Momentan zählt Elliot Moss wohl eher zur Sparte der Musiker, deren Bekanntheitsgrad geringer ist, als der eines mittelmäßigen YouTubers. Daran könnte und wird sich in Zukunft hoffentlich etwas ändern. Der 21 Jahre junge New Yorker Multiinstrumentalist veröffentlichte mit seinem Debütalbum Highspeeds im Sommer diesen Jahres eine der Platten, die jeder Indie-affine Musiknerd in seiner Sammlung haben sollte. Und auch auf Live überzeugt Elliot Moss – und das noch mal besser als im Studio. Neben seinem bisher größten Hit Slip folgen Songs, die die unterschiedlichsten Einflüsse aus Rock, Electro und Jazz miteinander verbinden – und das mit einer Perfektion, die so machen Veteranen aus eben jenen Musikgenres in den Schatten stellen.

Auf den elektronischen Beat, untermalt von dezenten Gitarrenmelodien, folgte beispielsweise ein höchstwahrscheinlich improvisiertes Gitarrensolo, bei dem die Gänsehaut nicht ausblieb. Unterstützt von Drummer und Gitarrist wechselte der 21 Jährige selbst zwischen Gitarre, Keyboard und seiner Stimme, mit der er die verschiedensten Tonhöhen abdeckt, ohne dabei auch nur einmal den Ton zu verfehlen.

Unterm Strich überzeugt Elliot Moss live auf ganzer Linie. Auch wenn das Kölner Yuca sich nicht ganz füllt, so kann man sich diesen Künstler in den nächsten Jahren auch in den nächstgrößeren Locations vorstellen – und das zu Recht. Wer sich mit Künstlern wie Bon Iver, Chet Faker oder James Blake identifizieren kann, der sollte sich dieses kreative Genie definitiv nicht entgehen lassen!

Homepage: www.elliotmoss.com
Facebook: www.facebook.com/elliotmossmusic

Text: Lars Junker