Erneut neigt sich ein Jahr dem Ende und wieder stellt man sich die Frage: Wo ist das Jahr nur geblieben? Bevor Alternativmusik.de in die Weihnachts- und Silvesterpause geht, präsentieren wir an dieser Stelle wie gewohnt die Jahrescharts der Redaktion. In diesem Jahr gibt es dabei gleich fünf Top Tens, die allesamt sehr unterschiedlich erscheinen. Somit finden sich an dieser Stelle gleich 50 Alben des Jahres 2010, die auf ihre Art und Weise herausgeragt haben. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Lesern und wünschen schöne Festtage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr! In 2011 geht es dann in alter Frische weiter. Viel Spaß mit den vorliegenden Jahrescharts!

Auch in diesem Jahr gilt: Die Listen erscheinen in alphabetischer Autorenreihenfolge. Sie sind dabei countdown-mäßig von Platz 10 bis Platz 1 gehalten.

Karo
10. Nighthawks – Today
9. Elin Ruth Sigvardson – Cuckatoo Friends
8. Karen Elson – The Ghost Who Walks
7. Dylan LeBlanc – Paupers Field
6. The Wooden Sky – If I Don’t Come Home You’ll Know I’m Gone
5. Tom McRae – The Alphabet of Hurricanes
4. Sam Amidon – I See The Sign
3. Aloe Blacc – Good Things
2. Jamie Lidell – Compass
1. Sia – We Are Born

Lisa
10. Eisenfunk – 8 Bit
9. OMD – History of Modern
8. Portion Control – Violently Alive
7. Indica – A Way Away
6. [x]-Rx – Update 3.0
5. Autodafeh – Identity Unknown
4. Extramensch – Extramensch
3. Ashbury Heights – Take Cair Paramour
2. Linkin Park – A Thousand Suns
1. Grinderman – Grinderman 2

Marius
10. Revolverheld – In Farbe
9. Richard Ashcroft – RPA & The United Nations Of Sound
8. Ordo Rosarius Equilibrio – Songs 4 Hate & Devotion
7. Ellie Goulding – Lights
6. Manic Street Preachers – Pictures From A Young Man
5. Die Happy – Red Box
4. Amy Macdonald – A Curious Thing
3. Juli – In Love
2. Pink Turns Blue – Storm
1. Deftones – Diamond Eyes

Martin
10. The Bewitched Hands On The Top Of Our Heads – Birds & Drums
9. Tusq – Patience Camp
8. The Gaslight Anthem – American Slang
7. Alcoholic Faith Mission – Let This Be the Last Night We Care
6. Matula – Blinker
5. Kele – The Boxer
4. Herrenmagazin – Das wird alles einmal Dir gehören
3. The National – High Violet
2. Mikrokosmos23 – Memorandum
1. Adolar – Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!

Tristan
10. Post Scriptvm – Grey Eminence
9. NUDE – Basic Guerilla Moves
8. Ataraxia – Llyr
7. Omnia – Wolf Love
6. Fear Factory – Mechanize
5. Apoptose – Bannwald
4. Helloween – 7 Sinners
3. Lugburz – Songs from forgotten Lands
2. Tzol’Kin – Toniatuh
1. Ghost – Opus Eponymous

Nach den Übersichten hier nun die ausführlichen Varianten. Natürlich in selber Schreiber-Reihenfolge.

Karo

10. Nighthawks – Today
Es scheint, als habe ich mich im Laufe des Jahres zur Weltmusik-Abteilung von alternativmusik.de entwickelt, ein Job, der mich in regelmäßigen Abständen in leichte Panik versetzt, denn geplant war das nicht. Aber das Genre meint es gut mit mir, und nichts hat mich in den letzten Monaten positiver überrascht als die wilde Mischung aus traditionellen, fremden und schier abwegigen Klängen, die uns das Genre beschert. Nighthawks sind dabei die perfekte Einstiegsdroge: Eher lounge als wild, nehmen sie den Hörer bei ihrer Reise um die Welt an die Hand. So kann man ganz furchtlos polnische, iranische und Roma-Weisen genießen und bei jedem neuen Song aufs Neue fest beschließen, der Weltmusik eine Chance zu geben.

9. Elin Ruth Sigvardsson – Cookatoo Friends
Was wären Jahrescharts ohne einen schwedischen Anwärter. Elin Ruth kommt mit ihrem vierten Album auch in Resteuropa groß raus, und das ist gut so – denn die junge Dame singt und schreibt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Bang ist die Art Single, von der Radios träumen, und ist dabei so unglaublich gut gemacht, dass man auch nach der vierundzwanzigsten Wiederholung noch mitwippt. Sigvardsson hat Soul im Blut, gemischt mit Lebensfreude und einem guten Schuss Romantik. Ach, und singen kann sie auch.

8. Karen Elson – The Ghost Who Walks
Dass man nicht alles als Schund abtun sollte, was Prominente in ihrer Freizeit zustande bringen, beweist Model und Prominentenehefrau Karen Elson mit ihren wundervoll ätherischen und doch kantigen Country-Songs. Ein Hausgeist treibt sein Unwesen auf ihrem Debutalbum, und er scheint der Qualität von Elsons Musik zuträglich zu sein. Die ersten Minuten von The Ghost Who Walks sollten auch die schärfsten Kritiker überzeugen, und der Rest der Welt fragt sich leise, warum einige Menschen nicht nur gertenschlank, schön und begabt, sondern auch noch mit einer hervorragenden Stimme gesegnet sind. Nur kein Neid bitte.

7. Dylan LeBlanc – Paupers Field
Dylan LeBlanc ist der Traum eines Alt Country-Rezensenten. Blutjung, aber mit einer Stimme gesegnet, die Ray Lamontagne Konkurrenz macht, leidet sich der Zwanzigjährige durch Balladenstoff aller Art und bedient jedes Americana-Klischee. Aus dem Nichts erschienen, verzückt LeBlanc die Americana-Gefolgschaft und verdient eine lange, erfolgreiche Karriere.

6. The Wooden Sky – If I Don’t Come Home You’ll Know I’m Gone
Diese Kanadier lassen die Musik für sich sprechen, und wenn es dafür vieler Worte bedarf, so soll uns das nicht stören. Echte Balladen wie Oslo dürfen mit Klischees nicht geizen, und die Tatsache, dass das Endprodukt vollkommen rund und unangestrengt ums Ohr streicht, spricht für das Songwriting von The Wooden Sky. Ihr Album ist still und doch dramatisch, Folk und doch verspielt. Es klingt nach Wilco, Arcade Fire, Gypsy und kanadischer Wildnis. Und River Song One ist ohne jeden Zweifel der beste Schlusspunkt des Jahres.

5. Tom McRae – The Alphabet of Hurricanes
Neues vom Meister der mühsam unterdrückten Wut ist immer ein Grund zur Freude, und auch sein fünftes Album enttäuscht nicht. Tom McRae findet es auch nach fast einem Jahrzehnt noch immer in sich, diese Mischung aus Melancholie, Gänsehaut und leichter Beängstigung zu erzeugen, die den Hörer nicht loslässt. Doch auf The Alphabet of Hurricanes schlägt er auch eine neue, lautere, amerikanischere Richtung ein und sorgt so dafür, dass er nicht langweilt, sondern relevant und auf der Höhe der Zeit bleibt.

4. Sam Amidon – I See The Sign
Sam Amidon ist ein Geschichtenerzähler. Auf seinem vierten Album lässt uns der Mann mit dem Banjo an seiner Sicht der Dinge teilhaben, ohne auch nur im Geringsten wunderlich zu wirken. Er hat die passende, ruhige Erzählerstimme, und I See The Sign ist ein klassisches, wunderschönes Folkalbum, wie man es nicht oft auf der großen Musikbühne zu Ohren bekommt; aber wer genau hinhört, vernimmt auch kritische, schräge und moderne Töne. Sam Amidon ist ein junger Mann mit unbestreitbarem Talent, und wer es schafft, ein R Kelly-Cover mit traditionellen Balladen und Kinderliedern auf einem Album zu vereinen, hat sowieso schon gewonnen.

3. Aloe Blacc – Good Things
Überschwänglich zum Messias und Retter des Soul erklärt, war Aloe Blacc ein Musiker, der mich meine höfliche Zurückhaltung vergessen ließ. Wer es schafft, einer Hammersingle wie I need a dollar ein ganzes Album voller Leidenschaft, Romantik und Zehenzucken nachzuschicken und dabei nicht einmal zu rappen, verdient einen Platz in meinen Charts, Messias oder nicht.

2. Jamie Lidell – Compass
Jamie Lidell will alles – hochkarätige Gastmusiker, verschiedenste Stimmen, Klänge, Instrumente und Musikstile, und vor allem Spaß an der Arbeit. Was dabei herauskommen kann, wenn ein guter Schuss Genie mit im Spiel ist, zeigt Compass. Als Rezensent hat man es schwer, alles zu beschreiben und bewerten, was auf diesem Album passiert, denn die erste Reaktion lässt sich nur mit Hilfe diverser Ausrufezeichen beschreiben. Lidell ist Funk, Bass, Beatbox und Rock, und zwar gleichzeitig. Schwer in Worte zu fassen, noch schwerer aus dem Kopf zu bekommen. Ausrufezeichen.

1. Sia – We Are Born
Lange war dieses Album lediglich ein Kuriosum auf meiner Liste, denn der einzige Grund, aus dem es seit Veröffentlichung einen festen Platz in meiner Anlage hat, ist dieser: Meine Zweijährige ist besessen von Sia. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht gezwungen werde, zu You’ve Changed durch die Wohnung zu hüpfen. Und irgendwann passierte das Unerklärliche – We Are Born entwickelte sich zu meinem Album des Jahres. Denn Sia kann Disco. Sia kann düster, traurig und verzweifelt. Sia kann Ohrwurm. Und vor allem kann Sia singen wie keine Zweite. Dieses Album, so pop und pink es auch sein mag, wird mit jedem Durchlauf besser. Hand aufs Herz. It’s a Christmas Miracle!

Lisa

10. Eisenfunk – 8 Bit
An der Cybergoth-Bewegung kommt man nicht vorbei. Erst mal kein Problem, zumindest, wenn die Veröffentlichungen gut sind. <8 Bit ist eine solche Veröffentlichung. Tanzbar, mit einer guten Prise Humor und ohne nervige, niveaulose Shouts. Besonders Korobeinki und Pong zeigen das kreative Potenzial von Eisenfunk. Auf Dauer nerven zwar die Samples von Pong und Eisenfunk Quattro GTI, insgesamt aber ist das Album ein ordentliches Stück Tanzmusik, das Spaß macht.

9. OMD – History of Modern
OMD gehören zu den Größen, die nach längerer Ruhepause in diesem Jahr wieder für neues Material sorgten. Die Urgesteine des Elektropop, die sich in den 80ern besonders mit Maid of Orleans einen Namen machten, bleiben auch auf dem neuen Album ihrer Linie treu. History of Modern bietet eingängigen Elektropop, der auch 2010 noch gut funktioniert. Für sich genommen sind die einzelnen Stücke angenehm ausgearbeitete Elektropopsongs. Sister Mary Says, schon als Single ausgekoppelt, gehört textlich und musikalisch zu den Höhepunkten des Albums. Insgesamt aber bleibt das Album eher im Midtempo, wodurch es beim Durchhören schnell zäh wirkt.

8. Portion Control – Violently Alive
Auch EBM-Urgesteine meldeten sich dieses Jahr wieder zu Wort. Der Nachfolger zu Crop ist weniger experimentell gehalten, wodurch das Album aber weniger sperrig wirkt. Geradlinigere Songs bieten unverfälschten EBM ohne größere Schnörkel – teilweise verweigern die Stücke sich neueren Einflüssen geradezu. Das ist mutig, funktioniert aber im Kontrast zu vielen überladenen Veröffentlichungen sehr gut.

7. Indica – A Way Away
Geballte Frauenpower aus Finnland haben Indica zu bieten. Stilistisch wildern die Finninnen auf Nightwish-Gebiet und machen ihre Sache durchaus gut. Imposant klingende Melodien wechseln sich mit frechem Rock ab, Jonsu macht besonders bei diesen schnelleren Stücken stimmlich eine gute Figur. Zwar dämpft das schräge Lilja’s Lament den Gesamteindruck etwas, aber insgesamt geht das Album gut nach vorne und lässt auf mehr Material von den Damen hoffen.

6. [x]-Rx – Update 3.0
Der dritte Streich dieses Cybergoth-Projektes geht angenehm nach vorn und ist vor allem auf eins aus: tanzen! Vielschichtige, verschachtelte Melodien garantieren, dass dabei keine Langeweile aufkommt, und im heimischen CD-Player hat das Album dadurch auch eine gute Chance. Die Samples fügen sich durchweg gut in den Rhythmus ein und verhandeln klassische Themen. Routiniert, dabei aber nicht langweilig – dieses Album gehört zu den guten Elektro-Veröffentlichungen des Jahres.

5. Autodafeh – Identity Unknown
Eine frische, junge Band, deren zweites Album absolut vielversprechend ist. Der auf Identity Unknown präsentierte EBM klingt wie frisch aus den Achtzigern importiert, gehört aber nicht zum Alten Eisen. Im Vordergrund stehen klar die Shouts von Mika, die von überwiegend minimalistisch gehaltenen, schroffen Melodien begleitet werden. Melodischer wird es mit Evil Doll. Autodafeh demonstrieren eindrucksvoll, dass guter, alter EBM problemlos in der technoider gewordenen Elektro-Landschaft bestehen kann. Ich persönlich bin gespannt auf den Live-Auftritt auf dem nächsten Blackfield-Festival.

4. Extramensch – Extramensch
Kryptische Texte, sperrige Melodien – Extramensch machen es dem Hörer nicht leicht. Das Album ist keins zum nebenbei hören, wenn man es richtig angehen will. Besonders die metapherngeladenen Texte machen das Album zu einem Erlebnis, musikalisch bietet Extramensch bedrohlich ausgearbeiteten Gothic Rock, der oft von eingängigen Gitarren- oder Geigenmelodien getragen wird. Das Gesamtergebnis klingt nach Musik gewordenem faustischen Pakt und kann vor allem wegen seiner Kreativität überzeugen.

3. Ashbury Heights – Take Cair Paramour
Ein Besetzungswechsel ist immer so eine Sache, vor allem, wenn es gleich die Sängerin eines Projekts trifft. Ashbury Heights hat dieser Wechsel offensichtlich gut getan. Auf Take Cair Paramour rückt Anders Hagströms Gesang in den Vordergrund, und die Stücke gewinnen definitiv durch die melancholische Stimme. Die neue Sängerin, Kari Berg, macht ihre Sache allerdings ebenfalls sehr gut. Songs wie I Can Kill You So Easily werden erst durch den Kontrast zwischen melancholischer Männerstimme und ihrem glockenhellen Gesang zu Ohrwürmern. Je öfter man das Album hört, desto mehr Details kann man entdecken. Auch offenbaren sich die wahren Schätze oft erst nach mehrmaligem Zuhören.

2. Linkin Park – A Thousand Suns
Noch eine Band, die dieses Jahr nach etwas Funkstille wieder von sich Reden machte. Für mich Zeit, nostalgisch zu werden – wie wahrscheinlich Jeden meiner Altersklasse begleitete mich die Band durch meine Teenagerzeit, bis es ruhiger um sie wurde. Wer aber die „alten“ Linkin Park zurückerwartet hat, durfte sich wundern. Das Album wirkt erfrischend experimentell, wird immer wieder von kurzen Samples unterbrochen und sprengt erneut Genregrenzen. Besonders das aktuell auch im Radio omnipräsente Waiting For The End hat Ohrwurmcharakter. Ein starkes Album, das mit den typisch melancholischen Texten und Melodien wunderbar in die dunkle Jahreszeit passt.

1. Grinderman – Grinderman 2
Kurz und gut: Ein großartiges Rock-Album. Hinter Grinderman stecken einige Mitglieder der Bad Seeds – und seine Stimme leiht dem Projekt Nick Cave. Die Musik ist erdig, streckenweise einfach dreckig, und erinnert soundtechnisch stark an ältere Veröffentlichungen von Nick Cave & The Bad Seeds. An geradlinig, auf drei bis vier Minuten Spielzeit komponierte Rocksongs gewöhnte Hörer erleben hier aber erst einmal eine Überraschung: Die Songs bestechen gerade durch eine leicht verwirrend wirkende Komposition. Heulende Gitarren und Nick Cave’s bedrohliche Stimme erledigen den Rest. Grinderman 2 ist definitiv die stärkste Rock-Veröffentlichung des Jahres.

Marius

10. Revolverheld – In Farbe
Eigentlich geht es schon an dieser Stelle der Top Ten damit los, die Frage über Credibility zu stellen. Gerade in Indie-Kreisen ist es ziemlich untrue, Revolverheld zu mögen. Lässt man das Denken über die Kredibilität aber nach und hört sich an, was die Band auf In Farbe präsentiert, zeigt sich schnell Begeisterung. Eine gewisse Plakativität kann man dem Album zwar nicht absprechen, aber das, was damit verbunden ist, ist der eigentliche Kern: Das Lebensgefühl, das hierbei aus den Songs spricht. Das Identifikationsmoment. Nicht immer mit so viel Tiefgang, dafür aber jederzeit ehrlich. Ein gutes, deutschsprachiges Rock-Album.

9. Richard Ashcroft – RPA & The United Nations Of Sound
The Verve hin, Richard Ashcroft her: Langweilig wurde es mit dieser Größe des BritPop ganz und gar nie. Im Jahr 2010 dann also mit den United Nations of Sound. Ein Album, das viele Stile inkludierte, teilweise Anklänge an Urban Hymns-Zeiten von The Verve offenbarte, sich aber auch nicht davor scheute, Blues, Soul und auch den Mut zum Pop mit einzubringen. Epische BritPop-Momente wie Are You Ready standen so neben süßlichen Klängen wie dem ergreifenden This Thing Called Life. Leider hat das Album im Mittelteil den einen oder anderen Durchhänger, der eine höhere Platzierung verhindert. Dennoch: Mit Richard Ashcroft ist immer noch stets zu rechnen!

8. Ordo Rosarius Equilibrio – Songs 4 Hate & Devotion
Credibility, die zweite! Darf eine Cold Meat Industry-Band auf einmal zu einem Label wie Out of Line wechseln? Eine Größe des Apocalyptic Folk auf einmal in Nachbarschaft mit Blutengel? Fragen, die gerade Genre-Puristen zu bewegen scheinen. Im Endeffekt hat sich aber inhaltlich wenig verändert. Stattdessen konnten Ordo Rosarius Equilibrio ihre Stärken weiter ausbauen, machen apokalyptischen Folk mit einem Hang zum süßlich-melancholischen Pop, besingen weiterhin diverse Perversionen und haben eines der stärksten Alben ihrer jüngeren Phase veröffentlicht.

7. Ellie Goulding – Lights
Schon wieder Popmusik. Und schon wieder ganz anders. Ellie Goulding schaffte es im Jahr 2010 ganz einfach, mit Charme zu überzeugen. Süßliche Popmusik, dezente Elektronik, Cameo-Auftritte der Gitarre und ein sonniges Gemüt schafften es, dass Ellie Goulding sich schnell in die Herzen spielen konnte. Die britische Hype-Maschinerie wusste es natürlich auch – so gab es schon vor dem Album den „Critics Choice“-Award. Womit sie das verdient hat? Mit Recht!

6. Manic Street Preachers – Pictures From A Young Man
War hier gerade von der britischen Hype-Maschinerie die Rede? Das ist etwas, wovon die Manic Street Preachers gar nichts mehr wissen müssen – wer es schafft, bis zum zehnten Album zu kommen, hat es tatsächlich geschafft! Nachdem die Manics sich in jeglicher Hinsicht immer als eine Band mit Höhen und Tiefen präsentierten, war das zehnte Album eine ausgewogene Mischung dessen, was stets die Stärken der Band ausmachte. Hymnische Rockmusik, nicht zu verkopft, verzerrte Gitarre und Harmonie gleichermaßen und der markante Gesang James Dean Bradfields. Obgleich einige Fans der Meinung waren, das Album höre sich nach Abschied an: Es wäre zwar ein Abschied nach Maß, aber es wäre eben auch sehr schade!

5. Die Happy – Red Box
Muss hier etwa schon wieder über Kredibilität gesprochen werden? Vermutlich. Die Happy kamen eben nicht nur durch ein neues Album in die Schlagzeilen, sondern vor allem durch Marta Jandovas Engagement der abgelaufenen Staffel von Popstars. Was hat das nun miteinander zu tun? Eigentlich wenig. Denn: Widmete sich Marta im Fernsehen der eher seichteren Sparte der Musik, ist sie mit Die Happy wieder in deutlich härteren Gefilden unterwegs. Satte, verzerrte Gitarren, eine ordentliche Wucht – der Wechsel weg vom Major tat offenbar gut. Ein sehr starkes Rock-Album einer eingesessenen Band. Herausragend: Ein Cover von Destiny’s Childs Survivor, das hier in ganz anderem Gewand erscheint.

4. Amy Macdonald – A Curious Thing
Dieser Everybody’s Darling-Charme… Es gibt nur wenige Musiker, die ihn so dermaßen an sich haften haben, wie Amy Macdonald. Vom ZDF-Fernsehgarten bis zu diversen Gothic-Magazinen: Überall schätzt man die junge Schottin. Und auf A Curious Thing merkt man auch, warum das so ist: Amy Macdonald besticht durch ihre Ehrlichkeit, die stets in ihre Musik einfließt. Rock-Einflüsse auf der einen Seite, Pop-Charme auf der anderen Seite, dazu immer wieder ein melancholischer Einschlag. Ob mit verzerrter Gitarre wie in Don’t Tell Me That It’s Over oder im getrageneren Bereich wie zum Beispiel bei Troubled Soul: Man nimmt es ihr ab, was sie da vorträgt. Ein starkes Album, mit dem Amy Macdonald beweist, dass sie es eigentlich niemandem mehr beweisen muss.

3. Juli – In Love
Noch einmal die Credibility? Na gut. Aber zum letzten Mal. Juli auf Platz 3 muten komisch an. Aber die Vielschichtigkeit und auch der Tiefgang dieses Albums machen es zu einem verdienten Platz. War mit Elektrisches Gefühl eine auf den ersten Blick gut-gelaunte Disco-Nummer als Vor-Single vertreten, zeigten sie auf gesamter Album-Länge einen ziemlichen Reifeprozess. Neben klassischen Juli-Songs wie Mit verbundenen Augen, die einfach nur gut gemachte deutsch-sprachige Pop-Musik waren, ragten gerade Songs wie Eisenherz oder Jessica heraus, die verschiedene Schattenseiten des Lebens und auch des Showbiz thematisieren. Pop-Musik mit Gefühl, mit Tiefgang und tatsächlich einer ehrlichen Wirkung. Juli sind erwachsen geworden! Das macht nicht nur Spaß, das berührt auch.

2. Pink Turns Blue – Storm
Eigentlich ist es immer eine sichere Angelegenheit. Wenn Pink Turns Blue etwas veröffentlichen, muss eine Spitzenposition dabei herauskommen. Eine der letzten großen Bastionen des Gothic Rock, die es immer wieder schafft, sämtliche Fettnäpfchen der Peinlichkeit zu umschiffen und die Melancholie in Reinform zelebriert. Gothic Rock mit Gänsehaut-Faktor und viel Gefühl. Dabei ein großes Themenspektrum des menschlichen Lebens, bei dem selbst die Songs über die Liebe einfach nur berühren – ganz ohne faden Beigeschmack. Mit Ah Love ist einer der Songs des Jahres gelungen. Und auch sonst schaffen es Pink Turns Blue hervorragend, die Zeitlosigkeit ihres Stils auch im Jahr 2010 zu untermauern.

1. Deftones – Diamond Eyes
Es glich ja schon im Vorfeld einem Event, dass die Deftones ein neues Album veröffentlichen. Dass es tatsächlich dieses Event wird, war nicht abzusehen. Ein monumentales Alternative Rock-Album wurde hier abgeliefert. Atmosphärisch verhangen, stark verdichtete Gitarrenwände, Härte und Aggression, aber immer so dosiert, dass das durchkommt, was gesagt werden soll. Die Eckpunkte Aggression und Emotion stehen im genau richtigen Verhältnis. Stets etwas Bedrückendes, aber gleichermaßen etwas, das den Hörer in seinen Bann ziehen kann. Betont singt Chino Moreno seine Texte und geht auch gerne mal in Shouts über. Und das auf elf Songs, die sich keinen Aussetzer leisten. Respektable Leistung, die Herren!

Martin

10. The Bewitched Hands On The Top Of Our Heads – Birds & Drums
Das Debütalbum der Franzosen schlug ein wie eine Bombe. Eine bunte Bombe voller Glanzstücke. Birds & Drums enthält Melodien, die den Moment verschönern und Hymnen für die Ewigkeit. Das Zusammenspiel der Stimmen ist durchweg ein Genuss. Wer sich Indie-Folk-Pop auf seine musikalische Fahne schreibt, darf an dieser Band nicht vorbeikommen. Das Album wird im kommenden Jahr wohl noch höhere Wellen schlagen. Wer sie schon kennt, liebt sie und wer sie noch kennenlernen darf, wird sie ganz bestimmt lieben. Birds & Drums muss sich nicht hinter dem letzten Album von Arcade Fire verstecken.

9. Tusq – Patience Camp
Tusq gelten mit (ehemaligen) Mitgliedern von Bands wie Herrenmagazin und Schrottgrenze als Supergroup des Deutsch-Indies. Das Debütalbum Patience Camp widerspricht dem nicht. Großer Stadionrock für den kleinen Club. Es fällt auf, dass das Album in einsamen Skandinavien aufgenommen wurde. Die unglaubliche Weite spiegelt sich in dem Album wider. Patience Camp strotzt nur so vor Melancholie und Romantik. Selten wurde das Gefühl, unterwegs zu sein, besser vertont und wohl noch seltener Klang Indie-Pop aus Deutschland so gut. Der eine oder andere Refrain könnte glatt mit Britpop-Größen wie Oasis verwechselt werden.

8. The Gaslight Anthem – American Slang
Der heiß ersehnte Nachfolger von dem Meisterwerk The ’59 Sound klingt wie die verschollene CD2 von selbigem. The Gaslight Anthem bleiben dem mit dem zweiten Album eingeschlagenen Sound treu und entfernen sich ein weiteres Stückchen vom Punk des ersten Albums. Im Frühjahr erschienen war American Slang der Soundtrack des Sommers 2010. Die unglaubliche Leichtigkeit, die jeden Song zu einer Cabriofahrt bei strahlendem Sonnenschein durchs Grün werden lässt, macht so schnell niemand nach. Wenn The Gaslight Anthem so weitermachen, muss bald die zweite Schicht mit Textzitaten auf die Arme tätowiert werden.

7. Alcoholic Faith Mission – Let This Be the Last Night We Care
Die Überraschung des Jahres. Das dritte Album der Dänen war wohl für viele die erste Begegnung mit Alcoholic Faith Mission. Und was für eine! Wenn es ein Album schafft, den Hörer selbst in absolut glücklichen Augenblicken fast zu Tränen zu rühren, dann wurde wohl alles richtig gemacht. Let This Be The Last Night We Care ist wohl die Platte, welche die Melancholie höchstpersönlich im letzten Jahr am meisten gehört hat. Da kann sogar sie noch etwas lernen. In Got Love/Got Shellfish! steckt so unglaublich viel Liebe. Sängerin und Sänger sind zusammen ein Traum. Sind die eigentlich zusammen? Wenn nicht, wäre es eine Überlegung wert!

6. Matula – Blinker
Matula werden wie selbstverständlich zum Punk gezählt. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Eigentlich sind die Hamburger wohl die Popband der Szene. Blinker ist anders als das Debüt Lebkuchenhaus. Was sofort auffällt, ist der geänderte Gesangsstil. Sänger Thorben trällert nicht mehr so hoch. Egal, ob es am Alter liegt oder es die Band einfach geiler findet, Matula verlagern ihren Wiedererkennungswert. Ob das besser oder schlechter als vorher ist, spielt doch keine Rolle, wenn beides gefällt. Geblieben sind die wahnsinnig guten Texte. Wer sich gerne tätowieren lässt, The Gaslight Anthem und Matula hört sollte anbauen, um die Textzeilen unterzukriegen.

5. Kele – The Boxer
Schade, dass dieses Album so unzertrennlich mit der (hoffentlich nur) Pause von Bloc Party verbunden ist. Sänger und Gitarrist Kele geht mit The Boxer den Weg, den die Band auf ihrem letzten Album Intimacy eingeschlagen haben konsequent weiter. Mehr elektronische Musik, weniger Indie und Post-Punk. Trotzdem weiß dieses Album zu überzeugen und trotzdem ist es etwas für Anhänger von Bloc Party. Wenn die Gitarre dann doch einmal zum Einsatz kommt, erinnert das doch sehr an das Quartett, welches hoffentlich nicht für immer von der Bildfläche verschwunden ist. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Everything You Wanted und Tenderoni sorgen für Ekstase, jedoch gibt es auch besinnliche Momente.

4. Herrenmagazin – Das wird alles einmal Dir gehören
Wenn die Get Up Kids Deutsche wären… Der Mitte-90er-Emo steht Herrenmagazin. Sänger Deniz‘ Stimme ist stehts von Traurigkeit getragen, genau wie die Texte. Mit Das wird alles einmal Dir gehören ist mit neuem Gitarristen ein abwechslungsreicheres Album als das Debütalbum Atzelgift entstanden. Ein unfassbar grandioser Einstieg ebnet den Weg. In den dunkelsten Stunde, Erinnern und Alle sind so sind so etwas wie Hits. Das zweite Album der Hamburger ist bei weitem nicht so geschliffen wie Atzelgift. So passt es einfach besser zu Herrenmagazin, so macht es dann auch live mehr Spaß. Mit Keine Angst ist ein eher untypisches Lied einer der Höhepunkte auf Das wird alles einmal Dir gehören. Noch kein Herrenmagazin-Song hatte so viel Atmosphäre und Raum. „Sie haben die Bibel nur erfunden, um selber Gott zu sein!“

3. The National – High Violet
Bei einer Band wie The National vom bisher besten Album zu sprechen, ist nicht so einfach. Die Amerikaner bringen ein Meisterstück nach dem anderen raus. High Violet jedoch steht vielleicht doch einen Tick über seinen Vorgängern. Der Opener Terrible Love sorgt für Gänsehaut, Tränen und Erschaudern gleichzeitig. Unglaublich, alleine schon diese Stimme ist ganz groß. High Violet wird in den Jahrescharts von Kritikern und Anhängern ganz vorn mit dabei sein, bei vielen bestimmt sogar auf der Spitzenposition stehen. Wer es schafft, solche unfassbar hohe Erwartungen zu erfüllen, hat sich das auch sowas von verdient. Gut zu wissen, dass auf die Amerikaner Verlass ist.

2. Mikrokosmos23 – Memorandum
Wer auf neuen Deutschpunk steht, kann 2010 nicht an Memorandum vorbeigekommen sein. Mikrokosmos23 haben eine enorme Steigerung zum Debütalbum Als wir jung waren ist jetzt hingelegt. Da hat das Kölner Label Unterm Durchschnitt Gespür bewiesen. Memorandum steckt voller Emo-Punk/Post…-Hits und auch so mancher Hymne. Sänger Peter Löwe besitzt schon in jungen Jahren einen reifen Sinn für das Songwriting. Er findet so gut wie immer die richtigen Worte, die beim Hören Gedanken wie „Ja! Genauso ist es!“ aufkommen lassen. Man merkt, mit wie viel Liebe und Gefühl das Quartett an Memorandum gearbeitet hat. Der Gesang ist deutlich stärker als auf dem Vorgänger, die unfassbar energetischen Gitarren reißen mit als ein Orkan und das Schlagzeugspiel sucht seinesgleichen. Die Band lief sogar auf MTV!

1. Adolar – Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!
Adolar sind anders. Kein Punk, auch nicht unbedingt Indie, einfach eigen. Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre! folgte im Frühjahr auf die umjubelte Debüt-EP Planet Rapidia. Bei alldem langweiligen Kram in der Musikwelt, ist es unsagbar schön, etwas so Kreatives zu hören. Wirklich jeder Song klingt anders, das kann man nicht von vielen Alben sagen. Eine Überraschung ist nie ausgeschlossen und überall gibt es noch etwas zu entdecken. Busfahrplan o.D. hat eindeutig den Refrain des Jahres. Man möchte sich sofort voller Ehrfurcht auf den Boden werfen. Und: Sänger Tom Mischok hat die schönste Stimme der Welt, so viel steht fest. Auch hier steckt viel Vielfalt und stets das richtige Gespür drin. Nicht zu glauben, dass dieses Album innerhalb von gut drei Wochen geschrieben wurde. 2011 soll schon das zweite Album folgen. Dieses Mal nimmt sich die Band mehr Zeit. Erst Anwärter auf Platz eins in den Jahrescharts 2011!

Tristan

10. Post Scriptvm – Grey Eminence
Auf Post Scriptvm spielen Grey Eminence mit Todessymbolik und bieten ein groteskes Sounddesign auf, das gleichzeitig verstört und fasziniert. Selten war es so schön, wenn Abgründe sich auftaten.

9. NUDE – Basic Guerilla Moves
Eine CD, die man nur durch Zufall erhalten hat und gleich als eine der interessantesten Alben des Jahres erkannt hat. Einfach mal alle möglichen Genre-Versatzstücke zu mischen und daraus ein ansprechendes und anspruchsvolles Dance-Album zu machen. Was NUDE so treiben, muss man zwar mögen, dann aber erkennt man auch die Genialität dieses Projekts.

8. Ataraxia – Llyr
Platz acht geht an die Altmeister der Neoklassik. Eigentlich keine große Überraschung, dass Llyr ein erstklassiges Album geworden ist und somit hat die Band wieder einmal ihre Klasse bewiesen, was eine Erwähnung in der Top Ten verdient.

7. Omnia – Wolf Love
Eine Überraschung dagegen haben Omnia dieses Jahr geschafft: Wolf Love ist eines der spannendsten Folk-Alben des Jahres geworden. Rapgesang in Dance until we die und ruhige Klavierbegleitung bei Love in the Forest sind nur einige Highlights, die es zu entdecken gibt.

6. Fear Factory – Mechanize
Auch auf Platz sechs gibt es eine Überraschung: Nach dem letzten Album für tot erklärt, haben Fear Factory nach Jahren wieder ein geniales Album geschaffen, das noch häufig auf der heimische Anlage zu hören sein wird.

5. Apoptose – Bannwald
Auf dem aktuellen Album entführen Apoptose den Hörer in düstere und sagenumwobene Wälder. Mystisch aufgeladen und gespickt mit vielen gruseligen Passagen hält Bannwald den Hörer in seinem Bann und wird jedem gefallen, der sich in tiefen Wäldern mal richtig verlieren wollte.

4. Helloween – 7 Sinners
Und noch eine Band, die dieses Jahr für eine Überraschung gut war: Rabbit don’t come easy war das Album, an dem ich aufhörte zu glauben, mit der Band könne es nochmal bergauf gehen. Auch wenn die Hoffnung mit den danach folgenden Platten niemals komplett starb, wurde sie dennoch immer wieder enttäuscht, bis nun 7 Sinners kam. Endlich wieder ein Album, das zeigt, was die Band heute noch zu leisten vermag. Hoffen wir, dass es so weitergehen wird.

3. Lugburz – Songs from forgotten Lands
Auf Platz drei nun Lugburz, ein Projekt von Sathorys Elenorth, der sonst noch für Der blaue Reiter und Endless Asylum verantwortlich ist, welches einen in die Welt von Tolkiens Mittelerde entführt. Kein Metal, sondern irgendwo zwischen Ambient und Neoklassik und unglaublich dicht an Atmosphäre.

2. Tzol’Kin – Toniatuh
Toniatuh ist okkulter Industrial vom feinsten. Thematisch in der Welt der Maya angesiedelt, bekommt man einen Eindruck von Opferriten, Beschwörungsritualen und anderen Dingen in den Urwäldern Lateinamerikas. Ebenfalls atmosphärisch sehr spannend, weswegen dieses Album von Tzol’Kin den zweiten Platz verdient hat.

1. Ghost – Opus Eponymous
Und auf Platz eins ein Album, dem man es zunächst nicht zugetraut hätte. Aber nachdem es nach der Besprechung noch so oft gehört wurde und man anderen das Album empfahl, führt kein Weg daran vorbei: Die Newcomer von Ghost haben mit Opus Eponymous ein psychedelisches Rock-Album geschaffen, das einerseits so nett klingt und gleichzeitig voller böser, okkulter Thematik steckt. Kreischende Orgeln, häretische Riffs – ein wunderbares Erlebnis. Dafür die höchste Platzierung im Jahr 2010.

Da dies der letzte Artikel ist, der im Jahr 2010 online ging, sei an dieser Stelle der Leserschaft gedankt und ein erfolgreiches 2010 gewünscht. Wir danken für das Interesse an Alternativmusik.de und hoffen, dass dieses auch im Jahr 2011 erhalten bleiben wird! Guten Rutsch!

Text: Karoline Fritzsch, Lisa Kleinberger, Marius Meyer, Martin Zenge, Tristan Osterfeld