Nach 2012 und 2013 gastierten August Burns Red zum dritten Mal in Folge in Köln. Dieses Mal wurde das Underground bespielt, nachdem die Rescue & Restore Tour zuletzt in der Essigfabrik stattgefunden hatte. Zunächst spielten Hopelezz als Vorband und packten schon das ein oder andere harte Metalriff aus. Die Band zeigte sich begeistert davon, dass sie als Vorband für August Burns Red auftreten durften und betonte, dass dies ein besonderer Tag für sie sei.

Nach einer kurzen Pause sollten dann endlich die Jungs von August Burns Red auf die Bühne kommen und ab dem ersten Song bis zur Zugabe sollte der Laden auseinandergenommen werden. Die Metalcorefans waren froh ihre Helden nach einem Jahr wiedersehen zu können und im Zuschauerbereich stand niemand mehr still. Gerade das Underground eignet sich ja für Metal- und Hardcorebands, da es recht klein und geräumig ist, gleichzeitig aber genug Raum hat um genug Menschen aufzunehmen. August Burns Red betonten, dass sie sich sehr freuen erneut in Köln spielen zu können. Die Setlist enthielt viele Songs von den letzten beiden Veröffentlichungen Rescue & Restore und Leveler, allerdings auch alte Hits. Highlights der Show waren das Drum Solo des Schlagzeugers Matt Greiner, sowie die Songs White Washed und Fault Line. Besonders „Marianas Trench“ funktionierte sehr gut live, da der ruhige und emotionale Anfang eine stimmungsvolle Atmosphäre aufkommen ließ, welche dann kurz darauf wieder durch totale Eskalation niedergerissen wurde. Was ein Wechselbad der Gefühle! Zum Ende des Sets hin kam auch noch ein Techniker der Band auf die Bühne und performte zusammen mit den anderen Musikern ein Cover des NOFX Songs „Linoleum“.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass August Burns Red in ihrem Genre eine der überzeugendsten Livebands sind, da sie es schaffen ihren Sound fast eins zu eins wie auf Platte klingen zu lassen. Die brachiale Stimme des Frontmanns Jake Luhrs, das Gitarrenspiel und das technisch versierte Schlagzeugspiel von Matt Greiner tun ihr übriges, um die Fans mit begeistertem Applaus und staunenden Mündern zurückzulassen. Das Kölner Publikum zeigte sich an diesem Abend energiegeladen und so wurde gepogt und gemosht, bis der Schweiß von der Decke tropfte. Nach einem 65 Minuten Set entließen die Jungs aus Pennsylvania die Fans dann aus dem überkochenden Underground.

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Vorbericht: August Burns Red – im August live in Berlin und Köln

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Text: Melvin Damian Klein
Bild: Marek Lieberberg Konzertagentur