Sagen wir es doch einfach mal salopp: Da hatte einer voll Bock! Das der Eindruck, den Erik Cohen von Beginn seiner Show an versprühte. Einer Album-Release-Show, die genau dort begann, wo auch das Solo-Schaffen auf der Bühne begann – auf der Bühne des Knust in Hamburg, wo er seine erste Solo-Show spielte, noch bevor er überhaupt eine Veröffentlichung auf dem Markt hatte. Nun war in der Zwischenzeit EP erschienen, das Album Nostalgie für die Zukunft hatte an ebendiesem Freitag seinen Release gefeiert.

Der Albumtitel passt gewissermaßen auch zum Konzertabend. Denn klar: Der Name Smoke Blow geisterte immer noch durch den Raum, andererseits war zu sehen, wie die Zukunft des Eric Cohen aussieht. An diesem Abend, wie schon beim ersten Konzert ohne Support-Act, sah man, dass da noch einiges geht, was Erik Cohens Solo-Ambitionen betrifft. Auch als der „Dirigent in Blau“, wie er sich auf dem Album im Titel Dirigent bezeichnet, kann er ein Publikum bestens bei Laune halten. Das bewies er mit viel Energie, bester Laune und damit, dass er häufig runterkam und direkt zwischen den feiernden Fans feierte. So entstand eine wechselseitige Angelegenheit: Die Grenzen schwanden, Erik Cohen gab den Musiker zum Anfassen.

Die Setlist orientierte sich dabei stark an der Tracklist des Debüt-Albums. Eröffnet mit Kosmonaut, folgte direkt Chrom, das so etwas wie den ersten Solo-Hit Erik Cohens darstellt. Live kommt das dann auch direkt noch einmal einen Ticken energiereicher. Erfreulich auch, dass die auf der Kapitän EP befindliche Cover-Version von Rheingolds Dreiklangsdimensionen spielte. Dass Cohen covern kann, bewies er schließlich auch schon mit Smoke Blows Version von Rebel Yell. Eine Tradition, die er fortsetzte: Auch an diesem Abend im Knust stand der Billy Idol-Klassiker wieder auf dem Programm. Als vermeintlicher Schlusspunkt.

Als Schlusspunkt des eigenen Repertoires konnte man es tatsächlich ansehen, aber der Wunsch nach mehr war einfach zu groß. So wurde halt noch ein bisschen was wiederholt. Titel wie Dirigent und In Bewegung kann man sich ja auch ein zweites Mal anhören. Dass Erik Cohen an diesem Abend begeistert hat, war nicht nur an den Zuschauerreaktionen zu spüren, sondern auch am Andrang beim Merchandise zu sehen. Selbst hinterher in der U-Bahn begegneten noch Menschen mit großer Schallplatte unterm Arm. Ein wirklich gelungener Konzertabend!

Setlist: Kosmonaut, Chrom, Kapitän, Am Strand, Treue Herzen, In Bewegung, Stadt, Dirigent, Omega Mann, Segeln, Licht, Dreiklangsdimensionen, Wölfe, Rebel Yell

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Text und Bilder: Marius Meyer