Insgesamt war der Samstagabend mit Awolnation sehr spät, vergleicht man ihn einmal mit anderen Konzerten. Beginn war um 21:00 Uhr, was an sich nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches ist, doch erst spielten noch zwei Vorbands: Finish Ticket und Nothing But Thieves, die die Tour begleiteten. Als letztere um 22:00 Uhr auf die Bühne kamen hatten viele Leute schon mit dem Hauptact gerechnet und das sehr jugendliche Äußere der Jungs brachte sogar den einen oder anderen Gast zum Missmut, doch was sie ablieferten war die Wartezeit allemal wert!

Musikalisch passten Nothing But Thieves sehr gut und den atemberaubenden Gesang hätte man dem Frontmann so nicht zugetraut, und so konnte sich das Publikum doch noch etwa eine Dreiviertelstunde gedulden bis die Band spielte, wegen der das Bürgerhaus Stollwerck ausverkauft war.

Awolnation fingen dann sofort stark an mit einer Mischung aus alten und neuen Songs die keine Wünsche offen ließ. Der Opener des neuen Albums Run funktionierte auch live wunderbar als erster Song und erzeugte direkt diese besondere Atmosphäre, die Awolnation auch auf ihren Alben einfangen. Weiter ging es dann unter anderem mit Jump On My Shoulders, Hollow Moon (Bad Wolf), KOOKSEVERYWHERE!!! und Not Your Fault. Frontmann Aaron Bruno war gut in Form und gönnte sich keinen Augenblick Ruhe, wobei die Kommunikation mit dem Publikum hierdurch leider ein Wenig litt. Nichtsdestotrotz war es wieder ein begeisternder Abend in Köln und natürlich gibt es keinen besseren Weg ein Awolnation Konzert zu beenden als mit dem Megahit Sail, der dann schlussendlich die zufriedenen Besucher in die Nacht entließ.

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Text: Alexander Mann
Bilder: Kari Rowe