Man fragte sich, was in den vergangen zwei Jahren passiert ist… Im Juni 2012 spielten Limp Bizkit auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark, was zweifelsohne sehr gut besucht war. Im Juni 2014 spielten Limp Bizkit erneut an diesem Ort und ohne, dass in der Zwischenzeit ein neues Album erschienen wäre, war es außerordentlich ausverkauft und am Einlass fand sich eine endlose Schlange ein, die auch noch nicht abbrach, als mit Anthrax um 19 Uhr. ein sehr hochkarätiger Support-Act die Bühne betrat.

Anthrax wirbelten dem – trotz der langen Schlange – bereits äußerst zahlreich anwesenden Publikum die volle Portion Thrash Metal um die Ohren. Stücke wie Among The Living und Caught In A Mosh animierten eben genau dazu, zum Moshen. Das Publikum war tatsächlich entzückt und man war beeindruckt, wie groß offenbar die Schnittmenge zwischen Anthrax und Limp Bizkit zu sein scheint. Selbst Crowdsurfing war bei Anthrax zu sehen. Auch Cover-Versionen hatten sie im Set mit dabei und mit ihrer Cover-Version von AC/DCs T.N.T. verbreiteten sie sehr gute Laune im Publikum. Dass man es bei Anthrax eben nicht mit irgendeinem Support-Act zu tun hat, sondern mit einer Legende, die das alles schon 30 Jahre lang machen, wussten auch Limp Bizkit zu würdigen, die ihnen trotz der strikten Sperrstunde im Stadtpark eine Stunde Spielzeit zu billigten. Ein sehr gelungener Support-Auftritt!

Zwanzig Minuten Umbaupause und weiter ging es. Limp Bizkit waren da, der Jubel riesig! Mit Why Try eröffnet ging es danach gleich weiter zum ersten Höhepunkt in Form von 9 Teen 90 Nine, das tatsächlich gefeiert wurde als wäre es 1999. Ganz klar: Limp Bizkit haben den Crossover-Hype mehr als überlebt und sind auch heute noch eine ernstzunehmende NuMetal-Band, die diesen Status schließlich auch mit dem Nummer-1-Album Gold Cobra in 2011 eindrucksvoll untermauert hat. Dass hier eine Party gefeiert werden sollte, zeigten die Musiker auch bei Hot Dog, das mit Fans auf der Bühne an Instrumenten und Mikrofon zelebriert wurde.

Überhaupt liest sich das Set wie ein Best Of. Mit Stücken wie Rollin‘ (Air Raid Vehicle), My Generation, My Way und Break Stuff wird gerockt, wie das Publikum es erwartet und die Band es nicht besser kann. Auf dem Weg zum Finale aber hat man sich dann doch noch eine Überraschung ausgedacht: Bring the Noise von Public Enemy. Und das nicht nur von Limp Bizkit, sondern von Limp Bizkit gemeinsam mit Anthrax, von Fred Durst gebührend mit „Legends“ angekündigt. Eine gelungene Überraschung in Form einer gelungenen Darbietung.

Der Rest ist schnell erzählt: Take a Look Around ist ein Selbstläufer, Faith ein gebührender Abschluss eines gelungenen Konzertes einer Band, die bereits seit längerer Zeit in Höchstform ist und keine Anstalten macht, in absehbarer Zeit damit aufzuhören. Ein hervorragender Abend im Stadtpark!

Setlist: Why Try, 9 Teen 90 Nine, Rollin‘ (Air Raid Vehicle), Pollution (1. Strophe), Don’t Go Off Wandering, Hot Dog (mit Fans auf der Bühne), My Generation, Livin‘ It Up, My Way, Gold Cobra, Break Stuff, Bring the Noise (Public Enemy-Cover gemeinsam mit Anthrax), Take a Look Around, Faith (George Michael-Cover)

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Text: Pressefreigabe
Bild: Paris Visone (Limp Bizkit), Pressefreigabe (Anthrax)