Neue Bands haben es oft schwer den großen Sprung zu schaffen. Erst kürzlich besuchte ich jedoch das Konzert einer Band, die damit kaum Probleme hatte und durch den Song Out Of The Black recht schnell enorme Bekanntheit weltweit erlangte. Die Rede ist von Royal Blood. 2012 gegründet, schaffte es die Band, welche nur aus zwei Musikern besteht, einen Sound zu entfalten, welcher eher nach einer fünfköpfigen Rockband klingt. Nachdem sich bereits die Single rasant verbreitet hatte, wurde auch das Debütalbum ein voller Erfolg – immer mehr Beachtung durch internationale Medien, Radiostationen und auch viele Musiker, die die Band unterstützten oder als Vorband mit auf Tour nahmen, taten ihr Übriges.

So konnten Royal Blood nun als noch recht junge Band bereits das E-Werk in Köln Mühlheim füllen und mussten nicht auf kleinere Lokalitäten ausweichen. Zahlreiche Fans sahen eine fulminante Rockshow, welche internationalen Headlinern soundtechnisch in Nichts nachstand. Der einzige Unterschied zu einer Muse-Show oder einem Foo Fighters-Auftritt war, dass Royal Blood noch keine derart pompöse Bühnenshow präsentieren können und noch nicht genug Megahits haben, um ein Publikum über mehrere Stunden zu unterhalten. Doch Sänger Mike Kerr und Schlagzeuger Ben Thatcher machten eine gute Figur auf der Bühne und hatten das Publikum stets auf ihrer Seite. Lediglich die deutsche Sprache scheint es dem britischen Rock-Duo noch nicht so richtig angetan zu haben, denn „Oh wie ist das schön“-Gesänge aus dem Publikum wurden von Mike nur mit einem fragenden Blick quittiert.

Royal Blood haben mit ihrem Auftritt in Köln jedenfalls bewiesen, dass sie die Energie, die sie bereits auf ihrem selbstbetitelten Debüt versprühen, auch auf die Bühne bringen können. Leider war das Konzert recht schnell vorüber, denn irgendwann ging den Rockern ihr noch recht beschauliches Song-Repertoire aus. Mit einem Album und einer EP muss man es allerdings auch erst einmal schaffen eine große Halle wie das E-Werk zu füllen und dann die vor der Bühne stehenden Menschen auch noch in Bewegung zu versetzen. Dies ist Royal Blood mit Songs wie You Can Be So Cruel, Little Monster oder One Trick Pony sehr gut gelungen.

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Text: Melvin Damian Klein
Bilder: WMG