Im frühen 2012 erschien mit Ceremonies ein sehr vollgepacktes Live-Album der Fields of the Nephilim, bestehend aus zwei CDs und einer DVD. Bis die Feierlichkeiten aber auch auf den hiesigen Bühnen ankamen, musste mehrere Monate gewartet werden. Bis zu eben diesem Abend, als die Mannen um Carl McCoy in der Markthalle aufliefen. Ein Blick ins Rund zeigte dann schnell das, was man auch schon vorher wusste: Hier ist eine Band, die eine lange Geschichte ihr Eigen nennt. So setzte sich das Publikum vor allen aus solchen zusammen, denen man anmerkte, dass sie das Wirken der Fields of the Nephilim schon eine ganze Weile verfolgen. Und sie sollten an diesem Abend feststellen: Die Formkurve lässt nicht nach.

Vor den Fields of the Nephilim betraten aber erst einmal Burn die Bühne und machten den Support-Act. Druckvoller Gothic Rock mit melancholischer Komponente. Burn präsentierten dabei eine gute Mischung von Songs aus ihrem ersten Album und dem aktuellen Werk Black Magnolia. Man merkte schnell, dass Carl McCoy hier die richtige Band mit die Reise genommen hat. Das Publikum ging bereits von den ersten Tönen an mit, manch einer dürfte nach diesem Abend Fan von Burn geworden sein. Schade, dass es nur eine gute halbe Stunde war, die Burn spielen konnten. Freuen wir uns also auf die nächste Headliner-Tour.

Anschließend dann aber der Auftritt, auf den alle warteten: Carl McCoy betrat mitsamt Band unter großem Applaus der gut gefüllten Markthalle die Bühne und legten los. Zunächst mit 24th Moment, bevor es gleich in die Vollen ging: Trees Come Down an zweiter Stelle und die Menge war aus dem Häuschen. Die Markthalle war erfüllt von der mystischen Atmosphäre, wie sie nur die Fields of the Nephilim schaffen. Es folgte eine Reise durch die Karriere der Band, die Klassiker und neuere Nummern kombinierte. Songs wie Preacher Man funktionierten da genauso gut wie Tracks der Marke Straight to the Light aus der Mourning Sun, deren Titelstück dann in epischer Länge mit viel Atmosphäre beenden sollte.

Das Ende war natürlich noch nicht erreicht – da musste schon eine Zugabe her. So gab es zum guten Schluss noch Zoon III (Wake World), bevor das Publikum mit Vet for the Insane glücklich in den Feierabend entlassen wurde. Immer wieder eine Freude, die Fields of the Nephilim live zu sehen. Oder auch in eBay-Manier: Großartiger Kontakt, gerne wieder!

Setlist: 24th Moment, Trees Come Down, From the Fire, The Watchman, Love Under Will, Preacher Man, Penetration, Psychonaut, Straight to the Light, Moonchild, Mourning Sun
Zugabe: Zoon III (Wake World), Vet for the Insane

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Homepage: www.fields-of-the-nephilim.com
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Text: Marius Meyer
Bild: EMI Music (Fields of the Nephilim), Daniela Vorndran (Burn)