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Monthly ArchiveJuli 2015



Rezensionen &Tonträger Dennis on 13.07.2015

Flo Morrissey – Tomorrow will be beautiful

Nein, liebe Smiths Fans, Flo ist weder verwandt noch verschwägert mit dem großen Stephen Patrick Morrissey und ihre Musik klingt auch nicht nach den Smiths, sondern eher nach Folkpop aus den 70’s, woran sich die Erinnerungen an Patschuli-Öl und Batikshirts unmittelbar beim Hören einstellen. Die erst 20-jährige Londonerin singt atmosphärische Oden, wie sie stimmungsvoller kaum sein können. Natürlich erreicht sie dabei nicht den Zauber einer Kate Bush, Joan Baez oder Melanie Safka, die ja immer dann zitiert werden, wenn ein junges Mädchen ein musikalisch etwas retro angehauchtes Album aufnimmt, aber trotzdem ist Tomorrow will be beautiful ein echtes Kleinod, mit Songs wie Why oder Show me, das garantiert seine Fans finden wird. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 13.07.2015

Sula Bassana – Live at Roadburn Festival 2014

Bislang war Sula Bassana nur ein reines Studioprojekt und bestand nur aus dem Multiinstrumentalisten David Schmidt, ebenfalls Inhaber des Labels Sulatron. Für das Roadburn Festival hat er ausnahmsweise ein Live-LineUp aus Mitgliedern befreundeter Bands wie Krautzone, Electric Moon und Zone Six zusammengestellt. Das Ergebnis wird als „wild und noisy“ beschrieben, was bei den knarzenden Gitarrensounds durchaus zutreffend ist. Zudem gelingt immer wieder, das Kunststück, die Stimmungen bis zu Höhepunkten zu steigern und dann mal überraschend, mal fließend in entspanntere Gefilde abzudriften. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 13.07.2015

Michael Idehall – Deep Code Sol

Rituellen Industrial stellt man sich ja eher so vor: Choräle, repetitive Elektronik und natürlich rituelle Perkussion. Auf Deep Code Sol findet man nichts davon und dennoch ist es ein Album, das den Begriff „rituell“ durchaus verdient. Allerdings geht man eher zurück zu Bands wie Psychic TV oder Coil, die ebenfalls esoterische elektronische Musik machten und dafür bewusst die Stereokanäle der Anlagen, Mantra-artige Strukturen oder die minimale Veränderung von Tonlagen verwendeten. Vom Klangbild ist Deep Code Sol als sehr rau zu bezeichnen, was der Musik eine endzeitliche Stimmung verleiht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 13.07.2015

Seven that Spells – Superautobahn

Die Autobahn gehört wohl zu den Dingen, die Ausländer am ehesten mit Deutschland verbinden. Dazu dann auch deutsche Autos, denen Präzision und Qualität auf der ganzen Welt nachgesagt wird. Ohnehin sind Präzision, handwerkliche Perfektion und Zuverlässigkeit Tugenden, die Deutschen nachgesagt werden. Die Autobahn als Symbol für diese Tugenden hat die Band Seven that Spells um Niko Potocnjak bereits 2012 zur Superautobahn gesteigert und diese Tugenden im psychedelischen Gewand perfekt umgesetzt. Nun ist das Album auch auf auch Vinyl veröffentlicht worden. Geändert hat sich zur CD-Fassung nichts, was aber bei diesem Album auch nicht nötig war. Im Gegenteil ist eine Vinylfassung mehr als überfällig gewesen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 13.07.2015

Dat Politics – No Void

Ein französisches Synthie-Pop-Duo, dessen Name aus zwei Worten besteht? Genau, die logische Antwort auf diese Frage ist Daft Punk. Aber weit gefehlt, Dat Politics machen ebenso wie die Vorbilder interessante Klangkunstwerke. Zwar nicht ganz so innovativ wie Guy Manuel de Homem- Christo und Thomas Bangalter, aber genauso engagiert. Man stelle sich vor, der Vocoder von Kraftwerk, der die Worte „I just want to hear you“ beinahe Mantra-mäßig im Opener Junk Funk herunterbetet, trifft auf die Popmelodien von Human League oder Heaven 17. Bereits im 20. Jahr bestechen Claude Pailliot und Geatan Collet vor allem durch ihre profunden Kenntnisse in der elektronischen Musik und zitieren so die komplette Historie angefangen von leicht abwesend dahingehauchten französischen Fetzen wie in Reptiloid, was natürlich an Fade to grey von Visage erinnern soll. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 13.07.2015

Zone Six – Love Monster

Da muss man als Rezensent auf einmal gnädiger sein als der Pressetext. Denn dieser hat eine einfache Erklärung, warum es elf Jahre gedauert hat, bis Zone Six ein neues Album veröffentlicht haben: Demnach war die Band einfach nur „faul wie Sau“. Bedenkt man aber, dass die Mitglieder auch noch bei diversen anderen Bands (Sula Bassana, The Pancakes, Electric Moon, Krautzone etc.) aktiv sind, die in der Zwischenzeit eine nicht geringe Anzahl an Veröffentlichungen rausgehauen haben, dann muss man doch sagen, dass die „faulen Säcke “ (wiederum O-Ton der Albumbeschreibung) so faul gar nicht waren. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 13.07.2015

Lord Of The Lost: die neue EP „Full Metal Whore“

„Make Love, Make War… Full Metal Whore!“ Mit einem Schlachtruf von einem Titelstück geben die hanseatischen Dark-Metaller die Marschrichtung ihrer neuen EP gleich zu Anfang vor: die Verstärker auf 11 gedreht und Gitarren im Anschlag, blasen Lord Of The Lost mit metallischer Wucht und fünf neuen Stücken zum Sturmangriff auf das Trommelfell! War die beeindruckende sinfonische Exkursion „Swan Songs“ noch eine elegische Dosis Balsam fürs Herz, so ist „Full Metal Whore“ der diametrale Gegensatz. Will heißen: Lord Of The Lost zelebrieren diesmal ohne Kompromisse in fünf brachialen Nummern den Soundtrack für nachhaltigen Nackenmuskelkater. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 13.07.2015

Karsten Pflum – Dode

Ausgerechnet ein Fantasy-Spiel als Vorlage für ein Album zu nehmen, mag im Metal oder Mittelalter-Genre durchaus nichts ungewöhnliches sein. Kommt ein solches Album aus dem elektronisch-experimentellen Bereich, wundert man dagegen schon. Dode steht für „Drakar och demoner expert“, ein skandinavisches Rollenspiel aus den 80ern. Inspiriert von diesem handelt das Album von einem Nomaden, der durch die Welt des Spieles reist, Abenteuer erlebt und auf der Suche nach Ruhm und Reichtum ist – ohne dabei allerhand Klischees auszulassen, die im Fantasy-Genre üblich sind. Natürlich nicht ohne ein ordentliches Maß an Augenzwinkern. Continue Reading »

Festivalberichte Melvin on 12.07.2015

Kosmonaut Festival 2015 | 26. + 27.06.2015, Rabenstein

Der modernen Rockband von heute reicht eine eigene erfolgreiche Musikkarriere nicht aus. Das dachten sich wohl Kraftklub, als sie das Kosmonaut Festival am Rabensteiner Stausee in Chemnitz zum ersten Mal im Jahre 2013 veranstalteten. Auf dem ehemaligen Splash!-Festivalgelände kamen Ende Juni zum bereits dritten Mal zahlreiche Musiker und Fans zusammen, um gemeinsam in idyllischer Atmosphäre musikalische Höhepunkte zu feiern. Neben Kraftklub, die das Festival nicht nur veranstalteten, sondern auch als Abschlussheadliner am letzten Tag selbst auf der Bühne spielten, sind Landstreicher Booking und das Splash!-Team als Organisatoren mit von der Partie. Continue Reading »

10 Fragen an... Marius on 12.07.2015

10 Fragen an: Sarah Sophie

Oft sucht man nach der passenden Schublade. Wenn es um Socken geht, mag das ja okay sein. Bei Musik wird es heutzutage zunehmend schwierig. Da mischen sich die unterschiedlichsten Genres in wirren Mustern, bilden dennoch homogene Mäntel in die sich die Künstler einkleiden und dabei auch noch eine richtig gute Figur machen. Nicht jeder stößt einen Freudenschrei aus, bei der Vorstellung, man würde eine Singer-Songwriterin mit einem Beatboxer unter einen Hut bringen wollen. Dass das gelingen kann, zeigt Sarah Sophie auf ihrem Album „different“, zu dem wir ihr unsere „10 Fragen an“ gestellt haben. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 12.07.2015

Cro – MTV Unplugged

„Hi Kids ich bin Carlo, werft den Arm hoch und gebt mir ein ‚Hallo‘“. Das war der Weckruf zu einem Rapper, der auch mal ohne die ganzen Kraftausdrücke, wie sie von Bushido, Haftbefehl oder den sonstigen „Verdächtigen“ so benutzt werden. Dass HipHop auch bestens live und akustisch funktioniert, das beweist Carlo Waibel aus Mutlangen perfekt. Der Schwabe hat sein eigenes Genre erfunden und nannte sogar sein Debütalbum so: Raop. Genau das ist es auch, wenn Rap auf Pop trifft. MTV Unplugged ist einer der besten Gründe, sein Werk mal Revue passieren zu lassen und auch wenn man sich jetzt fragt, wie einer nach zwei erfolgreichen Alben, die sich beide, auf Platz 1 der Albumcharts wiederfinden konnten, schon zu einem MTV Unplugged kommt. Aber egal, der Sound überzeugt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 12.07.2015

Danke Milewska – Sonoformy

Immer schwierig, ein Album zu beurteilen, das musikalisch experimentellen Klängen zuzuordnen ist, wenn diesem keine weiteren Informationen zur Verfügung gestellt werden und eine Internetrecherche nur auf polnische Seiten verweist. Letztendlich hilft es dann nur, einer automatischen Internetübersetzung zu vertrauen und zu hoffen, dass diese sinngemäß den Inhalt wiedergibt. Demnach ist das Album ein Versuch, das Warten auf etwas in eine akustische Form zu bringen. Ein Vorhaben, das vor allem durch Improvisation gekennzeichnet ist und Dinge frei im Raum schweben lässt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Melvin on 12.07.2015

Muse – Drones

Viele Bands gibt es nicht mehr, die mit ihrer Rockmusik ganze Stadien weltweit füllen können. Eher sind es die alten Helden, welche eine derartige Zugkraft haben, dass Arenen wie das Rhein Energie Stadion in Köln oder die Veltins Arena in wenigen Tagen ausverkauft sind. Muse gehören zu den wenigen Bands, von deren Liveperformance noch heute eine derartige Anziehungskraft ausgeht. Auf dem neuen Album Drones stellt sich nun die Frage: Können Muse nach vielen Experimenten wieder zum reinen Stadionrock zurückkehren? The Resistance und The 2nd Law, das waren zwei Alben, die durchaus ihre Berechtigung und ihre Fans hatten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 12.07.2015

Ezra Furman – Perpetual Motion People

Der Typ ist schön schräg, das merkt man schon im Opener Restless year, einer total unorthodox zusammen gerührten Nummer mit einem Ohrwurmrefrain und einer unwiderstehlichen Orgel und dazu Schrammelgitarren, dass es eine wahre Freude ist. Diese Freude bleibt zum Glück auf Albumlänge und so ist Perpetual Motion People trotz seiner eher nachdenklich stimmenden Lyrics eher ein Album, das klingt, als ob sich die Beach Boys mit Vampire Weekend getroffen hätten, um gemeinsam einen draufzumachen. Aber der Mann aus Chicago, der auf dem Cover geschminkt und im Rock da steht und mittlerweile in San Francisco lebt, kann auch anders, wie man an der todtraurigen Ballade Hour of Deepest Need sieht, die das hält, was der deprimierende Titel verspricht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Melvin on 12.07.2015

Various Artists – Deep Sounds Volume 4

Nicht nur die Charts zeigen mit Dauerbrenner-Hits wie Robin Schulz‘ Sun Goes Down, Jubel von Klingande oder Sonnentanz von Klangkarussell, dass Deep House sich größter Beliebtheit erfreut. Auch das Musiklabel Kontor und der YouTube-Kanal majesticcasual erreichen mit dem elektronischen Genre Millionen von Menschen, die die Mischung aus entspannter Musik und dennoch coolen Vibes und Beats lieben. Deshalb ist nun die bereits vierte Ausgabe der Deep Sounds-Reihe von Club Tools ein weiteres Muss für Deep House-Fans. Auf drei CDs geben sich DJs der Spitzenklasse die Klinke in die Hand und mit Lost Frequencies, Gestört Aber Geil, Sascha Braemer und Röyksopp ist nur ein Teil der hochkarätigen Besetzung genannt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 12.07.2015

Lifehouse – Out of the Wasteland

Lifehouse Album Nummer 7 und irgendwie ist alles ganz vertraut bei der Band um Sänger Jason Wade. Ausgesprochen routiniert gehen die Jungs hier zur Sache und es klingt nicht gerade ambitioniert. Manch einem drängt sich auch der Vergleich mit den von Kritikern verhassten Nickelback auf. 08/15-Songs, die auf große Gefühle machen, wahlweise mit Gitarren oder Klavierintro, aber nie schaffen es Lifehouse, die ja mit ihren ersten beiden Alben sich in den Top Ten der US-Albumcharts platzieren konnten, irgendwas eigenes den Stücken beizufügen – etwas, das die Songs unverwechselbar macht. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 12.07.2015

Walk The Moon mit US-Chart-Hit „Shut Up And Dance“

Vor drei Jahren ließ die aus Cincinnati stammende Indierockband Walk The Moon erstmals international aufhorchen: die Single „Anna Sun“ platzierte sich in den Top Ten der US-amerikanischen und in den Top 40 der kanadischen Alternative-Charts. 2015 gelang Nicholas Petricca (Gesang, Songwriting, Keyboards), Eli Maiman (Gitarre, Gesang), Kevin Ray (Bass, Gesang) und Sean Waugaman (Schlagzeug, Gesang) bereits der Durchbruch: nachdem der Song „Shut Up And Dance“ Platz eins der Spotify Viral Top 50 Charts und anschließend die Spitze der Billboard Hot Rock Songs und Rock Airplay Charts erreicht hatte, kletterte der hymnische Rockpop-Track bis auf Platz acht der Billboard Hot 100 und bescherte dem Quartett damit den ersten Top Ten-Hit der Karriere. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 12.07.2015

The Wedding Party Massacre: Pop, Posse, Single, Video

Pop und Posse, das ist The Wedding Party Massacre – eine Band, die auf keiner guten Hochzeit fehlen darf. Sie fürchten sich eben so wenig vor überholten Gitarrensoli wie vor der dreisten Konstruktion ihrer eigenen Wahrheit. Fanfaren, Rap, fette Beats, stampfende Drums und Vocoder: The Wedding Party Massacre finden stets das richtige Ventil für ihre Botschaft – und diese schmerzt. Denn während die Party andauert, schleicht sich beim Publikum langsam die Gewissheit an, dass das Glück vergänglich ist. Continue Reading »

Neuigkeiten &Vorberichte PR on 09.07.2015

Sentric Music auf dem Reeperbahn Festival 2015

Sentric Music, die in Liverpool (UK) ansässige Rights Management und Service Company, präsentiert sich erneut auf dem diesjährigen Reeperbahnfestival vom 23. – 26.9 und bietet erstmals vier Bands und Newcomern die einmalige Gelegenheit, sich für einen Slot auf der Sentric Music Stage zu bewerben. Alle Bands und Künstler, die sich angesprochen fühlen das renommierteste Showcasefestival Deutschlands zu rocken, können sich über eine speziell eingerichtete Internet–Seite (http://www.sentricmusic.de/reeperbahn-festival/) bewerben. Continue Reading »

Neuigkeiten &Vorberichte PR on 09.07.2015

Amphi Festival: Vorverkaufs-Kontingent erschöpft

Das Amphi Festival meldet: Das Vorverkaufskontingent für das Amphi Festival 2015 ist erschöpft. Alle Bestellungen die bis heute bei uns eingegangen sind werden natürlich noch bearbeitet und verschickt. Aufgrund der großen Nachfrage steht euch ab sofort das Kontingent der Tageskasse zur Online-Reservierung zur Verfügung. Unter www.amphi-festival.de/2015/kartenreservierung.html könnt Ihr Amphi Festival Wochenendtickets und Tageskarten verbindlich zum Tageskassenpreis reservieren! Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht! Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 09.07.2015

Versengold: neues Video, Album und Tourdaten

Mit “Zeitlos“ erscheint am 31. Juli das nunmehr siebte Studioalbum der umtriebigen Kapelle VERSENGOLD, die sich besonders in den letzten Jahren zu einer festen Größe im akustischen Folk entwickelt hat. In der Markt- und Mittelalterszene konnte VERSENGOLD bereits mit den Alben »Im Namen des Folkes« und »Auf in den Wind« neue Akzente setzen, überzeugte durch druckvolle und kunstfertige Arrangements, scharfzüngige Lyrik und eine außergewöhnliche Besetzung. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 09.07.2015

Alvaro Soler: „El mismo sol“ jetzt, Album im August

Es hat schon etwas Einzigartiges, wenn man die verregneten Bordsteine Berlins entlangschlendert und plötzlich über junge, spanische Sounds stolpert, die einem aus einer Fabriketage mitten in der Stadt entgegenschallen. Geht man der Sache auf den Grund, findet man Alvaro Soler, umringt von allerlei Instrumenten und Studioequipment, bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Der Musik. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 08.07.2015

Tulsadoom – Storms of the Netherworld

Oh Mann, was ist nur davon Barbarischer Metal, die zweite. Nachdem man schon mit dem Debüt zeigte, dass man Metal, der peinlich wirken kann, auch durchaus konsequent durchziehen kann ohne peinlich zu sein, geht man diesen Weg nun mit Storms of the Netherworld weiter und vieles vom Debüt erkennt man wieder, manches fehlt aber auch. Zum Beispiel die Selbstironie, die man auf dem Debüt noch beweisen musste. Allerdings hat man diese auch nicht mehr nötig, denn Storms of the Netherworld ist ein wunderbar düsteres Metal-Album im klassischen Sinne geworden, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 08.07.2015

Three Chord Society – Anchors Aweigh!

Dass aus Bad Segeberg mehr kommt als die Karl-May-Festspiele, beweisen Three Chord Society mit ihrem neuen Album Anchors Aweigh! ganz eindrucksvoll. Im Stile der Donots oder Itchy Poopzkid kommen die Jungs aus Schleswig-Holstein gewohnt ungekünstelt zur Sache und diese kurzen, aber prägnanten Songs sind genau das richtige um dazu ordentlich abzugehen. Punk Rock mit ganz cleveren Texten, die aus der Feder des Frontmanns Ben Braun stammen und das durch Crowdfunding finanzierte Album wird den Geldgebern mehr als ein wissendes Kopfnicken und ein „War doch klar“ entlocken. Die Stücke entsprechen allen Ansprüchen an Pop-Punk und einige Einsätze auch im Formatradio sind mehr als zu erwarten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Mario on 08.07.2015

Algiers – Algiers

Das selbstbetitelte Debütalbum von Sänger Franklin James Fischer und seinen Mitmusikern Ryan Mahan (Bass) und Lee Tesche (Gitarre) lässt wirklich aufhorchen, denn gesanglich sind die zehn Songs fast klassischer Gospel, musikalisch und inhaltlich aber eher das genaue Gegenteil davon. Die ursprünglich aus Atlanta stammende Band nimmt das, was diese Musik ihrer Heimat auszeichnet – das pathetisch Kirchliche, die ausgesprochen physischen Rhythmen, die Chöre, den Wechsel von Frage und Antwort – und mischt Einflüsse von Post Punk, Industrial und No Wave hinein. Das Ergebnis erinnert bisweilen an den Protest-Soul der 60er-Jahre, doch nicht allein das konterkariert die klassische Gospel-Botschaft. Bei Algiers geht es nicht um ekstatische Jubelarien zwecks Preisung des Herrn und des Himmelreichs sondern im Gegenteil um das irdische Jammertal. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 08.07.2015

Wolf Alice – My love is cool

Die englische Musikpresse ist ja schnell bei der Sache, wenn es darum geht, „The next big thing“ zu entdecken und leider liegen sie auch oft daneben, aber im Fall von Wolf Alice und ihrem Debütalbum My love is cool könnte die Einschätzung durchaus stimmen. Die Band um Sängerin Ellie Roswell füllt nach zwei EPs ganz hervorragend die Frage nach dem Missing Link zwischen Garbage, Hole, PJ Harvey und den Pixies, aber die Einflüsse von Wolf Alice sind vielfältig und liegen zwischen Alternative Rock, Grunge und sogar der ein oder andere Folkeinfluss lässt sich nicht von der Hand weisen. Eine atmosphärische Stimmung, die den Hörer schon im Opener Turn to dust gefangen nimmt. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 08.07.2015

Enmarta – Sea of Black

Enmarta ist ein Dark Ambient-Projekt, das im Laufe der letzten drei Jahre immer mehr gereift ist. Nun legt man das Debütalbum vor, für dessen Veröffentlichung man mit Cryo Chamber noch dazu ein passendes Label gefunden hat. Wer der bisherigen Veröffentlichungen des Labels kennt weiß, dass Cryo Chamber nie Alben veröffentlicht, die ein gewisses Maß an Vielschichtigkeit unterschreiten. So ist Sea of Black auch ein Album, das durch diverse Alptraumphantasien und Urängste schreitet und den Hörer mitnimmt anhand von schemenhaften Klängen seinen ganz persönlichen Alptraum zu erleben. Continue Reading »

10 Fragen an... Marius on 07.07.2015

10 Fragen an: !distain

Nach dem letzten Album „on/off“ vor vier Jahren melden sich die aus Bayern stammenden Electro Popper !distain mit ihrem neuen Longplayer „Rainbow Skies At Night“ eindrucksvoll zurück. Angekündigt wurde dieses bereits von den beiden Vorab-Hit-Singles „Where In This World“ (# 5 GEWC & #6 DAC) und „A Million Engines“. „Rainbow Skies At Night“ gibt es auch in einer limitierten Version, welcher ein vollwertiges Solo-Album von Arsine Tibé, dem Nebenprojekt von Manfred Thomaser, beiliegt. Wir haben der Band anlässlich des Albums unsere „10 Fragen an“ gestellt. Continue Reading »

Audiovisuell &Rezensionen Dennis on 07.07.2015

The Who – Live At Shea Stadium 1982

Dass aus der Abschiedstournee der Who aus dem Jahr 1982 nicht so recht was wurde, weiß man als Musikkenner ja eh und dass die beiden Überlebenden der legendären Besetzung, Gitarrist und Mastermind Pete Townshend und Sänger Roger Daltrey heute immer noch gelegentlich als The Who auftreten auch. Aber ein musikhistorisch wertvolles Dokument sind die Aufnahmen natürlich trotzdem. Man sieht den 2002 verstorbenen Bassisten John Entwhistle, wie er mit stoischer Ruhe den Bass bedient und auch den Nachfolger des exzentrischen Keith Moon, Kenney Jones an den Drums. Aber natürlich stehen auch hier die legendären Who-Songs im Mittelpunkt des Interesses und die klingen auch nach 33 Jahren noch frisch und unverbraucht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 07.07.2015

Artur Maćkowiak – It it’s not real

Nachdem Artur Maćkowiak in diesem Jahr bereits mit Before the angels play their Trumpets ein Album veröffentlichte, erscheint nun weiterer Output des Polen. Mangelndes Einfallsreichtum konnte man ihm schon auf dem Vorgänger nicht vorwerfen, aber mit If it’s not real geht er noch einen Schritt weiter. Dabei wirkt das, was man hört, ähnlich unwirklich wie der Titel und das unscharfe Cover einen glauben lässt. Wie durch einen Filter, der die Wahrnehmung verzerrt – alles wirkt verschwommen und doch lassen sich Schemen einer sich aufziehenden Klanglandschaft festmachen. Continue Reading »

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