nicht zu dem, was man vom House of Pain-Rapper kannte. Stattdessen gediegene Gitarrenklänge, ein nachdenklicher Tune. Und doch waren nach wie vor prototypische Rap-Stücke zu hören. Diese waren auch auf den folgenden Alben vertreten, aber zunehmend nahm der Stil mehr Kontur an, sodass immer weniger Kontraste zu sehen waren, sondern eine schlüssige Gesamtheit zusammenkam. Etwas, das man auf dem nun erscheinenden Songs of The Ungrateful Living eindrucksvoll nachfühlen kann. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 23.02.2012

Tom Fuller Band – Ask

Die Tom Fuller Band aus Chicago/Illinois bringt nun mit Ask ihr drittes Album heraus. In Deutschland ist die Band noch relativ unbekannt. Das soll sich, geht es nach Tom Fuller, nun aber ändern, mit gefälligem Pop ohne Ecken und Kanten. Bon Jovi und Toto lassen grüßen und wenn man dann im ersten Song Lovers ein Saxofon zu hören bekommt, ist man peinlichst berührt. Doin Nothin klingt wie ein schlechter Don Henley.Song aus den 80ern. Klar sind die Melodien auf Ohrwurm getrimmt und manches Mal klappt das sogar, aber warum sollte man eine Kopie hören, wenn dann die Originale vielleicht doch besser und unverfälscht sind? Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.02.2012

Les Discrets – Ariettes Oubliées

Derzeit erfreut sich Shoegaze Black Metal oder auch Post Black Metal ja einer größeren Beliebtheit: Vor kurzem erschien beim selben Label Les voyages de’lame von Alcest, nun wenig später Ariettes Oubliées von Les Discrets. Der Vergleich drängt sich somit also förmlich auf, auch wenn Les Discrets eindeutig anders klingen als Alcest: Während diese sich in surreale Gefilde begegen, hört man Les Discrets eindeutiger die Black Metal-Herkunft an. Deutlich öfter geht es härter zur Sache und Ariettes Oubliées klingt finsterer und weniger verspielt. Was dagegen beide eint, ist ein Gespür für ästhetische Klanglandschaften. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 23.02.2012

Zebra and Snake – Sweetest Treasure

Der Labelchef von 100% Records, auf dem Zebra And Snake veröffentlichen, verweist auf Nachfrage stets darauf, dass ihn innerhalb von 12 zwei eher verschiedene Musiker auf Zebra And Snake aufmerksam gemacht haben: Andy McCluskey (OMD) und Jónsi (Sigur Ros). So unterschiedlich diese beiden Musiker auch sind – wenn man sich die Musik der beiden Finnen aus dem beschaulichen Dorf Alajarvi, 300 Kilometer nördlich von Helsinki, anhört, wird einem so einiges klar. Inzwischen wohnen Tapio und Matti selbst in Helsinki, wo sie auch erst angefangen haben, Musik zu machen. Erste Hörproben davon gibt es nun auf der EP Sweetest Treasure. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 23.02.2012

Rauschenberger: Single, Album und Tourdaten

Rauschenberger veröffentlichen am 24.02.2012 ihre erste Single „Hannover, nicht Hollywood“ und werfen darin mit intelligentem deutschen Text zu gitarren-lastiger Popmusik einen kritischen Blick auf unsere Zeit: Der Song spricht von zu großen Erwartungen, die an das Leben gestellt werden, und ist gleichzeitig eine Hommage an Rauschenbergers (Wahl-)Heimat Hannover.„Ich wohne gerne hier – und werde nicht nach Berlin ziehen, damit die Band-Biographie mehr hermacht“, sagt Daniel Rauschenberger, Namensgeber und Sänger der Band. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 22.02.2012

Featuring Yourself – Inner Underground

In Zeiten, in denen jeder jeden featured und Tracklisten von Alben teilweise zum reinen Namedropping werden, wirkt es doch sehr erfrischend, wenn sich eine Band Featuring Yourself nennt. So tut es die Band um Kay, Matthias und Timo, die nach dem Ausstieg aus ihren alten Bands The Detectors und The Creetins im Jahr 2010 ihre neue Band gründeten, die sich nun selbst featured. Keine zwei Jahre nach der Gründung liegt nun bereits das erste Album vor – und man ist erstaunt, wie ausgereift die Band bereits klingt. Als „Modern Postpunk“ bezeichnen sie selbst ihre Musik. Wer sich nun fragt, wie man sich „Modern Postpunk“ vorzustellen hat, findet die Antwort direkt hier auf dem vorliegenden Album! Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 22.02.2012

The Kordz – Beauty & The East

Der nahe Osten erlebt derzeit einen gewaltigen Umschwung: In mehreren Ländern gibt es revolutionäre Unruhen, Jahrzehnte bestehende Regimes wurden gestürzt und es ist noch nicht ganz klar, wohin dieser Wandel letztendlich führen wird. Zeitlich absolut passend präsentiert eine Band wie The Kordz nun ein Album, das diese Zustände musikalisch sehr treffend untermalt. Es kombiniert Metal mit traditionell orientalischen Melodien. Das erinnert an Meleshesh, Orphaned Land und ähnliche Projekte, The Kordz aber beschreiten den Weg des melodischen Metals Richtung Hard Rock und vermischen gleichzeitig westliche und arabische Einflüsse miteinander, als würden sie wie selbstverständlich zusammengehören. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 22.02.2012

Kreuzweg Ost – Gott mit uns

Mit dem Christentum mag man unterschiedliche Dinge assoziieren. Wer zuerst Begiffe wie Nächstenliebe oder Vergebung damit verbindet, wird davon auf Gott mit uns wenig finden. Denn hier herrscht ein Gottesbild, das Jahrhunderte lang Europa beherrschte: Eines, das in keiner Weise liebend war, sondern strafend und jähzornig den Menschen gegenüber und absoluten Gehorrsam fordernd. Im Ernstfall war es nötig, in den Krieg zu ziehen. Auch wenn die Kreuzzüge oder der Dreißigjährige Krieg noch andere als religiöse Motive hatten, dienten die Verbreitung des Glaubens und die Vernichtung der Ungläubigen stets als Legitimation. Und so ist auf Gott mit uns viel von Fanatismus wie auch Unbarmherzigkeit zu hören. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 22.02.2012

The Experimental Tropic Blues Band – Liquid Love

Das Album wird schon in seinen Vorzeichen von zwei Namen überstrahlt: Matt Verta Ray, der sein NY HED Studio zur Verfügung stellte und Jon Spencer als Produzenten. Damit hat man einen Jon Spencer wie auch Heavy Trash im Hintergrund. Dazu noch die Aufnahmeart: Nur Analog-Tapes als Masterbänder. Damit ist eigentlich schon im Vorfeld klar, mit welcher Art von Musik man es hier zu tun hat, denn die erwähnten Namen können hier auch als musikalische Vorväter gelten. Sehr nah an Acts wie Heavy Trash gelegen, macht man hier dreckige Rock-Musik im Rock’n’Roll-Gestus, die ohne Rücksicht auf Verluste den Weg nach vorne sucht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 21.02.2012

Tom Liwa – Goldrausch

Mit Tom Liwa kehrt einer der großen deutschen Singer/Songwriter zurück auf die Bühne. Einer, der zwar irgendwie immer gegenwärtig war, die große Breitenwahrnehmung aber nie für sich behaupten konnte. Dafür auch einer mit Konstanz. Einer Konstanz, die sich bis heute durchzieht, sodass mit Goldrausch nun ein weiteres Album erscheint. In nur zehn Tagen entstanden, sind die zwölf Stücke darauf doch weit mehr als nur irgendwie nebenher entstanden. Stattdessen meint man schnell, dass die Stücke bereits lange Zeit im Kopf Tom Liwas gereift sind und es einfach nur eine Frage der Zeit war, bis diese in Klang gegossen werden. Das Ergebnis: Beeindruckend! Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 21.02.2012

The Eye of Time – The Eye of Time

The Eye of Time machen intelligente Musik ohne Phrasendrescherei und es geht um die Welt, in der die Menschheit ihrer Möglichkeiten beraubt wird, Abenteuer und Experimente zu erleben, Risiken werden nicht mehr eingegangen, die Menschheit geht ein und Schuld ist der Konsum. So liest es sich jedenfalls in der Albenbeschreibung – und wenn ein Album so beschrieben wird, kann man sich eigentlich sicher sein, dass bei den Texten genau das Gegenteil der Fall ist. Allerdings kann man es sich dabei auch ganz schön einfach machen: Nämlich wenn es keine Texte gibt. Nur die Musik soll für sich sprechen, nur gibt es ein Problem dabei: Man muss die Sprache auch verstehen können – und vor allem bereit sein, hinzuhören. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 21.02.2012

Nehl Aëlin – Le Monde Saha

Es hat was von einem Elfengesang mit einem leichten Piano, was uns Nehl Aëlin auf Le Monde Saha hier präsentiert. Ganz behutsam, beinahe ängstlich, haucht Nehl ins Mikrofon. Die in Frankreich geborene Sängerin und Pianistin bezirzt mit ihrem kindlichen Charme. Sehr süßliche Klänge, ohne einen Hauch von der Hektik und der Ungeduld, die in heutigen Produktionen leider mittlerweile üblich ist. Ein Album wie ein Windhauch. Aber in dieser Ruhe und Besinnlichkeit entstehen trotzdem traumhaft schöne Melodien und dazu diese so zerbrechlich anmutende Stimme der Französin Nehl Aëlin. Produziert wurde Le Monde Saha von niemand geringerem als dem französischen Regisseur Jean Pierre Jeunet, der schon mit Delicatessen und natürlich auch mit Die fabelhafte Welt der Amélie Erfolge feiern konnte. Continue Reading »

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