Debbie Harry sieht nun wirklich nicht aus wie eine ältere Dame, die Ende 60 ist. Ist sie aber, auch wenn man bei Frauen das Alter gern verschweigt. Das Publikum im Kölner E-Werk war, wie es sich gehört, zwar im gemäßigten Seniorenalter, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Gewohnt textfest zeigten sich die Fans der New Yorker Band und sangen die Klassiker begeistert mit. Nun hat die Blondine aus dem Big Apple aber auch einige der besten Nummern des New Wave gesungen und wird nicht müde, sie auch heute zum Besten zugeben. Mit Call Me, dem Solohit Maria, Rapture, was von einem Fight for your right to Party von den Beastie Boys eröffnet wird, hat man viele Songs, die einem persönlich wichtig waren oder noch sind.

Allerdings: Auch wenn die Grand Dame der Wave-Bewegung an diesem Abend mit spitzer Zunge über die Erlebnisse mit den Deutschen parlierte und auch, wenn die Stimme von Debbie bestimmt jeden Cent wert ist, ein paar Minuten mehr als die ca. 75 Minuten, die das Konzert in Köln gedauert hat, wären nicht zuviel gewesen. Bei den Stones geht’s ja auch ein wenig länger, aber das ist eine andere Geschichte.

Setlist: One way or another, Rave, Hanging on the telephone, Good Boys, Mile, Call me, Maria, A Rose by any name, Rapture, Atomic, Sugar on the Side, Heart of Glass
Zugabe: Hollywood Babylon, Euphoria, Dreaming

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Text: Dennis Kresse
Bilder: Danielle St. Laurent