Es gibt Menschen, die haben eine so optimistische Art, dass sie auch den letzten Griesgram damit zum Lächeln bringen. So eine Person ist ohne jeden Zweifel Leslie Clio, in Hamburg geboren und nach Berlin gezogen, die gerade mit ihrem zweiten Album Eureka auf Tour ist und Station im Gebäude 9 machte und dort mit ihrem „Retro Soul“ für Stimmung sorgte. Mit einer Mischung aus ihren beiden Alben Gladys und Eureka unterhält Leslie Clio perfekt. Die Berlinerin hat einen natürlichen Charme und setzt diesen auch gekonnt ein und ihr sonniges Gemüt wirken auch bei schlechtem Wetter, wie es Ende Mai war, wie Doping. Aber ihre Songs gehen auch direkt ins Herz und in die Beine.

Man merkt ihr live an, dass dieses ganze Gerede über das „schwierige zweite Album“ eine Erfindung von uns Musikjournalisten ist. Ganz wunderbar fügen sich neue Songs in altbewährtes ein – ohne, dass sie wie eine Blaupause klingen. Zu eigenständig sind die neuen Lieder und sich zu wiederholen, das passt gar nicht zu einer neugierigen Frau wie „der Clio“.

Ihre Hits wie Told you so oder die neue Single My heart ain’t that broken klingen live genauso kraftvoll wie auf Platte und das ist auch ein Verdienst ihrer tollen Begleitband. Als Zugabe noch I couldn’t care less und ein weiterer neuer Titel Make things better und dann ist Leslie Clio verschwunden. Aber es gibt ein Wiedersehen!

Setlist: Intro, Eureka, Twist the knife, Dr. Feelgood, Changes, Bad eyes, Told you so, Damage done, Adam, Sister Sun, Brother Moon, All the other fools, Remedy, Million Lights, Only a fool breaks his own heart, My heart ain’t that broken, Just begun, Fuck what they told ya, Be with you
Zugabe: I couldn’t care less, Make things better

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Rezension: Leslie Clio – Gladys

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Text: Dennis Kresse
Bild: Robert Winter