Der Abend in der Kölner Live Music Hall begann wie so oft mit einer Vorband. Arcane Roots begleiteten die Jungs von Enter Shikari beim zweiten Teil ihrer diesjährigen Europatour, und spätestens während des Auftrittes verstand man wieso. Die drei Londoner taten genau das, was von einem guten Warm-Up Act erwartet wird: Sie heizten dem Publikum ein, spielten ein Set voller Energie und brachten während ihrer 40 Minuten im Publikum schon einen kleinen Moshpit zustande. Arcane Roots spielen Alternative Rock mit Math Elementen und bringen im Spätsommer ihr nächstes Album raus, von dem sie drei Songs schon mit nach Köln brachten.

Nach der Umbaupause dann spielte die Band wegen der alle gekommen waren. Der Opener The Appeal And The Mindsweep I ist gleichzeitig auch der erste Song des neuen Albums (The Mindsweep), für eine Tour zum Album also sehr passend. Nur der Auftritt des Sängers Rou Reynolds im Sakko wirkte etwas deplatziert, aber wenn man die Band einigermaßen kennt ist so etwas auch leicht hinzunehmen. Im weiteren Verlauf des Konzertes hielten dann neue Songs und Klassiker ungefähr die Waage, und obwohl das Publikum die neuen Songs sehr gut aufnahm und zu einem Großteil auch schon kannte hat man doch immer wieder bei Songs wie Destabilise und Mothership gemerkt, dass die Kölner noch nicht allzu vertraut mit dem neuen Material waren. Trotz allem war die Stimmung durchgängig geladen und explosiv, das Set bot kaum einen Moment zum Innehalten wenn man mitten im Geschehen sein wollte und auch auf der Bühne schonten sich die Jungs nicht. Erst gegen Ende des Konzertes zeigten Enter Shikari sich von ihrer ruhigen, melodiösen und melancholischen Seite: als erster Song der Zugabe wurde das neue Lied Dear Future Historians… gespielt, Rou Reynolds performte im Spotlight am Piano, und selbst das kam bei den feierwütigen Metalfans gut an. Letztendlich aber können Enter Shikari nicht mit einem ruhigen Song von der Bühne gehen und spielten hinterher noch Slipshod und Sssnakepit bevor das Licht wieder anging. So endete dann der Abend mit den Briten und ließ keine Wünsche offen und kein T-Shirt trocken.

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Text: Alexander Mann
Bild: Pressefreigabe