Es ist mal wieder soweit: Wie jedes Jahr im August geben sich in Hildesheim wieder in Hildesheim wieder die großen Acts der dunklen Musik die Ehre und treffen auf vielversprechende Newcomer sowie alteingesessene Helden und bieten dem Besucher ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Elektro, Gothic Rock, Mittelalter und mehr. Wir haben den Veranstaltern in diesem Jahr erneut einen Schwung Fragen zum Festival geschickt, den Katja Wittenstein von FKP Scorpio uns gerne beantwortete.

Es sind jetzt noch gut zwei Wochen bis zum diesjährigen M’era Luna Festival. Wie ist der Stand der Vorbereitungen? Seid Ihr gut in der Zeit?

Ja, alles ist bestellt. Es gibt noch ein paar Feinheiten zu klären, zu besprechen aber das Grobe steht.

Neben den Bands gibt es ja auch immer noch das Rahmenprogramm mit Mittelaltermarkt, Lesungen und co. Wird es in diesem Jahr Neuerungen oder Änderungen im Rahmenprogramm geben?

Konsolidierung und Serviceverbesserungen stehen dieses Jahr im Vordergrund, neben dem Recycling – siehe unten.

Jedes Jahr wieder ein Thema sind evtl. verfügbare Tageskarten. Kann man schon absehen, ob es diese in diesem Jahr geben wird?

Ja, die wird es wieder geben, wie jedes Jahr Das Kontingent dafür hängt ab von der verfügbaren Fläche und dem Verkauf der Kombitickets.

Im Vorjahr war das Festival mit 25.000 Besuchern ausverkauft. Rechnet Ihr auch in diesem Jahr wieder mit einem ausverkauften Festival?

Es sieht auf jeden Fall gut aus und wir sind froh, dass unser Publikum sich vom Festival und dem diesjährigen Line-Up wieder angesprochen fühlt.

Wie ich beim Hurricane Festival gesehen habe, gab es dort auf dem Festival direkt eine mobile Lidl-Filiale. Ist so was auch für das M’era Luna geplant?

Wir haben seit eh und jeh einen Supermarkt auf dem Gelände. Das Sortiment ist leider nicht so groß wie das Sortiment der Lidl Filiale auf dem Hurricane. Die Investition seitens Lidl um einen derartigen Supermarkt auf einem Festival zu bauen ist zu hoch für die erwartete Besucherzahl. Schade, wir fanden den Service ganz cool.

Es gibt den Müllpfand beim Eintritt, die Papier sparende Festival-App, Bechersammlung durch Viva con Agua… Wird es noch mehr Maßnahmen geben, die auf den Umweltschutz und soziales Engagement abzielen?

Dieses Jahr werden wir unsere Bemühungen noch intensivieren. Wir bringen den Müll direkt vom Festival in eine Sortieranlage und werden somit versuchen, größere Mengen der thermischen Verwertung zu entziehen und die Rohstoffe wieder in den Kreislauf zu geben. Somit trennen wir nicht mehr vor Ort: wir bitten alle, den Müll sauber und möglichst trocken bei den Stationen ab zu geben, damit dieses Vorhaben gelingt. Unsere Lotsen werden die Besucher dabei wieder tatkräftig unterstützen.

Auch in diesem Jahr wird es wieder das Lotsen-Projekt geben, mit insgesamt 100 Lotsen auf dem M’era Luna. Wie wird das Lotsen-Projekt insgesamt angenommen?

Sehr gut, wir haben immer mehr Bewerbungen als Plätze die wir anbieten. Trotz alledem kann man sich noch bis kurz bevor das Festival startet bewerben, denn es springen auch immer mal wieder Leute kurzfristig ab und wenn man Glück hat, rückt man nach.

Welche Voraussetzungen sollte man erfüllen, um beim M’era Luna als Lotse zu arbeiten?

Man muss nur 18 Jahr alt sein und Lust haben auf einem Festival zu arbeiten, mehr nicht.

Könnt Ihr einen Einblick in das Tätigkeitsspektrum eines Lotsen geben?

Beim Mera Luna sind die Aufgabenbereiche besonders vielfältig. Das reicht von unserem großen Recyclingprojekt, über den Einlass bis hin zur Dekoration im Backstagebereich, Organisation der Modenschau oder das Schmeißen der Lotsenbar. Auch ein Jokerteam gibt es auf allen unseren Festivals. Als Joker arbeitet man ganz flexibel dort, wo man eben gebraucht wird. Aber wichtig ist uns dabei, dass kein Lotse mehr als 20 Stunden arbeitet. Das Projekt heißt ja Projekt 20/4 und schließlich sollen auch die Lotsen noch was vom Festival haben.

Jetzt im Vorfeld des Festivals gab es viele Warm-Up-Feten. Warum lohnt es sich, diese zu besuchen? Welche besonderen Aktionen für das Festival sind geplant?

Wir haben mittlerweile allein in Deutschland über 20 Warm-Up Parties und auch im Ausland (England, Skandinavien und Niederlande) haben sich die Fans in den Clubs auf das M’era Luna eingestimmt. Auf dem Festival selber laden wir die Besucher wieder zu einem bunten Rahmenprogramm aus Lesungen, Modenschau, Gothic Fashion Town und Mittelaltermarkt ein. Und natürlich darf auch wieder die ganze Nacht getanzt werden. Namhafte DJs sorgen für den richtigen Sound. Mit dabei sind das DJ Team Gothminister (Norway), DJ Team Kwoad (Raven, The Netherlands) & Nachtraaf (TNIG, The Netherlands),Team Sami (Faderhead) & Martin Sprissler (Gothic Magazine) und DJ Marc Urban (Nightcrawling / Sonic Seducer Magazine).

Neben Warm-Ups in Deutschland gibt es auch eines in Arnheim in den Niederlanden und eines in Dänemark in Copenhagen. Zieht das Festival überdurchschnittlich viele Besucher aus diesen beiden Ländern an?

Ja, wir haben viele Besucher aus dem Ausland und wir möchten auch selber über den Tellerrand blicken und unseren Gästen gerne präsentieren, was in den Nachbarländern gerade angesagt ist. Darum haben wir den „Moonlight on ..“ Wettbewerb ins Leben gerufen. Das heißt, in einem unserer Nachbarländer findet in Kooperation mit dortigen Szenemedien und Clubs ein Bandwettbewerb statt. Der Sieger spielt dann auf dem M’era Luna. Dieses Jahr fand das Finale im Rahmen des Dänischen Spot Festivals statt. Gewonnen hat die Band EUZEN. Wir freuen uns schon auf ihren Auftritt.

Zum Schluss noch eine Survival-Frage für das Festival: Welche fünf Sachen sollten keineswegs im Festivalgepäck fehlen?

Das Ticket, feste Schuhe, trockene Socken, Geld, Ausweis.

Weiterführende Links zum Thema Lotsen:

www.fkp-volunteer.com
www.lotsen-projekt.de

… alles andere auf www.meraluna.de

Interview: Marius Meyer
Bilder: Eisenmenger (1), Bernd Zahn (2, 4), Carsten Christians (3)