Zwar ist das aktuelle Album „A Place to Rest“ ein Debüt-Album, aber Newcomer sind Empire in Dust längst nicht mehr. Gegründet hat man sich bereits im Jahr 2000 in Köln, zwischenzeitlich lebten die Mitglieder voneinander entfernt, inzwischen hat man Berlin als gemeinsame Homebase, wo dann auch das Album entstand. Ein angenehm frisches Elektro-Album ist es geworden, das wir uns zum Anlass nahmen, der Band einen Schwung Fragen zu stellen, zu denen nun die Antworten vorliegen. Viel Spaß mit dem Interview!

„A Place To Rest“ ist ein Debüt-Album, manch Leser mag Euch also vielleicht noch nicht kennen. Stellt Euch doch einmal kurz vor. Wer sind Empire in Dust?

Manuel: Empire in Dust sind Alina, Lars und ich – Manuel. Lars ist vor gut zwei Jahren als Bassist zu uns gestoßen. In den ersten Jahren waren Alina und ich aber noch zu zweit. Alina spielt live Keyboard und wir beide singen. Die Songs auf „A Place to Rest“ habe ich geschrieben und produziert. Heute wohnen wir alle in Berlin. Das war aber nicht immer so. Tatsächlich war es ein weiter und nicht immer grader Weg bis zum Album.

Wie würdet Ihr diesen Weg, der zu „A Place To Rest“ geführt hat, beschreiben? Wann reifte die Idee, ein Album aufzunehmen, welche wichtigen Zwischenstationen gab es?

Alina: Wir haben die Band ursprünglich schon im Sommer 2000 gegründet. Irgendwie war es damals schon klar, dass es mal ein Album geben wird.

Manuel: Es ist ja oft so, dass viele Gitarrenbands erst mal covern, aber gleich live spielen und elektronische Bands erst mal nur im Studio sind und an eigenem Material arbeiten. So war das jedenfalls bei uns. Allerdings nicht sehr lang. Ich musste schon bald nach der Gründung nach Berlin ziehen, wodurch die Zusammenarbeit zwangsweise auf Eis gelegt wurde.

Alina: Eine weitere wichtige Station war dann aber unsere erster Liveauftritt 2006 auf einem Festival in Polen. Ab da ist dann irgendwie ein Knoten aufgegangen und es ging auch mit Songproduktion weiter und es gab weitere Auftritte. Das Internet war ja auch schneller geworden, so dass es leichter wurde, sich mit der Entfernung zu arrangieren. Wir hatten sogar eine Art virtuellen Proberaum. Natürlich wurde das Ganze noch einfacher, als ich 2013 nach Berlin kam.

Manuel: Da ging es dann auf die Zielgerade. Einige Songideen waren aber zu dem Zeitpunkt ja schon ein bisschen älter und meine Vorstellungen vom Sound hatten sich auch verändert. Wir haben dann alle Stücke neu eingesungen und besonders im Bereich Bass und Drums hat sich noch mal ziemlich viel getan. Das hat letztlich auch den Stil auch noch mal beeinflusst; das Album facettenreicher und spannender gemacht.

In der Album-Info wird das Album als „Indie-Electropop“ bezeichnet. Wie würdet Ihr diese Richtung charakterisieren? Was zeichnet sie aus?

Manuel: Ich mag beschreibende Genre-Begriffe. Indie-Electropop ist Independent Electronic Popmusic. Die Musik ist melodisch und tanzbar und der Sound ist von elektronischen Instrumenten geprägt. Der Begriff Independent deutet an, dass die Musik sich nicht immer innerhalb der Konventionen bewegt und auch Kanten hat. So sind manche Sounds oder z.B. auch Tempowechsel im Electropop eher ungewöhnlich.

Alina: Auch die Drums sind organischer, und erinnern teilweise mehr an Indie-Rock. Auf dem Album sind eben ganz verschiedene musikalische Einflüsse zu hören.

Zudem erzählt das Album von „einst bedeutsamen Dingen“. Welche Dinge sind das?

Manuel: Natürlich geht es in den Songs um persönliche Erinnerungen. Aber die meisten unserer Texte bieten sich auch als Projektionsfläche an. Fast jeder Mensch hat irgendetwas erlebt oder durchlebt, dass ihm oder ihr viel bedeutet hat. Das kann eine große Liebe gewesen sein oder eine besondere Freundschaft oder ein sinnstiftender Lebensinhalt oder einfach eine tolle Zeit im Leben. Aber das geht eben meist auch zu Ende. Wenn man dann nichts macht zerfällt die Erinnerung sozusagen im Laufe der Jahre immer mehr und das kann auch zum Problem werden. Ich finde es wichtig, Erinnerung ganz bewusst einzuordnen, einen Platz für die Erinnerungen im Jetzt zu finden.

Kommen wir näher zum Album… Es hört auf den Titel „A Place To Rest“. Welche Idee steckt hinter dem Titel? Worum geht es?

Manuel: Ich bin mal unfreiwillig auf dem Flughafen vom Madrid gestrandet und hing da 24 Stunden fest. Ich hatte viel Zeit, die Leute zu beobachten, die die ganze Zeit vorbei gehetzt sind. Vielleicht in den Urlaub? Oder doch eher zum nächsten Meeting, immer unter Strom… Ich hatte dort die Idee zum Song Downtime, und da gibt es diese Textstelle: „A battered bench at a noisy airport is truly not a place to rest“. Eigentlich hielt ich meinen Platz in dieser Wartehalle also grade nicht für einen guten Platz zum Innehalten. Es ist eher ein Platz im Nichts: Man ist noch nicht auf der Reise, noch nicht am Ziel, aber auch nicht mehr richtig da. Und man kann eigentlich nur warten, kann die Dinge nicht beschleunigen. Es ist ein seltsamer Ort. Auf unserem Album geht es mehr um eine Suche nach diesem „Place to Rest“. Nun kann man natürlich auch einfach mal ans Meer fahren. Aber das ist im Alltag normalerweise eher nicht möglich. Die Schwierigkeit liegt darin, sich selbst zu besinnen, einfach bei sich zu sein, egal wo man ist, also einfach mal Zeit bewusst vergehen zu lassen, ohne Ablenkung, ohne sich groß mit etwas zu beschäftigen. Dann kann man den „Place to Rest“ eben auch in einer kühlen Wartehalle finden und dem noch etwas abgewinnen, wenn z.B. die Sonne über dem Flugfeld aufgeht.

Gibt es so etwas wie einen roten Faden, der sich durch das Album zieht? Oder erzählt jedes Stück eine Geschichte für sich?

Manuel: Beides. „A Place To Rest“ ist kein Konzeptalbum. Jedes Lied erzählt eine eigene Geschichte. Aber wer den Geschichten zuhört, wird merken, dass es Parallelen gibt. Es geht um das Streben nach Perfektion, um die Illusion des Ideals, um Verlust und darum, rastlos zu sein. Der Albumtitel beschreibt eine Sehnsucht danach, anzukommen, inne halten zu können, auszuruhen. Wenn man das weiß, wundert es vielleicht auch nicht mehr so sehr, dass die meisten Stücke eher nach vorn gehen.

Ihr eröffnet das Album mit „Always Blue“. Wer oder was ist immer blau? Was symbolisiert die Farbe Blau für Euch?

Manuel: Jeder der schon mal geflogen ist, weiß ja, dass über den Wolken und dem Unwetter ein blauer Himmel wartet. Der blaue Himmel steht einerseits für Zuversicht, es auch in schweren Zeiten schaffen zu können. Anderseits geht es ums Idealisieren. Und das kann gefährlich sein. Wenn man immer nur den Idealzustand sieht und anstrebt und einem alles andere demgegenüber schlecht erscheint, dann ist man ständig unzufrieden.

Alina: Dieses Streben nach Perfektion kenne ich auch gut. Oft erlebe ich eine lähmende Frustration, wenn das scheinbar Perfekte nicht erreicht werden kann. Always Blue“ existierte übrigens als einer der ersten Songs bei der Gründung von EiD.

Lars: Für mich kann der Titel auch immerwährende Traurigkeit heißen – im Englischen hat „blue“ eben auch diese Bedeutung. Ich mag diesen extremen Gegensatz sehr! Auf der einen Seite fast naiv anmutender Optimismus, und dieselben Worte können bei anderer Lesart ebenso deprimierende Melancholie ausdrücken. Je nach Stimmung kann man sich aufbauen oder runterziehen lassen. Herrlich!

Ein in meinen Augen herausstechender Titel auf dem Album ist „Bliss & Starvation“. Was steckt hinter der Nummer?

Manuel: „Bliss & Starvation“ ist ein Abschiedslied für eine besondere Freundin, die ich seit der Schulzeit kenne und mit der ich viel erlebt habe. Sie ist in ein anderes Land gezogen. Wenn man sich so lange kennt und sich fast jeden Tag sieht und sein Leben teilt, dann reißt das ein ziemliches Loch und das hat bei mir damals ziemlich viel durcheinander geworfen. Und so ein Verlust kann auch die Augen öffnen, für Perspektiven, Blickwinkel, die einem vorher entgangen sind.

Die Folgenummer ist das erwähnte „Downtime“. Du hast ja schon von deinem Zwischenstopp erzählt. Aber worum geht es hier genau?

Manuel: Eine Downtime ist so etwas wie eine Auszeit. Man spricht aber auch bei dem Ausfall einer Website von einer Downtime, einer Ausfallzeit. Und naja, meine Downtime war eben in Madrid. Da hatte ich dann ein bisschen zu viel Zeit zum Nachdenken…

Alina: Die Auszeit hilft zu bemerken, wenn man sich selbst oder die eigenen Ziele ändert und wenn man kann etwas dagegen zu tun oder sich neu zu positionieren.

Manuel: Ja, ab und an sollte man gucken, wo steht man eigentlich, ist man da wo man hinwollte? Und wenn nicht, ist man trotzdem da, wo man sein will? Und dann ist es wichtig, eben nicht nur der Vergangenheit nachzutrauern und trotz aller Veränderung dies das Leben so bringt, bei sich zu bleiben, sich treu zu bleiben.

Eine Frage, die ich mir nicht verkneifen kann: Dabei ist auch von „Noisy Airports“ die Rede. Wie viele Hintergedanken sind bei einer Berliner Band in Bezug auf den BER dabei, wenn man von Airports singt?

Alina: (lacht) Naja, als Downtime entstand begann auch erst der Bau des BER – dass das Projekt so ausufert und das Ende offen ist war zum Entstehungszeitpunkt nicht abzusehen und ist eher Zufall.

Manuel: Ich glaube auch nicht, dass es am BER sonderlich „noisy“ zu geht (grinst). Eher ein „Silent Airport“. Es ist schon echt ein Witz, was da passiert.

In „Against Reality“ begegnen indes gar Textfragmente auf Polnisch. Wie kam es dazu?

Manuel: Ich hatte die Idee für einen kleinen surrealen Text, der im Lied auftauchen sollte und zwar in einer Sprache, die für unsere Ohren nicht so geläufig ist. Ich finde slawische Sprachen haben einen interessanten Klang und nicht zuletzt wegen Alinas Wurzeln, lag das Polnische nah.

Alina: Ja, ich bin in Oberschlesien geboren, spreche aber leider selbst kaum polnisch. Meine Mutter hat damals den Text in Polnische übersetzt und eingesprochen. Das ist inzwischen etwas ganz Besonderes, denn leider kann sie wegen einer Erkrankung heute nicht mehr so sprechen – was in dem Kontext besonders gut zum „Against Reality“-Thema passt.

Überhaupt ist es ein interessanter Titel. „Against Reality“. Warum seid Ihr hier gegen die Realität?

Manuel: Na, guck sie dir doch an… Manchmal denke ich echt, das kann doch alles nicht wirklich passieren, wenn man so in die Nachrichten schaut. Da kann man ja nicht dafür sein… Aber eigentlich geht es in „Against Reality“ um etwas Anderes: Realität ist etwas Subjektives, nicht etwa etwas Objektives – wie viele glauben.

Alina: Diese subjektive Realität wird von vielen Dingen beeinflusst – alleine schon, welches Umfeld man hat und welche Medien man rezipiert. So ist die Realität nur jedem seine eigene. Der Medien-Realität sollte man kritisch gegenüber stehen und für sich abwägen, was man davon glauben möchte.

Manuel: Das gilt insbesondere für Boulvard-Medien. Wenn man z.B. die BILD liest, sollte man sich klar machen, dass es zwar unterhaltend sein mag, dass man sich aber über dieses Medium nicht objektiv informieren kann. Auf Facebook ist es noch schlimmer, wie da Bilder aus dem Zusammenhang gerissen werden, um z.B. gegen Flüchtlinge zu hetzen. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber dieses Manipulative ist mir zu wieder.

Lars: Eine wichtige Frage ist ja, gegen welche Realität man eigentlich ist… gegen die im eigenen Kopf? Oder eine Realität, die mir jemand weismachen will? Gegen die schreckliche Realität einer Krankheit? Oder wie Don Quijote und Sancho Panza gegen die Windmühlen der Gesellschaft? Ich befürchte zum Beispiel, dass die immensen Möglichkeiten der Informationsgesellschaft stärker und gezielter denn je dazu eingesetzt werden, Realitäten zu erschaffen, die die jeweilige Zielgruppe (also uns) zu einem bestimmten Verhalten bringen sollen. Für mich bedeutet „Against Reality“ den beständigen Kampf, mir gesunde Zweifel an diesen Realitätsblasen zu bewahren und nicht aufzuhören, sie zu hinterfragen.

Auch „Washed Away“ ist schon vom Titel her interessant. Was ist es, was dort weggewaschen wurde?

Manuel: Es geht um eine Waldlichtung im strömenden Regen. Washed Away ist der Epilog von The Glade, dem Song davor. Du kannst hier Alina flüstern hören; es sind Textfragmente aus The Glade die hier als musikalische Schatten noch nachhallen. In The Glade geht um eine Lichtung am Ende des Pfades. Das ursprünglich ist eine Metapher, die aus Mittwelt stammt, einem Ort aus dem Dunkle-Turm-Zyklus von Stephen King: Auf die Lichtung zu gehen; das bedeutet, das Leben hinter sich zu lassen. Allerdings regnet es auf der Lichtung ursprünglich nicht. Am Ende von The Glade heißt es aber „The downfall washed away the glade“. Ich fand dieses Bild sehr reizvoll, die friedvolle Lichtung in einem ordentlichen Regenguss absaufen zu lassen. Was kommt danach? Gibt es dann noch etwas? Washed Away ist wie ein kurzer Moment des Schwebens in dieser Frage, die für viele Menschen sehr essentiell zu sein scheint. Das eine mögliche Interpretation dieser Geschichte, meine persönliche Interpretation. Ich bin aber auch immer daran interessiert, wie andere Menschen meine Texte verstehen, was sie darin entdecken. Das finde ich total spannend.

Wenn wir das Album wieder als Ganzes nehmen: Wie ist Eure Erwartungshaltung damit? Wen und was möchtet Ihr mit „A Place To Rest“ erreichen?

Alina: Wir hoffen Menschen zu erreichen, die offen gegenüber neuer, aber auch vertrauter Musik sind. Und die bereit sind, tiefer in die Songs und Texte einzutauchen und sich auf das ganze Spektrum des Albums einzulassen.

Manuel: Ja, das Album funktioniert auf mehreren Ebenen. Und es ist recht abwechslungsreich. Trotzdem fällt es nicht auseinander. Also man spürt schon, dass alles zusammengehört. Wer hookige Melodien und 80er und 90er Synthklänge mag, anderseits kein Retro-Album erwartet, dem kann man das Album anraten. Wir freuen uns über das rege Interesse an unser Musik und wenn ich die Kritiken so lese, dann stelle ich fest, dass das Album als Werk auch fast überall verstanden wurde; das den Leuten die Liebe zum Detail und die Leidenschaft auffällt, die überall drin steckt. Damit ist schon mal ein erster Schritt wichtiger Schritt getan und das freut mich einfach.

Wo wir beim Geschäftlichen sind: Das Album erscheint über Phonector. Warum habt Ihr Euch für Phonector entschieden? Inwieweit passen Phonector und Empire in Dust zusammen?

Manuel: Phonector ist ein kleines, genreübergreifendes Indielabel aus Berlin-Kreuzberg. Sie bieten die Release-Infrastruktur, die wir für A Place To Rest brauchten. Wir bekamen eine hilfreiche Beratung, sehr faire Konditionen und wir bleiben künstlerisch unabhängig. Und was ich immer ganz wichtig finde: Man bekommt bei Fragen immer schnell eine kompetente Antwort.

Alina: Das Witzige ist, dass das Label Phonector seinen Sitz nur wenige Häuser von mir in der selben Straße hat. Das war aber kein Auswahlkriterium, das war ein Zufall, der sich erst im Nachhinein herausgestellt hat.

Auf der einen Seite ist das Album, auf der anderen Seite will es natürlich auch präsentiert werden. Plant ihr, das Album auch live zu präsentieren? Schließlich ist in der Bandbesetzung auch explizit ein Live-Bassist angegeben…

Manuel: Ja, wir spielen sehr gern live. Es gibt verschiedene Gespräche und Optionen bzgl. Auftritten im kommenden Jahr. Noch gibt es aber nicht viel Konkretes. Aber doch: Ich kann schon mal verraten, dass man uns am 20.08. in Thüringen beim Pool of Darkness sehen und hören kann. Ich freue mich schon darauf, wieder auf die Bühne zu gehen!

Was würdet Ihr generell sagen: Was zeichnet Empire in Dust live aus? Warum sollte man Euch unbedingt live sehen?

Alina: Man sieht eine ehrliche Show, die ohne Tänzerinnen und Pyrotechnik auskommt. Das Publikum kann mit uns voll und ganz in die Musik eintauchen.

Manuel: Ich mag den Kontakt mit dem Publikum und teile die Emotionen, die in den Songs liegen; also Sonnenbrille oder so kommt mir live nicht vor die Augen. Durch das breite Spektrum in unserer Musik, wird es auch nicht langweilig, selbst für Leute die uns noch nicht kennen. Es gibt einiges zu entdecken und die Musik geht nach vorn.

Man darf ja auch mal träumen: Mit wem würdet Ihr gerne mal die Bühne teilen?

Alina: Ein Traum ist bereits wahr geworden: wir durften 2012 als Vorband von Diorama in Tel Aviv die Bühne teilen und mit unserem ersten Auftritt 2006 teilten wir uns 2006 mit Covenant die Bühne. Für mich wäre es ein Traum mit mesh zu spielen. Ok, und in unrealistischen Träumen wäre es Muse.

Manuel: Dafür sind es ja Träume (lacht). Ja, mesh wäre tatsächlich cool, wer weiß. Es sollte eine Band sein, die ein offenes Publikum mitbringt und eine Band wir selber auch mögen. Ich bin da ganz offen. Es gibt viele tolle und interessante Künstler.

Wir haben nun über das Album und die Live-Pläne geredet… Gibt es schon Pläne, wie es danach weitergehen soll?

Manuel: Es gibt, die Idee, noch eine Single auszukoppeln, oder vielleicht sogar eine EP zu produzieren, mit Remixen und alternativen Versionen und auch mit neuen Songs. Aber da ist noch nichts spruchreif. Wir atmen jetzt erst mal durch. Ich bin in Gedanken noch sehr mit A Place to Rest verbunden und finde das auch ganz schön so.

Lars: Mich persönlich würde es sehr freuen, wenn das mit der EP klappen würde. Die Blaupausen zu A Place to Rest waren ja schon zu großen Teilen vorhanden, als ich zu Empire in Dust kam. Ja, ich konnte mich auch als Bandneuling einbringen. Ja, ich bin stolz auf das Ergebnis! Aber es ist halt ein anderer Schnack, von Anfang an bei einer Idee dabei zu sein!

Zum Schluss noch rein spekulativ gefragt: Wo seht Ihr Empire in Dust in 10 Jahren?

Alina: Mesh supportet uns live (lacht).

Manuel: Du meinst, wie damals bei Depeche Mode und Fad Gadget? (lacht) Ja, das wäre schon lustig. Also im Ernst, soweit habe ich noch nicht gedacht. Wenn man mal den Zauber im Musikmachen gefunden hat macht man damit weiter. Und ich denke in 10 Jahren wird es hoffentlich ein paar mehr schöne Werke von EiD geben.

Interview: Marius Meyer
Bilder: Empire in Dust