Mittlerweile gibt es drei Alben, ein Mixtape und eine Remix-EP von dem Musiker mit Löckchen und Bart. Für viele Leute gehört er zum Indie-Rock-Urgestein und wenn man ihn mit seiner Band auf der Bühne erlebt kann man das durchaus nachvollziehen. Während viele Bands und Solokünstler versuchen, anders zu sein und sich durch irgendwelche geplanten Besonderheiten von der Masse abzusetzen, bleibt der New Yorker ganz er selbst und behält das, was für seine Musik wichtig ist: seine Authentizität.

In der Woche vor dem Konzert wurde dieses noch vom Bürgerhaus Stollwerck ins kleinere Luxor verlegt. So enttäuschend das für einen Künstler sein muss, der von der Gage seiner Auftritte lebt, so toll war das für seine Fans, die sich von der wesentlich intimeren Atmosphäre des kleinen Clubs ein persönlicheres Konzert versprachen. Das bekamen sie auch, komplett mit einem Darwin Deez der, während er seinen Soundcheck macht, Gummibärchen ans Publikum verteilt. Auch während des Auftrittes ging das weiter („We’ve got dyed eggs, if anybody wants some eggs!“) und war definitiv für viele das erste Mal, dass sie gefärbte Eier von einem Musiker auf der Bühne bekamen.

Und wann reagiert in großen Hallen schon mal die Band auf die Rufe der Fans? Irgendwann zwischen zwei Liedern fragte jemand aus dem Publikum ob der Frontmann seine Band vorstellen könne, woraufhin dieser kurzerhand „sure“ sagte und mit seinen Vorstellungen noch für ein paar Lacher mehr sorgte. Es war auch auffällig, wie gut die Band zusammen funktionierte. Die meisten Solokünstler haben auf Tour ihre Band dabei, weil sie einfach nicht alleine alle Instrumente spielen können und stehen dann trotzdem alleine im Rampenlicht. Klar ist das auch hier weitgehend der Fall, aber Darwin Deez ignorierte seine Mitstreiter nicht wie man es so oft bei anderen sieht, sondern inszenierte mit ihnen noch kleine Tänze auf mehr oder weniger berühmte Lieder anderer Musiker, die den Begriff „Show“ sehr passend werden ließen.

Gegen Mitte des Konzertes sagte er, dass zwei Songs mehr es wohl tuen sollten und lachte darüber dass trotzdem ein Großteil des Publikums jubelte. Natürlich spielte er noch mehr, inklusive seiner neuen Single Time Machine, vielen anderen Liedern des neuen Albums Double Down und natürlich auch Dauerbrennern wie Constellations, Bad Day oder Radar Detector.

Homepage: www.darwindeez.com
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Twitter: www.twitter.com/darwindeez

Text: Alexander Mann
Bild: Krista Schlueter