Eine drei Stunden lange, atemberaubende Show mit einer perfekten Band und einem Shouter, der unter den Progressive Metal-Bands seinesgleichen sucht und nur selten gefunden wird, das kann nur ein Auftritt der New Yorker Helden von Dream Theater sein. In der Besetzung Jame LabBrie, John Petrucci, John Myung, Jordan Rudess und dem neuen Schlagzeuger Mike Mangini, der seit 2011 den legendären Drummer Mike Portnoy ersetzt, spielt die Band gewohnt professionell in An evening with, der traditionell ohne Support auskommt, ein drei Stunden langes Konzert für alle Fans des anspruchsvollen Metals. Im Vordergrund steht das neue selbstbetitelte Album, das im vergangenen Jahr erschien und das mit den Nummern des Vorgängers A dramatic turn of events zu einem angenehmen Konzerterlebnis führt.

Nach einem Video, dass die Diskographie der Band, die es auch schon seit sage und schreibe 28 Jahren gibt, zeigt, geht es mit The enemy inside los und schon von den ersten Minuten an, kann man sehen, wie homogen diese Band ist. Jeder weiß genau, was der andere tut und dieses blinde Verständnis spürt der Fan natürlich und es ist ihm vertraut. Die Stücke sind allesamt perfekt dargebracht und die Soli und Instrumentalbreaks entlocken einem ein respektables Raunen.

Jeder Song wie etwa Along for the ride oder das den ersten Teil der, man muss es wohl so nennen, „Vorführung“ abschließende Breakin all illusions wirken großartig inszeniert und dass die Band auch Humor besitzt, beweisen die Videos in der Pause. Ja, solch eine Aufführung verdient auch eine kurze Unterbrechung.

Nach einem kurzen In-sich-Gehen, geben die Progrocker aber wieder Vollgas und bieten mit The Mirror vom 94er „Awake“ Album einen Ausblick auf die zweite Hälfte des Sets, wo man mit Lifting shadows of a dream und Lie das Album noch einmal entsprechend würdigt.

Im Zugabenteil gibt es das furiose Overture 1928/Strange Deja Vu, was zu einer Symphonie aus Ton und Licht wird und den Fan mit entrücktem Blick und offenem Mund staunen lässt. Mit einem furios gespielten Finally Free ebenfalls aus dem Scenes from a memory-Album endet wieder mal ein perfekt gemachtes Konzert mit einem Paukenschlag.

Setlist:
Act I : False Awakening Suite, The enemy inside, The shattered fortress, On the backs of angels, The looking glass, Trial of tears. Enigma machine, Along for the ride, Breaking all illusions.

Act II: The Mirror. Lie, Lifting shadows of a dream, Scarred, Space-Dye Vest, Illumination Theory,

Zugaben. Overture 1928/Strange Déjà Vu. The dance of eternity, Finally Free.. Outro (Illumination Theory)

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Text: Dennis Kresse
Bilder: Pressefreigabe