Wenn sich der „Modfather“ oder auch „Godfather of Britpop“, wie er ehrenvoll genannt wird, mal die Ehre gibt und sich zu seinen Jüngern herab begibt, dann ist es ja nur logisch, dass die Läden voll sind. So auch an diesem Frühlingsabend im Herzen der Domstadt im Gloria. Wenn der Ex-The Jam- und Style Council-Sänger, der seit über 30 Jahren herausragende Alben aufnimmt, eine brandneues Album namens Saturn’s Pattern im Gepäck hat, das am 15. Mai erhältlich sein wird hat, kommt ein atemberaubendes Konzert im natürlich ausverkauften Gloria dabei raus. Punkt 21 Uhr kam Paul Weller auf die Bühne und Weller war wie immer top modisch gekleidet und brachte mit seiner perfekt eingespielten Band auch die bislang ungehörten Songs in eine gut zusammengestellte Setlist unter.

Schon der Opener I’m where I should be, ein amtlicher Rocksong, wird vom feierwütigen Publikum entsprechend aufgenommen und bildet so einen wunderbaren Einstieg in die folgenden 22 Songs, in dessen Fokus natürlich das neue Album steht. Saturn’s Pattern kommt, so will es ja die Gesetzmäßigkeit, mit einem Viertel der gespielten Songs, natürlich am besten weg. Aber mit Nummern wie White sky oder Long time beweist Weller, dass auch neue Songs sich wunderbar in ein rund zweistündiges Set einbringen lassen.

Aber auch für die, mit Verlaub, „alten“ Weller-Fans hat sich Paul einiges einfallen lassen und die kommen bei Peacock Suit aus dem Jahr 1993 vom Album Heavy Soul oder The Changingman (1995) auf Stanley Road voll auf ihre Kosten.

Nur die alten The Jam und Style Council Fans wurden von Paul Weller schmählich ignoriert und im Gegensatz zu den letzten Konzerten, gab‘s heute nicht Town called Malice oder Shout to the top, aber irgendwas ist ja immer und wer seit 1992 Soloalben aufnimmt, der hat das auch nicht nötig.

Setlist: I’m where I should be, When your garden overgrowns, White sky,Come on/Let’s go, Kosmos, From the Floorboards up, Into tomorrow, Saturn’s Pattern, Broken Stones, Above the clouds, Long time, The Attic, Friday street, Porcelain Gods, You do something to me, Empty Ring, Peacock Suit, 7&3 is the strikers name, Whirlpools End.
Zugabe 1: These city streets, Foot on the mountain
Zugabe 2: Picking up sticks, The Changingman

Weitere Artikel
Konzertbericht: Paul Weller – 30.05.2014, Hamburg Mojo Club
Rezension: Paul Weller – More Modern Classics
Rezension: Paul Weller – Wake Up The Nation

Homepage: www.paulweller.com
Facebook: www.facebook.com/paulwellerofficial
Twitter: www.twitter.com/paulwellerHQ

Text: Dennis Kresse
Bild: Pressefreigabe