Ende Januar gastierte Maximilian Hecker im Hamburger Nochtspeicher, um dort vor gut gefülltem Haus sein neues Album „Spellbound Scenes of My Cure“ aufzuführen. Vor dem gelungenen Auftritt, der das neue Album präsentierte, aber auch einen Querschnitt durch das weitere bisherige Schaffen des Künstlers zeigte, trafen wir uns mit Maximilian Hecker, um ein ausführliches Gespräch zum neuen Album und den damit verbundenen Themen zu führen. Ein sehr aufschlussreiches Gespräch war es, das es an dieser Stelle nun nachzulesen gibt.

Ich würde gerne direkt mit dem neuen Album einsteigen. Was würdest Du denn sagen, sind die Neuerungen und Unterschiede gegenüber dem Vorgänger?

Musikalisch und inhaltlich sind da wenig Unterschiede. Vielleicht ist die Produktion ein bisschen spärlicher, der Gesang lauter, weniger Instrumentierung, sodass sozusagen der Gesang durch die Instrumentierung gestützt wird – nicht wie bei dem Vorgänger-Album, das so eine Art Wall of Sound hatte und der Gesang wie bei einer typischen Britpop-Produktion eher so im Mix ist. Dann ist es natürlich so eine Art Konzeptalbum, weil ich Orte der Welt als Thema habe. Bei den Vorgänger-Alben gab es in gewisser Weise kein wirklich zusammenhängendes Thema. Es gibt dazu noch die Filme, die in gewisser Weise einen Zusatz zum Album darstellen bzw. das Artwork auch bilden. Aber im Grunde ist es ja so, dass es mir nicht um Veränderung oder Neuerung geht, sondern ich vertikal denke sozusagen. Das heißt, ich denke nur an den einzelnen Song, dass der das beste Arrangement kriegt und dass der im besten Falle so eine Art Evergreen werden könnte. Das heißt, ich versuche nicht innerhalb der Platte einen neuen Klang zu kreieren oder ich überlege nicht, wie ich mich zu anderen Musikern zur Zeit positioniere. Es geht tatsächlich nur um das eine Lied, das den Hörer berühren soll, oder mehrere Leider. Deshalb ist es nach wie vor glaube ich sehr unmodern, was ich mache. Deshalb haben es Kritiker glaube ich mit mir auch so schwer, weil es wenig Ansatzpunkte außer „er macht immer das gleiche“ gibt. Das ist dann in gewisser Weise der rote Faden. Nur, da es mir ja um das „große Gefühl“ geht, das ich und der Hörer im besten Falle haben, kann ich da nicht noch überlegen, wie ich mich gerade in der Zeitströmung positioniere.

Du hast gerade, dass der Unterschied ist, dass es ein Thema gibt, das sich durch das Album zieht. Wie kamst Du zu dem Thema?

Ich bin viel gereist und habe irgendwann angefangen, meine Reisen zu dokumentieren, auch filmisch. Dann habe ich zwei Reisen gemacht an weniger bekannte Orte. Der eine ist Hennigsdorf, ein Ort im Norden von Berlin, der andere ist Kastrup in Kopenhagen. Diese Reisen waren so bedeutend für mich, dass ich unbedingt Lieder drüber schreiben wollte. Und ich dachte: Warum nicht als Gegenpol diese eher dörflichen Orten, die eher etwas mit Bei-sich-Sein und Heimat zu tun haben. Dörflichkeit als Gegenteil zu den großen Städten, in denen ich auch schon war und in denen ich eben nicht Alltag erlebe und nicht das Gefühl habe, ich bin in mir ruhend, sondern eher abgelenkt und verwirrt durch die Position des „Popstars“, in Asien. Da dachte ich, das ist ein ganz schöner Gegensatz, neben diesen beiden Liedern „Hennigsdorf“ und „Kastrup“ eben auch Lieder zu haben, die über Hong Kong, Peking usw. handeln.

Wie kamst Du gerade zu Hennigsdorf und Kastrup?

Ich bin eines Tages wegen einer unangenehmen Situation aus Berlin geflohen und hab ohne groß nachzudenken mir einen Easyjet-Flug nach Kopenhagen gebucht. Es hätte auch ein Flug nach Barcelona oder so sein können. Aber ich merkte, als ich ankam, dass ich mich komplett von der schwierigen Situation in Berlin zuhause befreit hatte, dieser Situation mit einer Frau. Ich hatte da das Gefühl, dass der Einflussbereich dieser Person, oder aller Personen, mit denen ich Umgang habe – dieser Einflussbereich ging aus irgendeinem Grund nicht bis nach Kastrup. Ich hatte in dem Moment das Gefühl, dass ich in gewisser Weise am Arsch der Welt bin und hier kommt kein anderer hin. Niemand weiß, dass ich hier bin. Ich bin plötzlich in einer Blase, in einer Oase und bin geschützt. Ohne, dass ich vorher damit gerechnet hatte, dass das so eine bedeutende Reise wird, mich plötzlich regelrecht euphorisch gefühlt – und das war ein großer Kontrast zu dem Gefühl vorher, in den Tagen oder Wochen vorher. Ich habe dann angefangen, mich zu filmen, dokumentarisch erst einmal, um dieses Gefühl festzuhalten, das ich in dieser freiwillig aufgesuchten Isolation hatte. Natürlich isses eine eher kindliche Trotzreaktion, wenn man flieht, dennoch war es erst einmal eine temporäre Lösung.

Dieses Gefühl habe ich dann wieder gesucht, als ich Silvester statt mit Freunden zu feiern in so ein Billighotel im Industriegebiet im Vorort von Berlin gefahren bin und da auch schon um zehn im Bett war und den Jahreswechsel verpasst hatte, als ich das erste Mal da war. Ich war jetzt schon drei Silvester dort und habe ähnliche Gefühle wieder gehabt, gewissermaßen diese Unschuld dessen, der unbeobachtet ist. Das kann man natürlich, wenn man in seinem Zimmer alleine sitzt, auch erfahren, aber in den Fällen war es noch extremer glaube ich, weil die Reiseorte so kurios waren, weil auch Silvester ein Moment ist, in dem wenig Leute wohl bewusst allein sind. Es hatten dann auch so etwas leicht Rebellisches oder eine pubertäre Trotzhaltung im Sinne von „keiner findet mich hier“.

Dennoch ist es glaube ich nicht wichtig, wie es dazu kam, sondern dass ich in diesem Moment die Befreiung als wertvoll empfand, dass ich dann dachte, das ist ein Lied wert. Das ist mehr wert als nur das reine Erlebnis, sondern man es auch als Kunst verwerten kann.

Würdest Du denn sagen, dass diese Trotzreaktion sich in „Hennigsdorf“ auch im Lied widerspiegelt? Ich hab gemerkt, dass da dieser Ausbruch drin ist, diese eine Minute Gitarrenwand. Ist das ein Sich-gehen-Lassen in der Abgeschiedenheit?

Eigentlich nicht. Im Grunde ist diese Isolation auch ein sozialer Selbstmord. Als ich das erste Mal in Hennigsdorf Silvester war… Man tippt ja da am Etap oder ibis Budget so einen Code ein und kommt dann in eine Art Gefängniszelle, so wie vermutlich eine moderne Gefängniszelle aussieht. Ein sehr funktionales Hotel. Da dachte ich: Okay, zum Beispiel Chris Martin von Coldplay – der ist so alt wie ich, hat Frau und Kind und ist jetzt definitiv nicht irgendwo im Vorort im ibis Budget. Dann habe ich natürlich auch meine Zweifel an diesen Reisen gehabt hin und wieder. Ist das altersgemäß? Ist das noch gesund? Ist das psychisch gesund? Das heißt, dass dieser Gitarrenausbruch dann doch eine Art von Verzweiflung, die natürlich auch in dieser Einsamkeit liegt. Es ist schon die Verzweiflung und gleichzeitig die Glückseligkeit. Es ist beides vorhanden in der Reise, aber diese Gitarren sollen nicht Sich-gehen-Lassen heißen, sondern eher so eine Art Verzweiflungsmoment.

Du hast es gerade schon angesprochen, dass Du den Gegensatz hast von kleinen Orten, Städten und den Großen. Du hast das Haus „The Opposite“, das gehört ja mit Peking zu den größeren Städten. im Titel ist dieses „3 a. m.“ drin. Warum genau diese Uhrzeit?

Weil ich damals in die Lobby dieses Hotels ging. Ich konnte mir dieses Hotel nicht leisten 2012, jetzt auch noch nicht, ich war da nachts oder auch früh morgens nach dem Disko-Besuch in dieser Lobby. Darauf bezieht sich das eben. Es hat keinen tieferen Sinn in dem Sinn. Wie wenn man einen Tagebuch-Eintrag hat, wo man ist und zu welcher Uhrzeit.

Ach so, Du hast da gar nicht übernachtet, sondern warst nur in der Lobby…

Der Film „Peking“ zeigt mich dann ja auch in der Lobby. Da war ich vor einem halben Jahr und habe mich noch einmal in dieser Lobby gefilmt.

Welche Rolle spielt dabei Liu Wen?

Liu Wen ist die Muse, die unerreichbare Frau. Ganz simpel gesagt: Ich habe irgendwann ein Plakat mit ihr gesehen und dachte „wow“. Verliebt kann man ja nicht sagen, wenn es nur ein Bild ist, aber ich war sehr angesprochen und dachte, das reizt mich so, dass ich ihr ein Lied widme. Das ist eigentlich auch ein relativ banaler Grund.

Du hast gerade auch die Videos schon angesprochen. Dafür hast Du zum Beispiel eins gemacht. Ich habe in der Info gelesen, dass Du dafür ein billiges, dreibeiniges Stativ genommen hast. War das intendiert, dass es wirklich ein billiges Stativ ist und so?

Das nicht, ich hatte auf der Tour aus Gepäck-Gründen nicht aus Berlin mitgenommen, ich hab so etwas auch gar nicht. Ich dachte, wahrscheinlich kriege ich das in China eher günstig und habe dann im Elektronik-Markt eins für zehn Euro bekommen. Ich habe dann die Reflexion meines Kopfes im Hotelzimmerfenster gefilmt. Vielleicht hätte ich auch irgendwo die Kamera hinstellen können, aber so hat man mehr Spielraum, was den Winkel angeht. Das Video ist glaube ich besser geworden als ich dachte, dass es werden könnte. Ich dachte, eigentlich habe ich kein Budget für ein Video, mache ich halt irgendwie eins selber. Da ich ja Hobby-mäßig ein bisschen Erfahrung mit dem Filmen hatte, dachte ich, dass das jetzt mein Moment ist, um das vielleicht zu verwerten für so was, die Filmerei. Das war dann tatsächlich sehr spontan. Ich habe irgendwie gefilmt. Eine der Szenen, die dann auch das Single-Cover wurde, da stellt sich die Kamera nicht scharf und ich gehe die Straße entlang. Das ist von Zufällen geprägt, das Video.

Hintergrund der Frage war jetzt: Wir hatten auch bei der „I Am Nothing But Emotion…“ mal ein Interview gehabt und da hattest Du erwähnt, dass das Unperfekte und Skizzenhafte dazugehört. Würdest Du denn sagen, dass das einen besonderen Reiz ausmacht?

Bei dem Album gehörte es dazu und bei den beiden Alben danach war es natürlich nicht so. Da ging es nicht um Unperfektion. Das ist eine Grundsatzentscheidung: Entweder ich nehme etwas Skizzenhaftes aus oder ich gehe ins Studio und mache es richtig. Ich glaube, so einen richtigen Mittelweg, wo es gut klingt und trotzdem irgendwie skizzenhaft ist, das ist nicht so leicht. Aber in gewisser Weise, was diese Kurzfilmchen angeht: Das ist natürlich genau das, das sind Impressionen und es ist ein Hobby. Deshalb macht es auch Spaß und ich muss mich auch nicht messen mit Filmemachern, weil ich ja keiner bin. Dann hat man diese Freiräume. In gewisser Weise sind die Musikvideos, auch das schwarz-weiße Kastrup-Video, einfach das Experiment, ob ich so etwas selber schneiden und fabrizieren kann. Ich fand’s dann doch ganz schön. Also einerseits hat die Liu Wen das Video auf ihrer chinesischen Facebook-Seite gepostet, einen Tag nach Single-Release, und Spiegel Online hat eine Video-Premiere gemacht. Ich fand es ganz lustig, dass meine Laien-Musikvideos doch irgendwie „veramtlicht“ wurden dadurch. Aber klar, heutzutage ist natürlich ein Musikvideo nicht mehr das, was es früher war, weil das Filmen und das Editieren leicht geworden sind. Ich glaube, da gibt es eine riesige Grauzone an Homemade-Sachen und richtig produzierten. Irgendwann kann man den Unterschied vielleicht auch nicht mehr erkennen oder dann ist es eine tolle Idee, die genügt und dann ist es auch egal, wenn es homemade ist. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich tolle Ideen hatte. Ich habe sehr herkömmliche Musikvideos gemacht, das ist ja keine super Idee.

„Kastrup“ ist auf dem Album zweigeteilt…

Das lag eigentlich nur daran, dass ich für dieses Duett die gleichen Textzeilen verwenden wollte, leicht abgewandelt. Dann habe ich es dementsprechend „Kastrup, Teil 2“ genannt.

Was ich dabei interessant fand, ist das auf dem Album Teil II vor Teil I kommt…

„Kastrup“ sollte das letzte Stück sein, da ging das dann nicht, Teil 1 vor Teil II zu packen.

Du hast gerade das Duett mit Rachael Yamagata erwähnt. Wie kam es denn dazu? Gab es da schon länger einen Kontakt?

Die Rachael ist neben USA auch in Ostasien bekannt und irgendwann mal hat ein Veranstalter ein Doppelkonzert gemacht, 2011 in Seoul. Da habe ich sie kennengelernt. Wir hatten wenig Kontakt, uns aber immer gut verstanden. Als ich im März in Korea war, war sie auch – wenn man so will – zufällig da und dann haben wir beschlossen, dass wir was zusammen machen.

Wie stark würdest Du sagen, ist ihr Anteil an dem Stück?

Ohne ihren Anteil kleinzureden: Es war so, dass ich alles abgeliefert habe und sie hat dann die zweite Stimme gesungen. Insofern ist ihr Anteil die Vocal-Performance. Es ist keine Kollaboration, wo man jetzt stundenlang zusammen am Klavier gesessen hat. Sie hat das in New York aufgenommen und mir geschickt, da gab es auch keine Möglichkeit, das wirklich zusammen zu machen.

Ich würde das Album gerne wieder ein bisschen mehr als Ganzes betrachten jetzt. Wir haben noch den Albumtitel „Spellbound Scenes of My Cure“. Würdest Du sagen, der Titel ist ein roter Faden durch das Album?

Ja, „Scenes“ kann man ja auch als „Orte“ übersetzen, also „Verwunschene Orte meiner Heilung“. Einmal ist das eine Textzeile aus dem ersten Lied, „a spellbound scene of my cure“, in dem Fall als Singular. Ich guck dann am Schluss immer die Texte durch und gucke, ob es einen Albumtitel gibt, der eigentlich schon in den Texten drin ist. Den fand ich gut geeignet für die Orte auf der Welt, obwohl die eigentliche Heilung eher am Schluss des Albums, bei „Kastrup I“ und „Hennigsdorf“ stattfindet, streng genommen. Von jemandem, der in einer Art unterwürfigen Position jemand anderen besingt und in gewisser Weise nicht bei sich ist in dem Moment, sondern bei der besungenen Person, ist es am Schluss so, dass ich nur noch beim letzten Lied mich besinge und sozusagen bei mir angekommen bin.

Das Album ist ja nun auch schon eine Weile draußen. Du meintest vorhin, Kritiker tun sich immer schwer mit Dir. Wie hast Du denn bisher die Reaktionen auf das Album empfunden?

Es gab gute Kritiken, was Deutschland angeht, aber ich glaub, von den Leuten, die mich nach dem ersten zweiten Album verabschiedet hatten, gab es dann nach wie vor negative Kritiken. Was zu erwarten war, sag ich mal. Woran das liegt? Man hat vielleicht wenig Ansatzpunkte, darüber zu schreiben, weil es wenig Veränderungen gibt und ich glaube, dass die Musik auch diverse Leute provoziert. Ich meine nicht nur Kritiker, sondern generell. Das ist schon ein bisschen polarisierend, wenn es so gefühlslastig ist. Wenn man dann mit so viel Gefühl nicht umgehen will, kann es auch schnell umschlagen in „oh, schon wieder, das kann ich nicht hören“. Das einzige Problem ist, dass die Kritiker mehr Gehör finden als der einzelne Hörer. Nur ist es ja bei aller Liebe nicht für den Kritiker, sondern für den Hörer. Schade dann, wenn ein Hörer es nicht gehört hat, etwas Negatives liest und sich entscheidet, es gar nicht erst anzuhören. Ansonsten ist das ja immer eine ganz ulkige Disziplin, als wenn ich allein auf den Tennis-Court gehe und spiele und der Journalist sich das so anschaut und am Schluss kriegt er aber vom Veranstalter den Pokal überreicht. Man könnte das so empfinden: Der, der sich da abrackert, geht als Verlierer vom Platz und der, der das ohne, dass er in der gleichen Disziplin etwas gemacht hat und das bewertet, geht als Sieger vom Platz. Es sei denn natürlich, er lobt das, dann ist die Situation anders, dann gehen vielleicht beide als Sieger vom Platz. Aber es ist so ein bisschen wie Äpfel und Birnen Vergleichen manchmal, finde ich. Aber das ist das Geschäft.

Du meintest gerade, dass negative Kritiken ja auch zu erwarten waren. Ist das denn so eine negative Erwartungshaltung schon, die Du da hast?

Was Deutschland angeht, ja. Sobald es Österreich oder die Schweiz sind, gibt es nicht mehr dieses „Prophet-im-eigenen-Lande-Syndrom“, habe ich das Gefühl. Ich habe das Gefühl, da wird etwas wertfreier geurteilt, mit weniger vorgefasster Meinung. Extrembeispiel ist dann Asien. Da, wo ich spiele, gibt es glaube ich sehr wenige einordnende Überlegungen, bevor man sich der Musik widmet. Man hört das Zeug einfach an und lässt es auf sich wirken, ohne dass man sagt, das sei ja immer das gleiche und der James Blake ist da jetzt ganz vorn und der Hecker mit seinen uralten Britpop-Kamellen… Wie auch immer, die Einordnungen, bevor man überhaupt überlegt „wirkt das überhaupt auf mich? ist das schön? fühle ich mich wohl, wenn ich das höre?“ – das wird ja in der Regel gar nicht so wirklich beurteilt, habe ich das Gefühl in den Ländern, in denen es so viel Musik gibt und in denen die Musikkritik schon eine so lange Geschichte hat.

Du hast gerade schon diesen Gegensatz angesprochen: deutschsprachiger Markt und Asien. Ich habe heute früh ein bisschen in dem Spiegel Online-Artikel gelesen, den Du vorhin auch schon angesprochen hast, da war diese Gegenüberstellung drin: melancholischer Prinz gegenüber blassem Bürschchen. Ist das denn etwas, womit Du Dich inzwischen abgefunden hast oder ist da noch die Ambition, auch hierzulande noch ein bisschen mehr durchzustarten?

Durchstarten gerne, da habe ich keine Berührungsängste. Ich habe ja eben nicht das Gefühl, dass das, was ich mache, kitschig oder billig ist. Häufig wird das so wahrgenommen in Deutschland. Deshalb wundere ich mich dann manchmal schon, dass es offensichtlich nicht so aufgefasst ist, wie ich es geplant hatte. Aber in gewisser Weise abgefunden, ja.

Es ist ja auch das achte Studioalbum. Ist man da denn überhaupt noch aufgeregt, wenn das rauskommt?

Wenn es rauskommt, nicht. Aufgeregt, wenn man so will, wenn man es herstellt. Das ist ja das, was ich beeinflussen kann. Aber in dem Sinne aufgeregt nicht, man ist zu der Zeit auch zu beschäftigt. Wie gesagt, da kann ich ja auch wenig Einfluss drauf haben.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Interview: Marius Meyer
Bilder: Pressefreigabe