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Rezensionen & Tonträger Dennis, 02.12.2015

El Bosso & die Ping Pongs – Immer nur Ska

Eine Institution der deutschen Ska-Bewegung feiert Geburtstag. Wenn das kein Grund ist für eine ordentliche Feierei, dann weiß man es auch nicht. El Bosso & die Ping Pongs wurden 1985 als erste deutschsprachige Ska-Band in Münster gegründet und auch wenn sie sich ja eigentlich 1992 auflösten und die Musiker wie etwa Richard Jung, den das Ska-Universum als Dr. Ring-Ding kennt, seine eigene Band Dr. Ring-Ding & The Senior Allstars gegründet hat, kam man 2003 wieder zusammen und tritt nun wieder häufig auf. Jetzt entstand unter Federführung des Herrn Doktors ein wunderbares Best Of mit allen Nummern, die der Ska-Fan so schätzt und eines ist bei den Songs klar: Stillsitzen ist nicht möglich. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 02.12.2015

Silbermond – Leichtes Gepäck

Eine Weile innegehalten und weiter geht’s. 2012 erschien mit Himmel auf der Viertling von Silbermond, nun ist die Band aus Bautzen mit ihrem fünften Werk Leichtes Gepäck wieder zurück. Ein Werk, das zeigt, dass die Band irgendwie gereift ist, ein wenig jugendliche Naivität abgestreift hat, aber doch dabei irgendwie jung geblieben ist und weiterhin das Händchen für emotionale Thematiken behalten hat. Das geht schon beim Titel los, zu dem sich auch ein gleichnamiges Stück auf dem Album befindet. Eines, das den Gedanken beinhaltet, dass man 99% von dem, was man hat, nicht benötigt und eben besser mit einem leichten Gepäck reisen würde… weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Melvin, 02.12.2015

Grossstadtgeflüster – Episode 1: Fickt Euch Allee

Die Band Grossstadtgeflüster hat eine neue EP gemacht und die Berliner Zeitung hat den Titelsong der CD relativ treffend beschrieben: „Endlich hat Berlin die passende Hymne zur Lage der Stadt. Ohren auf Durchzug, Bierflaschen bereit, Mittelfinger raus und ab geht’s zum Eierschaukeln ins Wochenendhäuschen in der Fickt-Euch-Allee.“ Richtig, die Musikgruppe hinter der sich die Namen Jen Bender, Raphael Schalz und Chriz Falk verstecken, haut mal wieder auf die Kacke! Mit Fickt Euch Allee haben die Musiker nicht nur einmal richtig Dampf ablassen können, sondern gleichzeitig auch noch einen unglaublichen Hit erschaffen, den man so schnell nicht mehr los wird. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 02.12.2015

Fraktus – Welcome To The Internet

Ganz klar, wer die elektronische Musik erfindet, der kann sich nicht mal eben so auf die faule Haut legen. Das Comeback war mit der Millenium Edition im Jahr 2012 schließlich mehr als geglückt – da kann man es wohl kaum bei einer Best Of belassen. Dass man sich mit dem Aufnehmen neuer Stücke auf dem richtigen Weg befand, zeigte schon die Single Freunde sind friends, mit Welcome To The Internet sind sie nun endgültig im Hier und Jetzt angekommen. Im Internet angekommen ist man schließlich völlig auf der Höhe der Zeit. Das weiß auch Dickie Starshine (ehemals Schubert), der einer fiktiven Stimme im Opener das Internet erklärt. „Through a cable“ kommt das alles. Und so zeitgenössisch schon die Thematik ist, ist dann auch die Musik. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 02.12.2015

Death in Rome – Barbie Girl / Pump up the Jam

Neofolk, ursprünglich eine Musikrichtung, die aus akustischen Instrumenten bestand, vor allem einer Gitarre, bei der nur selten mehr als drei Akkorde anklangen. Dazu gesellten sich dann mal Streicher, mal Marschtrommeln und textlich wurde meist Naturmystik, ein Kulturpessimismus oder eine Sorge um das alte Europa (was auch immer das gewesen sein soll) heraufbeschworen. Zwischen den 90ern und 2000ern war die Szene auch durchaus sehr vital, bis es irgendwann Mitte der 2000er kippte. Musikalisch war schnell alles gesagt, viele qualitativ fragwürdige Projekte gab es und gerade die Humorlosigkeit der Musik mag auch dazu geführt haben, dass man es nie über ein gewisses Publikum hinaus geschafft hat, Menschen für diese Musik zu interessieren. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 02.12.2015

Elvis Costello – Unfaithful Music

Na gut: Dass man unter dem Namen Declan Patric MacManus nicht unbedingt Ruhm und Erfolg zu erwarten hat, das schien dem Mann aus London auch klar zu sein und so entschloss er sich, den Vornamen seines Idols Elvis Presleys zu adaptieren und den Nachnamen seiner Urgroßmutter väterlicherseits. Der Rest ist Geschichte und diese Geschichte erzählt Costello jetzt in seinen Memoiren Unfaithful Music – Mein Leben. Eine lesenswerte Autobiographie, die jetzt durch einen, wenn man so will, Soundtrack zum Buch, entsprechend veredelt wird. Mit einer Doppel-CD, die einen Bogen aus den Anfängen bis hin zur Jetztzeit schlägt, kann man sich einige von Elvis Costello persönlich ausgesuchte Songs, die ihm sehr wichtig sind und die eine tiefere Bedeutung für den immer an einen durchgeknallten Buchhalter erinnernden, Engländer zu Gemüte führen. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 17.11.2015

Eisfabrik – Eisplanet

Für Eisfabrik dürfte der Platz als Support auf der Blood-Tour von Project Pitchfork Gold wert gewesen sein und immer noch sein. Wusste man auf Teil 1 der Tour noch nicht so sehr, was einen erwartet, konnte die Band mit ihren Auftritten für Aufmerksamkeit sorgen und sprach sich rum, nun auf Teil 2 der Pitchfork-Tour hat man ein neues Album im Gepäck und auch schon eine gewachsenere Bekanntheit, um möglicherweise den nächsten Schritt in Sachen Bekanntheit zu gehen. Das Album spricht auf jeden Fall keineswegs dagegen, hat man doch gegenüber dem bereits gelungenen Debüt When Winter Comes auf Eisplanet einen großen Sprung gemacht. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 17.11.2015

Various Artists – 25 Years Of Hands

Das Dortmunder Label Hands Productions hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Ursprünglich gegründet von Udo Wiesmann, um seine eigenen Musikprojekte Atrum, dem dann Winterkälte folgte, zu veröffentlichen, wuchs das Label mit der Zeit und wurde zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der elektronischen Musikszene. Die Gründung ist nun 25 Jahre her und zu diesem Anlass erscheint dann auch eine Veröffentlichung, die das Jubiläum angemessen feiert und würdigt. Aus schwerem Karten bestehend erscheint eine 4-CD-Zusammenstellung mit Prägedruck im 10“-Format und insgesamt 48 beim Label unter Vertrag stehenden Künstlern. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Lars, 17.11.2015

Lukas Graham – Lukas Graham (Blue Album)

Mit seinem Blue Album veröffentlicht Lukas Graham drei Jahre nach seinem Debüt sein zweites Werk. Nachdem er mit dem absoluten Hit Drunk In the Morning auch die deutschen Charts eroberte, zeigt er nun, dass er mehr als nur ein „One-Hit-Wonder“ ist. Vorab zu kritisieren ist das Albumcover, welches dem vom ersten Album entspricht – bis auf den dominierenden Blauton, der auch im Namen wieder auftaucht. Dieses Remake wirkt etwas unkreativ und unbeholfen, ändert aber glücklicherweise nichts an der eigentlichen Musik. Denn die hat es irgendwie in sich. Im Herbst veröffentlicht wiederspricht das Album voll und ganz seiner „Geburtsjahreszeit“. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 17.11.2015

Solar Fake – Another Manic Episode

Tatsächlich ist es inzwischen schon sieben Jahre her, dass Sven Friedrich mit Broken Grid das erste Album von Solar Fake auf den Markt gebracht hat. Damals noch sehr kritisch betrachtet, konnte er die Band inzwischen längst im Elektro-Bereich etablieren. Etwas, das auch nicht selbstverständlich ist bei einem, der zuvor über viele Jahre hinweg mit den Dreadful Shadows und auch mit Zeraphine fest im Gitarren-Bereich verankert war. Inzwischen ist man mit Another Manic Episode bereits beim vierten Album angelangt und man sollte annehmen, dass Sven Friedrich seine musikalische Heimat längst im Elektro gefunden hat. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Lars, 17.11.2015

Mono & Nikitaman – Im Rauch der Bengalen

Viere Jahre nach ihrem letzten Album Unter Freunden melden sich Mono & Nikitaman mit Im Rauch der Bengalen aus dem Studio zurück. Musikalisch ist das Album irgendwo zwischen Reggae und Dancehall einzuordnen – gute Laune verbreiten die beiden auf jeden Fall. Dabei gibt es zwischen den sonst eher impulsiven Songs auch ruhigere Parts, wie zum Beispiel in Parkdeck. Zu hören sind da jedoch viele Tracks, bei denen die Aussage schon etwas flach wirkt und die teilweise auch nach mehrmaligem Hören die eigenen Nerven strapazieren. Stellenweise kommen neben dem ursprünglichen Reggae bzw. Dancehall auch dicke Anteile von Pop und Rock durch, die klare Linie wird nicht wirklich erreicht. Was im Zweifelsfall nicht unbedingt schlecht sein muss – die fehlende Tiefe stört schon eher. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 17.11.2015

Multicast Dynamics – Scandinavia

Vom Wasser geht’s nun an Land – ausgerechnet in die kältesten Regionen der Erde. Nachdem Samuel van Dijk bereits auf dem Vorgänger die Evolution in den Ozeanen nachzeichnete, begibt er sich nun langsam aber sicher an Land. Langsam, weil fester Boden noch immer nicht komplett greifbar und betretbar erscheint und zwischen dem Landgang dann immer wieder Rückbewegungen ins Wasser gemacht werden. Dennoch scheint das eisbedeckte Land noch zu unwirtlich zu sein, um auf diesem dauerhaft sesshaft zu werden, was sich dann aber mit der Zeit ändert – genauso wie die Temperaturen der Umgebung, die im Laufe des Albums immer weiter anzusteigen scheinen. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Lars, 17.11.2015

Abby – Hexagon

Mittlerweile gibt es, unter anderem aufgrund von Spotify, Napster und Konsorten, fast so viele Indie-Pop-Bands wie Sand am Meer. Daraus sollte eine unglaubliche Vielfalt an Facetten innerhalb des Genres resultieren – in der Realität ist das leider nicht so. Fakt ist, das viele Bands heutzutage doch einen sehr ähnlichen Sound haben, vor allem im Bereich des Indie. Zu diesen Bands gehört auch Abby, nachdem sie ihr Debütalbum Friends And Enemies 2013 veröffentlichten. Der sanfte, fröhlich angehauchte Indie-Pop war ein ungefähres Spiegelbild eines ganzen Genres. Eine Mischung aus tanzbaren Hymnen und Frühstücksmusik. Sollte man kein Fan solcher Musik sein, konnte einem bei diesem Album sehr schnell sehr langweilig werden. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

Bonaparte – Becks letzter Sommer

Der Schweizer Tobias Jundt alias Bonaparte hat die musikalische Untermalung des neuesten Christian Ulmen-Films gemacht und wer Bonaparte kennt, der weiß, was ihn hier erwartet: allerlei Buntes aus allerlei Genres. Und es gibt auch ein Wiedersehen, denn Jundt und Christian Ulmen spielten schon in der Band Cashpunk zusammen und dieses blinde Verständnis spürt man in jeder Sekunde dieses Soundtracks, den der Wahlberliner Jundt im Alleingang eingespielt hat. Jundt spielt die meisten Instrumente selbst und die Songs funktionieren auch ohne bewegte Bilder, was nicht bei jedem Soundtrack der Fall ist. Tobias Jundt besitzt eine unwahrscheinliche große musikalische Kreativität, der er auch auf Becks letzter Sommer wieder fröhnt. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 14.11.2015

Sieben – Norse EP

Matt Howden hat Freude am EP-Format gefunden, die er aktuell unter seinem Bandnamen Sieben im digitalen Format veröffentlicht, damit aber hinarbeitet auf einen physischen CD-Release im Jahr 2016. Die EP Norse stellt dabei die zweite von drei EPs dar und begegnet mit vier Stücken, von denen zwei rund neun Minuten lang sind – diese langen Stücke sind es auch, die später den Kern des neuen Albums bilden sollen. Zunächst aber kommt die EP, bei denen auch die anderen beiden Titel die Länge von fünf Minuten überschreiten. Die EP zeigt dabei einen Matt Howden, der auf der einen Seite typisch begegnet, aber auf der anderen Seite auch keine Scheu vor Weiterentwicklung zeigt. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Lars, 14.11.2015

Frittenbude – Küken des Orion

Drei Jahre nach Delfinarium ist es endlich soweit – Frittenbude präsentieren ihr neues Werk Küken des Orion. Wie zu erwarten liefern die drei Jungs aus Geisenhausen wieder mal feinsten Elektropunk ab, der an vielen Stellen auch durchaus zum Tanzen einlädt. Auch der typische Sound der Band ist über die Jahre nicht verloren gegangen. Knarzige Bässe begleitet von Synthesizer-Melodien bestimmen nach wie vor das musikalische Gesamtbild, vollendet wird das Ganze von fast poetischen Texten. Aber auch die klassischen Hymnen fehlen nicht – mit Songs wie Stürzende Helden sind auch die pumpenden Bässe vertreten, mit der die Band so oft assoziiert wird. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

Klee – Hello again

Klee goes Bossa Nova und Schlager. Klingt ungewöhnlich, geht aber trotzdem überraschend gut. Suzie Kerstgens und Sten Servaes machen das letzte Sommeralbum des Jahres 2015 und halten sich an die Klassiker des deutschen Schlagers und man hört den Charme und die Ironie, die mitschwingt. Ob es für den Klee-Fan reicht, nach vier Jahren Wartezeit mit einem „Bossa Nova Schlager“-Album bedient zu werden, sei mal dahingestellt, aber der übliche Konsument darf sich über einige charmant umgearbeitete Versionen freuen. Ein Album, so leicht wie ein Tag am Strand, so leicht wie eine Brise die einem an einem Sommertag bei einer Fahrt in einem Cabrio durchs Haar weht und auch genauso gehaltvoll. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Melvin, 14.11.2015

Rapsta – Ah!

In den letzten beiden Jahren haben zahlreiche Rapper ihre Liebe zur Trapmusik entdeckt und einige Songs oder teilweise sogar ganze Alben veröffentlicht, welche nur mit Trapbeats hinterlegt waren. Der in Göppingen geborene und im Stuttgart der 90er Jahre aufgewachsene Rapsta veröffentlichte kürzlich das absolute Trapalbum Ah!, welches zeitgleich der Nachfolger seines Vorgängeralbums Trapsta ist. Rapsta, mit bürgerlichem Namen Mustafa Turhan, hat sich schon früh einen eigenen hohen technischen Anspruch zugelegt und sich immer mit technisch versierten Lyrik-Genies wie Kool Savas oder Samy Deluxe auseinandergesetzt. Und von ihnen vieles gelernt, denn technisch kann Rapsta locker einige andere Newcomer-Rapper in die Tasche stecken. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

Incognito – Live in London 35th Anniversary Show

Acid Jazz war das Ding zu Beginn der 90er Jahre und eine der innovativsten Bands war Incognito. Am 12. Juli 2014, ziemlich genau 35 Jahre nach der Gründung, lud die Combo um Mastermind Jean-Paul „Bluey“ Maunick zu einer Geburtstagsfete in das Londoner O2 Shepherds Bush Empire ein, um dort eine amtliche Fete zu haben. Die Gruppe, bei der niemand genau sagen kann, aus wievielen Mitgliedern sie jetzt eigentlich besteht, da sie eher eine Musikerkollektiv ist, spielt sich in einen Rausch und lässt auch einige Gäste an ihrem Geburtstag mitfeiern. Mario Biondi, American Soul-Diva Carleen Anderson, Mo Brandis & Imaani stehen auf der Bühne und teilen sich die Mikrophone untereinander auf. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Lars, 14.11.2015

Razz – With your hands we’ll conquer

Vorab sei gesagt: Indiebands gibt es viele. Deutsche Indiebands sind schon ein bisschen seltener, und um eine richtige gute deutsche Indieband zu finden sucht man schon mal etwas länger. Sollte man sich auf die Suche nach einer solchen Band gemacht haben, wird man in letzter Zeit immer häufiger auf den Namen Razz gestoßen sein. Die vierköpfige, noch extrem junge, aus dem Emsland stammende Band fasziniert im Moment Festival- und Indiefans im ganzen Land. Und das bislang ohne Album. 2014 schon auf einigen großen Festivals (unter anderem Hurricane/Southside) zu sehen, beweisen Razz nun mit ihrem Debüt With your hands we’ll conquer, was wirklich in ihnen steckt – mehr als nur eine beliebige Festivalband. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

Sven van Thom – So geht gute Laune

Er sieht immer aus wie ein Bänker mit leichten Minderwertigkeitskomplexen, die aber nicht hat. Sondern im Gegenteil, beziehungsweise ein Gegenmittel gefunden hat er, nämlich einen erstaunlichen Witz und eine ungeheure Portion Ironie, die er mit einer gespielten Nerdigkeit unter die Leute bringt. Der Ex-Sänger von Sofaplanet, die mit Liebficken mehr als einen Achtungserfolg erzielen konnten, hat sich wieder 16 Songs voller Wortwitze und guter Ideen, denen immer etwas Tragisches anheftet, einfallen lassen. Wie ein trauriger Clown ist die Außenwirkung, mit der van Thom auch auf seinem dritten Album die Leute verwirrt. Mit Melancholie, Albernheit, Dadaismus und einem zugekniffenen Auge nimmt uns der Enddreißiger hier gefangen. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

The Roger Cicero Jazz Experience

Wer den Hutträger als swingender Hausfrauenschwarm bezeichnet, der sollte sich Zeit nehmen und die wirklich feinen Jazz-Nummern von Roger Cicero und seiner Jazz Experience anhören. Hier mit seiner erlesenen Begleitband, Matthias Meusel (Schlagzeug), Hervé Jeanne (Bass) und Maik Schott (Piano) eingespielt, kann man sich interessante Jazz-Variationen anhören, die auch den Menschen gefallen, die nicht unbedingt zu den großen Fans dieses Genres gehören. Man spürt, dass es Roger Cicero und seinen Mitmusikern eine große Freude war, dieses Album aufzunehmen und es den musikbegeisterten Menschen ans Herz zu legen, was sie ja auch schon auf der zurückliegenden Konzertreise ausführlich getan haben. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 14.11.2015

Darkestrah – The great silk Road

Die Seidenstraße war nicht nur der Weg, über den orientalische Waren nach Europa kamen. Sie ist auch eine Route, die die Phantasie anregt, vor allem weil auf dieser verschiedenste Kulturen lebten und sie sich von Asien über Afrika erstreckte. 2008 veröffentlichten Darkestrah The great silk Road ein Album, das so vielseitig ist wie die Kulturen auf eben diesem Weg. Zwischendrin scheint man genau so mongolische Steppen zu besuchen, wie heiße Wüstenlandschaften, die jedoch eines gemeinsam haben: einen starken Hang zum Mystischen und Übernatürlichen. Dabei fängt das Album noch sehr normal an: Mit Geräuschen eines Marktes oder Basar, bevor man sich auf den Weg macht. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

Public Image Ltd – What The World Needs Now…

Public Image Ltd oder PiL hatten sich 1978 als Nachfolger der berühmten Sex Pistols gegründet und nach deren Ende und dem Streit mit Manager Malcolm McLaren stürzte sich Johnny Rotten oder John Lydon, wie er sich jetzt wieder nannte, gleich in das nächste musikalische Projekt. Die Single This is not a love song im Jahr 1983 war ein großer Erfolg und schaffte es, auch die Menschen zu begeistern, die sich ansonsten nicht für Independent-Klänge erwärmen können. Nach einem weiteren Geniestreich, nämlich ein Album Album, Cassette oder Compact Disc zu nennen und einigen weiteren kleinen Charterfolgen, wie etwa Rise oder Home, wurde es lange still um Public Image Limited und Mr. Lydon bewies sich als Agent Provocateur im englischen Fernsehen und im Dschungelcamp, wo er gegen alles und jeden heftig austeilte. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 14.11.2015

Apocryphos, Kammarheit, Atrium Carceri – Onyx

Ein Album nach einem Quarzstein zu benennen, der sich als Schmuckstein großer Beliebtheit erfreut, weil er je nach Lichteinfall seine Farbe ändert, muss einfach eine metaphorische Bedeutung haben. Anders kann man sich den Titel dieses Albums nicht erklären, das eine Zusammenarbeit dreier Dark Ambient-Projekte darstellt. Metaphorisch, weil auch die Musik den Einfall von Licht nachzuzeichnen scheint: Licht und Schatten wechseln sich ab mit dem Farbenspiel von akustischen Landschaften, die mal in den Tiefen des Ozeans, mal in Höhlen zu finden sind. Doch egal wo: Es geht immer in die Tiefe – und immer tiefer. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 14.11.2015

Lloyd Cole – 1D Electronics 2012-2014

Lloyd Cole, Chef der bekannten Commotions kann auch anders. Wenn er nicht mit als Lloyd Cole and the Commotions auftritt, dann ist er ein Fan von elektronischer Musik und was liegt da näher, als sich einen zu suchen, der das Metier kennt wie seine Westentasche. Gesagt, getan und mit dem deutschen Elektronik-Pionier Hans-Joachim Roedelius veröffentlichte er im Jahr 2013 das Elektronik Album Selective Studios Vol. 1, aber da man nicht alle Klangfusionen auf dem Werk unterbringen konnte, entschloss man sich, diese Frakturen auf einem Album zu veröffentlichen. Das Album beinhaltet Keyboard- und Computer-freie Aufnahmen, Sequenzertöne, Modulationen, den Klang selbstständiger elektrischer Schaltkreise und ist in erster Linie was für Experten und nicht für den Laien. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 13.11.2015

Leichtmatrose – Du, ich und die andern

„Das ist eine Art Ritterschlag“, so Leichtmatrose Andreas Stitz zu der Anmerkung des großen Liedermachers Stephan Sulke zu seiner Version von Ich hab dich bloß geliebt, das nun als neues Single inklusive zugehörigem Clip erschien. Wenn man bedenkt, dass unter anderem auch Katja Ebstein und Herbert Grönemeyer die Nummer gecovert haben, kann man das wohl auch als Ritterschlag sehen, wenn die Version des Leichtmatrosen vom Original-Interpreten als die beste Coverversion des Stücks angesehen wird. Das lässt natürlich auch das im August erschienene Album des Künstlers noch einmal in den Fokus rücken, mit dem er sich dem „deutschen Elektro-Chanson“ verschrieben hat. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 13.11.2015

Loreena McKennitt – Elemental + To Drive The Cold …

Nachdem bereits das Album A Midwinter Night’s Dream in einer auf 5.000 Exemplare limitierten Version auf Vinyl erschien, legte die Kanadierin nun kürzlich nach und ging anlässlich ihres 30-jährigen Bühnenjubiläums noch einmal ganz weit zurück bis hin zum Anfang ihrer Karriere. So erschienen jüngst die Alben Elemental (1985) und To Drive The Cold Winter Away 1987 erstmalig auf Vinyl. Ebenfalls limitiert auf jeweils 5.000 Exemplare, ebenfalls auf 180g-Vinyls. Echte Sammler-Exemplare also, die darüber hinaus aber nicht nur durch Sammlerwert, sondern eben auch durch hochkarätige Musik bestechen. weiterlesen… »

Alte Schätze & Rezensionen & Tonträger Dennis, 13.11.2015

Alanis Morisette – Jagged Little Pill

Na schön, die Besserwisser werden jetzt aus den Löchern kommen und zu Recht sagen, dass Jagged Little Pill gar nicht das Debüt der Kanadierin war, doch die ersten beiden Alben verschwanden zu Recht in der Versenkung. Aber mit Jagged Little Pill gelang ihr 1995 der ganz große Durchbruch. Jetzt erscheint das Album erneut in einigen Neuauflagen, die allesamt den Fan der Frau erfreuen werden. Natürlich wurde das Album remastered und diese Frische merkt man dem mit zwei Grammys als bestes Album des Jahres und als bestes Rockalbum ausgezeichneten Album in jeder einzelnen Sekunde dieses knapp einstündigen Meisterwerks auch an. Schon der Opener All I Really Want ist einer von zwölf ganz starken Songs für die Ewigkeit. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 13.11.2015

Panzerballett – Breaking Brain

Wenn man in einer Albuminfo liest „Band xy ist keine gewöhnliche Band“, dann sieht man da an sich direkt eine Standardfloskel. Steht auch bei Panzerballett so drin. Aber da steht auch, dass die Band das über sich selbst mit Stolz sagt. Und womit? Mit Recht! Und das, obwohl noch weitere Faktoren dazu kommen, die einen sonst fragen lassen würden: Ist das Kunst oder kann das weg? Da ist von verkopften Arrangements die Rede, es wirkt alles irgendwie Avantgarde… Wie angenehm, dass es auch noch Bands gibt, die so etwas wirklich von sich behaupten dürfen, da sie den Beweis antreten, dass derlei Attributierungen nicht immer negativ konnotiert sein müssen. weiterlesen… »

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