Im August erschien das neue Album „Du, ich und die andern“, das überwiegend sehr positive Resonanzen bekam, auch live sollte das Album nun präsentiert werden. So geschehen zum Beispiel im Oktober im Hamburger Gruenspan, wo der Leichtmatrose mit seiner Band als Support für Joachim Witt auftrat. Am Morgen nach der Show trafen wir den Leichtmatrosen Andreas Stitz und seinem Band-Kollegen Thomas Fest zum ausgiebigen Interview über das Album, die Themen und Motive dahinter, das Live-Spielen, die nächsten Pläne und mehr. Das Ergebnis gibt es nun an dieser Stelle nachzulesen.

Ihr habt gestern mit Joachim Witt gespielt. Wie war‘s? Wie wurdet Ihr empfangen?

Andreas Stitz: Auf der Bühne empfindet man das ja immer anders, aber ich glaube, das ist sehr gut gelaufen. Wir waren mit unserem Auftritt zufrieden, das Publikum anscheinend auch. War insgesamt ein klasse Auftritt, auch wenn wir nur 35 Minuten gespielt haben. Aber es hat Spaß gemacht.

Waren im Publikum Zuschauer dabei, die Euch schon länger begleiten?

AS: Wir haben im Witt-Fankreis inzwischen schon einen Stamm-Fankreis, die waren auch alle da. Die haben wir uns sozusagen abgeluchst. (lacht) Aber ich glaub, wir haben auch neue Fans dazugewonnen.

Ihr habt schon im letzten Jahr auf den Shows neue Stücke gespielt. Wie haben die Stücke sich live entwickelt, wo nun auch die neue Platte draußen ist? Wie werden die Stücke angenommen?

AS: Wesentlich besser als im Programm vom letzten Jahr. Es geht jetzt noch ein bisschen mehr nach vorne und wir haben, da es nur ein kurzes Programm ist, geschaut, möglichst viele Stücke mit Uptempo zu bringen. Ich denke, die Resonanz ist sehr gut. Wenn man das so sagen darf.

Wie schon gesagt: Es gibt ein neues Album. Das hat nun tatsächlich sechs Jahre gedauert. Wie kam’s?

AS: Zwischendurch kam ja noch die EP raus, deswegen hat es nur fünf Jahre gedauert. Aber das war erst einmal eine ziemlich maue Phase. Nach dem letzten Album war ich noch anderthalb Jahre bei der alten Plattenfirma, danach nicht mehr. Ich brauchte erst einmal Zeit, mich zu finden. Dann habe ich Thomas Fest, der gerade hier neben mir sitzt, kennengelernt und dann haben wir langsam angefangen, neue Stücke zu schreiben. Irgendwann war es dann an der Zeit für ein neues Album.

Thomas Fest: Es war so, dass wir beide das Anfang 2011 zusammen versucht haben und erst einmal für uns rausfinden wollten, wo die Reise musikalisch hingehen soll. Da wir auch keinen festen Plan hatten und ohne Vertrag und so da standen, haben wir einfach bei null gestartet. Wir hatten Andreas‘ Texte, musikalische Ideen – aber wie das alles wirklich klingen sollte, wussten wir noch nicht, da wir uns auch erstmal finden mussten mit unseren unterschiedlichen Richtungen. Mit „Dalai Lama“ war es dann eigentlich klar.

Beim ersten Album warst Du also nicht mit dabei.

TF: Nein, ich hab Andreas erst später kennengelernt. Das war ganz witzig – wir kannten uns über MySpace, später dann über Facebook. Da hat er mal gepostet, dass er Lust hat, Songs mit Piano zu machen. Wir haben dann geschrieben, ich war kurz danach auf einem Konzert von ihm, wir haben uns später verabredet und das mal ausprobiert.

Andreas, wie würdest Du das denn beschreiben? Was war anders als beim Debüt-Album?

AS: Das erste Album habe ich ja komplett alleine geschrieben und jetzt war es zum großen Teil eine Zweierkiste. Wir haben das zusammen komponiert. Soundmäßig ist es ein bisschen pompöser und Chanson-lastiger geworden. Das erste Album ging ein bisschen mehr in die 80er Synthie-Pop-Richtung, jetzt ist es für uns ein neues Genre, das wir erfunden haben. Wie das immer so schön beschrieben wird: deutscher Elektro-Chanson. Es ist eine Symbiose aus Musik und Text entstanden, die einmalig ist. (lacht)

Ein schöner Satz für eine Album-Rezension.

AS: …und die die Welt noch braucht!

Die Frage, was am Sound neu ist, hast Du nun auch schon mit beantwortet.

AS: Ja, wir sind orchestral und fast pathetisch unterwegs. Das ist der Chanson-Einfluss. Es soll schon eine gewisse Größe haben.

Gucken wir doch mal auf den Albumtitel: „Du, ich und die andern“. Warum heißt es so?

AS: Ein Großteil des Albums handelt von verkappten Beziehungsgeschichten. An Beziehungsgeschichten sind meistens nicht nur zwei Personen beteiligt, sondern auch das Drumherum. Das ist ein Zitat aus dem Song „Damals im Leben“ und wir fanden, dass dieses Zitat auf alle Stücke passt. Bei einer Liebesgeschichte wird zunächst gesehen, dass da Mann und Frau sind, oder Mann und Mann, Frau und Frau usw. sind, aber das Drumherum wird meistens gar nicht erwähnt. Die Texte beschreiben auch das Drumherum. Es geht auch um das Gesamtpaket und das trifft „Du, ich und die andern“ ganz genau.

Ich habe mal ein paar Stücke ausgewählt, über die ich gerne sprechen würde. Ihr eröffnet mit „Dalai Lama“. Was steckt dahinter? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Dalai Lama und dem Stück? Mutet etwas kryptisch an…

AS: Das ist auch so eine Beziehungsgeschichte. Man ist zusammen, einer bricht aus. In dem Fall ist es diejenige, die in die große Welt gezogen, weil sie keine Lust mehr auf den schnöden Alltag hatte, aber irgendwann, wenn sie weit weg war, kommt der Alltag trotzdem wieder. Sie erzählt dann zwar immer noch von der ganzen großen weiten Welt und was sie alles erlebt hat, aber eigentlich ist sie wieder genauso klein wie vorher. Das kennt man ja: Leute gehen in einem bestimmten Alter auf Fernreisen und fühlen sich dann ganz besonders individualistisch und speziell und meckern über die Leute, die nur zuhause rumhängen und in ihrem eigenen Land bleiben. Aber irgendwann kommen die auch alle wieder und machen dann wieder genau den gleichen Kram wie vorher.

Das Thema, individualistisch unterwegs zu sein, hast Du gerade angesprochen. Auch bei „Jonny fand in den Sternen sein Glück“ ist Anderssein ein Thema. Wie würdest Du das definieren, dieses Anderssein?

AS: Jonny beschreibt eine klassische Geschichte. Eine Clique gibt richtig viel Gas und versucht, möglichst viel zu leben und zu feiern, fühlt sich dabei ganz großartig, aber irgendeiner bleibt trotzdem dabei auf der Strecke. Der kann nicht mehr mithalten, mitziehen, hat irgendwelche Sucht-Geschichten… Es schafft ja keiner, diesen durchgängigen Party-Stil der jungen Jahre ewig durchzuziehen. Irgendwann werden die Leute wieder vernünftiger, harmloser. Manche schaffen aber den Absprung nicht. Das endet dann meist ziemlich bitter.

Eine Art erzwungenes Anderssein, sozusagen?

AS: Ja, man denkt in den Zeiten, wie großartig man ist. Man ist anders als die Generation vorher, die Eltern, das ganze Umfeld… Man denkt, einem gehört die ganze Welt. Man feiert viel, macht alle Sachen, die man machen will, aber letztendlich kann das keiner auf Ewigkeiten halten. Ist zwar schade, aber so ist nun mal die traurige Wahrheit. Jonny beschreibt die traurige Geschichte von dem einen, der es dann gar nicht gepackt hat, der auf dem Trip, den er gefahren ist, hängenbleibt.

Das Stück kam nun schon im letzten Jahr als EP raus. Warum würdest Du sagen, war es der ideale Vorbote für das Album?

AS: Auf der EP waren ja drei Stücke. Wir haben die EP damals rausgebracht, als wir mit Joachim Witt auf Tour waren und haben geguckt, was wir zu bieten haben. Da haben wir die drei Stücke rausgesucht, die das zukünftige Album als Vorbote repräsentieren. Da steckt das Uptempo von „Jonny“ drin, dann das oberpathetische „Hier drüben im Graben“ und dann noch das etwas Text-raffiniertere „Reingelegt“. Das Album besteht aus genau diesen drei Geschichten. Das kann man auf alle Stücke, die jetzt auf dem Album sind, übertragen.

Du hast gerade „Reingelegt“ schon erwähnt. Hattest Du beim Schreiben wen Bestimmtes vor Augen?

AS: Ich hatte damals wen vor Augen, das stimmt. Aber letztlich kann man es auf alle Beziehungsgeschichten übertragen. Wenn eine Beziehung zu Ende geht, entwickeln sich auch Hassgefühle, die man aber eigentlich nicht ausleben darf. Da werden ja relativ krasse Sachen beschrieben. Ich habe versucht, diese krassen Gedanken, die man hat, auszusprechen und damit das Tabu zu brechen. Obwohl man es nie vollziehen würde. Aber man stellt sich das vorm inneren Auge vor. Was macht man jetzt mit der? Ich spreche es einfach aus, obwohl es nie jemand so machen würde.

TF: Trennung hat ja auch immer so Phasen. Da kommt erst das Hinterherlaufen, das ist psychologisch sogar nachgewiesen. Und hinterher, bevor man sich lösen kann, kommt erst einmal so eine Hassphase. Und das ist „Reingelegt“.

AS: Ich spreche da die Gedanken aus, die jeder hat, aber keiner sich traut, zu sagen.

Wobei das wohl nicht jeder so bildreich belegen kann. Da sind ja eine ganze Menge Boshaftigkeiten dabei.

AS: Mir wurde da sogar mal in einer Rezension vorgeworfen, ob ich irgendwie frauenfeindlich wäre…

Wie kommt man denn auf sowas?

AS: Das wird immer unterschätzt, dass da auch ein ironischer Blickwinkel mit drin steckt.

Es ist ja auch gar nicht Geschlechter-spezifisch geschrieben…

TF: Das ist eigentlich neutral geschrieben, es muss ja nicht mal um einen Partner gehen. Es ist nun zufällig ein Mann, der das singt, eine Frau könnte das ja genauso sehen. Von daher ist es erst einmal komplett geschlechtsneutral. Es geht nicht um Frauen, so nach dem Motto „ich muss jetzt hier meinen Hass loswerden“, sondern es ist ein Ausbruch von Emotionen, den man im Moment der Trennung hat.

AS: Ich höre mir gerne Texte an, mit denen ich mich selber identifizieren kann. Und das ist beim Textschreiben auch immer mein Maßstab: Es muss eine bestimmte Art von Leuten geben, die sich da selbst drin wieder finden können. Das ist der Maßstab, den man beim Texten anlegen sollte.

Du hast das Wort „Trennungen“ schon erwähnt. Wer ist denn Marie aus „Adieu Marie“?

AS: Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Es war vom Wortklang nur so super. Es ist eine fiktive Geschichte und der Name „Marie“ ließ sich verdammt gut singen.

Später folgt auf dem Album dann „Atlantis“. Was fasziniert Dich an „Atlantis“?

AS: Meinst Du Atlantis direkt oder was mich am Song fasziniert?

Sowohl als auch.

AS: Atlantis ist das Mystische. Ob es das nun wirklich gibt und so. Interessanterweise ist es so, dass da ja Dorian E. von Dear Strange mitsingt und wir sind beide Skorpione. Skorpione haben immer einen Hang zum Mystischen. Der Skorpion hat zwei Farben, das sind Schwarz und Rot, und zwei Themen, das sind Sex und Tod. Im Prinzip ist das bei diesem Stück auch so ein Skorpion-Thema.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit? Du hast ja wahrscheinlich nicht „Suche Skorpion für ein gemeinsames Stück“ geschrieben…

AS: Nein, Dorian hat auch auf dem ersten Album schon einige Backings gesungen und macht das auch auf dem neuen Album. So kam es dann dazu, dass wir mal ein Duett zusammen singen. Das war schon immer eine Grundidee, diesmal passte es ganz gut.

Dann ist auch noch Joachim Witt auf dem Album zu hören…

AS: Ach echt? (lacht)

Welchen Anteil würdest Du sagen, hat er an dem Album?

AS: Keinen großen. Das war beim ersten Album mehr. Beim ersten Album hat er mich ja entdeckt und war auch bei der Produktion und allem mit dabei. Jetzt ist er immer noch mein Mentor, aber er hat außer bei der Nummer „Hier drüben im Graben“, wo er mitsingt, hatte er auf die anderen Songs keinen direkten Einfluss gehabt. Wenn wir Nummern gemacht haben, hab ich die Joachim geschickt, da hat er dann auch seine Meinung zu gesagt – Kritik, Nicht-Kritik oder auch Lob. Er ist kein Mitentwickler, aber er ist immer noch an meiner Seite.

Wie würdest Du denn sagen, hat sich die Zusammenarbeit über die Jahre entwickelt?

AS: Wir sind gut befreundet. Ich lege immer noch sehr sehr viel Wert auf seine Meinung. Ich bin sehr gerne mit ihm auf Tour. Wir beeinflussen uns da auch gegenseitig. Aber wir haben keine konkrete musikalische Zusammenarbeit.

TF: Es ist schon immer Ausschlag gebend, wenn wir was haben und sagen „Andreas, schick das mal“. Wie ist seine Meinung? Was gibt er für ein Feedback? Für mich persönlich ist das schon ziemlich Ausschlag gebend. Er hat ein sehr gutes Gespür dafür, was passt und was nicht passt.

AS: Das war nicht ohne Grund, dass er mich damals entdeckt hat, weil wir ein ähnliches musikalisches Lebensgefühl haben. Er ist und bleibt eine musikalische Vaterfigur für mich!

Ist das denn ein Thema, zu dem Du noch gerne Fragen beantwortest oder nervt das irgendwie auch manchmal, dass im selben Atemzug mit Dir dann immer wieder auch Joachim Witt auftaucht?

AS: Eigentlich nicht. Natürlich, irgendwann ist das Thema auch ausgereizt. Wenn man den Leichtmatrosen nur darauf reduzieren würde, wäre das blöd. Aber sonst ist das immer wieder toll. Er ist ja auch eine Größe im Musikgeschäft. Aber es gibt auch Leute, die das dann sofort in eine andere Richtung drehen. Ich hab neulich beispielsweise eine Rezension gelesen, wo Leichtmatrose als „Neue Deutsche Härte“ bezeichnet wurde. Da hab ich mich nun gefragt, was das damit zu tun hat. Die haben nur gelesen, dass Joachim Witt dabei ist und dachten, das hört sich an wie Unheilig, Rammstein und Joachim Witt.

Ah, nur ein bisschen anders…

AS: Ich würde es eher als „Neue Deutsche Weiche“ bezeichnen. (lacht)

TF: Als ich das gelesen hab, war das, als wenn ich im Metal-Magazin was über Andrea Berg schreibe. Wenn ich natürlich an das Album rangehe und sage, das kommt jetzt aus dem Bereich „Neue Deutsche Härte“, nur weil da Joachim Witt dabei ist, der ja irgendwie auch in diese Sparte reingedrückt worden ist, aber eigentlich auch gar nicht da reingehört, dann kann ich damit in dem Fall natürlich nichts anfangen.

Das ist es auch, wie ich darauf kam, dass in gefühlt jeder zweiten Rezension Joachim Witt auftaucht.

AS: Wobei das erstaunlich weniger geworden ist, fand ich. Wir haben zwar miteinander zu tun und arbeiten auch gemeinsam, aber es geht in eine deutlich eigenständigere Richtung jetzt.

Kommen wir wieder etwas näher zum Album… Inwieweit würdest Du sagen, ist es ein autobiographisches Album?

AS: Sowas ist immer autobiographisch. Es ist nicht immer alles eins zu eins übertragbar, aber das, was einem im Kopf rumschwirrt, ist automatisch autobiographisch. Die Geschichten können nicht eins zu eins übernommen werden. Aber die Gedanken, die Emotionen, das Lebensgefühl sozusagen… Sonst wäre es nicht authentisch, wenn es nicht autobiographisch wäre. Das ist keine Beschreibung einer Lebensgeschichte, sondern die Beschreibung eines Lebensgefühls.

Wir haben nun auch schon über Rezensionen ein bisschen gesprochen. Das Album ist schon seit einer Weile draußen. Wie habt Ihr allgemein die Reaktionen wahrgenommen und empfunden?

AS: Eigentlich sehr sehr gut. Die Rezensionen sind zu 80 bis 90 Prozent super gewesen. Auch im Radio wird es sehr gut angenommen. Wir sind gerade mit der zweiten Single „Ich hab dich bloß geliebt“ unterwegs, die mittlerweile auch in die großen Playlisten kommt, das läuft gerade alles in die richtige Richtung. Etwas mau war die Tagespresse, das ist insgesamt auf dem absteigenden Ast, hab ich das Gefühl. Da wurde es nicht so angenommen. Dafür sind online und Radio Bombe.

Radio auch…

AS: Das sind auch größere Sender mittlerweile. Von NDR über SWR bis Radio Berlin/Brandenburg…

Und „Ich hab dich bloß geliebt“ soll also die zweite Single sein… Warum soll es die zweite Single werden?

AS: Ganz einfach, weil es auch mit die radiotauglichste Nummer ist. Es hat den balladesken Touch und es ist unsere einzige Cover-Nummer auf dem Album. Da gibt es auch eine witzige Geschichte zu. Der Songwriter Stephan Sulke hat das Album bekommen, hat sich das angehört und war so begeistert, dass er meinte, wir hätten die beste Version des Songs überhaupt gemacht. Grönemeyer hat es gecovert, Katja Ebstein hat es gecovert, aber keiner habe es so gut gecovert. Das ganze Album sei die Zukunft des Chansons, hat er gesagt. Das ist eine Art Ritterschlag, bei der Größe. Ich werde mich auch bald mit ihm treffen, es wird auch ein paar kleinere, vereinzelte Auftritte mit ihm geben. Vielleicht schreiben wir auch bei ihm in Cannes/Nizza ein paar Songs mit ihm in seinem Studio. In der Popwelt ist er zwar keine große Nummer mehr, aber im Chanson- und Liedermacher-Bereich hat er noch einen hohen Stellenwert.

Nun seid Ihr gerade auch mehr oder weniger auf Tour. Wie kommt es, dass Ihr nur drei Daten zusammen mit Joachim Witt spielt?

AS: Eigentlich hatte Joachim mit der Plattenfirma schon eine Band gebucht, die bei der gleichen Plattenfirma war, Down Below. Die haben jetzt krankheitsmäßig abgesagt. Eigentlich war die ganze Tour geblockt, aber Joachim wollte, dass wir auch ein wenig mitspielen. Da haben wir uns dann die drei Pressestädte ausgesucht – Berlin, Hamburg, Leipzig.

Würdest Du Leipzig als Pressestadt sehen?

AS: Mittlerweile schon.

TF: Bei Leipzig kam noch dazu: Als wir letztes Jahr in Leipzig waren, war das einer der wirklich geilsten Auftritte. Es war einfach grandios und hat wirklich Spaß gemacht. Deswegen hab ich mich auch besonders darüber gefreut, dass wir nochmal in Leipzig sind.

AS: Köln war ja diesmal auch beispielsweise gar nicht bei der Tour mit dabei. Das wäre auch noch eine Pressestadt gewesen. Berlin ist ganz klar…

…München…

AS: München ist auch nicht dabei, da haben wir letztes Jahr auch gespielt. Wir mussten auch gucken, wie das zeitmäßig bei uns passt von der Konstellation her und haben uns dann die drei Städte ausgesucht.

Plant Ihr denn auch sowas wie eine Headliner-Tour?

AS: Wir sind gerade in Kontakt mit einer neuen Booking-Firma, das ist noch nicht ganz spruchreif. Danach soll natürlich nächstes Jahr mehr live passieren.

TF: Einen Termin haben wir schon im Januar in Coesfeld. Das hat die Support-Gruppe ins Leben gerufen gefragt, wann wir das machen wollen. Da spielen wir dann am 8. Januar.

AS: Ansonsten wird sich dann demnächst zeigen, was im nächsten Jahr so live passiert.

Das waren auch fast meine Fragen. Ihr habt nun schon viele Pläne genannt. Gibt es noch mehr, was schon spruchreif wäre, was in nächster Zeit bei Euch passieren soll?

AS: Wir arbeiten schon am nächsten Album. Da sind wir schon länger dran, weil zwischen Fertigstellung und Erscheinen eines Albums ja immer eine gewisse Zeit liegt. Da haben wir uns entschieden, direkt weiter zu machen. Wir hatten zwischendurch eine kleine Pause, nun kommt das Video zu „Ich hab dich bloß geliebt“ und dann gehen wir über die Wintermonate erstmal wieder in uns.

TF: Natürlich warten wir auch ab, wie es nun auch gerade im Radio-Bereich weiterläuft. Mal gucken, ob da noch was geht.

Kann man denn schon etwas über den Sound sagen, was das neue Material betrifft?

AS: Nee. Es bleibt in einem ähnlichen Soundbereich. Wir verfolgen weiter den Elektro-Chanson mit Pop-Einflüssen, teilweise auch Alternativ-Einflüssen. Aber wie sich das konkret anhört, kann man noch nicht sagen. Wir entwickeln uns einfach weiter.

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Interview: Marius Meyer
Bilder: Michael Gamon (1), Ronny Zeisberg / www.wieglas.de (2, 5, 6, 8), Pressefreigabe (2, 3), Marius Meyer (7)