Auf We fink they’re freeky-Tour waren die drei Protagonisten Yo-Landi, Ninja und DJ Hi-Tek, besser bekannt als Die Antwoord. Und dass bei den Südafrikanern mehr als eine Schraube locker ist, davon konnten sich die Zuschauer im ausverkauften Kölner Palladium selbst überzeugen, wo Die Antwoord einen in allen Punkten überzeugenden Auftritt voller Frivolitäten und sexistischen Anspielungen gaben, wie man es von der Band ja auch gewohnt ist. Ehe man aber in den Genuss der als „Zef“ bekannten Mischung aus Drum’n’Bass, Rap und Electro und Texten zwischen Sozialkritik und beißender Satire kommen sollte, bekam ein DJ-Duo die Chance, die Fans mit ihrer Mischung aus Drum’n’Bass, Dubstep und Techno zu unterhalten. Dass es beim Versuch blieb, lag aber nicht an der Feierwilligkeit der Kölner.

Nach einem unendlich langen Intro ging es dann mit DJ Hi-Tek Rulez so richtig los und die beiden Rapper, die auch privat ein Paar sind, schaffen es mit ihren neo-orangenen Jogginganzügen, die bei Yo-Landi nur das erste einer ganzen Reihe von Kostümen bildet, von der ersten Sekunde an die Spannung zu bewahren. Ergänzt mit zwei Tänzerinnen wirbelt das Gesamtkunstwerk Die Antwoord mit ihrem einzigartigen Sound über die Bühne.

Viele ihrer Nummern, die von der hohen und charismatischen Stimme Yo-Landis und den messerscharfen Raps von Ninja leben, sind trotz der deutlichen Texte allerbester Pop mit Ohrwurmgarantie. Wie Baby’s on fire oder I fink u freeky. Während Raging Zef Boner wurde ein Männchen mit einem erigierten Penis aufgeblasen, der auf der Empore im Takt mitwippte – immer ein wenig provokant, wie es bei Die Antwoord üblich ist.

Mit der ersten Single Enter the Ninja wo sich die Antwoord nochmal alle Register ziehen, geht ein zwar kurzes, aber umso intensiveres Konzerterlebnis furios zu Ende.

Setlist: DJ Hi-Tek Rulez, Fok Julle Naaiers, Wat kyk jy?, Rat Trap 666, Fatty Boom Boom, Girl I Want 2 Eat U, Zefside Zol, Ugly Boy, Raging Zef Boner, Rich Bitch, Cookie Thumper!, Acapella, Pitbull Terrier, Sex, $copie, Baby’s on Fire, I Fink U Freeky, Happy Go Sucky Fucky, Never Le Nkemise 2
Zugabe: Enter the Ninja

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Text: Dennis Kresse
Bild: Ross Garrett