Es ist eine Weile her, seitdem Cypress Hill das letzte Mal Konzerte in Deutschland gegeben haben, wenn man von Festival-Performances absieht. Nun haben sie noch einmal drei gespielt, eines davon im Kölner Palladium. Als eine der größten HipHop-Formationen, die noch immer auftreten, haben sie natürlich nicht bloß Hopper und Kiffer angezogen, in der Tat war das Publikum sehr durchmischt. So waren zum Beispiel viele Leute über 40 da, was bei den mittlerweile 25 Jahren, die Cypress Hill existieren, kaum verwunderlich ist. Besonderheiten waren dann eher die Handvoll Hipster oder Metaller, sowie ein Jugendlicher, der offenbar mit seiner Mutter zum Konzert kam.

Diese beiden schienen allerdings auch schon die einzigen gewesen zu sein, die kein Gras dabeihatten oder Leute begleiteten, die welches rauchten.

Eröffnet wurde der Abend von Lance Butters, der trotz solider Performance schlecht aufgenommen wurde und nicht gerade wenige Buhrufe wegstecken musste. Vielleicht war er einfach als Voract schlecht gewählt, vielleicht waren aber auch die Besucher einfach intoleranter als auf anderen Konzerten. So oder so waren sich am Ende alle einig als um 21 Uhr die wahren Helden des Abends die Bühne betraten und ein Set präsentierten, das nur aus Hits zu bestehen schien. Von den bekanntesten Liedern wie How I Could Just Kill A Man oder Hits From The Bong, bis zu Liedern, die keine Hits waren aber Fans nach wie vor begeistern, so wie Kronologic oder Tequila Sunrise, wurde jeder Track gut aufgenommen. Die beiden Rapper, sowie die ebenfalls zur Gruppe gehörenden Musiker an Percussion und Turntables waren gut in Form und konnten beweisen, dass sie es immer noch drauf haben. Gegen Ende des Konzertes kündigte Frontmann B-Real ein neues Album an, welches nächstes Jahr erscheinen soll, sowie eine Tour im gleichen Jahr, die die Gruppe erneut nach Deutschland führen wird und zur Feier des 25-jährigen Jubiläums stattfinden soll. Man darf also gespannt sein was die neue LP angeht und sich schon einmal auf nächstes Jahr freuen, wenn es für B-Real und Co. wieder heißt: Roll it up, light it up, smoke it up.

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Text: Alexander Mann