Im gemütlichen Gewölbe-Club Gretchen in Berlin Kreuzberg steht eine kleine Bühne mit einem Mikrofon und zwei großen aufgespannten Album-Covern von Jamie Lawsons gerade erschienenem selbstbetitelten Album. Der englische Singer/Songwriter ist der erste Künstler, der bei Ed Shereens’ Label Gingerbread Man Records gesignt wurde – und das ist musikalisch auch zu hören: Seine Texte sind ruhig, liebevoll und voller Persönlichkeit. Seine erfolgreichste Single Wasn’t Expecting That erreichte in Irland bereits die Spitze der Charts und in Australien und Neuseeland erlangte er sogar Doppelplatin.

Das einfach inszenierte Bühnenbild legt den Fokus allein auf Lawson und seine Akustikgitarre in der Mitte. Nur einen Tag nach den schrecklichen Ereignissen in Paris, bedankt sich Jamie Lawson am Anfang der Show von ganzem Herzen, dass wir alle erschienen sind und spricht damit an, was jeder im Publikum sich zuhause ganz genau überlegt hatte. Er spielt seine Setlist, zwischen den Songs wirkt er schüchtern, bezieht jedoch das Publikum mit ein: Er erzählt kleine Anekdoten, macht den ein oder anderen Witz und stimmt währenddessen immer wieder seine Gitarre. Nach 75 Minuten spielt Lawson seinen letzten Song in der Zugabe und in der Luft hängt eine erfrischend romantische Stimmung als er die Bühne verlässt.

Es ist die richtige Entscheidung gewesen, nach dieser furchtbaren Nacht in Paris auf ein Konzert zu gehen und diese Musik, die tief aus dem Herzen eines Menschens kommt gemeinsam zu erleben und dabei all derer zu gedenken, die auch nur das tun wollten: Musik erleben.

Homepage: www.jamielawsonmusic.com
Facebook: www.facebook.com/jamielawsonmusic
Twitter: www.twitter.com/jamielawsonuk

Text: Melina Pospiech
Bild: Pressefreigabe (FKP Scorpio)