Ein bisschen wunderte man sich schon, als man am Abend des 18. Dezember den Hamburger Berg betrat und die Schlange am Headcrash sah. Vorwiegend sehr junge Leute reihten sich ein, um zu Heisskalt ins Headcrash zu gelangen, der Einlass allerdings gestaltete sich recht lang, gar Personalausweise wurden kontrolliert. Aber: Die jungen Leute haben Geschmack. Und zum Beginn des Sets von Heisskalt um 20:30 Uhr waren dann schließlich auch alle drin im gut gefüllten Headcrash, wo man schon freudig und gleichermaßen gespannt wartete.

Warum die Band trotz ihrer recht harten Klänge eine solche Zielgruppe anspricht, wurde schnell deutlich, denn die Musiker sind auf der Bühne gleichermaßen sehr präsent und haben eine sehr einnehmende Ausstrahlung. Sänger Mathias Bloech suchte beständig den Kontakt zum Publikum, während er die Stücke des erfolgreichen Debüt-Albums Vom Stehen und Fallen sowie Stücke der vorigen EPs mit seiner Band darbot. Titel wie Nicht anders gewollt wurden frenetisch gefeiert, die Klänge irgendwo zwischen härterem Alternative Rock, Melodic und Post-Hardcore zündeten sofort. Da war viel Bewegung zu sehen und allen Beteiligten im dicht gedrängten Publikum sah man den Spaß an.

Nummern wie Hallo wurden vom Publikum direkt mitgesungen und ausgiebig getanzt, Hits wie Das bleibt hier waren Selbstläufer. Eindeutig: Heisskalt haben 2014 eine Menge erreicht und richtig gemacht und man kann davon ausgehen, dass der Chart-Entry auf Platz 29 mit ihrem Debüt längst nicht das Ende der Fahnenstange sein wird. Wenn die Band weiterhin derart stark auftritt – sowohl auf der Bühne als auch generell –, wird es auch 2015 weiter bergauf gehen. Davon zeugte auch der Auftritt im Headcrash, den sie natürlich nicht ohne Zugabe beenden durften.

Setlist: Identitätsstiftend, Sonne über Wien, Alles Gut, So leicht, Der Mond, Hallo, Nicht gewinnen, Kaputt, Gipfelkreuz, Bestehen, Dezemberluft, Nicht anders gewollt, Zweifel, Bewegungsdrang, Das bleibt hier

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Text und Bilder: Marius Meyer