Sie können es noch. Und wie! Die Rede ist von einer der innovativsten Crossover-Bands aller Zeiten: Dog Eat Dog. Enstanden aus Mitgliedern der legendären Mucky Pup in New Jersey, wie dem Bassisten Dave Neabore, dem neben Sänger John Connor einzigem verbliebenen Gründungsmitglied im Jahre 2013. Dass die häufigen Mitgliederwechsel aber nicht die Spielfreude dieser Jungs trüben konnten, davon konnten sich die treuen Fans, die Dog Eat Dog schon seit ihrem Debüt-Album All Boro Kings aus dem Jahre 1994 zur Seite stehen, ein Bild machen. Zahlreich erschienen warten die Dog Eat Dog-Fans schon zwei Stunden vor Beginn bei einem kühlen Getränk vor der Halle und selbst die Band findet Zeit, um sich mit den treuesten der Treuen ein wenig zu unterhalten. Von Starallüren keine Spur, wie alternativmusik.de beim Gespräch mit Bass-Urgestein Dave Neabore feststellen durfte.

Aber zurück zum wirklich bemerkenswerten Auftritt von Dog Eat Dog: Geschickt schaffen es die Jungs vom Opener an, die Fans zu begeistern. Mir ihren Hits wie Isms, Rocky – unterlegt von der Filmhymne des Stallone-Klassikers – und natürlich den großen Songs des All Boro Kings-Albums schaffen es Dog Eat Dog, aus dem eh schon aufgeheizten „Underground“ einen veritablen Hexenkessel zu machen. Bewundernswert auch, wie textfest die entfesselten Fans sind.

Der Höhepunkt ist natürlich No Fronts, wo sich der Tourmanager, Merchandisespezialist und Mädchen für alles, Dan ein Duett mit Sänger John Connor liefert und, was ihn eigentlich zum „No Front-Mann“ macht, zu guter Letzt vom Boxenturm in die Fans zu springt, um zu beweisen, dass man auch im Jahre 2013 noch wunderbar crowdsurfen kann.

Ein wirklich intensives Konzert, bei dem man sich schon auf das nächste Treffen mit Dog Eat Dog freuen darf.

Homepage: http://www.dogeatdog.nl

Text: Dennis Kresse
Bild: Pressefreigabe