Vorhang auf für den ganz großen Zirkus. Eine Band, angeführt von einem ukrainischen Emigranten, kann diese Rasselbande in Deutschland peu a peu immer größere Hallen bespielen. Das E-Werk in Köln war dieses Jahr die Station und wer Gogol Bordello kennt, der weiß, dass diese Band immer ein Feuerwerk abbrennt und in Eugene Hütz einen charismatischen Frontmann hat. Aber nicht nur er sorgt für Begeisterung, auch die anderen acht dieser Rasselbande verwandeln die Bühne in einen Spielplatz. Ihre Songs, die einen unwiderstehlichen Mix aus Zigeunersound, gemischt mit Punk und Rockelementen haben, werden vom euphorischen Publikum im wieder mal sehr gut gefüllten Kölner E-Werk entsprechend abgefeiert

Aber bevor man die Band aus New York mit ihrem schnauzbärtigen Frontmann Eugene und den Sängern Pedro Eraza und Elisabeth Chi-Wei Sun feiern kann, darf man sich erst einmal über den Besuch der Vorband freuen. Man Man, die alle in Skelett-Anzüge gewandet waren, bereiteten dem Publikum eine gute Zeit und konnten es für sich gewinnen. Die Zuseher bedankten sich gerne für so Nummern wie Head on oder Hold on to your heart.

Dann ist es endlich soweit und man weiß vom ersten Moment an, was die Stunde geschlagen hat, jetzt gibt’s Gipsy Punk mit Gogol Bordello. Ab sofort ist der Laden in Bewegung. Das gilt nicht nur für die Band, nein, auch das Publikum in der Halle und selbst auf der Galerie kommt man in Stimmung.

Das ist aber auch klar bei der Musik von Gogol Bordello, die mit ihrem Sound einzigartig klingen. Dass man mit Nummern wie Not a crime, Break the spell oder Start wearing purple den Fans ungeheuer einheizt, ist kein Wunder. Wie man Gogol Bordello seit Jahren kennt – die Band ist eine Bank und wird deshalb auch regelmäßig auf den ganz großen Festivals gebucht.

Hütz auf der Akustikgitarre und Sergey Ryabtsev an der Violine und wenn sich dann noch Fräulein Sun mit „dä dicke Trum“ dazugesellt, dann ist Party angesagt. Allerdings eine, die dann wie jede gute Fete auch irgendwann zu Ende ist, aber man sah selten so abgekämpfte, aber glückliche Leute von einem Konzert nach Hause gehen.

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Text: Dennis Kresse
Bilder: Pressefreigabe