Über 25 Jahre aktiv und kein bisschen müde. Und damit haben wir die gedroschene Phrase direkt zu Beginn abgehakt. Denn abgedroschen war an diesem Abend rein gar nichts, ganz im Gegenteil. Das bewies bereits das jüngst veröffentlichte Album V, auch auf Tour ließen sich die Musiker keineswegs lumpen. Nachdem Janosch Moldau und The Red Paintings bereits im Vorfeld die Stimmung erfolgreich angeheizt hatten, war die Kranhalle gut gefüllt, als Jürgen Engler und Band um 22:45 Uhr die Bühne betraten.

Natürlich, bei einer derartig langen Bandkarriere geht man zwar zum neuen Album auf Tour, hat aber weitaus mehr im Gepäck. Wie zum Beispiel den Opener Crossfire aus dem Jahr 1993 oder auch den Evergreen Isolation. Harter Industrial Metal, nach wie vor in Höchstform, dafür stehen Die Krupps auch im Jahr 2015. Mit einer gut eingespielten Band, die sich trotz aller Routine spielfreudig zeigt. Das machte auch bei neuen Titeln wie Road Rage Warrior keinen Halt, die wie auch beispielsweise Fly Martyrs Fly gut in eine Reihe mit den großen Nummern wie To the Hilt und Fatherland.

Letztere beide waren es dann auch, die den Konzertabend beenden sollten. Aber ein bisschen was fehlte dann ja doch noch… Klar, dass die Band noch einmal wiederkam. Mit Machineries of Joy und Bloodsuckers ging ein sehr gelungener Konzertabend folglich zu Ende, für den nicht nur das Publikum, sondern auch die Band sichtlich dankbar war.

Setlist: Crossfire, The Dawning of Doom, Isolation, Risikofaktor, Kaltes Herz, Battle Extreme, Odyssey of the Mind, Scent, Alive In A Glass Cage, Road Rage Warrior, Black Beauty White Heat, Fly Martyrs Fly, Nazis Auf Speed, Metal Machine Music, Robo Sapien, To the Hilt, Fatherland
Zugabe: Machineries of Joy, Bloodsuckers

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Text: Marius Meyer
Bild: Pressefreigabe