Das Album Zur Sonne – Zur Freiheit von Down Below ist inzwischen eine Weile draußen, bald geht es mit der neuen Scheibe auf Tour. Wir präsentieren mit Alternativmusik.de diese Tour und haben uns daher neben dem Ticket-Gewinnspiel mit Tickets für alle November-Shows (hier klicken!) mal genauer mit dem neuen Album auseinandergesetzt und mal persönlich nachgehakt. Sänger Neo Scope beantwortete uns einen großen Schwung Fragen und gab dabei einen guten Einblick in das Album, die Hintergründe und vieles mehr. Viel Spaß bei der Lektüre!

Zum Einstieg gefragt: Wir haben uns zuletzt beim M’era Luna 2012 unterhalten. Was ist seitdem bei Euch so passiert?

Wir haben die Stücke des neuen Albums „Zur Sonne – Zur Freiheit“ geschrieben und aufgenommen. Dazu gab es die EP „Unvergessene Zeit“ mit Natalia Avelon. Außerdem haben wir in diesem Jahr unser zehnjähriges Bandjubiläum und haben ein großes Fanfest organisiert. Es gab ein Museum zu bestaunen, wo wir eine riesige Timeline aufgebaut haben und die Bandgeschichte dargestellt wurde – von der ersten Demo bis zur heutigen Platte. Und wir haben den Record Release gefeiert und die Songs zum ersten Mal live gespielt. Insgesamt sind wir wieder mehr zurück zu den Wurzeln gegangen. Es ist wesentlich härter geworden. Das steht uns gerade ganz gut.

Du hast es gerade schon gesagt: zehnjähriges Jubiläum. Wie fühlt sich das an? Hättet Ihr es damals gedacht, dass das so weit geht?

Der Plan war immer, mit der Band alt zu werden. Wir stehen auch als Opas noch zusammen auf der Bühne. Es kommen natürlich auch andere Geschichten im Leben, wenn man älter wird. Da rücken andere Dinge mehr in den Vordergrund, an die man früher gar nicht gedacht hatte: Familie gründen, sesshaft werden, Sicherheit für die Familie und solche Dinge. Das sind Werte, mit denen man auf einmal wärmer wird. Da kenne ich viele, die dann daran scheitern. Da steht beruflicher Erfolg oder die Familiengründung, die Suche nach Sicherheit, im Vordergrund. Da zerbricht auch schon mal eine Band. Wenn ich heute zurückschaue, sehe ich, dass wir ziemlich großes Glück haben, vier Leute zu sein, die die Band trotzdem immer noch als Priorität haben. Trotz Familiengründung, trotz beruflicher Werdegänge. Das stand eigentlich nie zur Debatte, ob die Band weiter existiert oder nicht. Und das ist wirklich eine Ressource, auf die ich stolz bin und über die ich mich riesig freue, weil es eben nicht selbstverständlich ist. Früher dachte ich, dass es immer so weitergeht, aber es gibt ja doch Höhen und Tiefen durchzustehen, bei denen viele Zeitgenossen und Bands zerbrechen. Deswegen weiß ich das heute noch viel mehr zu schätzen, dass es die Band in der Formation noch gibt.

Würdest Du sagen, dass das neue Album ein Einschnitt bei Euch ist? Sowohl der Sound als auch das Erscheinungsbild haben sich ja schon ein wenig geändert…

Total. Das war auch ganz bewusst so. Es gibt keine Platte von uns, die man neben die andere halten kann und sagen: „Das ist genau so ein Down Below-Album, wie wir es jetzt erwartet haben.“ Es gibt keinen logischen Nachfolger. Was für uns vielleicht ein Merkmal ist: Dass wir uns eben doch immer neu erfinden, dass jede Platte anders als der Vorgänger ist. Hier war es dann tatsächlich so, dass ich die Härte unbedingt wollte. Das Erdige, Authentische, die Ecken und Kanten, während ich bei „Zeichen“ mehr auf Melodien geachtet habe und es auch etwas gefälliger klingen sollte. Da sollte es leicht ins Ohr gehen. Als wir uns diesmal zusammengesetzt haben, haben wir alle Konventionen einfach mal komplett über Bord geschmissen und gesagt: „Wir hören jetzt auf, darüber nachzudenken, was Fans gefallen könnte und gut ankommen könnte.“ Wir haben das gemacht, was man als Künstler eigentlich macht: Wir schreiben völlig kompromisslos das dahin, was uns gerad eauf dem Herzen liegt und was uns gefällt. Wenn wir damit aufs Gesicht fallen, dann ist das so, aber wir haben es jetzt einfach umgesetzt. Im Moment haben wir auch sehr sehr gute Resonanzen, was uns natürlich freut.

Ihr habt jetzt auch das Label gewechselt…

Genau, wir sind jetzt bei SPV/Oblivion. Das war eine faire Geschichte: Wir haben das Angebot bekommen und uns umsehen können und SPV hatte eindeutig das für uns bessere Angebot. Es gibt ja verschiedene Formen von Plattenverträgen, der war für uns am attraktivsten. Bisher haben wir auch eine sehr gute Zusammenarbeit.

Hat sich der Wechsel irgendwie auf den Sound oder die Arbeitsweise ausgewirkt?

Nein. Als wir bei Universal unterschrieben hatten und noch relativ jung waren im Geschäft, gab es Momente, bei denen dann ein A&R im Studio zugegen war und seine Kommentare abgegeben hat, was er denkt und wie das sei, wie das klingen müsste. Das fand ich damals schon unglaublich beschwerlich, weil mich das beschnitten hat in vielerlei Hinsicht. Das war eine Erfahrung, die ich nie wieder machen wollte. Da haben wir uns klar die Konsequenz gezogen, dass das Schreiben von Musik nichts mit dem Label zu tun hat. Natürlich darf das Label sagen, wie es die Sachen findet, aber es wird nichts daran ändern, was wir schreiben.

Mal wieder näher zum Album. Es heißt „Zur Sonne – Zur Freiheit“, darauf zu sehen ist der bepackte Bergsteiger. Welche Aussage steckt hinter dieser Kombination?

Ich war bisher immer ein großer Gegner von Konzept-Alben. Das ist wie so eine Corsage, das schnürt einen ein, begrenzt die Thematik oder das Thema. Für mich war mein Thema immer nur die Erfahrung aus dem eigenen Leben. Mit einem Konzept war das immer schwierig. Diesmal war es aber so: Als wir den Song „Alles wird gut“ geschrieben hatten, das war in einem Ferienlager nach der Saison, da hatten wir uns eingemietet, als es gerade Herbst wurde. Wir haben uns ein Bungalow gemietet und konnten Kanu fahren, Feuer machen… Handy aus, Computer aus. Wir haben uns da ein kleines Studio aufgebaut und uns einfach mal treiben lassen. Dann entstand von vier Songs einer, der hieß „Alles wird gut“. Der war vom Sound schon sehr cineastisch angelegt. Er klang nach Film und wir hatten noch keinen Text. Wir haben ihn dann gespielt und geschaut, welche Bilder im Kopf entstehen. Die Thematik wuchs sich dann immer weiter aus und wir haben gemerkt, wie viel Potenzial in der ganzen Geschichte steckt. Viele Szenen aus dem Leben haben mit kämpfen zu tun, der Fähigkeit zu scheitern und trotzdem wieder aufzustehen… Das kann man so super auf diese Welt übertragen, sodass es wirklich keine Kontroverse mehr darstellte, ein Konzept-Album zu machen und dabei trotzdem über den Lebensalltag zu erzählen. Wir haben somit in jedem Song zwei Themenebenen. So kam es dann doch zum Konzept-Album.

Ist das Konzept auch in der Vorab-Single „Unvergessene Zeit“ verarbeitet?

Da stand der Gedanken dahinter, ein Duett zu machen. Ich wollte schon immer ein Duett machen, damals noch mit Sabine Dünser (Elis), die leider viel zu früh verstorben ist. Der Gedanke, das zu machen, war aber nach wie vor da. „Unvergessene Zeit“ muss man wie eine Pause verstehen. Eine Pause von der Bewegwelt, was an einem See geschehen kann. Das kriegt man gut rein in das Konzept, aber der Song hat trotzdem ein Alleinstellungsmerkmal, weil ich mir einen Traum damit erfüllt habe. Dass wir dann noch Natalia dafür gewinnen konnten, meine Traum-Duett-Partnerin, kam dann eher zufällig über Kontakte zustande. Ihr hat der Song gefallen und das war ein Treffer. Ich mochte immer die Atmosphäre bei Kylie Minogue & Nick Cave und auch das Duett von Natalia von Ville Valo war toll und ich dachte: Genau so muss das sein.

Den Namen Ville Valo hast Du jetzt gerade schon angeführt. Immer, von Natalia Avelon die Rede ist, wird auch Ville Valo irgendwie genannt. Nervt das langsam oder ist das für Dich eher eine Ehre, mit ihm in einem Atemzug genannt zu werden?

Da denke ich gar nicht drüber nach. In erster Linie würde ich das eher als Ehre für mich werten, da HIM auch eine Band ist, die mich lange begleitet hatte, als das erste Album kam. Das war Musik, die ich sehr mochte seinerzeit. Das finde ich sehr schön, wenn das jemand so sehen will. Das sehe ich nicht als was Schlechtes an.

Warum würdest Du sagen, war „Unvergessene Zeit“ eine gute Vorabsingle? Der Sound ist ja schon ein bisschen anders als bei den anderen Stücken.

Das liegt daran, dass wir es dieses Mal so gemacht haben, dass wir auf der ganzen Platte bis auf „Unvergessene Zeit“ tatsächlich erst die Musik hatten und dieses Gewand, in dem die Platte stattfinden sollte. „Unvergessene Zeit“ hatte ich dann andersrum gemacht. Es ging aber immer darum, dass Musik und Text 100%ig zusammenpassen sollten. Deswegen fällt das Sound-technisch natürlich auch anders aus, weil das Thema mit seiner Romantik um verstaubte Postkarten und alte Liebe, den Schmerz über unglückliche Beziehungen, zu tun hat. Das konnte man nicht in so ein martialisches Gewand packen. Deswegen ist der Sound-technisch leichter ausgefallen. Es ist die Ballade vom Album und sie passt ja auch echt gut drauf.

Ich würde auch gerne über ein paar andere Stücke des Albums sprechen. Eine Geschichte, die auch tief in der Thematik verankert ist, ist „Bruder“. Wie kamst Du darauf, die Gebrüder Messner mit zu verarbeiten?

Weil das Thema einfach sehr hart ist. Was da passiert ist, stellt ja ein Drama dar. Der Verlust und wie er damit umgegangen ist, auch in der Presse. Bei dem, was ich da an Beiträgen angeschaut habe, bleibt ja irgendwie doch immer ein bisschen unklar. Die Geschichte hat mich fasziniert. Sicherlich geht es auch ein bisschen auf meine eigenen familiären Hintergründe zurück und das ist so das, was mich bewegt hat, das Thema anzupacken. Eigentlich war es so, dass ich wegen dieses direkten Bezugs zu den Messner-Brüdern erst gar nicht auf die Platte nehmen wollte, weil mir das einfach zu sehr auf ein Thema ging. Ich schreibe ja lieber offener mit viel Spielraum für Interpretation und das lässt der Song ja nicht so wirklich zu. Die Band hatte den Song dann vorliegen und die waren sich einstimmig sicher, dass das Stück ganz dringend unbedingt mit auf die Platte müsste. Ich habe dann nachgegeben, auch sehr zur Freude der Plattenfirma, die das Stück auch gerne auf Platte gesehen hätte. Inzwischen stellt sich raus, dass der Song auch echt gut ankommt. Das hätte ich gar nicht so gedacht.

Sehr interessant fand ich auch „Feuerregen“. Ihr singt davon, dass wir am Ende unserer Zeit seien…

„Feuerregen“ trifft so ein bisschen die Emotionen, die ich habe, wenn ich mir das Weltgeschehen anschaue. Manchmal beschleichen mich da so gewisse Existenzängste, beispielsweise als sich der Nordkorea-Konflikt zugespitzt hatte und auch beim Konflikt in Syrien. Das finde ich alles sehr bedrohlich. Auch die Waffen, die gebaut und erfunden werden, damit Menschen damit Menschen töten können. Um diese ganzen Dinge geht es, die eigentlich der pure Wahnsinn sind und wie ich mich so dabei fühle. Da habe ich mir überlegt, in einen Song zu packen. Bildlich gesprochen sehe ich mich da auf einem Feld und schreie zu Gott „lass es Feuer regnen“. Wie so eine Erlösung, eine Art Sintflut – nur eben nicht mit Wasser, sondern mit Feuer. Das ist das Bild dahinter.

Wenig später auf dem Album folgt „Neuer Horizont“. Was stellt dieser neue Horizont für Dich dar?

„Neuer Horizont“ war der letzte Song, den ich geschrieben hatte. Da ging’s mir zum Beispiel in der zweiten Strophe darum, dass ich ein Mädchen, eine Bekannte, anspreche, die unheimlich viel durchgemacht in ihrem Leben, gerade in der Familie. Die Familie ist die kleinste Zelle. Wenn da schon vieles schief geht, kann auch später viel schief gehen. Sie hatte sich entschieden, in Form von Tätowierungen viele Dinge aufzuarbeiten. Dieses „Stich für Stich“ in leuchtenden Farben, womit sie ihre Vergangenheit auf der Haut trägt. Wenn es viel zu erleben gibt, man aber eigentlich gar keine Worte mehr dafür hat. Dafür steht „Neuer Horizont“. Es geht um den inneren Kampf, sich selbst ein Stück weit zu besiegen und die Last hinter sich zu lassen. Den Gipfel erklimmen und neu starten, neue Perspektiven finden. Wenn man viel Negatives erlebt hat, dann muss man sich damit irgendwann auseinandersetzen und sich einen neuen Horizont erarbeiten. Manch einer scheitert dran, manch einer schafft es. „Neuer Horizont“ kann vielleicht als Wegbegleiter dabei helfen.

Mit „Abschied“ beendet Ihr dann das Album. Wovon verabschiedet Ihr Euch?

„Abschied“ habe ich in erster Linie konzeptioniert als Moment auf einem Konzert, mit dem man ein Konzert wunderschön beenden kann. Gleichzeitig ist es auch der Abschied vom Thema. Damit schließen wir das Konzept Bergwelt erst einmal ab. Die Expedition ist fertig, hat ihre Ziele erreicht, man geht wieder weiter und trifft sich vielleicht später erneut. Im Abschied gibt es ja auch ein Wiedersehen.

Jetzt ist das Album schon seit 20.09. draußen. Wie habt Ihr bisher die Resonanzen empfunden? Sowohl Presse-seitig als auch von den Hörern her betrachtet.

Sehr ambivalent. Seitens Fans war es überwiegend positiv. Aber es gibt natürlich auch Fans, die mit „Zeichen“ neu dazugekommen sind, für die das jetzt ein Schlag ins Gesicht ist, der neue Sound. Aber gerade, was so die Die Hard-Fans von früher angeht, da haben wir viel mitbekommen und die freuen sich, dass es wieder härter ist. Presse-seitig ist tatsächlich ein recht reges Interesse dar. Ich glaube, die Band Down Below ist über diesen Soundtrack, dieses Konzept für viele Leute auch greifbarer geworden. Das ist natürlich etwas, das uns freut. Dass jetzt ein paar Fans dabei sind, denen das nicht so gefällt, das ist ein Prozess, den beobachten wir schon immer. Bei jedem neuen Album, das wir machen, gibt es wieder Stimmen, die damit nichts anfangen können und die wir dann auch verlieren. Aber das müssen wir halt einfach kalkulieren. Wenn wir uns daran orientieren würden und einen künstlerischen Stillstand befinden würden, wäre das der ganz sichere Tod für eine Band. Es gibt ja so Bands, bei denen jedes Album wie das nächste, wo dann eine Platte im Regal ausreicht. Dem wollen wir entgegenwirken und damit müssen wir dann auch leben. Dennoch gibt es seit zehn Jahren Fans, die von Anfang bis heute dabei sind und das ist etwas, das uns ausmacht und wofür wir auch sehr dankbar sind.

Nächsten Monat geht Ihr dann ja auch auf Tour. Welchen Stellenwert wird das Album auf der Tour einnehmen?

Die Tour steht ganz klar unter „Zur Sonne – Zur Freiheit“, das ist ja auch der Name der Tour. Aber wir werden das nicht so machen, dass wir nur Stücke aus dem Album spielen. Das wird ein kompletter Mix. Zehn Jahre Down Below ist auch der Leitfaden der Tour. Es wird einen Mix geben aus allen Phasen und allen Epochen, aber eben auch von „Zur Sonne – Zur Freiheit“. Das ist uns schon auch wichtig. Dadurch, dass die Platte im Vorfeld veröffentlicht ist, haben wir auch die Hoffnung, dass die Fans bis dahin textsicher sind.

Wie würdest Du denn sagen, fügen sich die alten Songs in diese neue Thematik mit ein?

Das machen wir nicht so nach Konzept. Wir wählen aus, was womit gut zusammenpasst, da geht es mehr um Rhythmik, Tempi, Melodie und Stimmung. Was aber auch wichtig ist: Wir veranstalten regelmäßig Fanchats und dann fragen wir auch, welche Wünsche es gibt, was die Fans denn gern hören. Das ist denke ich auch wichtig, dass die Fans – wenn sie schon zu unseren Konzerten kommen – auch die Sachen erleben, auf die sie sich freuen. Aus diesen ganzen Komponenten erstellen wir dann unsere Setlist.

Warum würdest Du denn sagen, sollte man unbedingt zu Euren Konzerten kommen? Was erwartet den Besucher?

Das ist ja das Schöne, dass ich das bis heute nicht beantworten kann. Und Eigenlob stinkt. Offensichtlich haben die Fans immer genug Gründe, zu den Konzerten zu kommen. Das müsste man eigentlich die Fans fragen. Ich glaube, es liegt daran, dass sie merken, dass hinter den Texten und den Liedern auch wirklich eine Wahrheit steckt, dass es authentisch ist und die damit viel anfangen können. Die Musik hat sie vielleicht in Lebenssituationen begleitet und war an einigen Stellen wichtig. Das hat man ja oft so, dass man Lieder mit markanten Situationen im Leben verbindet und das wiederholt sich dann auf dem Konzert. Wenn man das dann noch live geboten bekommt, ist das schon noch einmal was anderes. Down Below live und Down Below auf Platte ist ein ganz großer Unterschied. Wenn man sieht, wie eine Band das lebt und das spielt, was man zuhause auf CD hat, ist das nochmal 100% mehr. So geht mir das zumindest. Ich gehe ja auch ab und zu auf Konzerte und guck mir das an, weil ich da interessiert dran bin. Ansonsten bereiten wir uns natürlich gerade jetzt vor, auch von der Bühnenshow. Das wird sich definitiv unterscheiden von den Konzerten bisher. Und dann mal schauen, wie es aufgefasst wird. Aber ich glaube, das wird richtig gut.

Wie sehen Eure Erwartungen selbst aus für die Tour?

Wir sind jetzt alle ziemlich euphorisch, es juckt in den Fingern – wir wollen das auch auf die Bühne bringen. Da sind wir gerade in der Phase, wo es uns fast schon zu lange dauert, bis wir endlich losfahren können. Von den Erwartungen hoffen wir natürlich, dass viele Leute kommen und wir mit denen zusammen eine gute Zeit haben können.

Wenn wir jetzt schon mal einen Schritt weiter schauen… Nach der Tour: Gibt es schon Pläne für die Zeit?

Auf jeden Fall. Wir gehen dann direkt im Anschluss wieder in die Schreibphase, da werde ich mich dann mit Fabian Lang zusammen wieder einschließen, mit dem ich ja auch die letzten zwei Alben schon zusammen geschrieben habe und dann gehen wir direkt quasi ins Brainstorming und gucken, was wir als nächstes machen. Ich denke mal, Sound-technisch wird das so ähnlich ausfallen wie die „Zur Sonne – Zur Freiheit“ mit der Härte, da ich mich damit gerade sehr wohlfühle. Wenn das nächste Album steht, wird natürlich auch wieder eine Tour kommen und wir gucken auch mal, was im nächsten Jahr an Festivals spielen. Im Moment ist das alles noch in der Mache, da kann ich noch nichts genau sagen.

Zum Schluss rein spekulativ gefragt: Wir haben jetzt über zehn Jahre Down Below gesprochen. Wo seht Ihr Euch in weiteren zehn Jahren?

Ich denke, das was uns begleitet hat, ist der Wille zum Musikmachen. Der ist uns bisher nicht abhanden gekommen und ich denke, der wird uns auch noch weitere zehn Jahre begleiten. Wenn ich mir was wünschen kann, wünsche ich mir schon, dass Fans und Band zusammen alt werden, dass diese Verbindung so lange wie möglich hält. Für mein Leben ist das super, Musik machen zu können und wenn das Leute mögen, ist das natürlich noch viel besser. Da hoffen wir, dass sich das so fortsetzt. Und wenn wir dann als Opas noch können, werden wir vermutlich auch als Opas auf der Bühne stehen.

Vielen Dank für das Interview!

Zum Gewinnspiel geht es hier entlang!

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Interview: Marius Meyer
Bilder: Holger Fichtner (1, 2, 5, 6), Pressefreigabe (3, 4, 7)