Wer Passenger schon einmal live erleben durfte, weiß, wie viel Spaß der Musiker auf der Bühne hat und wie er diesen auf sein Publikum überträgt. Mit nichts weiter als einer Gitarre und einem Bassdrum-Effekt wenn er mit dem linken Fuß aufstampft, kann er seine Lieder live simpel, aber mindestens genauso ergreifend rüberbringen. Was Mike Rosenberg jedoch am stärksten von anderen abhebt, ist seine unglaubliche Nähe zu den Zuschauern: er macht Witze, erzählt die Entstehungsgeschichte einiger Lieder, die ihm persönlich viel bedeuten und schiebt auch gerne mal während eines Liedes einen Spruch ein.

Bei seinem bekanntesten Lied Let Her Go konnte er das überwiegend nicht mehr jugendliche Publikum fast komplett zum Mitsingen bewegen, kann aber auf der anderen Seite auch eine unglaubliche Stille erzeugen, in der nur seine Stimme und der Klang seines Instruments zu hören ist. Typischerweise geschieht das während einem Song, den kaum jemand mitsingen kann, also bei seinem obligatorischen Paul Simon Cover, oder, wie es in Bonn der Fall war, bei einem neuen Song.

Passenger ist sich auch selten zu schade um ein bisschen mit dem Publikum zu spielen. So spielte er beispielsweise auf dem Kunst!Rasen das Lied Eye of the Tiger an, bevor er mit seinen eigenen Werken weiterging. Außerdem holte er für Heart’s on Fire seinen Voract und Freund Stu Larsen auf die Bühne.

Im Endeffekt muss man sich einfach selbst davon überzeugen, denn eine sympathische Art lässt sich einfach nicht gut in einem Artikel beschreiben. Doch das ist Passenger ohne Frage: einer der sympathischsten Künstler, die man heutzutage auf einer Bühne stehen sehen kann.

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Text: Alexander Mann
Bild: Pressefreigabe